DTAD
 
  •  
  •  
  •  
DTAD Deutscher Auftragsdienst

Ausschreibung - Abstimmung und Vorbereitung von Maßnahmen zur Einrichtung von Querungshilfen für Fußgänger*innen in Berlin (ID:13698468)

DTAD-ID:
13698468
Region:
10179 Berlin
Auftragsart:
Archiviertes Dokument
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Verfahrensart:
Öffentliche Ausschreibung
Kategorien:
Sonstige Dienstleistungen, Stadtplanung, Landschaftsgestaltung, Ingenieurleistungen außer Bau, Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Ingenieur-, Planungsleistungen im Bauwesen
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Kurzbeschreibung:
1) Sicherung fußgängerfreundlicher Stadtstrukturen 2) Schaffung attraktiver und barrierefreier Verbindungen 3) Aufwertung von Schwerpunkten des Fußverkehrs 4) Verknüpfung mit öffentlichen...
Informationsstand
DTAD-Veröffentlichung:
12.01.2018
Frist Angebotsabgabe:
12.02.2018
Schließen
Diese Ausschreibung ist bereits abgelaufen. Wir haben für Sie nach Alternativen gesucht:
25.000 tagesaktuelle Ausschreibungen gefunden.
DE-10179: Abstimmung und Vorbereitung von Maßnahmen zur Einrichtung von Querungshilfen für Fußgänger*innen
Beteiligte Firmen & Vergabestellen
Auftraggeber:
Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz IV B 12 / Frau Schramm
(030) 9025 1627

Abt. Verkehr - Referat IV B
Am Köllnischen Park 3
10179 Berlin

Öffentliche Ausschreibungen
please wait
Gewerbliche Bauvorhaben
please wait
Gewonnene / Vergebene Aufträge
please wait
Geschäftsbeziehungen
please wait

Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Leistungen zur Abstimmung und Vorbereitung von Maßnahmen zur Einrichtung von
Querungshilfen für Fußgänger*innen wie Fußgängerüberwege, Mittelinseln und
Gehwegvorstreckungen

Ziel ist es,
• Standortvorschläge für ca. 80 - 100 Querungshilfen/Jahr auf Erfordernis und
Machbarkeit zu prüfen,
• in positiv entschiedenen Fällen die erforderlichen Unterlagen für eine
straßenverkehrsbehördliche Anordnung zu erstellen sowie
• diese bei ca. 35 - 50 Stück Maßnahmen Jahr bei der jeweilig zuständigen
Straßenverkehrsbehörde einzureichen.
Zusätzlich sind zusammen mit der Sen UVK [innovative] Sonderlösungen im Zuge
der Einrichtung von FGÜ zu sondieren bzw. zu entwickeln (s. Arbeitspaket 4
optional).
Arbeitspaket (AP) 1: Erstellung von Unterlagen für die straßenverkehrsbehördlichen
Anordnungen und Antragstellung
Es sind straßenverkehrsbehördliche Anordnungen zur Einrichtung von [vorrangig]
FGÜ und anderen Querungseinrichtungen für Fußgänger*innen für das
Bauprogramm 2019 und Bauprogramm 2020 zu erwirken. Zu den noch
auszuwählenden Projekten (FGÜ, Mittelinseln und Gehwegvorstreckungen) sind
dazu anordnungsfähige Planunterlagen mit Begründung der Notwendigkeit für die
Einrichtung von FGÜ oder anderen Querungshilfen an dieser Stelle zu erstellen und
an die zuständige Straßenverkehrsbehörde (VLB oder jeweilige bezirkliche
Straßenverkehrsbehörde) zur Anordnung einzureichen. (Anzahl: mind. 35
Standorte/Jahr)
Dazu ist es notwendig, dass routinemäßig (ca. alle 6 Wochen) unter Leitung des AN
Sitzungen der AG „Förderung des Fußverkehrs/ Querungshilfen“ mit den
erforderlichen Beteiligten durchgeführt sowie vor- und nachbereitet werden, um die
neuen Projekte und ggf. „Altfälle“ abzustimmen. (Anzahl: mind. 8 Sitzungen/ Jahr)
Es ist ein zweistufiges Bearbeitungsverfahren hinsichtlich der Standortvorschläge zu
durchlaufen:
1. Stufe: Vorabstimmung der Standortvorschläge in den Sitzungen der AG und
weiterführende Abstimmung im Rahmen eines Ortstermins mit dem
Baulastträger, der zuständigen Straßenverkehrsbehörde und ggf.
sonstigen Betroffenen (BVG ...).
Bei ca. 50 % der Standortvorschläge ergibt sich im Lauf des Prüfvorgangs,
dass es keinen Bedarf/ keine Möglichkeit für eine Querungshilfe gibt.
Diese Standorte werden dann nicht weiter behandelt.
2. Stufe: Im Fall einer, im Rahmen der Abwägung, erfolgten Einigung auf die
Notwendigkeit/ Machbarkeit einer konkrete Querungshilfe, ist die
Erarbeitung der Planunterlagen (Verkehrszeichenpläne und Begründung)
für die straßenverkehrsbehördliche Anordnung notwendig.
Die Straßenverkehrsbehörde benötigt für den Anordnungsvorgang Pläne, die die
vorhandenen und die neu anzuordnenden Verkehrszeichen sowie die ggf.
erforderlichen baulichen Veränderungen beinhalten. Grundkarten können, soweit
vorhanden, von den Straßenämtern der Bezirke zur Verfügung gestellt werden.

