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Ausschreibung - Bereitstellung einer flächendeckenden Internet-Breitbandversorgung in Rüdesheim am Rhein (ID:4758357)

Auftragsdaten
Titel:
Bereitstellung einer flächendeckenden Internet-Breitbandversorgung
DTAD-ID:
4758357
Region:
65385 Rüdesheim am Rhein
Auftragsart:
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
23.02.2010
Frist Vergabeunterlagen:
07.04.2010
Zusätzliche Informationen
Kategorien:
Diverse Reparatur-, Wartungsdienste, Kommunikationsanlagen, Telefon, Fax
CPV-Codes:
Fernsprech- und Datenübertragungsdienste
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Interessenbekundungsverfahren -formloser Teilnahmewettbewerb außerhalb

förmlichen EG-Vergaberechts.

Aktenzeichen: 022-21-12.

1. Auftraggeber: Offizielle Bezeichnung: Stadt Rüdesheim am Rhein, Straße:

Markt 16, 65385 Rüdesheim am Rhein, Land: Deutschland, Zu Hdn. von: Frau Berg,

Tel.: 06722/40819, Fax 06722/40836, Mail: pia.berg@ruedesheim.de, digitale

Adresse (URL): www.ruedesheim.de.

2. Art der Leistung: Dienstleistung.

3. Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Bereitstellung einer

flächendeckenden Internet-Breitbandversorgung im Stadtteil Assmannshausen der

Stadt Rüdesheim am Rhein.

4. Frist, bis zu der die Interessenbekundung eingegangen sein muss: 7. April

2010 12.00 Uhr.

5. Leistungsbeschreibung: Art und Umfang des Auftragsgegenstandes:

Bereitstellung einer flächendeckenden Internet-Breitbandversorgung im

Stadtteil Assmannshausen der Stadt Rüdesheim am Rhein unter Gewährung einer

Beihilfe (Subvention).

Der Stadteil Assmannshausen der Stadt Rüdesheim am Rhein liegt inmitten des

UNESCO-Weltwerbes - Oberes Mittelrheintal.

Die Rotweingemeinde ist umgeben von Weinbergen, die den besten deutschen

Rotwein in den Lagen H?llenberg, Frankenthal und Hinterkirch hervorbringen.

Neben dem Weinbau ist der Tourismus prägend für den Stadtteil. Winzer und das

Hotel- und Gaststättengewerbe sind zur Verbesserung der Vermarktungschancen

sowie zur Kompensation von Standortnachteilen auf die Verfügbarkeit von

schnellen und breitbandigen Internetanschl?ssen dringend angewiesen. In

Assmannshausen leben ca. 1.000 Einwohner in ca. 400 Haushalten. Es gibt ca.

100 angemeldete Betriebe, darunter rd. 25 Hotels, Restaurant, Gaststätten und

Pensionen.

Um den ersten Eindruck über die örtlichen geographischen und topolgischen

Besonderheiten des Stadteils zu vermitteln wurde unter dem URL

www.hoellenberg.de/rued-assmannshausen.kmz eine Landmarke zur Benutzung mit

der Anwendung Google Earth eingestellt. Mit der Anerkennung des Oberen

Mittelrheintals als Welterbe der UNESCO ist die Erhaltung dieser einzigartigen

Kulturlandschaft eine besondere Verpflichtung. Auf die Baufibel der Initiative

Baukultur im Welterbe Oberes Mittelrheintal mit empfehlenden Charakter wird

aufmerksam gemacht (URL

www.baukultur-mittelrheintal.de/-Baufibel/Baufibel.htm)

Im Amtsblatt der Bundesnetzagentur Nr. 20/2009 vom 21. Okt. 2009, Seite 3905,

ist die Nichtversorgung des Stadteils Assmannshausen dokumentiert.

Die Beseitigung dieses Defizits soll mit Priorität 1 erfolgen. In einer im

Jahr 2009 durchgeführten Umfrage wurde ein Bedarf an

Internet-Breitbandanschl?ssen in mind. 50 Haushalten im Stadtteil

Assmannshausen ermittelt.

Aus diesem Grund ist die Stadt Rüdesheim am Rhein - auf Basis der

F?rderrichtlinien des Landes Hessen, beschrieben im F?rderleitfaden

-Breitbandversorgung ländlicher Räume- des Hessisches Ministerium für

Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL), Stand 26. Mai 2009 -

bereit, eine Beihilfe zum Aufbau einer leistungsstarken und zukunftssicheren

Internet-Breitbandversorgung im Stadtteil Assmannshausen zu gewähren.

F?rderleitfaden zum Download unter:

www.hessen-it.de/mm/FoerderleitfadenBreitband.pdf.

