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Ausschreibung - Arbeitsmarktdienstleistung in Lauterbach (ID:5270595)

Auftragsdaten
Titel:
Arbeitsmarktdienstleistung
DTAD-ID:
5270595
Region:
36341 Lauterbach
Auftragsart:
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
11.07.2010
Frist Vergabeunterlagen:
28.07.2010
Frist Angebotsabgabe:
04.08.2010
Zusätzliche Informationen
Kategorien:
Dienstleistungen des Sozialwesens, Dienstleistungen im Bereich Bildung und Erziehung, Erwachsenenbildung und sonstiger Unterricht
CPV-Codes:
Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung
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HAD-Referenz-Nr.: 3316/4

Vergabenummer/Aktenzeichen: 50.7.24.006

a) Auftraggeber / Einreichung der Angebote / Zuschlagserteilung:

Offizielle Bezeichnung:Kreisausschuss des Vogelsbergkreis / Amt für Soziale Sicherung

Straße:Bahnhofstraße 49

Stadt/Ort:36341 Lauterbach

Land:Deutschland

Zu Hdn. von :Herr Ren? Lippert

Telefon:06641 977 215

Fax:06641 977 224

Mail:rene.lippert@vogelsbergkreis.de

digitale Adresse(URL):http://www.vogelsbergkreis.de

b) Art der Vergabe: Öffentliche Ausschreibung VOL/A

c) Bezeichnung des Auftrags: Berufsausbildung in einer au?erbetrieblichen Einrichtung "AstA/BaE 2010" integratives Modell

Art, Umfang und Ort der Leistung: Der Kreisausschuss des Vogelsbergkreises, Amt für Soziale Sicherung ? Kommunale Vermittlungsagentur, beabsichtigt ab 01.09.2010 im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung ? 17 VOL/A nachfolgende Arbeitsmarktdienstleistung zu vergeben:

Berufsausbildung in einer au?erbetrieblichen Einrichtung ?AstA/BaE 2010? kooperatives Modell

nach ?16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch - Zweites Buch (SGB II) in Verbindung mit ? 242 Sozialgesetzbuch - Drittes Buch (SGB III) - im Zuständigkeitsbereich der Kommunalen Vermittlungsagentur Vogelsbergkreis. Zur Zielgruppe der Maßnahme gehören - unabhängig von der erreichten Schulbildung - Jugendliche und junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben.

Ma?nahmezeitraum/ Dauer: 01.09.2010 - 31.08.2013

Leistungsbeschreibung zur Ausschreibung der Maßnahme Berufsausbildung in einer au?erbetrieblichen Einrichtung ?AstA/BaE 2010? integratives Modell

nach ?16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch - Zweites Buch (SGB II) in Verbindung mit ? 242 Sozialgesetzbuch - Drittes Buch (SGB III):

Teil B Leistungsbeschreibung

B 1. Rahmenbedingungen für die Ma?nahmegestaltung und -durchf?hrung

B 1.1 Personal

Das eingesetzte Personal muss fachlich qualifiziert und erfahren sein und über den für die Durchführung der Maßnahme erforderlichen aktuellen Wissensstand (fachlich und pädagogisch)

sowie über Erfahrung im Umgang mit der Zielgruppe verfügen. Der Nachweis hierüber hat über den Vordruck ?Nachweis Personal (A.6)? zu erfolgen. Im Urlaubs- oder Krankheitsfall ist vom Auftragnehmer eine Vertretungsregelung sicherzustellen. Der Personaleinsatz muss quantitativ und qualitativ der Leistungsbeschreibung entsprechen. Die Arbeitsbedingungen des Personals müssen den arbeitsrechtlichen Anforderungen entsprechen. Der Auftraggeber behält sich vor, während der Vertragslaufzeit ohne Vorankündigung jederzeit die Einhaltung der Anforderungen zu

?berpr?fen und die Einsicht in Arbeitsverträge, Qualifikationsnachweise und Zeugnisse vorzunehmen. Er kann den Einsatz des Personals ablehnen, sofern hinsichtlich der Eignung Bedenken bestehen.

B 1.2 Ma?nahmeort / Erreichbarkeit

Der Durchf?hrungsort der Maßnahme soll im Vogelsbergkreis liegen. Der Ma?nahmeort muss auch für Personen ohne Führerschein oder Pkw gut erreichbar sein (gute Anbindung an Öffentliche Verkehrsmittel).

Der Bieter hat spätestens zum Vertragsabschluss geeignete Räumlichkeiten an den Ma?nahmeorten nachzuweisen.

B 1.3 Technische und räumliche Ausstattung der Ma?nahmer?ume

Die Räumlichkeiten und deren Ausstattung haben ab Ma?nahmebeginn dem Stand der Technik sowie den einschlägigen gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Der bauliche Zustand, die Sauberkeit und Hygiene der Räumlichkeiten einschließlich der sanitären Einrichtungen müssen eine ordnungsgemäße Durchführung gewährleisten. Der Auftraggeber behält sich vor die Räumlichkeiten abzulehnen, sofern hinsichtlich der Eignung Bedenken bestehen. Gleiches gilt für einen Wechsel der Räumlichkeiten während der Vertragslaufzeit.

Die Räume haben den gesetzlichen Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung (ArbSt?ttV) einschließlich der Arbeitsst?ttenrichtlinien (ASR) zu entsprechen.

Die gültigen Vorschriften der zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungen (Berufsgenossenschaften) sind bindend.

Die Brandschutzbestimmunen und die Bestimmungen der Hessischen Landesbauordnung sind einzuhalten.

PC-Arbeitsplätze (Rechner, Bildschirm, Software und Drucker), welche für Teilnehmer eingesetzt werden, müssen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Es ist sicher zu stellen, dass jeder Teilnehmer die von ihm erarbeiteten Aufgaben, Texte u.?. auf einem separaten Speichermedium festhalten kann (z.B. Diskette, CD), das ihm zur Verfügung zu stellen ist. Unter Einhaltung dieser technischen Standards ist auch der Einsatz von Laptops zulässig.

Dem Auftraggeber ist vor Beginn der Maßnahme die Gelegenheit zu geben die Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen.

Darüber hinaus kann der Auftraggeber zu jedem Zeitpunkt der Maßnahme eine unangek?ndigte Prüfung der Räume und der ordnungsgemäßen Durchführung

veranlassen.

B 1.4 Gender Mainstreaming

Der Bieter verpflichtet sich, die Strategie des Gender Mainstreaming, die Beachtung der unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern, von vornherein und regelmäßig bei der Durchführung des Auftrags zu berücksichtigen.

B 1.5 Teilnahmebescheinigung

Teilnehmern, die die Ausbildung beim Auftragnehmer vorzeitig beenden oder die Abschlussprüfung nicht bestanden haben, sind in anspruchsvoller Form die erfolgreich absolvierte Teile der Berufsausbildung (z.B. auf Briefpapier mit dem Logo des Auftragnehmers) zu bescheinigen und mit Stempel und Unterschrift zu versehen. Der Inhalt der Teilnahmebescheinigung ist mit dem Auftraggeber abzustimmen.

