DTAD
DTAD

Freihändige Vergabe

Eine Freihändige Vergabe (Definition: Freihändige Vergabe) wird oberhalb der europäischen Schwellenwerte Verhandlungsverfahren genannt (siehe Tabelle 1). Die Freihändige Vergabe betrifft in der Regel die vom Umsatz her kleinsten Aufträge und ist formlos. Die Aufforderung im Rahmen einer Freihändigen Vergabe ein Angebot abzugeben, muss nicht öffentlich erfolgen und kann sogar am Telefon geschehen. Das bedeutet, dass auch bei der Freihändigen Vergabe ein Unternehmen bereits bei der vergebenden Stelle bekannt sein muss, will es im Rahmen einer Freihändigen Vergabe berücksichtigt werden. Für ein Unternehmen heißt es, frühzeitig und nachhaltig Kontakte zu Vergabestellen zu pflegen und durch gezielte Werbung bei den Vergabestellen und Präsenz in den einschlägigen Datenbanken, Messen und Publikationen auf sich aufmerksam zu machen. Aber auch Aufträge, die freihändig vergeben werden, können über die Ausschreibung eines Teilnahmewettbewerbs allgemein bekannt gemacht werden (für Verhandlungsverfahren ist dies sogar Pflicht). Für die Präqualifizierungsdatenbanken PQ-Bau und PQ-VOL gilt bei Freihändigen Vergaben ähnliches wie bei Beschränkten Ausschreibungen: Eine lohnende Investition, die jedoch kein Allheilmittel darstellt und auf keinen Fall aktives Marketing und regelmäßigen Kontakt zu Vergabestellen ersetzt.

Wie bereits bei der Beschränkten Ausschreibung gelten auch bei Freihändigen Vergaben für Aufträge aus Lieferungen und Leistungen (VOL) noch länderspezifische Wertgrenzen. Während in Berlin z. B. bei Auftragswerten nur bis 7.500 Euro freihändig vergeben werden kann, sieht Brandenburg hierfür eine Wertgrenze von 20.000 Euro vor (siehe Tabelle 2). Für Aufträge im Bereich der VOB (Bauaufträge) schreibt die VOB auch bei Freihändigen Vergaben bundesweit einheitliche Grenzwerte vor (siehe Tabelle 1).

Carola Zoske
Carola Zoske
DTAD - Kundenservice

Telefon: 0800 - 899 899 1
E-Mail: service@dtad.de

DTAD