Die Aufgabe umfasst im Detail folgende Arbeitsschritte
(siehe auch Ablaufdiagramm Anlage 1):
1. Stufe – Vorabstimmung der Standortvorschläge
Aus den vorliegenden Standortvorschlägen sind in enger Abstimmung mit dem
Auftraggeber die straßenverkehrsbehördlichen Anordnungen für das Bauprogramm
2019 und 2020 mit jeweils mindestens 35 Projekten (schwerpunktmäßig FGÜ zur
Schulwegsicherung - Schulwegpläne) und weitere Querungshilfen für
Fußgänger*innen (Mittelinseln, Gehwegvorstreckungen) herbeizuführen. Bereits in
dieser Phase ist Kontakt mit dem jeweils zuständigen Straßenbauamt und der
zuständigen Straßenverkehrsbehörde (VLB bzw. bezirkliche Straßenverkehrsbehörde)
aufzunehmen.

HINWEIS:
Bei der Auswahl der Standorte sind zusätzlich zur Anwendung der StVO § 26 und
der dazu gehörenden Verwaltungsvorschrift die Anforderungen der Richtlinien für die
Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 2001) mit dem aktuellen
Berliner Einführungserlass zu beachten (Anlage 2) unter besonderer Berücksichtigung
der Auslegung durch die Straßenverkehrsbehörden (Bsp.: Sogwirkung an
Ampeln, Fußwegebeziehungen aufzeigen für den eventuell nötig werdenden
Nachweis der verkehrlichen Notwendigkeit.)
Von den Straßenämtern bzw. Straßenverkehrsbehörden ggf. eingebrachte
Vorschläge sind bei der Standortauswahl mit zu berücksichtigen.
Zur Festlegung der Standorte, die für eine straßenverkehrsbehördliche Anordnung
vorbereitet werden, sind folgende Arbeitsschritte erforderlich:
1.1. Vor-/Nachbereitung sowie Durchführung der Arbeitsgruppensitzungen
Alle eingegangenen Vorschläge zu potentiellen Standorten für Querungshilfen
werden in den Sitzungen der Arbeitsgruppe „Förderung des Fußverkehrs/
Querungshilfen“ (ca. 8 Termine pro Jahr) analysiert und das Erfordernis einer
eventuell weiteren Prüfung ermittelt.

Eine erste Einschätzung der Verkehrsverhältnisse und Fotoerfassung wird dazu vom
AN erwartet. Dazu ist es erforderlich, dass der AN vor der erstmaligen Behandlung
des Standortes in der Sitzung der Arbeitsgruppe sich ein Bild über die Örtlichkeit des Standortes und über die dort vorhandenen Verkehrsbedingungen verschafft.
Die Sitzungen der Arbeitsgruppe finden in den Diensträumen der SenUVK statt. Der
AN legt am Anfang des Jahres die Termine für die 8 Sitzungen fest, damit ein
Sitzungsraum von SenUVK in deren Dienstsitz reserviert werden kann.