B 1.6 Organisatorische Angaben / Mitteilungs- und Rechenschaftspflichten

Der Auftragnehmer hat gegenüber dem Auftraggeber folgende Informationspflichten zu erfüllen:

a) Informationen zum Eintritt des Teilnehmers

- Rückmeldung über die mögliche Teilnahme

- tatsächlicher Eintritt/ Nichteintritt (ist an dem Tag zu melden, an welchem

dieser festgelegt wurde)

b) Informationen zum Ma?nahmeverlauf des Teilnehmers

- Anwesenheitsplanung spätestens 3 Wochen nach dem tatsächlichen Eintritt

des Teilnehmers

- Anwesenheitszeiten zum 9. Tag des Folgemonats, ab dem 10. Tag nicht

mehr veränderbar

- Ma?nahmeverl?ngerung anlassbezogen

- Fehlzeiten wöchentlich

- Leistungs- und Verhaltensbeurteilung anlassbezogen

- Kommunikation vom Tr?ger anlassbezogen

- Mitteilung Praktikumsverg?tung anlassbezogen

c) Informationen zum Austritt und Verbleib des Teilnehmers

- Austritts- und Verbleibsmeldung tagesaktuell, spätestens am letzten Tag der

tatsächlichen Teilnahme bei einem vorzeitigen nicht regulären Austritt ist ein

Austritts- und Verbleibsgrund mitzuteilen, bei regul?rem Aus-tritt ist nur ein

Verbleibsgrund anzugeben

d) Informationen zu den vermittlungsrelevanten Daten des Teilnehmers

B 2 Ma?nahmenbezogene Rahmenbedingungen

B 2.1 Beschreibung der Leistung (Einführung und Zielsetzung)

Leistungsgegenstand ist die Durchführung von fünf Einzelmaßnahmen (gem. unten stehender Aufstellung) Berufsausbildungen in au?erbetrieblichen Einrichtungen (BaE) nach ? 16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) in Verbindung mit ? 242 Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III) und ?? 4, 5 Abs.2 ff BBiG / ?? 25, 26 Abs. 2 ff HwO (allgemeine Berufsausbildung einschließlich Stufenausbildung) und ?? 64 ff BBiG / ?? 42 k-m HwO (?Werkerausbildung?).

BaE nach ? 242 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) zielen darauf ab, Auszubildenden, die aufgrund einer Lernbeeintr?chtigung oder sozialer Benachteiligungen besonderer Hilfen bedürfen, die Aufnahme, Fortsetzung sowie den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung zu ermöglichen. Es sind alle Möglichkeiten wahrzunehmen, um den Übergang des Auszubildenden auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu fördern.

Dem Auftragnehmer obliegt beim integrativen Modell sowohl die fachtheoretische als auch die fachpraktische Unterweisung. Er hat die aktuell gültigen Ausbildungsordnungen / Ausbildungsregelungen der einzelnen Berufsausbildungen anzuwenden. Die fachpraktische Unterweisung wird entsprechend des Entwicklungsfortschritts der Teilnehmer durch betriebliche Ausbildungsphasen ergänzt und vertieft.

Für folgende Bereiche besteht Bedarf an einer BaE in integrativer Form:

Bereiche der Ausbildungsberufe Ausbildungsdauer in Monaten Anzahl

Maler und Lackierer 36 insgesamt 4

Gärtner, Fachrichtung Zierpflanzenbau 36

Koch 36

Verkäufer 24 1

Es werden somit 5 BaE Pl?tze benötigt, die vom Auftraggeber in den oben genannten Bereichen besetzt werden können. Sollte ein Bereich vom Auftraggeber nicht besetzt werden können, so können die anderen Bereiche entsprechend aufgestockt werden.

Sollte sich im Ma?nahmeverlauf aufgrund der individuellen Leistungsfähigkeit einzelner Teilnehmer herausstellen, dass nicht die Vollausbildung eines Berufes, sondern lediglich die entsprechende Stufenausbildung nach ? 5 Abs. 2 Nr. 1 BBiG realisiert werden kann, ist dies vom Auftragnehmer sicherzustellen.

B 2.2 Zielgruppe:

Zur Zielgruppe gehören - unabhängig von der erreichten Schulbildung - Jugendliche und junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben.

Zum f?rderungsf?higen Personenkreis gehören lernbeeintr?chtigte und sozial benachteiligte junge Menschen, die gemäß dem Profiling-Ergebnis als Grundlage ihrer Eingliederungsvereinbarung mehrere Vermittlungshemmnisse aufweisen und einen besonderen Förderbedarf haben.

Auszubildende, deren betriebliches oder au?erbetriebliches Berufsausbildungsverh?ltnis vorzeitig gelöst worden ist und deren Eingliederung in betriebliche Berufsausbildung auch mit ausbildungsf?rdernden Leistungen aussichtslos ist, können ihre Berufausbildung in einer au?erbetrieblichen Einrichtung fortsetzen, wenn zu erwarten ist, dass die Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Behinderte Menschen, die nicht auf besondere Leistungen (? 102 SGB III) angewiesen sind, können gefördert werden, wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. Spezielle Räumlichkeiten und Ausstattungen müssen daher nicht vorgehalten werden.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden in der Leistungsbeschreibung als Teilnehmer bezeichnet.

B 2.3 Zeitliche Angaben (individuelle F?rderdauer, sonstige zeitliche Regelungen)

Für die Teilnehmer wird gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ein möglichst frühzeitiger Übergang in eine betriebliche Ausbildung angestrebt. Durch den Auftragnehmer sind rechtzeitig Vermittlungsbemühungen zur Fortsetzung der Ausbildung im Betrieb einzuleiten, wenn die entsprechende Eignung hierfür vorliegt. Dabei hat der Auftragnehmer initiativ auf die Möglichkeit der Teilnahme an ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) hinzuwirken.

Die Förderung wird bis zum Ende der nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. der Handwerksordnung (HwO) vorgeschriebenen Ausbildungszeit fortgesetzt, wenn der Übergang des Teilnehmers in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis nicht zustande kommt. Die Maßnahme endet für den einzelnen Teilnehmer mit Übergang in eine betriebliche Ausbildung bzw. mit dem erfolgreichen Abschluss der au?erbetrieblichen Ausbildung.

Die Maßnahme umfasst auch eine Verlängerung der Ausbildungsverh?ltnisse gemäß ? 8 BBiG, ? 27b HwO.

Der Anteil von betrieblichen Ausbildungsphasen bei au?erbetrieblicher Ausbildung betr?gt während des jeweiligen Ausbildungsjahres in der Regel mindestens 20 Arbeitstage und kann bei Bedarf max. 120 Arbeitstage umfassen. Ein Umfang von mehr als 60 Arbeitstagen ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem Auftraggeber möglich. Es ist eine tägliche Arbeitszeit von maximal 10 Stunden und eine wöchentliche Arbeitszeit in jeder Kalenderwoche bis zum Umfang der tariflichen/orts?blichen Arbeitszeit zulässig.

Die Wochenstundenzahl betr?gt einschließlich des Berufsschulunterrichtes 39 Zeitstunden ohne Pausen. Die wöchentliche Verteilung der Unterrichtsstunden orientiert sich am Ausbildungsrahmenplan. Die Schutzbestimmungen für Jugendliche, z.B. Jugendarbeitsschutzgesetz, sind zu beachten. Dies gilt insbesondere auch für Zeiten der betrieblichen Ausbildungsphasen.

Sofern der Berufsschulunterricht nicht oder nicht im erforderlichen Umfang durch die Berufsschule erfolgt, stellt der Auftragnehmer die entsprechende theoretische Unterweisung sicher. Hierzu hat sich der Auftragnehmer mit der Berufsschule abzustimmen.

Die Urlaubszeiten richten sich nach den gesetzlichen bzw. den tariflichen Bestimmungen. Für den Jahresurlaub gelten die Regelungen gemäß ?? 15, 16, 17 und 18 i. V. m. ? 19 Abs. 2 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) sowie ? 3 Abs. 1 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG).

Der Auftragnehmer stimmt den Urlaub individuell mit den Teilnehmern ab. Dabei ist darauf zu achten, dass die Urlaubszeiten mit den Ferienzeiten der Berufsschule ?bereinstimmen.

