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Ausschreibung - Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung in Lauterbach (ID:5282917)

Auftragsdaten
Titel:
Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung
DTAD-ID:
5282917
Region:
36341 Lauterbach
Auftragsart:
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
15.07.2010
Frist Vergabeunterlagen:
28.07.2010
Frist Angebotsabgabe:
04.08.2010
Zusätzliche Informationen
Kategorien:
Dienstleistungen im Bereich Bildung und Erziehung, Erwachsenenbildung und sonstiger Unterricht
CPV-Codes:
Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung
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öffentliche Ausschreibung VOL/A

HAD-Referenz-Nr.:3316/4

Vergabenummer/Aktenzeichen:50.7.24.006

a)Auftraggeber / Einreichung der Angebote / Zuschlagserteilung:

Offizielle Bezeichnung:Kreisausschuss des Vogelsbergkreis / Amt für Soziale

Sicherung

Straße:Bahnhofstraße 49

Stadt/Ort:36341 Lauterbach

Land:Deutschland

Zu Hdn. von :Herr Ren? Lippert

Telefon:06641 977 215

Fax:06641 977 224

Mail:rene.lippert@vogelsbergkreis.de

digitale Adresse(URL):http://www.vogelsbergkreis.de

b)Art der Vergabe: öffentliche Ausschreibung VOL/A

c)Bezeichnung des Auftrags: Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen

Einrichtung "AstA/BaE 2010" integratives Modell

Art, Umfang und Ort der Leistung: Der Kreisausschuss des Vogelsbergkreises, Amt

für Soziale Sicherung - Kommunale Vermittlungsagentur, beabsichtigt ab 01.09.

2010 im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung ? 17 VOL/A nachfolgende

Arbeitsmarktdienstleistung zu vergeben:

Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung "AstA/BaE 2010"

kooperatives Modell

nach ?16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch - Zweites Buch (SGB II) in Verbindung mit ?

242 Sozialgesetzbuch - Drittes Buch (SGB III) - im Zuständigkeitsbereich der

Kommunalen Vermittlungsagentur Vogelsbergkreis. Zur Zielgruppe der Maßnahme

gehören - unabhängig von der erreichten Schulbildung - Jugendliche und junge

Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung, die die allgemeine Schulpflicht

erfüllt haben.

Ma?nahmezeitraum/ Dauer: 01.09.2010 - 31.08.2013

Leistungsbeschreibung zur Ausschreibung der Maßnahme Berufsausbildung in einer

außerbetrieblichen Einrichtung "AstA/BaE 2010" integratives Modell

nach ?16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch - Zweites Buch (SGB II) in Verbindung mit ?

242 Sozialgesetzbuch - Drittes Buch (SGB III):

Teil B Leistungsbeschreibung

B 1. Rahmenbedingungen für die Ma?nahmegestaltung und -durchf?hrung

B 1.1 Personal

Das eingesetzte Personal muss fachlich qualifiziert und erfahren sein und über

den für die Durchführung der Maßnahme erforderlichen aktuellen Wissensstand

(fachlich und pädagogisch)

sowie über Erfahrung im Umgang mit der Zielgruppe verfügen. Der Nachweis

hierüber hat über den Vordruck "Nachweis Personal (A.6)" zu erfolgen. Im

Urlaubs- oder Krankheitsfall ist vom Auftragnehmer eine Vertretungsregelung

sicherzustellen. Der Personaleinsatz muss quantitativ und qualitativ der

Leistungsbeschreibung entsprechen. Die Arbeitsbedingungen des Personals müssen

den arbeitsrechtlichen Anforderungen entsprechen. Der Auftraggeber behält sich

vor, während der Vertragslaufzeit ohne Vorankündigung jederzeit die Einhaltung

der Anforderungen zu

?berpr?fen und die Einsicht in Arbeitsverträge, Qualifikationsnachweise und

Zeugnisse vorzunehmen. Er kann den Einsatz des Personals ablehnen, sofern

hinsichtlich der Eignung Bedenken bestehen.

B 1.2 Ma?nahmeort / Erreichbarkeit

Der Durchf?hrungsort der Maßnahme soll im Vogelsbergkreis liegen. Der

Ma?nahmeort muss auch für Personen ohne Führerschein oder Pkw gut erreichbar

sein (gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel).

Der Bieter hat spätestens zum Vertragsabschluss geeignete Räumlichkeiten an den

Ma?nahmeorten nachzuweisen.

B 1.3 Technische und räumliche Ausstattung der Ma?nahmer?ume

Die Räumlichkeiten und deren Ausstattung haben ab Ma?nahmebeginn dem Stand der

Technik sowie den einschlägigen gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Der

bauliche Zustand, die Sauberkeit und Hygiene der Räumlichkeiten einschließlich

der sanitären Einrichtungen müssen eine ordnungsgemäße Durchführung

gewährleisten. Der Auftraggeber behält sich vor die Räumlichkeiten abzulehnen,

sofern hinsichtlich der Eignung Bedenken bestehen. Gleiches gilt für einen

Wechsel der Räumlichkeiten während der Vertragslaufzeit.

Die Räume haben den gesetzlichen Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung

(ArbSt?ttV) einschließlich der Arbeitsst?ttenrichtlinien (ASR) zu entsprechen.

Die gültigen Vorschriften der zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungen

(Berufsgenossenschaften) sind bindend.

Die Brandschutzbestimmunen und die Bestimmungen der Hessischen Landesbauordnung

sind einzuhalten.

PC-Arbeitsplätze (Rechner, Bildschirm, Software und Drucker), welche für

Teilnehmer eingesetzt werden, müssen dem aktuellen Stand der Technik

entsprechen. Es ist sicher zu stellen, dass jeder Teilnehmer die von ihm

erarbeiteten Aufgaben, Texte u.?. auf einem separaten Speichermedium festhalten

kann (z.B. Diskette, CD), das ihm zur Verfügung zu stellen ist. Unter

Einhaltung dieser technischen Standards ist auch der Einsatz von Laptops

zulässig.

Dem Auftraggeber ist vor Beginn der Maßnahme die Gelegenheit zu geben die

Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen.

i)Ablauf der Angebotsfrist: 04.08.2010 23:59 Uhr

k)Sicherheitsleistungen: Siehe Leistungsbeschreibung

l)Zahlungsbedingungen: Siehe Leistungsbeschreibung

m)Mindestbedingungen: Geforderte Eignungsnachweise (gem. ? 7 Nr. 4 VOL/A), die

o)?27: Mit der Abgabe des Angebotes unterliegt der Bewerber den Bestimmungen

Sonstige Angaben:

über nicht berücksichtigte Angebote gemäß ? 27 VOL/A.

n)Zuschlags und Bindefrist: 30.08.2010

Darüber hinaus kann der Auftraggeber zu jedem Zeitpunkt der Maßnahme eine

Rahmen ihres Erkl?rungsumfangs zulässig.

in Form anerkannter Pr?qualifikationsnachweise (u.a.HPQR) vorliegen, sind im

unangek?ndigte Prüfung der Räume und der ordnungsgemäßen Durchführung

nachr. HAD-Ref. : 3316/4

nachr. V-Nr/AKZ : 50.7.24.006

veranlassen.

B 1.4 Gender Mainstreaming

Der Bieter verpflichtet sich, die Strategie des Gender Mainstreaming, die

Beachtung der unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und

Männern, von vornherein und regelmäßig bei der Durchführung des Auftrags zu

berücksichtigen.

B 1.5 Teilnahmebescheinigung

Teilnehmern, die die Ausbildung beim Auftragnehmer vorzeitig beenden oder die

Abschlussprüfung nicht bestanden haben, sind in anspruchsvoller Form die

erfolgreich absolvierte Teile der Berufsausbildung (z.B. auf Briefpapier mit

dem Logo des Auftragnehmers) zu bescheinigen und mit Stempel und Unterschrift

zu versehen. Der Inhalt der Teilnahmebescheinigung ist mit dem Auftraggeber

abzustimmen.