Der AN hat folgende Leistungen zu übernehmen:
• Einladung aller Beteiligten (Mitarbeiter*innen der jeweilig zuständigen
Straßenverkehrsbehörde, des zuständigen Straßen- und Grünflächenamtes sowie
des Polizeipräsidenten ST II) 14 Tage vor der Sitzung
• Übersendung aller Unterlagen an alle Sitzungsteilnehmer*innen
• Erstellung und Übersendung einer einseitigen Dokumentation mit Foto und
Angaben der technischen Parameter im Ist-Zustand für jeden zu behandelnden
Standort an alle Sitzungsteilnehmer*innen (Beispiel siehe Anlage 3)
• Beteiligung an der fachlichen Diskussion und Einbringung der gewonnenen
Erkenntnisse aufgrund der vorab durchgeführten Ortsbesichtigung durch den AN
• Fertigung des Protokolls/ Verteilung an alle Sitzungsteilnehmer*innen (Anlage 4)
Es kann vorkommen, dass einige Standorte (bis zu ca. 20%) als Wiedervorlage ein
weiteres Mal in einer Arbeitsgruppensitzung behandelt werden müssen. Dies kann z.
B. vorkommen, wenn erst die Ergebnisse einer Verkehrszählung die Notwendigkeit
eines weiteren Prüfvorgangs ergeben bzw. noch weitere Erkenntnisse zum Standort
eingeholt werden müssen bzw. vorliegen.

1.2. Veranlassung der Verkehrszählungen
In den meisten Fällen wird eine Verkehrszählung der Kfz (Querschnittszählung) und
der querenden Fußgänger*innen an einem Tag über 12 Stunden von 7.00 – 19.00
Uhr erforderlich. Die Verkehrszählungen werden von einem von der VLB
beauftragten externen Büro vorgenommen.
Der AN übernimmt die Zusammenstellung der erforderlichen Zählstandorte und leitet
diese an die VLB hinsichtlich der Durchführung der Verkehrszählungen weiter.
1.3. Vor-/Nachbereitung sowie Durchführung von Ortsterminen
Für alle bislang in den Sitzungen der AG positiv geprüften Standorte sind
Ortstermine durchzuführen. Der AN hat hierbei folgende Leistungen zu erbringen:
• Einladung aller Beteiligten (Mitarbeiter*innen der jeweilig zuständigen
Straßenverkehrsbehörde, des zuständigen Straßen- und Grünflächenamts,
der Polizeidirektionen und bei Erfordernis der BVG) 14 Tage vor dem OT
• Übersendung einer Lösungsskizze mit Angaben der Ergebnisse der
Verkehrszählungen im Zusammenhang mit der Einladung
• Beteiligung an der fachlichen Diskussion
• Erfassung aller örtlichen Gegebenheiten/ der vor Ort geführten Abstimmungen
• Fertigung des Protokolls und Verteilung an alle Teilnehmer*innen (Anlage 5,
Protokollbeispiel)
Es kann vereinzelt vorkommen, dass bei bis zu ca. 10% der Standorte ein weiterer
Ortstermin erforderlich wird.

2. Stufe – Erarbeitung der Planunterlagen für behördliche Anordnung
Haben sich die an der Abstimmung Beteiligten auf eine konkrete Querungshilfe an
einem Standort geeinigt, ist es notwendig die erforderlichen Unterlagen mit
folgendem Inhalt für die straßenverkehrsbehördliche Anordnung zu erstellen:
• Erläuterung des Projektes mit verkehrlicher Begründung
• Erstellung von anordnungsfähigen Verkehrszeichenplänen
2.1. Erläuterung jedes Projektes mit verkehrlicher Begründung
Als Antragsunterlage für die Einreichung zur straßenverkehrsbehördlichen Anordnung
sind die Darstellung des Ist-Zustandes und die Erläuterung der geplanten
Maßnahme, einschließlich verkehrlicher Begründung (Notwendigkeit), unter
Einbeziehung folgender Kriterien erforderlich:
• Genaue Beschreibung der Fußwegebeziehungen, insbesondere Schulwege
• Einschätzung/ Nennung der querenden Fußgänger und der Kfz-Belastung in der
Spitzenstunde
• Beurteilung der Sicht- und Beleuchtungsverhältnisse
• Berücksichtigung der Fahrgeometrie (Schleppkurven) bei baulichen
Veränderungen
• Auswirkungen auf die Straßenentwässerung und weiterer Einrichtungen im
Straßenland (z. B. Bushaltestellen) bei baulichen Veränderungen
2.2. Erstellen von Verkehrszeichenplänen für eine qualifizierte Anordnung:
Zu den geplanten Standorten sind in Abstimmung mit der jeweils zuständigen
Straßenverkehrsbehörde bzw. dem Straßenamt Verkehrszeichenpläne im Maßstab
von 1:250 bis zu einer Breite von ca. 50 m rechts und links des geplanten FGÜ oder
anderer geplanter Maßnahmen zu erstellen.
In die Verkehrszeichenpläne sind folgende Eintragungen vorzunehmen:
• bei FGÜ: Lage der Markierung und ggf. erforderliche bauliche Veränderungen
• bei baulichen Querungshilfen: die baulichen Veränderungen
• alle vorhandenen und neu anzuordnenden bzw. abzuordnenden Verkehrszeichen
einschließlich Fahrbahnmarkierung
• Bäume
• alle oberirdischen Einbauten: Lichtmaste mit technischer Bezeichnung;
Verteilerkästen, die für den FGÜ relevant sind; u. s. w.

