Die ersten Hürden sind allerdings bereits bei der Recherche zu überwinden. Über 30.000 vergebende Stellen bedienen sich unterschiedlichster Medien und Verfahren. So verhindert in vielen Fällen bereits das deutsche Ausschreibungschaos, dass Unternehmen und lukrative Aufträge zusammenfinden. Der dtad hat es sich zur Aufgabe gemacht Ordnung in dieses Chaos zu bringen.
Sind die Ausschreibungen erst einmal recherchiert, dann ist zu beachten, dass die formalen Anforderungen bei der öffentlichen Auftragsvergabe weit höher sind als bei privaten Auftraggebern. Dies liegt vor allem daran, dass staatliche Stellen Steuergelder ausgeben und deswegen einer aufmerksamen Kontrolle unterliegen, um Korruption und Misswirtschaft zu vermeiden. Allen Auftragnehmern soll bei gleicher Eignung gleicher Zugang zu öffentlichen Aufträgen ermöglicht werden. So soll gewährleistet werde, dass sich das beste Angebot durchsetzt.
Gerade mittlere und kleine Unternehmen scheitern bei der Bewerbung um öffentliche Aufträge aber nicht ihrer mangelnden Fachkenntnis oder Größe wegen, sondern meistens auf Grund der Verletzung einfacher aber strenger formaler Voraussetzungen.
Insider können ein Lied davon singen, dass sogar größere Ausschreibungen wiederholt werden müssen, weil das gesamte Feld der Bewerber sich durch Formfehler, fehlende Nachweise oder schlichtweg ungeschicktes Benehmen aus dem Rennen katapultiert hat. Schätzungen zufolge
scheitern 30% aller Gebote an ersten formalen Anforderungen.