B 1.6 Organisatorische Angaben / Mitteilungs- und Rechenschaftspflichten

Der Auftragnehmer hat gegenüber dem Auftraggeber folgende Informationspflichten

zu erfüllen:

a) Informationen zum Eintritt des Teilnehmers

- Rückmeldung über die mögliche Teilnahme

- tatsächlicher Eintritt/ Nichteintritt (ist an dem Tag zu melden, an welchem

dieser festgelegt wurde)

b) Informationen zum Ma?nahmeverlauf des Teilnehmers

- Anwesenheitsplanung spätestens 3 Wochen nach dem tatsächlichen Eintritt

des Teilnehmers

- Anwesenheitszeiten zum 9. Tag des Folgemonats, ab dem 10. Tag nicht

mehr veränderbar

- Ma?nahmeverl?ngerung anlassbezogen

- Fehlzeiten wöchentlich

- Leistungs- und Verhaltensbeurteilung anlassbezogen

- Kommunikation vom Tr?ger anlassbezogen

- Mitteilung Praktikumsverg?tung anlassbezogen

c) Informationen zum Austritt und Verbleib des Teilnehmers

- Austritts- und Verbleibsmeldung tagesaktuell, spätestens am letzten Tag der

tatsächlichen Teilnahme bei einem vorzeitigen nicht regulären Austritt ist ein

Austritts- und Verbleibsgrund mitzuteilen, bei regul?rem Aus-tritt ist nur ein

Verbleibsgrund anzugeben

d) Informationen zu den vermittlungsrelevanten Daten des Teilnehmers

B 2 Ma?nahmenbezogene Rahmenbedingungen

B 2.1 Beschreibung der Leistung (Einführung und Zielsetzung)

Leistungsgegenstand ist die Durchführung von fünf Einzelmaßnahmen (gem. unten

stehender Aufstellung) Berufsausbildungen in außerbetrieblichen Einrichtungen

(BaE) nach ? 16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) in Verbindung mit

? 242 Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III) und ?? 4, 5 Abs.2 ff BBiG / ?? 25,

26 Abs. 2 ff HwO (allgemeine Berufsausbildung einschließlich Stufenausbildung)

und ?? 64 ff BBiG / ?? 42 k-m HwO ("Werkerausbildung").

BaE nach ? 242 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) zielen darauf ab,

Auszubildenden, die aufgrund einer Lernbeeintr?chtigung oder sozialer

Benachteiligungen besonderer Hilfen bedürfen, die Aufnahme, Fortsetzung sowie

den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung zu ermöglichen. Es sind alle

Möglichkeiten wahrzunehmen, um den Übergang des Auszubildenden auf einen

betrieblichen Ausbildungsplatz zu fördern.

Dem Auftragnehmer obliegt beim integrativen Modell sowohl die fachtheoretische

als auch die fachpraktische Unterweisung. Er hat die aktuell gültigen

Ausbildungsordnungen / Ausbildungsregelungen der einzelnen Berufsausbildungen

anzuwenden. Die fachpraktische Unterweisung wird entsprechend des

Entwicklungsfortschritts der Teilnehmer durch betriebliche Ausbildungsphasen

ergänzt und vertieft.

Für folgende Bereiche besteht Bedarf an einer BaE in integrativer Form:

Bereiche der Ausbildungsberufe Ausbildungsdauer in Monaten Anzahl

Maler und Lackierer 36 insgesamt 4

Gärtner, Fachrichtung Zierpflanzenbau 36

Koch 36

Verkäufer 24 1

Es werden somit 5 BaE Plätze benötigt, die vom Auftraggeber in den oben

genannten Bereichen besetzt werden können. Sollte ein Bereich vom Auftraggeber

nicht besetzt werden können, so können die anderen Bereiche entsprechend

aufgestockt werden.

Sollte sich im Ma?nahmeverlauf aufgrund der individuellen Leistungsfähigkeit

einzelner Teilnehmer herausstellen, dass nicht die Vollausbildung eines Berufes,

sondern lediglich die entsprechende Stufenausbildung nach ? 5 Abs. 2 Nr. 1

BBiG realisiert werden kann, ist dies vom Auftragnehmer sicherzustellen.

B 2.2 Zielgruppe:

Zur Zielgruppe gehören - unabhängig von der erreichten Schulbildung -

Jugendliche und junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung, die die

allgemeine Schulpflicht erfüllt haben.

Zum f?rderungsf?higen Personenkreis gehören lernbeeintr?chtigte und sozial

benachteiligte junge Menschen, die gemäß dem Profiling-Ergebnis als Grundlage

ihrer Eingliederungsvereinbarung mehrere Vermittlungshemmnisse aufweisen und

einen besonderen Förderbedarf haben.

Auszubildende, deren betriebliches oder au?erbetriebliches

Berufsausbildungsverh?ltnis vorzeitig gelöst worden ist und deren Eingliederung

in betriebliche Berufsausbildung auch mit ausbildungsf?rdernden Leistungen

aussichtslos ist, können ihre Berufausbildung in einer außerbetrieblichen

Einrichtung fortsetzen, wenn zu erwarten ist, dass die Berufsausbildung

erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Behinderte Menschen, die nicht auf besondere Leistungen (? 102 SGB III)

angewiesen sind, können gefördert werden, wenn sie die entsprechenden

Voraussetzungen erfüllen. Spezielle Räumlichkeiten und Ausstattungen müssen

daher nicht vorgehalten werden.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden in der Leistungsbeschreibung als

Teilnehmer bezeichnet.

B 2.3 Zeitliche Angaben (individuelle F?rderdauer, sonstige zeitliche

Regelungen)

Für die Teilnehmer wird gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ein möglichst

frühzeitiger Übergang in eine betriebliche Ausbildung angestrebt. Durch den

Auftragnehmer sind rechtzeitig Vermittlungsbemühungen zur Fortsetzung der

Ausbildung im Betrieb einzuleiten, wenn die entsprechende Eignung hierfür

vorliegt. Dabei hat der Auftragnehmer initiativ auf die Möglichkeit der

Teilnahme an ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) hinzuwirken.

Die Förderung wird bis zum Ende der nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw.

der Handwerksordnung (HwO) vorgeschriebenen Ausbildungszeit fortgesetzt, wenn

der Übergang des Teilnehmers in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis nicht

zustande kommt. Die Maßnahme endet für den einzelnen Teilnehmer mit Übergang in

eine betriebliche Ausbildung bzw. mit dem erfolgreichen Abschluss der

außerbetrieblichen Ausbildung.

Die Maßnahme umfasst auch eine Verlängerung der Ausbildungsverh?ltnisse gemäß ?

8 BBiG, ? 27b HwO.

Der Anteil von betrieblichen Ausbildungsphasen bei au?erbetrieblicher

Ausbildung betr?gt während des jeweiligen Ausbildungsjahres in der Regel

mindestens 20 Arbeitstage und kann bei Bedarf max. 120 Arbeitstage umfassen.

Ein Umfang von mehr als 60 Arbeitstagen ist nur nach vorheriger Abstimmung mit

dem Auftraggeber möglich. Es ist eine tägliche Arbeitszeit von maximal 10

Stunden und eine wöchentliche Arbeitszeit in jeder Kalenderwoche bis zum Umfang

der tariflichen/orts?blichen Arbeitszeit zulässig.

Die Wochenstundenzahl betr?gt einschließlich des Berufsschulunterrichtes 39

Zeitstunden ohne Pausen. Die wöchentliche Verteilung der Unterrichtsstunden

orientiert sich am Ausbildungsrahmenplan. Die Schutzbestimmungen für

Jugendliche, z.B. Jugendarbeitsschutzgesetz, sind zu beachten. Dies gilt

insbesondere auch für Zeiten der betrieblichen Ausbildungsphasen.