Anbieter entsprechender Breitbandversorgungsl?sungen haben folgende Vorgaben

zu beachten und diese entsprechend bei der Abgabe eines Angebotes

darzustellen:

Technische und wirtschaftliche Vorgaben:

In allen Bereichen des Stadtteils Assmannshausen sind folgende

Mindest?bertragungsraten - auch bei Spitzenbelastung - zu erreichen:

- 2.000 Kbit/s downstream und 192 kbit/s upstream (ADSL) im Falle von

privaten, und

- 2.000 Kbit/s symmetrisch (SDSL) im Falle von gewerblichen Nutzern

Eine höhere Leistung wird ausdrücklich begrüßt.

Vom Anbieter ist darzustellen, für welche Kapazität (Zahl der Anschlüsse) das

Versorgungsnetz ausgelegt ist. Es ist sicherzustellen, dass es bei einem

Anschluss von zusätzlichen Kunden zu keiner Verringerung der Bandbreite oder

einem Verlust an Qualität kommen kann.

Der Preis pro Anschluss darf sich durch zusätzliche Anschlüsse nicht erhöhen.

Im Angebot ist detailliert zu erläutern, wie der Anbieter plant, diesen

Vorgaben nachzukommen.

Das Entgelt sowie die Bedingungen für die monatliche Bereitstellung eines

Breitbandanschlusses müssen marktkonform sein, d.h. den Bedingungen und

Entgelten im bereits versorgten ?brigen Stadtgebiet entsprechen.

Um einen dauerhaften Wettbewerb im Infrastrukturbereich zu ermöglichen, muss

der Netzbetreiber technische Möglichkeiten bereitstellen, damit auch

potentielle Drittanbieter dessen Netzinfrastruktur nutzen können, um so

Dienste für Endkunden anbieten zu können (offener und diskriminierungsfreier

Netzzugang auf Vorleistungsebene). Vor dem Hintergrund der Nummern 27 und 51f)

der Leitlinien der Gemeinschaft für die Anwendung der Vorschriften über

staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit dem schnellen Breitbandausbau (2009/C

235/04) (vgl. Amtsblatt der Europäischen Union am 30. Sept. 2009) weist das

HMWVL darauf hin, dass der Passus im aktuellen F?rderleitfaden

-Breitbandversorgung ländlicher Räume-, wonach auf den offenen Zugang auf

Vorleistungsebene dann verzichtet werden kann, wenn Betreiber darlegen können,

dass dies technisch nicht möglich ist bzw. in ihrer

Wirtschaftlichkeitsberechnung nachweisen, dass eine solche Maßnahme die

Erschließung um mehr als 50 v.H. verteuern würde, nicht mehr anzuwenden ist.

Die durch das Telekommunikationsgesetz vorgegebenen Rahmenbedingungen für

marktbeherrschende Unternehmen bleiben unberührt.

Es wird angestrebt, alle Interessenten des Stadteils mit einem

Breitbandanschluss zu versorgen. Ist dies aus technischen oder

wirtschaftlichen Gründen nicht möglich, sind diese Gründe explizit zu

benennen.

Die Breitbandversorgung soll den Kunden permanent zur Verfügung stehen. Im

Angebot sollten Angaben zu durchschnittlichen Systemverf?gbarkeit (in Prozent

pro Monat) sowie über die Diensteg?te (Quality of Services, Latenzzeiten)

gemacht werden. Ferner sind vom Anbieter alle garantierten Leistungen der

Versorgungsl?sung zu benennen.

Bei L?sungsvorschl?gen, die auf nicht-leitungsgebundenen Technologien

basieren, sind im Angebot Aussagen über die IT-Sicherheit der Lösung

hilfreich.

Im Angebot ist die Supportstruktur aus Endkundensicht (Wartung und

Serviceleistungen) zu beschreiben.

Der Auftragnehmer hat zu erläutern, wie und in welchem Umfang er den

Anforderungen nachkommen wird.

Die angebotene Lösung soll zuverlässig, hochwertig, langlebig und

upgrade-fähig sein.

Das Angebot soll einen Zeitplan zur Realisierung der Versorgungsl?sung nach

Auftragsvergabe enthalten.

Das Angebot soll konkrete Aussagen über etwaige Hoch- und Tief.

bauma?nahmen in der Gemarkung sowie die Möglichkeit der (Mit-) Nutzung der

vorhandenen Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) auf Kupferbasis enthalten.

Formale Vorgaben: Die Anforderungen an eine Breitbandversorgung sind gem. der

F?rderrichtlinien des Landes Hessen, beschrieben im F?rderleitfaden

-Breitbandversorgung ländlicher Räume- des Hessisches Ministerium für

Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Stand 26. Mai 2009, mit der o.g.