B 2.4 Personal

Voraussetzung für den Erfolg von Maßnahmen der Benachteiligtenf?rderung ist fachlich qualifiziertes und in der Berufsvorbereitung/ Benachteiligtenf?rderung bzw. Ausbildung von Teilnehmern bzw. jungen Menschen mit Behinderung erfahrenes Personal. Mindestens ein Drittel des in der Maßnahme eingesetzten Personals muss über Erfahrungen mit der Zielgruppe verfügen.

Dem Grundsatz der Kontinuität des Personals ist grundsätzlich durch fest angestellte Arbeitnehmer Rechnung zu tragen. Festangestellt bedeutet, dass die zwischen dem Auftragnehmer und seinen Mitarbeitern geschlossenen Arbeitsverträge nicht einen geringeren Zeitraum als die vorgesehene Vertragslaufzeit umfassen dürfen. Minijobs zählen nicht dazu. Abweichend von diesem Grundsatz können die geforderten Personalkapazit?ten für Ausbilder und Lehrkräfte bis zu 20 % durch Honorarkr?fte oder sonstiges Personal abgedeckt werden. Bei einer Honorarkraft werden bei der Bemessung des Personalschl?ssels 25 % Vor- und Nacharbeitungszeit außerhalb der Maßnahme berücksichtigt.

Der Personaleinsatz bemisst sich für die gesamte Maßnahme. Soweit in den weiteren Ma?nahmejahren weniger Teilnehmer als ursprünglich genannt ihre Ausbildung absolvieren, kann das Personal ab dem 2. Ma?nahmejahr reduziert werden.

Das einzusetzende Personal richtet sich nach der für die Vergütung maßgeblichen Teilnehmer- bzw. Platzzahl.

Soweit sich weniger als 80% der Teilnehmer im 2. Ma?nahmejahr befinden, sind die sich als Differenz errechnenden freien Personalkapazit?ten ma?nahmebezogen einzusetzen.

Der Personalschl?ssel betr?gt:

- Lehrkräfte : Teilnehmer = 1 : 20

- Sozialp?dagogen : Teilnehmer = 1 : 18

- Ausbilder : Teilnehmer = 1 : 10

Der im Personalschl?ssel abgebildete Wert ?1:? entspricht einem Volumen von wöchentlich 39 Zeitstunden in der Maßnahme.

Bei der Lehrkraft wird ein abgeschlossenes Fachhoch-/ Hochschulstudium erwartet. Ersatzweise wird eine abgeschlossene Fachschulausbildung (z.B. Techniker), eine abgeschlossene Meister- oder Fachwirtausbildung anerkannt, soweit diese zusätzlich eine mindestens dreijährige berufliche Erfahrung sowie mindestens eine einjährige pädagogische Erfahrung nachweisen.

Beim Sozialp?dagogen wird ein abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik/-arbeit erwartet. Diplom Pädagogen mit den Erg?nzungsf?chern bzw. Studienschwerpunkten Sozialpädagogik oder Jugendhilfe werden ebenfalls zugelassen. Diplom Pädagogen ohne die genannten Erg?nzungsf?cher bzw. Studienschwerpunkte müssen innerhalb der letzten fünf Jahre mindestens eine einjährige Berufserfahrung mit der Zielgruppe nachweisen.

Ersatzweise werden auch andere pädagogische Hochschulabschl?sse (z.B. Diplom, Master, Bachelor, Magister Artium) und staatlich anerkannte Erzieher mit einschlägiger Zusatzqualifikation anerkannt, soweit diese mindestens eine dreijährige berufliche Erfahrung mit der Zielgruppe innerhalb der letzten fünf Jahre nachweisen.

Beim Ausbilder wird die persönliche und fachliche Eignung nach ?? 28 ff BBiG/ ?? 22 ff HwO erwartet. Grundsätzlich muss dieser über eine mindestens dreijährige Erfahrung in der Anleitung bzw. Einarbeitung von Auszubildenden in dem Berufsfeld bzw. Ausbildungsberuf, in dem er ausbilden soll, verfügen. Die geforderte dreijährige Erfahrung reduziert sich auf ein Jahr bei Vorliegen eines Abschlusses als Meister oder Techniker und Fachwirt mit Ausbildereignungsprüfung.

Zeiten einer Berufsausbildung oder eines Studiums gelten nicht als Berufserfahrung.

Personalunion ist bei entsprechender Qualifikation möglich. Ergeben sich aufgrund der Losgröße Vollzeitstellen in den einzelnen Bereichen, ist Personalunion nicht zugelassen.

Soweit von den zuständigen Stellen oder in den Ausbildungsordnungen bzw. Ausbildungsregelungen darüber hinaus höhere Anforderungen an die Qualifikation oder den Personalschl?ssel gestellt werden, sind diese zu erfüllen.

Zur Sicherstellung der Qualität hat der Auftragnehmer die laufende Qualifizierung des eingesetzten Personals sicherzustellen. Die Inhalte müssen sich an den in der Maßnahme wahrzunehmenden Aufgaben orientieren. Es ist dem Auftragnehmer freigestellt, ob er selbst die Weiterbildung übernimmt oder diese Leistung bei Dritten einkauft. Je Vertragsjahr ist mindestens 1/3 des eingesetzten Personals im Umfang von mindestens 3 Kalendertagen weiterzubilden.

Die Kosten für die Weiterbildung des Ausbildungs- und Betreuungspersonals sind in den Angebotspreis einzukalkulieren.

2.5 s?chliche, räumliche und technische Ausstattung

Zu den erforderlichen Räumlichkeiten gehören: Unterrichtsräume, Besprechungsr?ume, ?bungsr?ume, Sozialr?ume und Werkstätten.

Der Auftragnehmer hat Unterrichtsräume in ausreichender Zahl und Gr??e zur Verfügung zu stellen. Unterrichtsräume sind Gruppenräume, in denen die theoretischen Lerninhalte vermittelt werden oder EDV-Unterweisung durchgeführt wird. Es sind PC-Arbeitsplätze im Umfang von 50% der Teilnehmerplatzzahl für Unterweisungen in einem separaten EDV-Unterrichtsraum einzurichten. Dabei ist sicherzustellen, dass nicht mehr als ein Teilnehmer an einem PC-Arbeitsplatz sitzt.

Weitere PC-Arbeitsplätze im Umfang von 1/6 der Teilnehmerplatzzahl sind für das selbständige üben der Teilnehmer in ?bungsr?umen einzurichten, die in ausreichender Zahl und Gr??e zur Verfügung zu stellen sind. Ergeben sich bei diesen Berechnungen Bruchteile, ist aufzurunden. Die Nutzung der ?bungsr?ume ist begrenzt auf die Anwesenheitszeiten des in der Maßnahme eingesetzten Personals. Alle PC-Arbeitsplätze sind mit Internetzugang auszustatten.

Die Unterrichtsräume verfügen über eine zeitgerechte Ausstattung, hierzu zählen insbesondere Beamer, Wandtafel oder Flip-Chart. Darüber hinaus sind geeignete Medien zur Unterstützung der zu vermittelnden Inhalte vorzuhalten und einzusetzen. Diese müssen einen engen Bezug zur jeweiligen Zielsetzung der Maßnahme haben und die Lernfähigkeit der Teilnehmer angemessen berücksichtigen.

Zusätzlich sind in ausreichender Zahl Besprechungsr?ume zur Verfügung zu stellen, in denen Einzelberatungen / Kleingruppengespr?che durchgeführt werden können. Die Gr??e der Räume ist so zu bemessen, dass mindestens 4 ? 5 Personen ausreichend Platz haben. Die Räume müssen bei Besprechungen / Beratungen den persönlichen Datenschutz und die Verschwiegenheit gewährleisten.