Sofern der Berufsschulunterricht nicht oder nicht im erforderlichen Umfang

durch die Berufsschule erfolgt, stellt der Auftragnehmer die entsprechende

theoretische Unterweisung sicher. Hierzu hat sich der Auftragnehmer mit der

Berufsschule abzustimmen.

Die Urlaubszeiten richten sich nach den gesetzlichen bzw. den tariflichen

Bestimmungen. Für den Jahresurlaub gelten die Regelungen gemäß ?? 15, 16, 17

und 18 i. V. m. ? 19 Abs. 2 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) sowie ? 3 Abs.

1 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG).

Der Auftragnehmer stimmt den Urlaub individuell mit den Teilnehmern ab. Dabei

ist darauf zu achten, dass die Urlaubszeiten mit den Ferienzeiten der

Berufsschule ?bereinstimmen.

B 2.4 Personal

Voraussetzung für den Erfolg von Maßnahmen der Benachteiligtenf?rderung ist

fachlich qualifiziertes und in der Berufsvorbereitung/ Benachteiligtenf?rderung

bzw. Ausbildung von Teilnehmern bzw. jungen Menschen mit Behinderung erfahrenes

Personal. Mindestens ein Drittel des in der Maßnahme eingesetzten Personals

muss über Erfahrungen mit der Zielgruppe verfügen.

Dem Grundsatz der Kontinuität des Personals ist grundsätzlich durch fest

angestellte Arbeitnehmer Rechnung zu tragen. Festangestellt bedeutet, dass die

zwischen dem Auftragnehmer und seinen Mitarbeitern geschlossenen

Arbeitsverträge nicht einen geringeren Zeitraum als die vorgesehene

Vertragslaufzeit umfassen dürfen. Minijobs zählen nicht dazu. Abweichend von

diesem Grundsatz können die geforderten Personalkapazit?ten für Ausbilder und

Lehrkräfte bis zu 20 % durch Honorarkr?fte oder sonstiges Personal abgedeckt

werden. Bei einer Honorarkraft werden bei der Bemessung des Personalschl?ssels

25 % Vor- und Nacharbeitungszeit außerhalb der Maßnahme berücksichtigt.

Der Personaleinsatz bemisst sich für die gesamte Maßnahme. Soweit in den

weiteren Ma?nahmejahren weniger Teilnehmer als ursprünglich genannt ihre

Ausbildung absolvieren, kann das Personal ab dem 2. Ma?nahmejahr reduziert

werden.

Das einzusetzende Personal richtet sich nach der für die Vergütung maßgeblichen

Teilnehmer- bzw. Platzzahl.

Soweit sich weniger als 80% der Teilnehmer im 2. Ma?nahmejahr befinden, sind

die sich als Differenz errechnenden freien Personalkapazit?ten ma?nahmebezogen

einzusetzen.

Der Personalschl?ssel betr?gt:

- Lehrkräfte : Teilnehmer = 1 : 20

- Sozialp?dagogen : Teilnehmer = 1 : 18

- Ausbilder : Teilnehmer = 1 : 10

Der im Personalschl?ssel abgebildete Wert "1:" entspricht einem Volumen von

wöchentlich 39 Zeitstunden in der Maßnahme.

Bei der Lehrkraft wird ein abgeschlossenes Fachhoch-/ Hochschulstudium erwartet.

Ersatzweise wird eine abgeschlossene Fachschulausbildung (z.B. Techniker),

eine abgeschlossene Meister- oder Fachwirtausbildung anerkannt, soweit diese

zusätzlich eine mindestens dreijährige berufliche Erfahrung sowie mindestens

eine einjährige pädagogische Erfahrung nachweisen.

Beim Sozialp?dagogen wird ein abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik/-

arbeit erwartet. Diplom Pädagogen mit den Erg?nzungsf?chern bzw.

Studienschwerpunkten Sozialpädagogik oder Jugendhilfe werden ebenfalls

zugelassen. Diplom Pädagogen ohne die genannten Erg?nzungsf?cher bzw.

Studienschwerpunkte müssen innerhalb der letzten fünf Jahre mindestens eine

einjährige Berufserfahrung mit der Zielgruppe nachweisen.

Ersatzweise werden auch andere pädagogische Hochschulabschl?sse (z.B. Diplom,

Master, Bachelor, Magister Artium) und staatlich anerkannte Erzieher mit

einschlägiger Zusatzqualifikation anerkannt, soweit diese mindestens eine

dreijährige berufliche Erfahrung mit der Zielgruppe innerhalb der letzten fünf

Jahre nachweisen.

Beim Ausbilder wird die persönliche und fachliche Eignung nach ?? 28 ff BBiG/

?? 22 ff HwO erwartet. Grundsätzlich muss dieser über eine mindestens

dreijährige Erfahrung in der Anleitung bzw. Einarbeitung von Auszubildenden in

dem Berufsfeld bzw. Ausbildungsberuf, in dem er ausbilden soll, verfügen. Die

geforderte dreijährige Erfahrung reduziert sich auf ein Jahr bei Vorliegen

eines Abschlusses als Meister oder Techniker und Fachwirt mit

Ausbildereignungsprüfung.

Zeiten einer Berufsausbildung oder eines Studiums gelten nicht als

Berufserfahrung.

Personalunion ist bei entsprechender Qualifikation möglich. Ergeben sich

aufgrund der Losgröße Vollzeitstellen in den einzelnen Bereichen, ist

Personalunion nicht zugelassen.

Soweit von den zuständigen Stellen oder in den Ausbildungsordnungen bzw.

Ausbildungsregelungen darüber hinaus höhere Anforderungen an die Qualifikation

oder den Personalschl?ssel gestellt werden, sind diese zu erfüllen.

Zur Sicherstellung der Qualität hat der Auftragnehmer die laufende

Qualifizierung des eingesetzten Personals sicherzustellen. Die Inhalte müssen

sich an den in der Maßnahme wahrzunehmenden Aufgaben orientieren. Es ist dem

Auftragnehmer freigestellt, ob er selbst die Weiterbildung übernimmt oder diese

Leistung bei Dritten einkauft. Je Vertragsjahr ist mindestens 1/3 des

eingesetzten Personals im Umfang von mindestens 3 Kalendertagen weiterzubilden.

Die Kosten für die Weiterbildung des Ausbildungs- und Betreuungspersonals sind

in den Angebotspreis einzukalkulieren.

2.5 s?chliche, räumliche und technische Ausstattung

Zu den erforderlichen Räumlichkeiten gehören: Unterrichtsräume,

Besprechungsr?ume, ?bungsr?ume, Sozialr?ume und Werkstätten.

Der Auftragnehmer hat Unterrichtsräume in ausreichender Zahl und Gr??e zur

Verfügung zu stellen. Unterrichtsräume sind Gruppenräume, in denen die

theoretischen Lerninhalte vermittelt werden oder EDV-Unterweisung durchgeführt

wird. Es sind PC-Arbeitsplätze im Umfang von 50% der Teilnehmerplatzzahl für

Unterweisungen in einem separaten EDV-Unterrichtsraum einzurichten. Dabei ist

sicherzustellen, dass nicht mehr als ein Teilnehmer an einem PC-Arbeitsplatz

sitzt.

Weitere PC-Arbeitsplätze im Umfang von 1/6 der Teilnehmerplatzzahl sind für das

selbständige üben der Teilnehmer in ?bungsr?umen einzurichten, die in

ausreichender Zahl und Gr??e zur Verfügung zu stellen sind. Ergeben sich bei

diesen Berechnungen Bruchteile, ist aufzurunden. Die Nutzung der ?bungsr?ume

ist begrenzt auf die Anwesenheitszeiten des in der Maßnahme eingesetzten

Personals. Alle PC-Arbeitsplätze sind mit Internetzugang auszustatten.