Es kann vorkommen, dass nach Einreichung der Unterlagen vereinzelt
Verkehrszeichenpläne (bis zu ca. 10 %) aufgrund von Hinweisen der anzuordnenden
Straßenverkehrsbehörde vom AN i. d. R. einmal überarbeitet werden müssen.
Die Anlage 6 zeigt ein Beispiel eines Antrags, einschließlich eines Verkehrszeichenplanes.

2.3. Antragstellung bei der Straßenverkehrsbehörde
Die Unterlagen (Verkehrszeichenplan 4-fach und Begründung) sind vom AN im
Namen von Sen UVK IV B (Referat für Planung und Gestaltung von Straßen und
Plätzen, Radverkehr, Fußverkehr) als Antrag zur straßenverkehrsbehördlichen
Anordnung an die jeweilig zuständige Straßenverkehrsbehörde (VLB oder den
bezirkliche Straßenverkehrsbehörde) bis zum IV. Quartal des jeweiligen Jahres
einzureichen. Der AN verfolgt den Stand der Bearbeitung und berichtet dem AG.
Hierzu ist dem AG in regelmäßigen Abständen eine Nachverfolgungsliste der
Antragsstellung und der erfolgten Anordnungen vorzulegen.
Die Angebotsabgabe zum AP 1 wird ausschließlich in einer Kostenangabe pro
Standort erwartet, der bis zur Antragstellung auf eine straßenverkehrsbehördliche
Anordnung gelangt. Diese Kostenangabe umfasst die Kosten für die Abstimmung in
der AG-Sitzung, der Veranlassung der Verkehrszählung, des Ortstermins und der
Erstellung des Antrags auf eine straßenverkehrsbehördliche Anordnung.
Auch sollte die Zweistufigkeit hinsichtlich der Kosten pro Standort deutlich werden.

AP 1.1 (optional): Erstellung von Unterlagen für die straßenverkehrsbehördlichen
Anordnungen und Antragstellung bei
zusätzlichen Standorten
Zusätzlich zu den 35 abgestimmten Standorten ist die Erstellung von Unterlagen für
die straßenverkehrsbehördliche Anordnung für maximal 15 weitere Standorte von
Querungshilfen analog zum AP 1 zu kalkulieren.
Die Angebotsabgabe zum optionalen AP 1.1 wird ebenfalls in einer Kostenangabe
pro bearbeiteten Standort erwartet, der bis zur Antragstellung auf eine
straßenverkehrsbehördliche Anordnung gelangt. Diese Kostenangabe umfasst die
Kosten für die Abstimmung in der AG-Sitzung, der Veranlassung der Verkehrszählung,
des Ortstermins und der Erstellung des Antrags auf eine straßenverkehrsbehördliche
Anordnung.
Auch sollte die Zweistufigkeit hinsichtlich der Kosten pro Standort deutlich werden.