Darüber hinaus sind ein Sozialraum oder Sozialr?ume im Rahmen der geltenden Vorschriften bereit zu stellen.

Der Auftragnehmer stellt innerhalb seiner Räumlichkeiten sicher, dass die Teilnehmer Gelegenheit haben, auch außerhalb der Unterrichtszeiten die vermittelten Inhalte selbständig zu üben. Die Nutzung der Räumlichkeiten für selbständiges üben ist begrenzt auf die Anwesenheitszeiten der in der Maßnahme beschäftigten Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen im Rahmen der Vertragserfüllung.

Art und Umfang der Ausstattung der Werkstätten muss den Ausbildungsrahmenpl?nen der geforderten Ausbildungsberufe entsprechen und ab Ausbildungsbeginn vorgehalten werden. Dazu gehört insbesondere die Ausstattung mit den erforderlichen Maschinen, Geräten und Werkzeugen.

Alle Räumlichkeiten sind am angegebenen Ma?nahmeort zur Verfügung zu stellen. Bei räumlicher Trennung der Ausbildungsst?tten erfolgt die Beförderung der Teilnehmer zwischen diesen auf Kosten des Auftragnehmers.

Der Auftragnehmer stellt sicher, dass der Standort des Kooperationsbetriebes vom Wohnort des Jugendlichen entsprechend der Zumutbarkeitsregelung des ? 121 Abs. 4 SGB III mit regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.

B 2.6 Ma?nahmendurchf?hrung

Zwei Wochen vor Beginn der Maßnahme muss der Auftragnehmer über ein Büro am Ma?nahmeort persönlich erreichbar sein. Das Büro ist in dieser Zeit mit einer Fachkraft zu besetzen, die in der Maßnahme auch zum Einsatz kommt. Sie muss fundierte Kenntnisse im Bereich der Ausbildung besitzen und über Erfahrungen mit der Zielgruppe verfügen. Die Fachkraft berät nach Bedarf Teilnehmer und deren Eltern, informiert über die Maßnahme und organisiert in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber Informationsveranstaltungen bzw. f?hrt Einzelgespr?che mit dem vom Auftraggeber vorgeschlagenen Teilnehmer und überprüft die Bereitschaft zur Teilnahme. über das Ergebnis ist der Auftraggeber unverzüglich zu informieren.

Der Auftragnehmer nimmt nur Teilnehmer auf, die von dem zuständigen Bedarfsträger zugewiesen wurden. Die Ablehnung eines vom Bedarfsträger benannten Teilnehmers durch den Auftragnehmer ist nicht möglich.

über die vorzeitige Beendigung der Förderung entscheidet der Auftraggeber. Dies gilt auch für Teilnehmer, die durch ihr Verhalten den Ablauf bzw. den Erfolg der Maßnahme gefährden.

Eine Nachbesetzung frei gewordener Teilnehmerpl?tze (z.B. durch Vermittlung) durch den Auftraggeber ist solange möglich, wie die zuständigen Stellen die Ausbildungsvertr?ge eintragen und die vorgesehenen Pr?fungstermine im Rahmen der Vertragslaufzeit eingehalten werden können. Ein freigewordener Teilnehmerplatz einer 3-jährigen Ausbildung kann auch durch eine entsprechende verkürzte Ausbildung oder durch eine Berufsausbildung (die nicht in dieser Ausschreibung aufgeführt ist) mit kürzerer Laufzeit die der Auftragnehmer sicherstellten kann, durch den Auftraggeber nachbesetzt werden.

Zwischen dem Teilnehmer und dem Auftragnehmer der BaE ist ein Ausbildungsvertrag entsprechend des Berufsbildungsgesetzes (BBiG)/der Handwerksordnung (HwO) über die gesamte Dauer der Ausbildung abzuschließen, bei dem die besonderen Regelungen zur Ausbildungsvergütung (B.2.8) zu beachten sind. Der Auftragnehmer hat abgestimmt auf den individuellen Entwicklungsfortschritt des Teilnehmers alle Möglichkeiten wahrzunehmen, um einen möglichst frühzeitigen Übergang des Auszubildenden in betriebliche Ausbildung zu fördern, sofern die zuständige Stelle die Ausbildungszeit anrechnet. Die Vertragsbedingungen sind so zu gestalten, dass ein Übergang in eine betriebliche Berufsausbildung jederzeit möglich ist.

Unmittelbar ab Vertragsbeginn hat der Auftragnehmer Unterrichte und Vermittlungsbemühungen im Umfang der vorgegebenen Wochenstundenzahl mit den Teilnehmern durchzuführen.

Der Auftragnehmer wird verpflichtet, schnellstmöglich nach Teilnehmerzuweisung dem Auftraggeber die vorgesehenen Kooperationsbetriebe zu benennen und eine Bescheinigung über die Eignung von Ausbildungsstätte und Ausbildungspersonal gem. ?? 27 ff BBiG/?? 21 ff HwO für alle Ausbildungsplätze bei der zuständigen Stelle zu beantragen.

Der Auftragnehmer sowie die Kooperationsbetriebe haben die aktuell gültigen Ausbildungsordnungen/Ausbildungsregelungen der einzelnen Ausbildungen anzuwenden.

Unmittelbar nach Abschluss des Ausbildungsvertrages ist der unterschriebene Ausbildungsvertrag einschließlich des Kooperationsvertrages der zuständigen Stelle vorzulegen. Die eingetragenen Ausbildungsvertr?ge müssen spätestens 6 Wochen nach Eintritt des Teilnehmers in die Maßnahme dem Bedarfsträger vorgelegt werden.

Der Auftragnehmer hat die Einhaltung der sich aus dem Ausbildungsvertrag ergebenden Rechte und Pflichten des Teilnehmers zu überwachen. Verst??t der Teilnehmer gegen seine Pflichten, ist der Auftragnehmer gehalten, arbeitsrechtliche Schritte einzuleiten. Hierbei sind die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten.

Der Auftragnehmer hat die Einhaltung der Schutzbestimmungen, z.B. Jugendarbeitsschutzgesetz zu überwachen. Verstöße sind dem zuständigen Bedarfsträger mitzuteilen und vom Auftragnehmer abzustellen.

Der Auftragnehmer ist verpflichtet, für jeden Teilnehmer bei Eintritt in die Maßnahme einen F?rderplan zu erstellen, regelmäßig fortzuschreiben und die wesentlichen Inhalte in Form einer Leistungs- und Verhaltensbeurteilung zur Genehmigung an die Beratungsfachkraft des Auftraggebers zu übermitteln. Dieser ist sowohl bei der erstmaligen Erstellung, als auch bei der Fortschreibung mit dem Teilnehmer zu besprechen und ihm zur Kenntnis zu geben. Die Gespräche mit dem Teilnehmer sind durch den Bildungstr?ger in Bezug auf Zeitpunkt, Inhalt und Gesprächsteilnehmer zu dokumentieren und dem Auftraggeber auf Verlangen nachzuweisen. Die laufenden Vermittlungsbemühungen sind im F?rderplan nachvollziehbar zu dokumentieren und mit der Beratungsfachkraft des Auftraggebers abzustimmen. Darüber hinaus sind Inhalte, die bisher vermittelt wurden, sowie weitere Qualifizierungsschritte, die konkret geplant sind, zu dokumentieren.

Der Auftragnehmer überwacht laufend die Leistungen der Teilnehmer und informiert den Auftraggeber, wenn das Erreichen des Ausbildungszieles gefährdet erscheint.