Die Unterrichtsräume verfügen über eine zeitgerechte Ausstattung, hierzu zählen

insbesondere Beamer, Wandtafel oder Flip-Chart. Darüber hinaus sind geeignete

Medien zur Unterstützung der zu vermittelnden Inhalte vorzuhalten und

einzusetzen. Diese müssen einen engen Bezug zur jeweiligen Zielsetzung der

Maßnahme haben und die Lernfähigkeit der Teilnehmer angemessen berücksichtigen.

Zusätzlich sind in ausreichender Zahl Besprechungsr?ume zur Verfügung zu

stellen, in denen Einzelberatungen / Kleingruppengespr?che durchgeführt werden

können. Die Gr??e der Räume ist so zu bemessen, dass mindestens 4 - 5 Personen

ausreichend Platz haben. Die Räume müssen bei Besprechungen / Beratungen den

persönlichen Datenschutz und die Verschwiegenheit gewährleisten.

Darüber hinaus sind ein Sozialraum oder Sozialr?ume im Rahmen der geltenden

Vorschriften bereit zu stellen.

Der Auftragnehmer stellt innerhalb seiner Räumlichkeiten sicher, dass die

Teilnehmer Gelegenheit haben, auch außerhalb der Unterrichtszeiten die

vermittelten Inhalte selbständig zu üben. Die Nutzung der Räumlichkeiten für

selbständiges üben ist begrenzt auf die Anwesenheitszeiten der in der Maßnahme

beschäftigten Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen im Rahmen der Vertragserfüllung.

Art und Umfang der Ausstattung der Werkstätten muss den Ausbildungsrahmenpl?nen

der geforderten Ausbildungsberufe entsprechen und ab Ausbildungsbeginn

vorgehalten werden. Dazu gehört insbesondere die Ausstattung mit den

erforderlichen Maschinen, Geräten und Werkzeugen.

Alle Räumlichkeiten sind am angegebenen Ma?nahmeort zur Verfügung zu stellen.

Bei räumlicher Trennung der Ausbildungsst?tten erfolgt die Beförderung der

Teilnehmer zwischen diesen auf Kosten des Auftragnehmers.

Der Auftragnehmer stellt sicher, dass der Standort des Kooperationsbetriebes

vom Wohnort des Jugendlichen entsprechend der Zumutbarkeitsregelung des ? 121

Abs. 4 SGB III mit regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmitteln

erreichbar ist.

B 2.6 Ma?nahmendurchf?hrung

Zwei Wochen vor Beginn der Maßnahme muss der Auftragnehmer über ein Büro am

Ma?nahmeort persönlich erreichbar sein. Das Büro ist in dieser Zeit mit einer

Fachkraft zu besetzen, die in der Maßnahme auch zum Einsatz kommt. Sie muss

fundierte Kenntnisse im Bereich der Ausbildung besitzen und über Erfahrungen

mit der Zielgruppe verfügen. Die Fachkraft berät nach Bedarf Teilnehmer und

deren Eltern, informiert über die Maßnahme und organisiert in Zusammenarbeit

mit dem Auftraggeber Informationsveranstaltungen bzw. f?hrt Einzelgespr?che mit

dem vom Auftraggeber vorgeschlagenen Teilnehmer und überprüft die Bereitschaft

zur Teilnahme. über das Ergebnis ist der Auftraggeber unverzüglich zu

informieren.

Der Auftragnehmer nimmt nur Teilnehmer auf, die von dem zuständigen

Bedarfsträger zugewiesen wurden. Die Ablehnung eines vom Bedarfsträger

benannten Teilnehmers durch den Auftragnehmer ist nicht möglich.

über die vorzeitige Beendigung der Förderung entscheidet der Auftraggeber. Dies

gilt auch für Teilnehmer, die durch ihr Verhalten den Ablauf bzw. den Erfolg

der Maßnahme gefährden.

Eine Nachbesetzung frei gewordener Teilnehmerplätze (z.B. durch Vermittlung)

durch den Auftraggeber ist solange möglich, wie die zuständigen Stellen die

Ausbildungsvertr?ge eintragen und die vorgesehenen Pr?fungstermine im Rahmen

der Vertragslaufzeit eingehalten werden können. Ein freigewordener

Teilnehmerplatz einer 3-jährigen Ausbildung kann auch durch eine entsprechende

verkürzte Ausbildung oder durch eine Berufsausbildung (die nicht in dieser

Ausschreibung aufgeführt ist) mit kürzerer Laufzeit die der Auftragnehmer

sicherstellten kann, durch den Auftraggeber nachbesetzt werden.

Zwischen dem Teilnehmer und dem Auftragnehmer der BaE ist ein

Ausbildungsvertrag entsprechend des Berufsbildungsgesetzes (BBiG)/der

Handwerksordnung (HwO) über die gesamte Dauer der Ausbildung abzuschließen, bei

dem die besonderen Regelungen zur Ausbildungsvergütung (B.2.8) zu beachten sind.

Der Auftragnehmer hat abgestimmt auf den individuellen Entwicklungsfortschritt

des Teilnehmers alle Möglichkeiten wahrzunehmen, um einen möglichst

frühzeitigen Übergang des Auszubildenden in betriebliche Ausbildung zu fördern,

sofern die zuständige Stelle die Ausbildungszeit anrechnet. Die

Vertragsbedingungen sind so zu gestalten, dass ein Übergang in eine

betriebliche Berufsausbildung jederzeit möglich ist.

Unmittelbar ab Vertragsbeginn hat der Auftragnehmer Unterrichte und

Vermittlungsbemühungen im Umfang der vorgegebenen Wochenstundenzahl mit den

Teilnehmern durchzuführen.

Der Auftragnehmer wird verpflichtet, schnellstmöglich nach Teilnehmerzuweisung

dem Auftraggeber die vorgesehenen Kooperationsbetriebe zu benennen und eine

Bescheinigung über die Eignung von Ausbildungsstätte und Ausbildungspersonal

gem. ?? 27 ff BBiG/?? 21 ff HwO für alle Ausbildungsplätze bei der zuständigen

Stelle zu beantragen.

Der Auftragnehmer sowie die Kooperationsbetriebe haben die aktuell gültigen

Ausbildungsordnungen/Ausbildungsregelungen der einzelnen Ausbildungen

anzuwenden.

Unmittelbar nach Abschluss des Ausbildungsvertrages ist der unterschriebene

Ausbildungsvertrag einschließlich des Kooperationsvertrages der zuständigen

Stelle vorzulegen. Die eingetragenen Ausbildungsvertr?ge müssen spätestens 6

Wochen nach Eintritt des Teilnehmers in die Maßnahme dem Bedarfsträger

vorgelegt werden.

Der Auftragnehmer hat die Einhaltung der sich aus dem Ausbildungsvertrag

ergebenden Rechte und Pflichten des Teilnehmers zu überwachen. Verst??t der

Teilnehmer gegen seine Pflichten, ist der Auftragnehmer gehalten,

arbeitsrechtliche Schritte einzuleiten. Hierbei sind die gesetzlichen

Bestimmungen zu beachten.

Der Auftragnehmer hat die Einhaltung der Schutzbestimmungen, z.B.

Jugendarbeitsschutzgesetz zu überwachen. Verstöße sind dem zuständigen

Bedarfsträger mitzuteilen und vom Auftragnehmer abzustellen.

Der Auftragnehmer ist verpflichtet, für jeden Teilnehmer bei Eintritt in die

Maßnahme einen F?rderplan zu erstellen, regelmäßig fortzuschreiben und die

wesentlichen Inhalte in Form einer Leistungs- und Verhaltensbeurteilung zur

Genehmigung an die Beratungsfachkraft des Auftraggebers zu übermitteln. Dieser

ist sowohl bei der erstmaligen Erstellung, als auch bei der Fortschreibung mit

dem Teilnehmer zu besprechen und ihm zur Kenntnis zu geben. Die Gespräche mit

dem Teilnehmer sind durch den Bildungstr?ger in Bezug auf Zeitpunkt, Inhalt und

Gesprächsteilnehmer zu dokumentieren und dem Auftraggeber auf Verlangen

nachzuweisen. Die laufenden Vermittlungsbemühungen sind im F?rderplan

nachvollziehbar zu dokumentieren und mit der Beratungsfachkraft des

Auftraggebers abzustimmen. Darüber hinaus sind Inhalte, die bisher vermittelt

wurden, sowie weitere Qualifizierungsschritte, die konkret geplant sind, zu

dokumentieren.