AP 2: Umsetzungsverfolgung laufender Baumaßnahmen des
Bauprogramms 2018/19
Der AN ermittelt zum jeweiligen Jahresende im November und Dezember den
Baufortschritt und Baumittelabschöpfung jeder einzelnen Baumaßnahme. Dies dient
zur Erlangung eines Überblicks über den Baufortschritt der Maßnahmen und der
Überwachung sowie Optimierung der Ausschöpfung der hierfür zur Verfügung
gestellten Haushaltsmittel. Dabei ist in folgenden Schritten vorzugehen:
1) Anforderung der bestehenden tabellarischen Übersicht der Baumittelabschöpfung
der einzelnen Baumaßnahmen bei Sen UVK (Anlage 7)
2) Telefonische Abfrage über den Baufortschritt und Stand der
Baumittelabschöpfung (hauptsächlich Aussicht auf voraussichtliche
Baumittelabschöpfung zum Jahresende) bei den einzelnen Straßenbauämtern
3) Eintragung der eingeholten Auskünfte in der unter Pkt. 1 zu erhaltenen Tabelle
und Rücksendung an Sen UVK.
Der AN achtet bei der Abfrage darauf, dass die Bezirksämter, die mit einer
Mittelzusage versehenen Maßnahmen im betrachteten Jahr auch möglichst zu Ende
führen und auch schlussrechnen. Das Augenmerk liegt hier insbesondere bei den,
bereits im Vorjahr oder noch weit vorher, begonnenen Maßnahmen.
Es wird jeweils eine Kostenangabe, getrennt für die Monate November und
Dezember, erwartet.

AP 3 (optional): Erstellung von Datenblättern fertiggestellter FGÜ/ Mittelinseln
Alle in Berlin seit dem Jahr 2001 fertig gestellten neuen Fußgängerüberwege und
Mittelinseln sind auf der Internetseite von Sen UVK1 mit einem Datenblatt dargestellt.
Der AN hat für jede Querungshilfe (nur FGÜ und Mittelinseln), die neu in Betrieb
gegangen ist und noch nicht erfasst wurde (s. o.) ein entsprechendes Datenblatt mit
Angabe der Maßnahme, Veranlasser, Bezirk, Jahr der Fertigstellung, Kosten,
verkehrstechnische Parameter und Foto (Endzustand) zu erstellen und der
Internetredaktion Sen UVK zur Verfügung zu stellen. Der Umfang beträgt ca. 40-60
Maßnahmen pro Jahr.
Die Internetredaktion Sen UVK pflegt die Datenblätter entsprechend in die
zugehörigen Datenbanken und auf der SenUVK-Internetseite ein. Die Pflege der
Internetseite wird ausschließlich von der Internet-Redaktion Sen UVK vorgenommen.
Die Form des Datenblattes ist von Sen UVK vorgegeben (siehe Anlage 8). Die
Anlage 9 zeigt ein Beispiel eines ausgefüllten Datenblattes.
Die erforderlichen Angaben zum Baujahr und den Baukosten werden von Sen UVK
gestellt oder sind den Planunterlagen zu den einzelnen Maßnahmen zu entnehmen.
Der AN fertigt und fügt ein aussagekräftiges Foto (möglichst mit Verkehrsteilnehmern:
Fußgänger*innen, Kfz, Rad etc.) der Maßnahmen ein.
Die Kostenangabe wird pro erstelltes und an die Internetredaktion Sen UVK
übersandtes Datenblatt erwartet.

HINWEIS:
Da voraussichtlich im Jahr 2018 die Internetseite von Sen UVK aktualisiert wird, kann
es möglich sein, dass die Darstellung der einzelnen Datenblätter künftig entfällt.
Daher kann es sein, dass die Leistung erst gar nicht abgerufen wird bzw. die
Leistungserbringung ab einem - durch den AG genannten - Zeitpunkt nicht mehr
erforderlich ist. Eine Vergütung erfolgt im letztgenannten Fall nur für jedes vollständig erstellte und übersandte Datenblatt.
1 http://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/fussgaenger/sicherheit/index.shtml

AP 4 (optional): Recherche von innovativen Lösungen für FGÜ
• Beispiele von Lösungen bei erschwerten/ ungünstigen örtlichen Voraussetzungen
Im Verlauf der vergangenen Praxis gab es Standortvorschläge mit einem
erwiesenen Bedarf zur Absicherung des querenden Fußverkehrs, bei denen
jedoch eine Anordnung nicht erzielt werden konnte, da durch Gesetzgebung oder
Richtlinien vorgegebene Einsatzkriterien dagegen sprachen.
Vom AN wird eine Recherche über europaweit entwickelte Lösungen zur Anlage
von Fußgängerüberwegen bei folgenden Problemfällen erwartet:
- Nichteinhaltung der vorgeschrieben Sichtweite (z. B. durch die Lage des
Standortes auf einer Kuppe)
- hoher Anteil querender Radfahrer*innen im selben Verlauf mit querenden
Fußgänger*innen.
• Beispiele zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an Fußgängerüberwegen
Der AN ermittelt und stellt innovative Lösungen für die Anlage von
Fußgängerüberwegen zusammen, die zusätzlich die Aufmerksamkeit auf
Fußgängerüberwege und somit die Sicherheit für Fußgänger*innen erhöhen
können.
Das können Lösungsansätze sein, die optische, akustische oder auch bauliche
Merkmale aufweisen, die nicht zu den in Berlin zählenden Standardlösungen
zählen.
HINWEIS:
Die Ergebnisse sind in einem maximal 10-seitgen Ergebnisbericht darzustellen. Die
o. g. Punkte sind jeweils in einem Kapitel des Berichtes auszuführen. Die weitere
Form des Berichtes ist vorab mit dem AG zu klären.