Änderung zu beachten und einzuhalten.

Im Angebot muss enthalten sein:

- Nachweis der fachlichen Kompetenz

- Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (finanzielle Vorleistungen

sind erforderlich)

- Nachweise über die Leistungsfähigkeit des Unternehmens (z.B. das

Vorhandensein der erforderlichen personellen und sachlichen Ressourcen um das

Vorhaben in der geplanten Zeit durchzuführen, ggf. Angabe von

Referenzprojekten)

- Erklärung des Unternehmens, dass es sich nicht in einem Insolvenzverfahren

befindet und keine Umstände vorliegen, welche seine Zuverlässigkeit in Frage

stellen können.

Die Höhe der wirtschaftlichen Kostendeckungsl?cke muss vom Anbieter durch eine

Wirtschaftlichkeitsberechnung nachgewiesen werden. Dazu dürfen nur einmalige

Ausgaben herangezogen werden, die im originären Zusammenhang mit den

Investitionskosten des Netzauf- bzw. Ausbaus stehen. Weiterhin müssen diese

Investitionen zur Durchführung des Vorhabens unbedingt erforderlich sein und

den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit entsprechen. Es ist von

einer Zweckbindung von mindestens 5 Jahren auszugehen.

Die Zweckbindung gilt als erfüllt, wenn die Grundversorgung, unabhängig von

dem im Rahmen des F?rderverfahrens ausgewählten Anbieters, für einen Zeitraum

von mind. 5 Jahren zur Verfügung steht.

Die sich aus der Höhe der wirtschaftlich Kostendeckungsl?cke ergebende

benötigte Beihilfe (Subvention) durch die Kommune ist vom Anbieter exakt zu

benennen.

Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV): Hauptgegenstand:

64210000 Fernsprech- und Datenübertragungsdienste

Ort der Ausführung / Erbringung der Leistung: 65385 Rüdesheim am Rhein.

NUTS-Code: DE71D Rheingau-Taunus-Kreis.

6. Wertungsmerkmale: Die Angebote werden in zwei Teilbereichen bewertet und

gewichtet:

- Angebotene Leistung- (40 v.H.) und -Wirtschaftliche Rahmenbedingungen- (60

v.H.).

Die Auswahl erfolgt bei technisch und tariflich gleichen Lösungen nach dem

Grundsatz der geringsten wirtschaftlichen Kostendeckungsl?cke. Bei verschieden

gearteten Angeboten wird der Anbieter mit dem besten

Preis-Leistungs-Verhältnis ausgewählt.

Der Endabnehmerpreis wird gegen einen aus marktüblichen Angeboten ermittelten

Referenzpreis gespiegelt und wird in die Vergabeentscheidung mit einbezogen.

Bei der Berechnung wird eine Endabnehmer-Vertragslaufzeit (Privathaushalt) von

24 Monaten zugrunde gelegt. Neben monatlichen Kosten werden

Bereitstellungspreis sowie Hardware- oder sonstige einmaligen Kosten

mitgerechnet.

Bei der Auswahlentscheidung wird auch die perspektivische Ausbaufähigkeit

berücksichtigt.

Angebote sind schriftlich an folgende Adresse zu senden: Magistrat der Stadt

Rüdesheim am Rhein, Markt 16, 65385 Rüdesheim am Rhein, Ansprechpartner: Frau

Pia Berg, Tel.: 06722/40819.

Sollten fünf oder mehr Bewerbungen eingehen, behält sich die Stadt Rüdesheim

am Rhein vor, eine Vorauswahl für weiterführende Verhandlungsgespr?che zu

treffen.

7. Auskünfte erteilt: siehe unter 1.

8. Sonstige Angaben: Fragen von Seiten der Anbieter sind zunächst direkt an

die genannten Kontaktpersonen zu richten.

Mit der Veröffentlichung des Vorhabens ist keine Verpflichtung zur Vergabe

(Kontraktionspflicht) seitens der Stadt Rüdesheim am Rhein verbunden.

Die Beihilfevergabe ist abhängig von der Bereitstellung entsprechender

Haushalts- und Fördermittel der Kommune.

Die Teilnahme ist unverbindlich. Eine Erstattung der Kosten, die den

Teilnehmern durch die Bearbeitung und Abgabe des Angebotes entstehen, ist

ausgeschlossen.

Für technische Fragen ist vor Ort im Stadtteil Assmannshausen das

Ortsbeiratsmitglied Herr Dipl. Inform. Wolfgang Weinem, Niederwaldstr. 41,

65385 Rüdesheim am Rhein, Tel.: 0700-60999999 als Ansprechpartner benannt.

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