Der Auftragnehmer überwacht laufend die Leistungen der Teilnehmer und

informiert den Auftraggeber, wenn das Erreichen des Ausbildungszieles gefährdet

erscheint.

Fehlzeiten aus wichtigem Grund können vom Auftragnehmer während der

Ma?nahmeteilnahme in angemessenem Umfang wie folgt anerkannt werden:

- nicht ärztlich nachgewiesene Krankheit bis zu zwei Kalendertagen

- ärztlich nachgewiesene Krankheit (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des

Arztes)

- Wohnungswechsel

- Eheschließung des Teilnehmers

- Schwere Erkrankung des Ehegatten

- Schwere Erkrankung des Kindes (Der Anspruch nach ? 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe

b) BBiG geht dem Anspruch auf Krankengeld gemäß ? 45 Abs. 3 Satz 1 SGB V vor.)

- Niederkunft der Ehefrau

- Ableben des Ehegatten oder eines Kindes oder eines Eltern- oder

Schwiegerelternteils

- Wahrnehmung amtlicher, insbesondere polizeilicher oder gerichtlicher Termine

- Ausübung Öffentlicher Ehrenämter

- Regelung sonstiger wichtiger persönlicher Angelegenheiten und Teilnahme an

religiösen Festen

- Teilnahme an Einsätzen oder Ausbildungskursen im Rahmen des Gesetzes über die

Erweiterung des Katastrophenschutzes

Bleibt ein Teilnehmer ohne wichtigen Grund der Maßnahme fern, ist der

Auftraggeber unverzüglich zu unterrichten.

Zeiten der Arbeitsunfähigkeit sind vom Teilnehmer ab dem vierten Tag der

Arbeitsunfähigkeit durch eine ärztliche Bescheinigung nachzuweisen. Die

Arbeitsunfähigkeit ist dem Auftragnehmer vom Teilnehmer sofort mitzuteilen. Die

Teilnehmer sind hierüber vom Auftragnehmer zu Beginn der Maßnahme zu

informieren. Insofern die ärztliche Bescheinigung bis zum 3. Tag nicht beim

Auftragnehmer vorliegt, gilt der Teilnehmer ab dem 1. Tag der

Arbeitsunfähigkeit als unentschuldigt.

Darüber hinaus ist er verpflichtet, den Auftraggeber unverzüglich zu

unterrichten, wenn ein Teilnehmer die Ausbildungsma?nahme vorzeitig beendet

oder die Prüfung nicht besteht. Bei vorzeitiger Beendigung der Ausbildung ist

der Auftraggeber über den Austrittsgrund unverzüglich zu unterrichten.

Betriebe für die betrieblichen Ausbildungsphasen hat der Auftragnehmer zu

benennen.

Die Teilnehmer sind nach ? 318 Abs. 2 Nr. 1 SGB III verpflichtet, dem

Auftragnehmer der Maßnahme auf Verlangen Auskunft über den Eingliederungserfolg

der Ausbildung zu erteilen. Die Auszubildenden sind hierüber zu Beginn der

Ausbildung zu informieren.

Wird die Berufsausbildung außerbetrieblich zu Ende geführt, hat der

Bildungstr?ger darauf hinzuwirken, dass der Teilnehmer seinen Verpflichtungen

nach ? 38 SGB III nachkommt.

B 2.7 Sonderregelung für Auszubildende, die ihre Ausbildung in BaE fortsetzen

Auszubildende, deren betriebliches oder au?erbetriebliches

Berufsausbildungsverh?ltnis vorzeitig gelöst worden ist, können ihre Ausbildung

unter Anrechnung der bisherigen Ausbildungszeit in der Maßnahme fortsetzen,

wenn zu erwarten ist, dass die Berufsausbildung in dieser Maßnahme erfolgreich

abgeschlossen werden kann.

Die außerbetriebliche Fortsetzung einer abgebrochenen betrieblichen oder

außerbetrieblichen Berufsausbildung soll grundsätzlich unter vollständiger

Anrechnung der bisherigen Ausbildungszeit erfolgen. Hierzu ist ein gemeinsamer

schriftlicher Antrag des Auszubildenden und Ausbildenden (Auftragnehmer) bei

der zuständigen Stelle erforderlich. Es ist Aufgabe des Auftragnehmers diesen

in Abstimmung mit dem Teilnehmer zum Zeitpunkt des Abschluss des

Ausbildungsvertrages zu stellen (? 8 Abs. 1 S. 1 BBiG/ ? 27b Abs. 1 S. 1 HwO).

Bei Minderjährigen ist die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich.

Die Form der Beantragung ist mit der jeweils zuständigen Stelle abzustimmen.

Voraussetzung für eine Zuweisung ist, dass der in Frage kommende Prüfungstermin

im Rahmen der Vertragslaufzeit liegt. Eine Zuweisung setzt voraus, dass freie

Teilnehmerplätze vorhanden sind.

Voraussetzung für eine Zuweisung ist, dass sich die neuzugewiesenen Teilnehmer

im gleichen Ausbildungsjahr befinden, wie die regulär zugewiesenen Teilnehmer.

Der Auftragnehmer ist verpflichtet, auch Ausbildungsabbrecher aufzunehmen die

eine verkürzte Ausbildung auf einem Teilnehmerplatz einer 3-jährigen Ausbildung

fortsetzen wollen. Eine Zuweisung setzt voraus, dass freie Teilnehmerplätze

vorhanden sind.

B.2.8 Betriebliche Ausbildungsphasen

Die Ausbildung ist durch betriebliche Ausbildungsphasen zu unterstützen. In

diesen betrieblichen Ausbildungsphasen wird ein vom Auftragnehmer festgelegter

Ausbildungsteil in vollem Umfang entsprechend den inhaltlichen Bestimmungen des

Ausbildungsrahmenplans nicht beim Auftragnehmer, sondern innerhalb eines

Betriebes durchgeführt. Der Auftragnehmer übernimmt die Gewährleistung und

Gesamtverantwortung für deren ordnungsgemäße Durchführung.

Betriebliche Ausbildungsphasen dürfen nicht in ?bungseinrichtungen wie

?bungsfirmen oder -werkst?tten durchgeführt werden.

Bei der Gestaltung der betrieblichen Ausbildungsphasen sind die Eignung und die

Persönlichkeitsentwicklung des Auszubildenden zu berücksichtigen.

Die Betriebe müssen im Tagespendelbereich liegen. Sie müssen vom Wohnort des

Auszubildenden in Anlehnung an die Zumutbarkeitsregelung gemäß ? 121 Abs. 4 SGB

III mit regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.

Es sollen vorrangig Betriebe einbezogen werden, die selbst

ausbildungsberechtigt sind. Es werden jedoch auch Betriebe zugelassen, in denen

nur Teile des Ausbildungsrahmenplans vermittelt werden können. Die

Ausbildungsstätte muss nach Art und Umfang geeignet und das Ausbildungspersonal

persönlich und fachlich geeignet sein.

Zwischen Auftragnehmer, Betrieb und Teilnehmer ist vor Beginn der betrieblichen

Ausbildungsphasen ein entsprechender Vertrag zu schließen.

B 2.9 Angebotspreise

Angebotspreis ist der vereinbarte Monatspreis je Teilnehmerplatz.