Lose:
nein

Planungsleistungen:
nein

Nebenangebote:
nicht zugelassen

Verfahren & Unterlagen
Verfahrensart:
Öffentliche Ausschreibung

Dokumententyp:
Ausschreibung

Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Termine & Fristen
Angebotsfrist:
Das Angebot und die o. g. Nachweisen sind bis zum 12.02.2018 (12:00 Uhr) bei der
Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Abteilung Verkehr, Referat IV B
Am Köllnischen Park 3,
10179 Berlin
unter Angabe des Bearbeitungszeichens IV B 12 auf postalischem Weg oder über das
Geschäftszimmer 419 a oder das Zimmer 425 einzureichen.
Die Angebotsunterlagen (keine losen Blätter) sind in einem geschlossenen Umschlag und
deutlich mit der Aufschrift
„Angebot Abstimmung und Vorbereitung von Maßnahmen zur Einrichtung von
Querungshilfen für Fußgänger*innen – nicht vor dem 13.02.2018, 10.00 Uhr zu öffnen“
gekennzeichnet zuzuleiten.

In dem Angebot sind der/die vorgesehenen/e Projektleiter/in und die Bearbeiter*innen des Projektteams zu benennen.
Sollten Sie nicht in der Lage sein, termingerecht ein Angebot abzugeben, wird um eine
entsprechende, rechtzeitige schriftliche Information (vorab per Mail oder Fax) gebeten.
Verfahrensart: öffentliche Ausschreibung
Bindefrist: 31.04.2018
Leistungszeitraum: 15.03.2018 – 31.12.2019
Für einen zu schließenden Vertrag gelten die anliegenden Zusätzlichen
Vertragsbedingungen, kurz ZVB (Anlage A 15).
Nach Eingang und Sichtung der Angebote und einer Vorprüfung nach einfachen Kriterien ist es vorgesehen, Bietergespräche für eine engere Wahl der Anbieter durchzuführen.

Ausführungsfrist:
31.12.2019

 
Die Leistungen und Ergebnisse der AP 1 und 3 sind jeweils bis zum Ende eines
jeden Kalenderjahrs zu erbringen. Die zeitliche Abfolge für das Arbeitspaket 1ergibt
sich aus den noch festzusetzenden Daten der Arbeitsgruppensitzungen und
Ortsterminen.
Die Leistungen des Arbeitspaketes 2 werden ausschließlich in den Monaten
November und Dezember des jeweiligen Kalenderjahres erforderlich.
Die Leistungen für das Arbeitspaket 3 werden bis zum Endes des Jahres 2019
erwartet.

Bedingungen & Nachweise
Sprache:
Deutsch

Zahlung:
Abschlags-/ Teilzahlungen nach Arbeitsstand sind möglich.
Bei Zahlungen innerhalb von 14 Tagen nach Eingang einer prüfbaren Rechnung oder
Teilrechnung wird ein Skonto von 2 % des Rechnungsbetrages in Abzug gebracht.
Es ist vorgesehen, den Vertrag als Pauschalvertrag anzuschließen. Die vertragliche Bindung wird sich im Rahmen der Finanzplanung des Senats an den Haushaltsjahren orientieren

Zuschlagskriterien:
Die Honorare sind gesondert für die einzelnen Arbeitspakete in der angefügten
Kalkulationstabelle (Anlage 10) auszuweisen. Eine Vergabe nur von einzelnen
Arbeitspaketen ist nicht zulässig.
Für die Wertung der Angebote werden die nachfolgend genannten Kriterien herangezogen:
• Analyse und Einhaltung der Aufgabenstellung/ Erläuterung des angebotenen
Leistungsbildes und der Vorgehensweise
• Honorarermittlung/ Erfassung Leistungsbild, Wirtschaftlichkeit
• Nachweis der fachlichen Eignung/ geplanter Personaleinsatz, Referenzen gem. des
ausgeschriebenen Leistungsbildes
• Nachweis der eigenen technischen Ausrüstung für die Durchführung der Leistungen
Die beigefügten Erklärungen (Anlage 11 bis 14) sind unterschrieben dem Angebot
beizufügen. Fehlende Erklärungen können zum Ausschluss des Bieters führen.
Die geforderten Erklärungen sind im Falle einer Bietergemeinschaft bzw. dem geplanten
Einsatz von Nachunternehmern von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft bzw. den
Nachunternehmern zu erbringen.