Fehlzeiten aus wichtigem Grund können vom Auftragnehmer während der Ma?nahmeteilnahme in angemessenem Umfang wie folgt anerkannt werden:

- nicht ärztlich nachgewiesene Krankheit bis zu zwei Kalendertagen

- ärztlich nachgewiesene Krankheit (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Arztes)

- Wohnungswechsel

- Eheschließung des Teilnehmers

- Schwere Erkrankung des Ehegatten

- Schwere Erkrankung des Kindes (Der Anspruch nach ? 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe b) BBiG geht dem Anspruch auf Krankengeld gemäß ? 45 Abs. 3 Satz 1 SGB V vor.)

- Niederkunft der Ehefrau

- Ableben des Ehegatten oder eines Kindes oder eines Eltern- oder Schwiegerelternteils

- Wahrnehmung amtlicher, insbesondere polizeilicher oder gerichtlicher Termine

- Ausübung Öffentlicher Ehrenämter

- Regelung sonstiger wichtiger persönlicher Angelegenheiten und Teilnahme an religiösen Festen

- Teilnahme an Einsätzen oder Ausbildungskursen im Rahmen des Gesetzes über die Erweiterung des Katastrophenschutzes

Bleibt ein Teilnehmer ohne wichtigen Grund der Maßnahme fern, ist der Auftraggeber unverzüglich zu unterrichten.

Zeiten der Arbeitsunfähigkeit sind vom Teilnehmer ab dem vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit durch eine ärztliche Bescheinigung nachzuweisen. Die Arbeitsunfähigkeit ist dem Auftragnehmer vom Teilnehmer sofort mitzuteilen. Die Teilnehmer sind hierüber vom Auftragnehmer zu Beginn der Maßnahme zu informieren. Insofern die ärztliche Bescheinigung bis zum 3. Tag nicht beim Auftragnehmer vorliegt, gilt der Teilnehmer ab dem 1. Tag der Arbeitsunfähigkeit als unentschuldigt.

Darüber hinaus ist er verpflichtet, den Auftraggeber unverzüglich zu unterrichten, wenn ein Teilnehmer die Ausbildungsma?nahme vorzeitig beendet oder die Prüfung nicht besteht. Bei vorzeitiger Beendigung der Ausbildung ist der Auftraggeber über den Austrittsgrund unverzüglich zu unterrichten.

Betriebe für die betrieblichen Ausbildungsphasen hat der Auftragnehmer zu benennen.

Die Teilnehmer sind nach ? 318 Abs. 2 Nr. 1 SGB III verpflichtet, dem Auftragnehmer der Maßnahme auf Verlangen Auskunft über den Eingliederungserfolg der Ausbildung zu erteilen. Die Auszubildenden sind hierüber zu Beginn der Ausbildung zu informieren.

Wird die Berufsausbildung außerbetrieblich zu Ende geführt, hat der Bildungstr?ger darauf hinzuwirken, dass der Teilnehmer seinen Verpflichtungen nach ? 38 SGB III nachkommt.

B 2.7 Sonderregelung für Auszubildende, die ihre Ausbildung in BaE fortsetzen

Auszubildende, deren betriebliches oder au?erbetriebliches Berufsausbildungsverh?ltnis vorzeitig gelöst worden ist, können ihre Ausbildung unter Anrechnung der bisherigen Ausbildungszeit in der Maßnahme fortsetzen, wenn zu erwarten ist, dass die Berufsausbildung in dieser Maßnahme erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Die außerbetriebliche Fortsetzung einer abgebrochenen betrieblichen oder au?erbetrieblichen Berufsausbildung soll grundsätzlich unter vollständiger Anrechnung der bisherigen Ausbildungszeit erfolgen. Hierzu ist ein gemeinsamer schriftlicher Antrag des Auszubildenden und Ausbildenden (Auftragnehmer) bei der zuständigen Stelle erforderlich. Es ist Aufgabe des Auftragnehmers diesen in Abstimmung mit dem Teilnehmer zum Zeitpunkt des Abschluss des Ausbildungsvertrages zu stellen (? 8 Abs. 1 S. 1 BBiG/ ? 27b Abs. 1 S. 1 HwO). Bei Minderjährigen ist die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich. Die Form der Beantragung ist mit der jeweils zuständigen Stelle abzustimmen.

Voraussetzung für eine Zuweisung ist, dass der in Frage kommende Prüfungstermin im Rahmen der Vertragslaufzeit liegt. Eine Zuweisung setzt voraus, dass freie Teilnehmerpl?tze vorhanden sind.

Voraussetzung für eine Zuweisung ist, dass sich die neuzugewiesenen Teilnehmer im gleichen Ausbildungsjahr befinden, wie die regulär zugewiesenen Teilnehmer. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, auch Ausbildungsabbrecher aufzunehmen die eine verkürzte Ausbildung auf einem Teilnehmerplatz einer 3-jährigen Ausbildung fortsetzen wollen. Eine Zuweisung setzt voraus, dass freie Teilnehmerpl?tze vorhanden sind.

B.2.8 Betriebliche Ausbildungsphasen

Die Ausbildung ist durch betriebliche Ausbildungsphasen zu unterstützen. In diesen betrieblichen Ausbildungsphasen wird ein vom Auftragnehmer festgelegter Ausbildungsteil in vollem Umfang entsprechend den inhaltlichen Bestimmungen des Ausbildungsrahmenplans nicht beim Auftragnehmer, sondern innerhalb eines Betriebes durchgeführt. Der Auftragnehmer übernimmt die Gewährleistung und Gesamtverantwortung für deren ordnungsgemäße Durchführung.

Betriebliche Ausbildungsphasen dürfen nicht in ?bungseinrichtungen wie ?bungsfirmen oder -werkst?tten durchgeführt werden.

Bei der Gestaltung der betrieblichen Ausbildungsphasen sind die Eignung und die Persönlichkeitsentwicklung des Auszubildenden zu berücksichtigen.

Die Betriebe müssen im Tagespendelbereich liegen. Sie müssen vom Wohnort des Auszubildenden in Anlehnung an die Zumutbarkeitsregelung gemäß ? 121 Abs. 4 SGB III mit regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Es sollen vorrangig Betriebe einbezogen werden, die selbst ausbildungsberechtigt sind. Es werden jedoch auch Betriebe zugelassen, in denen nur Teile des Ausbildungsrahmenplans vermittelt werden können. Die Ausbildungsstätte muss nach Art und Umfang geeignet und das Ausbildungspersonal persönlich und fachlich geeignet sein.

Zwischen Auftragnehmer, Betrieb und Teilnehmer ist vor Beginn der betrieblichen Ausbildungsphasen ein entsprechender Vertrag zu schließen.

B 2.9 Angebotspreise

Angebotspreis ist der vereinbarte Monatspreis je Teilnehmerplatz.

Im Rahmen des Angebotspreises sind alle mit der Durchführung der Maßnahme in unmittelbarem Zusammenhang stehenden Kosten zu berücksichtigen, dies gilt insbesondere für:

- Pr?fungsgeb?hren

- Kosten für erforderliche Lehr- und Lernmittel, die den Teilnehmern unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden müssen

- notwendige Arbeitskleidung und -ger?te einschließlich der auf Grundlage von Unfallverh?tungs-vorschriften notwendigen Arbeitsschutzkleidung und -ausr?stung

- Ggf. zusätzliche Fahrkosten für Fahrten zwischen unterschiedlichen Schulungs-/ Ausbildungs-st?tten am Ma?nahmeort

- Unfallversicherung der Teilnehmer

- Kosten für Bewerbung und Vorstellung bei Kooperationsbetrieben sowie für die angestrebte Übernahme in betriebliche Berufsausbildung

Für Schäden, die durch Teilnehmer während der Ma?nahmedauer ? einschließlich betrieblicher Ausbildungsphasen ? verursacht werden, haftet der Auftragnehmer. Davon ausgenommen sind Schäden, die grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht werden. Ggf. entstehende Kosten für die Absicherung der Schäden sind in den Angebotspreis einzukalkulieren.