Im Rahmen des Angebotspreises sind alle mit der Durchführung der Maßnahme in

unmittelbarem Zusammenhang stehenden Kosten zu berücksichtigen, dies gilt

insbesondere für:

- Pr?fungsgeb?hren

- Kosten für erforderliche Lehr- und Lernmittel, die den Teilnehmern

unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden müssen

- notwendige Arbeitskleidung und -geräte einschließlich der auf Grundlage von

Unfallverh?tungs-vorschriften notwendigen Arbeitsschutzkleidung und -ausr?stung

- Ggf. zusätzliche Fahrkosten für Fahrten zwischen unterschiedlichen Schulungs-

/ Ausbildungs-st?tten am Ma?nahmeort

- Unfallversicherung der Teilnehmer

- Kosten für Bewerbung und Vorstellung bei Kooperationsbetrieben sowie für die

angestrebte Übernahme in betriebliche Berufsausbildung

Für Schäden, die durch Teilnehmer während der Ma?nahmedauer - einschließlich

betrieblicher Ausbildungsphasen - verursacht werden, haftet der Auftragnehmer.

Davon ausgenommen sind Schäden, die grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht

werden. Ggf. entstehende Kosten für die Absicherung der Schäden sind in den

Angebotspreis einzukalkulieren.

Fahrkosten zu den Betrieben für die betrieblichen Ausbildungsphasen und zur

Berufsschule sind nicht Bestandteil der Ma?nahmekosten und werden ggf. im

Rahmen der Berufsausbildungsbeihilfe durch den jeweilig zuständigen Trügen an

die Auszubildenden erstattet.

Die vom Auftragnehmer beschaffte Arbeitskleidung sowie Arbeitsschutzkleidung

geht nach Ablauf der Probezeit in das Eigentum des Teilnehmers über.

Für Tätigkeiten im Rahmen bestimmter Berufe bzw. Berufsbereiche sind die

Teilnehmer nach ? 43 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von

Infektionskrankheiten beim Menschen (IfSG) zu belehren. Die erstmalige

Belehrung gem. ? 43 Abs. 1 IfSG hat vor Ausübung der entsprechenden Tätigkeiten

über das zuständige Gesundheitsamt zu erfolgen und wird bescheinigt. Die für

die erstmalige Belehrung anfallenden Kosten werden auf Einzelnachweis durch den

Auftraggeber erstattet. Sofern die Vorlage eines aktuellen F?hrungszeugnisses

erforderlich ist, werden die Kosten auf Einzelnachweis durch den Auftraggeber

erstattet.

Folgende Kosten fließen nicht in den Monatspreis ein und werden separat

erstattet:

- Kosten für ?berbetriebliche Ausbildungsabschnitte

Die separate Erstattung der Kosten für ?berbetriebliche Ausbildungsabschnitte

kann nur erfolgen, wenn diese entweder in der Ausbildungsordnung bzw. durch

Ausbildungsregelungen des jeweiligen Ausbildungsberufes oder durch einen

Beschluss der Vollversammlung der zuständigen Stelle verbindlich vorgeschrieben

sind.

Eine separate Kostenerstattung erfolgt nicht, wenn die Inhalte dieser

?berbetrieblichen Ausbildungsabschnitte (mit Einverständnis der zuständigen

Stelle) vom Auftragnehmer selbst im Rahmen der Maßnahme (d.h. mit dem in der

Maßnahme eingesetzten Personal) vermittelt werden. Der Auftragnehmer ist

verpflichtet, die im Zusammenhang mit der Teilnahme an obligatorischen

?berbetrieblichen Ausbildungsabschnitten anfallenden Kosten im Vorfeld mit dem

Bedarfsträger abzustimmen.

Nicht verbindlich vorgeschriebene ?berbetriebliche Angebote sind bei

Inanspruchnahme aus dem laufenden Ma?nahmekostensatz zu bestreiten.

- Zuschuss zur Ausbildungsvergütung gemäß ? 246 Abs. 2 SGB III i. V. mit ? 105

Abs. 1 Nr. 1 SGB III ab dem 01.08.2008 in Höhe von monatlich bis zu:

im 1. Ausbildungsjahr 310,00 Euro

im 2. Ausbildungsjahr 325,50 Euro

im 3. Ausbildungsjahr 341,78 Euro

im 4. Ausbildungsjahr 358,87 Euro

zuzüglich der darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge.

Die Zahlung erfolgt bis zum individuellen Ausbildungsende der Teilnehmer.

Analog zum ? 21 Abs. 1 BBiG ist der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung längstens

bis zum Ablauf der Ausbildungszeit laut Ausbildungsvertrag zu zahlen. Wird die

Abschlussprüfung vor Ablauf der Ausbildungszeit bestanden, ist die Ausbildung

nach ? 21 Abs. 2 BBiG entsprechend früher (mit dem Tag der Bekanntgabe der

Pr?fungsergebnisse) beendet. Auch der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung wird

dann lediglich bis zur Bekanntgabe des Pr?fungsergebnisses gezahlt. Bei

Verlängerung nach ? 21 Abs. 3 BBiG des Ausbildungsverh?ltnisses verlängert sich

auch der Verg?tungsanspruch entsprechend.

ändert sich der Leistungssatz nach ? 105 Abs. 1 Nr. 1 SGB III, so ist der neue

Leistungssatz der Berechnung ab Inkrafttreten zugrunde zu legen. Die

Information über Änderungen des Leistungssatzes erfolgt durch den Auftraggeber.

Der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung darf die geltende tarifliche oder

ortsübliche Ausbildungsvergütung nicht übersteigen. Dies gilt auch dann, wenn

sie niedriger ist als der Höchstbetrag für den Zuschuss. Einmalzahlungen wie

Weihnachts- oder

Urlaubsgeld sind nicht zu berücksichtigen. Der Auftragnehmer ist verpflichtet,

dem Teilnehmer eine Ausbildungsvergütung in Höhe des sich hiernach ergebenden

Zuschussbetrages zu zahlen.

Die Sozialversicherungsbeiträge werden unabhängig von der Höhe der

Ausbildungsvergütung immer allein vom Auftragnehmer getragen.

über die Höhe des vom Auftragnehmer zu tragenden und von den durch die

Bedarfsträger zu erstattenden Gesamtsozialversicherungsbeitrages entscheiden

die Krankenkassen als Einzugsstellen gem. ? 28 SGB IV.

Bei unentschuldigten Fehltagen wird der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung

anteilig gekürzt. Beiträge zur Umlagenfinanzierung werden dem Auftragnehmer

nicht erstattet.

Beiträge zur Umlagenfinanzierung werden dem Auftragnehmer nicht erstattet

- Bei erfolgreicher vorzeitiger Vermittlung aus der außerbetrieblichen

Ausbildung in eine betriebliche Ausbildung wird dem Auftragnehmer eine

Vermittlungspauschale gemäß ? 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. ? 246 Abs. 3 S.1 Nr.3 SGB

III gewährt. Die Pauschale betr?gt 2.000,00 Euro für jede Vermittlung. Die

Vermittlung muss spätestens 12 Monate vor dem vertraglichen Ende der

außerbetrieblichen Berufsausbildung erfolgt sein. Das

Berufsausbildungsverh?ltnis muss länger als 4 Monate fortbestehen. Die

Pauschale wird für jeden Auszubildenden nur einmal gezahlt.

Der Auftragnehmer muss eindeutig belegen, dass die Vermittlung durch ihn

zustande gekommen ist und welche Aktivitäten zur erfolgreichen Vermittlung

geführt haben. Um die Vermittlungspauschale zu erhalten, muss der Auftragnehmer

eine Kopie des eingetragenen Ausbildungsvertrages und eine Bestätigung des

Ausbildungsbetriebes über den Fortbestand des Ausbildungsverh?ltnisses über den

oben genannten Zeitraum vorlegen.