Es wird darauf hingewiesen, dass
die Besonderen Vertragsbedingungen zur Frauenförderung,
die Besonderen Vertragsbedingungen zu Tariftreue, Mindestentlohnung und
Sozialversicherungsbeiträgen sowie
die Schutzerklärung bezüglich der „Technologie von L. Ron Hubbard“
Erklärung „Bildrechte“
Bestandteile des Vertrages werden.

Geforderte Nachweise:
Folgende Unterlage werden dem AN zur Bearbeitung des Auftrags vom AG zur Verfügung
gestellt:
• ALKIS-Hintergrundkarten im Maßstab 1:1000 im DXF/DWG-Format und Shapeformat,
sofern die Bezirksämter kein ausreichendes Kartenmaterial zur Verfügung stellen können
• Ergebnisse der Verkehrszählungen
• tabellarischen Übersicht der Baumittelabschöpfung (AP 2)
• Datenmaske für die Erstellung der Datenblätter aus AP 3 (optional).

Besondere Bedingungen:
1) Potentielle Querungsstellen beruhen auf Standortvorschlägen, die von Bürgern,
Schulen, Kindertagesstätten usw. bei der Senatsverwaltung, der Verkehrslenkung
Berlin (VLB) oder den Bezirksämtern eingehen oder auf BVV- Beschlüssen bzw. -
anträgen.
2) Die eingegangenen Standortvorschläge werden in der von Sen UVK geleiteten
Arbeitsgruppe (AG) „Förderung des Fußverkehrs/ Querungshilfen“ auf
Notwendigkeit und Machbarkeit einer Querungshilfe für Fußgänger*innen hin
geprüft.
Dazu tagt die AG turnusmäßig sechs bis acht Mal im Jahr und führt Ortstermine
durch. Vertreter*innen der jeweils zuständigen Straßenverkehrsbehörde (VLB
oder die bezirkliche Straßenverkehrsbehörde), der Polizei und der Straßen- und
Grünflächenämter der jeweiligen Bezirke und eventuell weiterer erforderlicher
Institutionen wie z. B. die BVG nehmen daran teil.
3) Im positiven Fall der Prüfung und Abwägung von vorgeschlagenen/beantragten
Maßnahmen[standorten] wird ein Verkehrszeichenplan einschließlich Erläuterung
und Begründung der Maßnahme, als Antrag zur Erstellung der straßenverkehrsbehördlichen
Anordnung, gefertigt und eingereicht.
4) Sen UVK überträgt den Bezirksämtern, für die Umsetzung der beschlossenen
Maßnahmen, jedes Jahr die entsprechenden finanziellen Mittel für jede einzelne
Maßnahme.

Sonstiges
Die Fußverkehrsstrategie von Berlin steht unter dem übergeordneten Ziel einer
stadt-, sozial- und umweltverträglichen sowie gesunden, sicheren und
kostengünstigen Mobilität. Sie detailliert die Ziele des Stadtentwicklungsplans
Verkehr (StEP) zur Förderung der nicht motorisierten Verkehrsarten und ergänzt sie
mit Leitlinien, Maßnahmen und Modellprojekten zum Fußverkehr.