Fahrkosten zu den Betrieben für die betrieblichen Ausbildungsphasen und zur Berufsschule sind nicht Bestandteil der Ma?nahmekosten und werden ggf. im Rahmen der Berufsausbildungsbeihilfe durch den jeweilig zuständigen Trügen an die Auszubildenden erstattet.

Die vom Auftragnehmer beschaffte Arbeitskleidung sowie Arbeitsschutzkleidung geht nach Ablauf der Probezeit in das Eigentum des Teilnehmers über.

Für Tätigkeiten im Rahmen bestimmter Berufe bzw. Berufsbereiche sind die Teilnehmer nach ? 43 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (IfSG) zu belehren. Die erstmalige Belehrung gem. ? 43 Abs. 1 IfSG hat vor Ausübung der entsprechenden Tätigkeiten über das zuständige Gesundheitsamt zu erfolgen und wird bescheinigt. Die für die erstmalige Belehrung anfallenden Kosten werden auf Einzelnachweis durch den Auftraggeber erstattet. Sofern die Vorlage eines aktuellen F?hrungszeugnisses erforderlich ist, werden die Kosten auf Einzelnachweis durch den Auftraggeber erstattet.

Folgende Kosten fließen nicht in den Monatspreis ein und werden separat erstattet:

- Kosten für ?berbetriebliche Ausbildungsabschnitte

Die separate Erstattung der Kosten für ?berbetriebliche Ausbildungsabschnitte kann nur erfolgen, wenn diese entweder in der Ausbildungsordnung bzw. durch Ausbildungsregelungen des jeweiligen Ausbildungsberufes oder durch einen Beschluss der Vollversammlung der zuständigen Stelle verbindlich vorgeschrieben sind.

Eine separate Kostenerstattung erfolgt nicht, wenn die Inhalte dieser ?berbetrieblichen Ausbildungsabschnitte (mit Einverständnis der zuständigen Stelle) vom Auftragnehmer selbst im Rahmen der Maßnahme (d.h. mit dem in der Maßnahme eingesetzten Personal) vermittelt werden. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, die im Zusammenhang mit der Teilnahme an obligatorischen ?berbetrieblichen Ausbildungsabschnitten anfallenden Kosten im Vorfeld mit dem Bedarfsträger abzustimmen.

Nicht verbindlich vorgeschriebene ?berbetriebliche Angebote sind bei Inanspruchnahme aus dem laufenden Ma?nahmekostensatz zu bestreiten.

- Zuschuss zur Ausbildungsvergütung gemäß ? 246 Abs. 2 SGB III i. V. mit ? 105 Abs. 1 Nr. 1 SGB III ab dem 01.08.2008 in Höhe von monatlich bis zu:

im 1. Ausbildungsjahr 310,00 Euro

im 2. Ausbildungsjahr 325,50 Euro

im 3. Ausbildungsjahr 341,78 Euro

im 4. Ausbildungsjahr 358,87 Euro

zuzüglich der darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge.

Die Zahlung erfolgt bis zum individuellen Ausbildungsende der Teilnehmer. Analog zum ? 21 Abs. 1 BBiG ist der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung längstens bis zum Ablauf der Ausbildungszeit laut Ausbildungsvertrag zu zahlen. Wird die Abschlussprüfung vor Ablauf der Ausbildungszeit bestanden, ist die Ausbildung nach ? 21 Abs. 2 BBiG entsprechend früher (mit dem Tag der Bekanntgabe der Pr?fungsergebnisse) beendet. Auch der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung wird dann lediglich bis zur Bekanntgabe des Pr?fungsergebnisses gezahlt. Bei Verlängerung nach ? 21 Abs. 3 BBiG des Ausbildungsverh?ltnisses verlängert sich auch der Verg?tungsanspruch entsprechend.

ändert sich der Leistungssatz nach ? 105 Abs. 1 Nr. 1 SGB III, so ist der neue Leistungssatz der Berechnung ab Inkrafttreten zugrunde zu legen. Die Information über Änderungen des Leistungssatzes erfolgt durch den Auftraggeber. Der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung darf die geltende tarifliche oder ortsübliche Ausbildungsvergütung nicht übersteigen. Dies gilt auch dann, wenn sie niedriger ist als der Höchstbetrag für den Zuschuss. Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder

Urlaubsgeld sind nicht zu berücksichtigen. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, dem Teilnehmer eine Ausbildungsvergütung in Höhe des sich hiernach ergebenden Zuschussbetrages zu zahlen.

Die Sozialversicherungsbeiträge werden unabhängig von der Höhe der Ausbildungsvergütung immer allein vom Auftragnehmer getragen.

über die Höhe des vom Auftragnehmer zu tragenden und von den durch die Bedarfsträger zu erstattenden Gesamtsozialversicherungsbeitrages entscheiden die Krankenkassen als Einzugsstellen gem. ? 28 SGB IV.

Bei unentschuldigten Fehltagen wird der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung anteilig gekürzt. Beiträge zur Umlagenfinanzierung werden dem Auftragnehmer nicht erstattet.

Beiträge zur Umlagenfinanzierung werden dem Auftragnehmer nicht erstattet

- Bei erfolgreicher vorzeitiger Vermittlung aus der au?erbetrieblichen Ausbildung in eine betriebliche Ausbildung wird dem Auftragnehmer eine Vermittlungspauschale gemäß ? 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. ? 246 Abs. 3 S.1 Nr.3 SGB III gewährt. Die Pauschale betr?gt 2.000,00 Euro für jede Vermittlung. Die Vermittlung muss spätestens 12 Monate vor dem vertraglichen Ende der au?erbetrieblichen Berufsausbildung erfolgt sein. Das Berufsausbildungsverh?ltnis muss länger als 4 Monate fortbestehen. Die Pauschale wird für jeden Auszubildenden nur einmal gezahlt.

Der Auftragnehmer muss eindeutig belegen, dass die Vermittlung durch ihn zustande gekommen ist und welche Aktivitäten zur erfolgreichen Vermittlung geführt haben. Um die Vermittlungspauschale zu erhalten, muss der Auftragnehmer eine Kopie des eingetragenen Ausbildungsvertrages und eine Bestätigung des Ausbildungsbetriebes über den Fortbestand des Ausbildungsverh?ltnisses über den oben genannten Zeitraum vorlegen.

B 2.10 Umsatzsteuerregelung

Maßnahmen der Berufsausbildung in au?erbetrieblichen Einrichtungen fallen unter die Umsatzsteuerbefreiung nach ? 4 Nr.21 Bst. a DoppelBst. bb. des Umsatzsteuergesetzes. Die Bescheinigung über die Erfüllung der Voraussetzungen für eine Steuerbefreiung erfolgt durch die zuständige Landesbehörde. Die Vermittlungspauschale für eine erfolgreiche Vermittlung in betriebliche Ausbildung nach ? 246 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 SGB III ist umsatzsteuerpflichtig.

B.3 Beschreibung der Leistung und deren Qualitätsstandards

Der Auftragnehmer ist als Ausbildender nach dem BBiG bzw. der HwO für die vollständige und ordnungsgemäße Durchführung des Ausbildungsvertrages verantwortlich.

Die Ausbildung erfolgt nach den aktuell gültigen Ausbildungsordnungen bzw. -regelungen und deren Ausbildungsrahmenpl?nen. Eine Wiedergabe der Inhalte im Rahmen der Angebotsabgabe ist nicht erforderlich.