B 2.10 Umsatzsteuerregelung

Maßnahmen der Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen fallen unter

die Umsatzsteuerbefreiung nach ? 4 Nr.21 Bst. a DoppelBst. bb. des

Umsatzsteuergesetzes. Die Bescheinigung über die Erfüllung der Voraussetzungen

für eine Steuerbefreiung erfolgt durch die zuständige Landesbehörde. Die

Vermittlungspauschale für eine erfolgreiche Vermittlung in betriebliche

Ausbildung nach ? 246 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 SGB III ist umsatzsteuerpflichtig.

B.3 Beschreibung der Leistung und deren Qualitätsstandards

Der Auftragnehmer ist als Ausbildender nach dem BBiG bzw. der HwO für die

vollständige und ordnungsgemäße Durchführung des Ausbildungsvertrages

verantwortlich.

Die Ausbildung erfolgt nach den aktuell gültigen Ausbildungsordnungen bzw. -

regelungen und deren Ausbildungsrahmenpl?nen. Eine Wiedergabe der Inhalte im

Rahmen der Angebotsabgabe ist nicht erforderlich.

Die Ausbildung umfasst zusätzlich:

- Zielgruppengerechte Methodik und Didaktik

- Schl?sselkompetenzen

- Stütz- und Förderunterricht

- Sozialp?dagogische Begleitung

- Individuelle F?rderplanung

- Netzwerke

- Integration

- Umsetzung der Ausbildung unter Berücksichtigung zielgruppenspezifischer

Besonderheiten

- Qualitätssicherung

Der Auftragnehmer ist verpflichtet, sich regelmäßig in den Betriebsr?umen des

Betriebes davon zu überzeugen, dass der Auszubildende ordnungsgemäß ausgebildet

und nicht zu ausbildungsfremden Zwecken eingesetzt wird.

B 3.1 Zielgruppengerechte Methodik und Didaktik

Ziel ist es, die Teilnehmer durch den Einsatz spezieller didaktischer

Lernangebote in die Lage zu versetzen, das Ma?nahmeziel zu erreichen.

Die Angebote sind am Kompetenzansatz auszurichten und haben die besondere

Situation der Teilnehmer zu berücksichtigen. Es sind Lernsituationen zu

schaffen, die an den vorhandenen Kenntnissen und Kompetenzen ankn?pfen und in

denen die Teilnehmer ihre Fähigkeiten erkennen und zur Geltung bringen können.

Die zielgruppengerechte Methodik und Didaktik muss sich sowohl auf die

Fachtheorie als auch auf die Fachpraxis beziehen. Es sind verschiedene Methoden,

insbesondere Gruppen- und Einzelunterricht, Projekt- und Gruppenarbeit,

Arbeitsauftr?ge, Übungen und Rollenspiele einzusetzen.

Folgende Lehrmittel sind einzusetzen und vorzuhalten:

- Allgemeine und berufsspezifische Fachliteratur, die den Anforderungen der

gültigen Ausbildungsordnung entspricht und für die die jeweilige Zulassung

erteilt ist. Die berufsspezifische Fachliteratur ist nicht vorzuhalten, aber im

Bedarfsfall unverzüglich bereit zustellen.

- Arbeitsmittel, z.B. Arbeitsbögen, Skripte, Pr?fungsb?gen usw., sind zum

Verbleib beim Teilnehmer zur Verfügung zu stellen

- Allgemein- und berufsbezogene Lern-Software

Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind die soziokulturellen

Besonderheiten und Erfahrungen mit einzubeziehen.

B 3.2 Schl?sselkompetenzen

Die Entwicklung und Förderung von Schl?sselkompetenzen als berufs?bergreifende

Kompetenzen hat eine große Bedeutung, um die Teilnehmer auf die wachsenden

Anforderungen z.B. im Bereich der Selbstorganisation und Problemlösung in der

Arbeitswelt vorzubereiten. Die Entwicklung von Kompetenzen im Rahmen einer

ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung stellt eine Querschnittsaufgabe dar

und ist während der gesamten Maßnahme gezielt zu fördern.

Insbesondere sollen gefördert werden:

- Persönliche Kompetenzen (z.B. Motivation, Leistungsfähigkeit, aber auch

Selbstbild, Selbsteinschätzung, Selbstsicherheit, Offenheit, Wertehaltung,

Empathie)

- Soziale Kompetenzen (z.B. Kommunikation, Kooperation/Teamfähigkeit,

Konfliktfähigkeit)

- Methodische Kompetenzen (z.B. Problemlösung, Arbeitsorganisation,

Lernfähigkeit, Einordnung und Bewertung von Wissen)

- Lebenspraktische Fertigkeiten (z.B. Umgang mit Behörden, Umgang mit Geld,

Hygiene, Tagesstruktur, Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel, Einkauf,

Selbstversorgung, Erscheinungsbild, Freizeitgestaltung)

- Interkulturelle Kompetenzen (z.B. Verständnis und Toleranz für sowie Umgang

mit anderen Kulturen, Traditionen und Religionen)

- IT - und Medienkompetenz (selbständige Anwendung und zielgerichtete Nutzung

von Informations- und Kommunikationstechnik sowie Printmedien)

B 3.3 Stütz- und Förderunterricht

Der Erwerb von fachtheoretischen, -praktischen und allgemein bildenden

Kenntnissen (hier insbesondere Deutsch und Mathematik) ist durch den Einsatz

von Stütz- und Förderunterricht abzusichern.

Den Teilnehmern sind die zur Ausbildung erforderlichen fachtheoretischen, -

praktischen und allgemein bildenden Inhalte zielgruppen- und

voraussetzungsgerecht zu vermitteln bzw. deren Vermittlung zu unterstützen und

zu stabilisieren (Stützunterricht). Der Stützunterricht ist kontinuierlich für

alle Auszubildenden einzusetzen und auf die im Berufsschulunterricht

vermittelten Unterrichtsinhalte abzustimmen.

Den Teilnehmern sind generell neue Lernm?glichkeiten zu eröffnen. Dabei sollen

Inhalte und Zusammenhänge aufgezeigt, verdeutlicht und dauerhaft in das Wissens-

und Handlungspotenzial übernommen werden. Der Förderunterricht ist individuell

einzusetzen und mit anderen Lernsituationen zu verzahnen (Förderunterricht).

Die Teilnehmer sind durch gezielte Aktivitäten auf die jeweilige Zwischen-,

Teil- bzw. Abschlussprüfung vorzubereiten. Neben der fachlichen Vorbereitung

ist auch ein spezielles Training im Umgang mit Prüfungsstress, Prüfungsangst

und Pr?fungsdruck durchzuführen.

3.4 Sozialp?dagogische Begleitung

Ziel der sozialp?dagogischen Begleitung ist die nachhaltige Stabilisierung des

Teilnehmers, um die dauerhafte Integration zu erreichen. Sie fördert die

beruflichen sowie sozialen Handlungskompetenzen und unterstützt die Entwicklung

des Teilnehmers in Bezug auf die Anforderungen der Arbeits- und Lebenswelt.

Ausgehend von der Feststellung der persönlichen Fähigkeiten und individuellen

Bedürfnissen ist die sozialp?dagogische Begleitung bedarfsorientiert und über

die gesamte Ausbildungsdauer einzusetzen sowie an den unterschiedlichen

Lernorten bereit zu stellen.

Die sozialp?dagogischen Angebote sind auf die Fachpraxis- und Fachtheorie

abzustimmen. Zu den Angeboten gehören insbesondere:

- Krisenintervention

- Konfliktbewältigung

- Elternarbeit

- Alltagshilfen

- Entwicklungsf?rdernde Beratung und Einzelfallhilfe

- Verhaltenstraining

- Suchtprävention

- Angebote zur Förderung der Selbständigkeit

- Die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit den an der Ausbildung

Beteiligten

- Regelmäßige Sprechstundenangebote

B 3.5 Individuelle F?rderplanung

Ziel der individuellen F?rderplanung ist die Steuerung des individuellen

Ma?nahmeverlaufes und die Absicherung des Ma?nahmeerfolges.