Die Fußverkehrsstrategie für Berlin zeigt Ansätze zur Förderung des Fußverkehrs
in acht unterschiedlichen Handlungsfeldern auf:
1) Sicherung fußgängerfreundlicher Stadtstrukturen
2) Schaffung attraktiver und barrierefreier Verbindungen
3) Aufwertung von Schwerpunkten des Fußverkehrs
4) Verknüpfung mit öffentlichen Verkehrsmitteln
5) Sicherheit der zu Fuß Gehenden
6) Hilfen zur Orientierung in der Stadt
7) Verbreiterung der Informationsbasis
8) wirksame Öffentlichkeitsarbeit
Für jedes dieser Handlungsfelder werden Maßnahmen benannt, die in
unterschiedlicher Verantwortlichkeit umgesetzt werden.
Aus dem o. g. Maßnahmenkatalog leitet sich aus den Handlungsfeldern 1, 2 und 5
auch die Zurverfügungstellung barrierefreier, verkehrssicherer Querungsstellen an
Fahrbahnen des fließenden Verkehrs ab.
Im Kontext dieses Themenkomplexes ist die uneingeschränkte Teilhabe für
Menschen mit Behinderung am Straßenverkehr zu ermöglichen. Diese Forderung
ergibt sich aus den Verpflichtungen gegenüber der im Jahr 2008 in Kraft getretenen
UN-Behindertenkonvention.

Darüber hinaus gelten in Berlin seit dem Jahr 1992 die durch den Senat
beschlossenen „Leitlinien zum Ausbau Berlins als behindertengerechte Stadt“. Die
Maßnahmen sind daher von den Bezirken Berlins entsprechend eines vorgegebenen
Finanzierungs- und Zeitrahmens mit Vorrang umzusetzen.
Zur Förderung des Fußgängerverkehrs werden in Berlin seit dem Jahr 2001 wieder
vermehrt Maßnahmen zur sicheren und besseren Querung der Fahrbahnen für
Fußgänger*innen wie Zebrastreifen (auch: Fußgängerüberwege, kurz FGÜ),
Mittelinseln und Gehwegvorstreckungen realisiert.
So gab es zu Beginn des Jahres 2001 in Berlin lediglich ca. 100 FGÜ. Seitdem sind
ungefähr 420 neue FGÜ sowie eine erhebliche Anzahl von Mittelinseln und
Gehwegvorstreckungen als Querungshilfen hinzugekommen.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) stellt den
Bezirksämtern im Doppelhaushalt 2018/19 jährlich Mittel in Höhe voraussichtlich bis
zu 3 Mio. € für Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger
(FGÜ, Mittelinsel und Gehwegvorstreckungen) zur Verfügung. Die Maßnahmen
werden von den jeweiligen Bezirksämtern realisiert. Von dieser Summe werden ca.
80 - 100 neubeginnende Maßnahmen finanziert und die im Vorjahr begonnenen,
jedoch nicht fertig gestellten Maßnahmen ( ca. 25 Maßnahmen) beendet werden.
Der bisherige Dienstleistervertrag für „Leistungen zur Abstimmung und Vorbereitung
von Maßnahmen zur Einrichtung von Querungshilfen für Fußgänger*innen wie
Fußgängerüberwege, Mittelinseln und Gehwegvorstreckungen“ lief zum
Jahreswechsel 2017/18 aus. Die vorgenannten Leistungen werden hiermit neu und
erweitert ausgeschrieben.
Es ist unabdingbar, die Bearbeitung aller zu erbringender Leistungen im Dialog mit dem AG, der VLB, den bezirklichen Straßenverkehrsbehörden, der Polizei Berlin und den jeweiligen Straßen- und Grünflächenämtern vorzunehmen.
Für die zu erbringende Leistungen werden vom AN sehr gute Ortskenntnisse Berlins
erwartet. Des Weiteren ist die örtliche Verfügbarkeit des AN in Berlin erforderlich.
Eine gesonderte Vergütung von Terminen / Abstimmungsrunden erfolgt nicht.
Alle im Rahmen des Auftrages erarbeiteten Unterlagen sind dem AG in geeigneter Art und Weise auszuhändigen. Hierzu gehören neben den Druckfassungen auch Dateien im PDFFormat sowie im Ursprungsformat.
Für alle Leistungen sind Personal- und Sachmittelkalkulationen offen zu legen. Nebenkosten sind in alle AP einzurechnen.

Bitte beachten Sie: Die Darstellung des Dokumentes auf dieser Seite wurde angepasst. Die ursprüngliche Version finden Sie hier.
DTAD
Sie sind noch kein registrierter Kunde?
Sie sind noch kein registrierter Kunde?
Testen Sie den DTAD kostenlos und unverbindlich
Mit dem kostenlosen und unverbindlichen Testzugang des DTAD erhalten Sie vollen Zugriff auf diese Ausschreibung sowie jährlich weitere 600.000 aktuelle Aufträge und Ausschreibungen.
 
Login für registrierte Kunden
Benutzername:
Passwort:

DTAD
Jetzt kostenlos testen