Die Ausbildung umfasst zusätzlich:

- Zielgruppengerechte Methodik und Didaktik

- Schl?sselkompetenzen

- Stütz- und Förderunterricht

- Sozialp?dagogische Begleitung

- Individuelle F?rderplanung

- Netzwerke

- Integration

- Umsetzung der Ausbildung unter Berücksichtigung zielgruppenspezifischer Besonderheiten

- Qualitätssicherung

Der Auftragnehmer ist verpflichtet, sich regelmäßig in den Betriebsr?umen des Betriebes davon zu überzeugen, dass der Auszubildende ordnungsgemäß ausgebildet und nicht zu ausbildungsfremden Zwecken eingesetzt wird.

B 3.1 Zielgruppengerechte Methodik und Didaktik

Ziel ist es, die Teilnehmer durch den Einsatz spezieller didaktischer Lernangebote in die Lage zu versetzen, das Ma?nahmeziel zu erreichen.

Die Angebote sind am Kompetenzansatz auszurichten und haben die besondere Situation der Teilnehmer zu berücksichtigen. Es sind Lernsituationen zu schaffen, die an den vorhandenen Kenntnissen und Kompetenzen ankn?pfen und in denen die Teilnehmer ihre Fähigkeiten erkennen und zur Geltung bringen können.

Die zielgruppengerechte Methodik und Didaktik muss sich sowohl auf die Fachtheorie als auch auf die Fachpraxis beziehen. Es sind verschiedene Methoden, insbesondere Gruppen- und Einzelunterricht, Projekt- und Gruppenarbeit, Arbeitsauftr?ge, Übungen und Rollenspiele einzusetzen.

Folgende Lehrmittel sind einzusetzen und vorzuhalten:

- Allgemeine und berufsspezifische Fachliteratur, die den Anforderungen der gültigen Ausbildungsordnung entspricht und für die die jeweilige Zulassung erteilt ist. Die berufsspezifische Fachliteratur ist nicht vorzuhalten, aber im Bedarfsfall unverzüglich bereit zustellen.

- Arbeitsmittel, z.B. Arbeitsbögen, Skripte, Pr?fungsb?gen usw., sind zum Verbleib beim Teilnehmer zur Verfügung zu stellen

- Allgemein- und berufsbezogene Lern-Software

Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind die soziokulturellen Besonderheiten und Erfahrungen mit einzubeziehen.

B 3.2 Schl?sselkompetenzen

Die Entwicklung und Förderung von Schl?sselkompetenzen als berufs?bergreifende Kompetenzen hat eine große Bedeutung, um die Teilnehmer auf die wachsenden Anforderungen z.B. im Bereich der Selbstorganisation und Problemlösung in der Arbeitswelt vorzubereiten. Die Entwicklung von Kompetenzen im Rahmen einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung stellt eine Querschnittsaufgabe dar und ist während der gesamten Maßnahme gezielt zu fördern.

Insbesondere sollen gefördert werden:

- Persönliche Kompetenzen (z.B. Motivation, Leistungsfähigkeit, aber auch Selbstbild, Selbsteinschätzung, Selbstsicherheit, Offenheit, Wertehaltung, Empathie)

- Soziale Kompetenzen (z.B. Kommunikation, Kooperation/Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit)

- Methodische Kompetenzen (z.B. Problemlösung, Arbeitsorganisation, Lernfähigkeit, Einordnung und Bewertung von Wissen)

- Lebenspraktische Fertigkeiten (z.B. Umgang mit Behörden, Umgang mit Geld, Hygiene, Tagesstruktur, Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel, Einkauf, Selbstversorgung, Erscheinungsbild, Freizeitgestaltung)

- Interkulturelle Kompetenzen (z.B. Verständnis und Toleranz für sowie Umgang mit anderen Kulturen, Traditionen und Religionen)

- IT - und Medienkompetenz (selbständige Anwendung und zielgerichtete Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik sowie Printmedien)

B 3.3 Stütz- und Förderunterricht

Der Erwerb von fachtheoretischen, -praktischen und allgemein bildenden Kenntnissen (hier insbesondere Deutsch und Mathematik) ist durch den Einsatz von Stütz- und Förderunterricht abzusichern.

Den Teilnehmern sind die zur Ausbildung erforderlichen fachtheoretischen, -praktischen und allgemein bildenden Inhalte zielgruppen- und voraussetzungsgerecht zu vermitteln bzw. deren Vermittlung zu unterstützen und zu stabilisieren (Stützunterricht). Der Stützunterricht ist kontinuierlich für alle Auszubildenden einzusetzen und auf die im Berufsschulunterricht vermittelten Unterrichtsinhalte abzustimmen.

Den Teilnehmern sind generell neue Lernm?glichkeiten zu eröffnen. Dabei sollen Inhalte und Zusammenhänge aufgezeigt, verdeutlicht und dauerhaft in das Wissens- und Handlungspotenzial übernommen werden. Der Förderunterricht ist individuell einzusetzen und mit anderen Lernsituationen zu verzahnen (Förderunterricht).

Die Teilnehmer sind durch gezielte Aktivitäten auf die jeweilige Zwischen-, Teil- bzw. Abschlussprüfung vorzubereiten. Neben der fachlichen Vorbereitung ist auch ein spezielles Training im Umgang mit Prüfungsstress, Prüfungsangst und Pr?fungsdruck durchzuführen.

3.4 Sozialp?dagogische Begleitung

Ziel der sozialp?dagogischen Begleitung ist die nachhaltige Stabilisierung des Teilnehmers, um die dauerhafte Integration zu erreichen. Sie fördert die beruflichen sowie sozialen Handlungskompetenzen und unterstützt die Entwicklung des Teilnehmers in Bezug auf die Anforderungen der Arbeits- und Lebenswelt.

Ausgehend von der Feststellung der persönlichen Fähigkeiten und individuellen Bedürfnissen ist die sozialp?dagogische Begleitung bedarfsorientiert und über die gesamte Ausbildungsdauer einzusetzen sowie an den unterschiedlichen Lernorten bereit zu stellen.

Die sozialp?dagogischen Angebote sind auf die Fachpraxis- und Fachtheorie abzustimmen. Zu den Angeboten gehören insbesondere:

- Krisenintervention

- Konfliktbewältigung

- Elternarbeit

- Alltagshilfen

- Entwicklungsf?rdernde Beratung und Einzelfallhilfe

- Verhaltenstraining

- Suchtprävention

- Angebote zur Förderung der Selbständigkeit

- Die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit den an der Ausbildung Beteiligten

- Regelmäßige Sprechstundenangebote

B 3.5 Individuelle F?rderplanung

Ziel der individuellen F?rderplanung ist die Steuerung des individuellen Ma?nahmeverlaufes und die Absicherung des Ma?nahmeerfolges.

Die systematische F?rderplanung ist die Grundlage für eine zielgerichtete Unterstützung der Teilnehmer. Sie baut auf den zu erhebenden Informationen über den Teilnehmer hinsichtlich seiner schulischen Erfahrungen, des bisherigen persönlichen ? und beruflichen Werdegangs, seines sozialen Umfeldes, seiner Kompetenzen und Defizite sowie weiteren für den Prozess wichtigen Kompetenzen (wie z.B. die Informationen mit dem Teilnehmer gemeinsam im Hinblick auf F?rderschwerpunkte und -ziele festgelegt und vereinbart. Bei der Festschreibung der F?rderziele ist für den Teilnehmer die Transparenz der Abläufe, Entscheidungen, Vereinbarungen und Konsequenzen wichtig.