Die systematische F?rderplanung ist die Grundlage für eine zielgerichtete

Unterstützung der Teilnehmer. Sie baut auf den zu erhebenden Informationen über

den Teilnehmer hinsichtlich seiner schulischen Erfahrungen, des bisherigen

persönlichen - und beruflichen Werdegangs, seines sozialen Umfeldes, seiner

Kompetenzen und Defizite sowie weiteren für den Prozess wichtigen Kompetenzen

(wie z.B. die Informationen mit dem Teilnehmer gemeinsam im Hinblick auf

F?rderschwerpunkte und -ziele festgelegt und vereinbart. Bei der Festschreibung

der F?rderziele ist für den Teilnehmer die Transparenz der Abläufe,

Entscheidungen, Vereinbarungen und Konsequenzen wichtig.

Zudem ist deutlich herauszustellen, in welcher Art und in welchem Umfang die

Unterstützung durch die Fachkräfte des Auftragnehmers erfolgt. Hierbei ist

insbesondere darzustellen, wie die Entwicklung der Schl?sselkompetenzen sowie

die Unterstützung hinsichtlich des anzustrebenden Ziels eines frühzeitigen

?bergangs in betriebliche Ausbildung umgesetzt wird. Die F?rderplanung ist

regelmäßig zu den im Rahmen der Zielvereinbarung vereinbarten Zeitpunkten

auszuwerten und weiter zu entwickeln.

Die Dokumentation des individuellen Ausbildungs- und Entwicklungsstandes der

Teilnehmer; sowie die Planung, Überwachung, Beurteilung, Steuerung des

Ausbildungs- bzw. Entwicklungsprozesses erfolgt durch den F?rderplan.

Der F?rderplan wird bei Eintritt in die Maßnahme in Abstimmung mit dem

Teilnehmer erstellt und kontinuierlich fortgeschrieben.

Die Gliederung des F?rderplans ist wie nachfolgend dargestellt durchzuführen,

wobei es dem Auftragnehmer offen steht, weitere Gliederungspunkte aufzunehmen:

(1) Personenbezogene Daten

(2) Ergebnisse (Informationen zur persönlichen Lern- und Arbeitsbiographie)

(3) Integrationsziel und Zielvereinbarung

(4) Schritte zur Zielerreichung (Förderbedarf und daraus resultierende

methodisch -

didaktische Planungsschritte)

(5) individuelle Verlaufs- und Erfolgsbeobachtung (Dokumentation des

Lernerfolges)

(6) Ergebnisse der Prüfungen

(7) Hinweise zum Vermittlungsergebnis (Übergang in betriebliche Ausbildung)

In Phasen ohne Stütz- und Förderunterricht muss die besondere

sozialp?dagogische Arbeit im Förder-plan z.B. Fallbesprechungen, motivierende

Aktionen, Einzelfallhilfen o. ?. nachgewiesen werden.

Der individuelle F?rderplan ist dem Auftragnehmer auf Anforderung vorzulegen.

Der F?rderplan ist jeweils innerhalb eines Zeitkorridors von sieben

Kalendertagen (nach Eintritt der o. g. im Rahmen der Zielvereinbarung

vereinbarten Zeitpunkte) zu aktualisieren und dem Auftragnehmer auf Anforderung

vorzulegen.

B 3.6 Netzwerke

Durch die Einbindung des Auftragnehmers in die regionalen Netzwerke soll die

dauerhafte Integration der Teilnehmer in Ausbildung / Arbeit erreicht werden.

Der Auftragnehmer muss im regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verankert

und vernetzt sein. Sofern eine Verankerung und Vernetzung nicht besteht, hat er

diese rechtzeitig bis zum Beginn der Maßnahme aufzubauen und kontinuierlich zu

unterhalten.

Verankerung und Vernetzung bedeutet insbesondere die intensive Zusammenarbeit

mit den örtlichen Betrieben, örtlichen Verb?nden, Berufsschulen und sonstigen

für die Integration maßgeblichen Einrichtungen.

B 3.7 Integration

Ziel ist die Integration in Ausbildung beziehungsweise nach Abschluss der

Ausbildung die Integration in Arbeit.

Der Auftragnehmer hat sicher zu stellen, dass die Teilnehmer möglichst

frühzeitig in Ausbildung beziehungsweise nach Abschluss der Ausbildung in

Arbeit ?bergehen können.

Der Auftragnehmer besitzt fundierte Kenntnisse des regionalen Ausbildungs- und

Arbeitsmarktes. Er hat diese Kenntnisse durch Marktanalyse und -beobachtung

regelmäßig zu aktualisieren. Die Kenntnisse über den regionalen

Ausbildungsmarkt müssen sowohl Ausbildungen nach ?? 4, 5 ff BBiG / ?? 25, 26 ff

HwO als auch ?? 64 ff BBiG / ?? 42 k-m HwO einbeziehen.

Der Auftragnehmer hat im Hinblick auf die Integration der Teilnehmer gezielt

Betriebe für die betrieblichen Ausbildungsphasen, Ausbildungs- und

Arbeitsstellen in erforderlichem Umfang zu gewinnen und die Teilnehmer bei

ihren Eigenbem?hungen aktiv zu unterstützen.

B 3.8 Umsetzung der Ausbildung unter Berücksichtigung zielgruppenspezifischer

Besonderheiten

Die Benachteiligtenf?rderung differenziert nach problemspezifischen Zielgruppen,

um deren ausbildungshemmende Faktoren auszugleichen, die der Aufnahme einer

betrieblichen Ausbildung entgegenstehen.

Dabei verlangt die Ausbildung der Teilnehmer eine individuelle Planung der

Phasen der Ausbildung, um den erfolgreichen Übergang in betriebliche Ausbildung

und Beschäftigung zu gewährleisten. Zu den Phasen der Ausbildung zählen vor

allem die Einstiegsphase und Orientierungsphase zu Ma?nahmebeginn, die

Arbeitswelterfahrung durch Ausbildungsphasen, im weiteren Verlauf die

Prüfungsvorbereitung sowie der Übergang in ad?quate Beschäftigung nach

Abschluss der Ausbildung.

B 3.9 Qualitätssicherung

Zur Sicherung der Qualität hat der Auftragnehmer die Durchführung der Maßnahme

zu evaluieren. Hierbei hat er unterschiedliche Erkenntnisquellen zu nutzen,

hieraus mögliche Handlungsbedarfe abzuleiten und umzusetzen. Erkenntnisquellen

können insbesondere sein:

- Teilnehmerbefragungen

- Befragungen des in der Maßnahme eingesetzten Personals

- Rückmeldung aus Betrieben

- Fehlzeiten- und Abbruchanalyse sowie

- Auswertung des Ma?nahmeerfolgs.

Auf Verlangen sind dem Auftraggeber die Ergebnisse der Analysen vorzulegen und

Umsetzungsprozesse darzustellen.

Produktschl?ssel (CPV):

75000000 Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und

Sozialversicherung

Ort der Lieferung: Bahnhofstraße 49, 36341 Lauterbach

NUTS-Code : DE725 Vogelsbergkreis

d)Unterteilung in Lose: nein

e)Ausführungsfrist:

Beginn : 01.09.2010

Ende : 31.08.2013

f)Anfordern der Unterlagen bei:

siehe unter a)

Anforderungsfrist: 28.07.2010

g)Ort der Einsichtnahme in Verdingungsunterlagen:

siehe unter a)

h)Kosten der Verdingungsunterlagen: Für die Versendung der Angebotsunterlagen

wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 5,00 ? erhoben

Zahlungsweise:nur Überweisung

Empfänger :Vogelsbergkreis, der Kreisausschuss

Kontonummer :360105440

Bankleitzahl:51850079

bei Kreditinstitut :Sparkasse Oberhessen

Verwendungszweck (bitte immer angeben !) :Vergabe 50.7.24-006 KVA

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