Zudem ist deutlich herauszustellen, in welcher Art und in welchem Umfang die Unterstützung durch die Fachkräfte des Auftragnehmers erfolgt. Hierbei ist insbesondere darzustellen, wie die Entwicklung der Schl?sselkompetenzen sowie die Unterstützung hinsichtlich des anzustrebenden Ziels eines frühzeitigen ?bergangs in betriebliche Ausbildung umgesetzt wird. Die F?rderplanung ist regelmäßig zu den im Rahmen der Zielvereinbarung vereinbarten Zeitpunkten auszuwerten und weiter zu entwickeln.

Die Dokumentation des individuellen Ausbildungs- und Entwicklungsstandes der Teilnehmer; sowie die Planung, Überwachung, Beurteilung, Steuerung des Ausbildungs- bzw. Entwicklungsprozesses erfolgt durch den F?rderplan.

Der F?rderplan wird bei Eintritt in die Maßnahme in Abstimmung mit dem Teilnehmer erstellt und kontinuierlich fortgeschrieben.

Die Gliederung des F?rderplans ist wie nachfolgend dargestellt durchzuführen, wobei es dem Auftragnehmer offen steht, weitere Gliederungspunkte aufzunehmen:

(1) Personenbezogene Daten

(2) Ergebnisse (Informationen zur persönlichen Lern- und Arbeitsbiographie)

(3) Integrationsziel und Zielvereinbarung

(4) Schritte zur Zielerreichung (Förderbedarf und daraus resultierende methodisch ?

didaktische Planungsschritte)

(5) individuelle Verlaufs- und Erfolgsbeobachtung (Dokumentation des Lernerfolges)

(6) Ergebnisse der Prüfungen

(7) Hinweise zum Vermittlungsergebnis (Übergang in betriebliche Ausbildung)

In Phasen ohne Stütz- und Förderunterricht muss die besondere sozialp?dagogische Arbeit im Förder-plan z.B. Fallbesprechungen, motivierende Aktionen, Einzelfallhilfen o. ?. nachgewiesen werden.

Der individuelle F?rderplan ist dem Auftragnehmer auf Anforderung vorzulegen.

Der F?rderplan ist jeweils innerhalb eines Zeitkorridors von sieben Kalendertagen (nach Eintritt der o. g. im Rahmen der Zielvereinbarung vereinbarten Zeitpunkte) zu aktualisieren und dem Auftragnehmer auf Anforderung vorzulegen.

B 3.6 Netzwerke

Durch die Einbindung des Auftragnehmers in die regionalen Netzwerke soll die dauerhafte Integration der Teilnehmer in Ausbildung / Arbeit erreicht werden.

Der Auftragnehmer muss im regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verankert und vernetzt sein. Sofern eine Verankerung und Vernetzung nicht besteht, hat er diese rechtzeitig bis zum Beginn der Maßnahme aufzubauen und kontinuierlich zu unterhalten.

Verankerung und Vernetzung bedeutet insbesondere die intensive Zusammenarbeit mit den örtlichen Betrieben, örtlichen Verb?nden, Berufsschulen und sonstigen für die Integration maßgeblichen Einrichtungen.

B 3.7 Integration

Ziel ist die Integration in Ausbildung beziehungsweise nach Abschluss der Ausbildung die Integration in Arbeit.

Der Auftragnehmer hat sicher zu stellen, dass die Teilnehmer möglichst frühzeitig in Ausbildung beziehungsweise nach Abschluss der Ausbildung in Arbeit ?bergehen können.

Der Auftragnehmer besitzt fundierte Kenntnisse des regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes. Er hat diese Kenntnisse durch Marktanalyse und ?beobachtung regelmäßig zu aktualisieren. Die Kenntnisse über den regionalen Ausbildungsmarkt müssen sowohl Ausbildungen nach ?? 4, 5 ff BBiG / ?? 25, 26 ff HwO als auch ?? 64 ff BBiG / ?? 42 k-m HwO einbeziehen.

Der Auftragnehmer hat im Hinblick auf die Integration der Teilnehmer gezielt Betriebe für die betrieblichen Ausbildungsphasen, Ausbildungs- und Arbeitsstellen in erforderlichem Umfang zu gewinnen und die Teilnehmer bei ihren Eigenbem?hungen aktiv zu unterstützen.

B 3.8 Umsetzung der Ausbildung unter Berücksichtigung zielgruppenspezifischer Besonderheiten

Die Benachteiligtenf?rderung differenziert nach problemspezifischen Zielgruppen, um deren ausbildungshemmende Faktoren auszugleichen, die der Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung entgegenstehen.

Dabei verlangt die Ausbildung der Teilnehmer eine individuelle Planung der Phasen der Ausbildung, um den erfolgreichen Übergang in betriebliche Ausbildung und Beschäftigung zu gewährleisten. Zu den Phasen der Ausbildung zählen vor allem die Einstiegsphase und Orientierungsphase zu Ma?nahmebeginn, die Arbeitswelterfahrung durch Ausbildungsphasen, im weiteren Verlauf die Prüfungsvorbereitung sowie der Übergang in ad?quate Beschäftigung nach Abschluss der Ausbildung.

B 3.9 Qualitätssicherung

Zur Sicherung der Qualität hat der Auftragnehmer die Durchführung der Maßnahme zu evaluieren. Hierbei hat er unterschiedliche Erkenntnisquellen zu nutzen, hieraus mögliche Handlungsbedarfe abzuleiten und umzusetzen. Erkenntnisquellen können insbesondere sein:

- Teilnehmerbefragungen

- Befragungen des in der Maßnahme eingesetzten Personals

- Rückmeldung aus Betrieben

- Fehlzeiten- und Abbruchanalyse sowie

- Auswertung des Ma?nahmeerfolgs.

Auf Verlangen sind dem Auftraggeber die Ergebnisse der Analysen vorzulegen und Umsetzungsprozesse darzustellen.

Produktschl?ssel (CPV) :

75000000 Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung

Ort der Lieferung : Bahnhofstraße 49, 36341 Lauterbach

NUTS-Code : DE725 Vogelsbergkreis

d) Unterteilung in Lose: nein

e) Ausführungsfrist:

Beginn : 01.09.2010

Ende : 31.08.2013

f) Anfordern der Unterlagen bei:

siehe unter a)

Anforderungsfrist: 28.07.2010

g) Ort der Einsichtnahme in Verdingungsunterlagen:

siehe unter a)

h) Kosten der Verdingungsunterlagen: Für die Versendung der Angebotsunterlagen wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 5,00 ? erhoben

Zahlungsweise:nur Überweisung

Empfänger :Vogelsbergkreis, der Kreisausschuss

Kontonummer :360105440

Bankleitzahl:51850079

bei Kreditinstitut :Sparkasse Oberhessen

Verwendungszweck (bitte immer angeben !) :Vergabe 50.7.24-006 KVA

i) Ablauf der Angebotsfrist: 04.08.2010 23:59 Uhr

k) Sicherheitsleistungen: Siehe Leistungsbeschreibung

l) Zahlungsbedingungen: Siehe Leistungsbeschreibung

m) Mindestbedingungen: Geforderte Eignungsnachweise (gem. ? 7 Nr. 4 VOL/A), die in Form anerkannter Pr?qualifikationsnachweise (u.a.HPQR) vorliegen, sind im Rahmen ihres Erkl?rungsumfangs zulässig.

n) Zuschlags und Bindefrist: 30.08.2010

o) ?27: Mit der Abgabe des Angebotes unterliegt der Bewerber den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote gemäß ? 27 VOL/A.

Sonstige Angaben:

nachr. HAD-Ref. : 3316/4

nachr. V-Nr/AKZ : 50.7.24.006

Tag der Veröffentlichung in der HAD: 09.07.2010

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