DTAD

Ausschreibung - Breitbandversorgung in Bad Homburg (ID:5679399)

Auftragsdaten
Titel:
Breitbandversorgung
DTAD-ID:
5679399
Region:
61348 Bad Homburg
Auftragsart:
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
02.12.2010
Frist Vergabeunterlagen:
05.01.2011
Zusätzliche Informationen
Kurzbeschreibung:
Eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 2 MBit/s Downstream und 192 kBit/s Upstream ist unter allen Nutzungsbedingungen zu gewährleisten.
Kategorien:
Telekommunikationsdienste
CPV-Codes:
Internet
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Interessenbekundungsverfahren "formloser Teilnahmewettbewerb außerhalb förmlichen EG-Vergaberechts"

HAD-Referenz-Nr.: 494/464

Aktenzeichen: 007-11 / 10.3.02

1.

Auftraggeber: Offizielle Bezeichnung: Stadt Bad Homburg v.d.Höhe - Der Magistrat - Fachbereich Zentrale und Regionale Aufgaben - Vergabestelle -

Straße: Rathausplatz 1, Stadt/Ort: 61348 Bad Homburg v.d.Höhe

Land: Deutschland

Telefon:0049-6172/100-1032 bis 1034, Fax:0049-6172/100-1036

Mail: vergabestelle@bad-homburg.de

digitale Adresse(URL):http://www.bad-homburg.de

2.

Art der Leistung: Sonstige (z.B. Konzessionen, gemischte Aufträge)

3.

Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Versorgung mit ausreichend schnellen Breitband-Anschlüssen und Breitband-Diensten im Ortsteil Ober-Erlenbach

4.

Frist, bis zu der die Interessenbekundung eingegangen sein muss: 05.01.2011 11:00 Uhr

5.

Leistungsbeschreibung

Art und Umfang des Auftragsgegenstandes:

Gegenstand ist die Suche nach einem Anbieter, der einen zuverlässigen, erschwinglichen, hochwertigen und nachhaltigen Ausbau und Betrieb einer Breitbandinfrastruktur in dem unterversorgten Ortsteil Ober-Erlenbach realisiert.

Der Ortsteil Ober-Erlenbach hat die Vorwahlnummer 06172. In Ober-Erlenbach leben ca. 5.000 Personen (ca. 2.300 Haushalte). In dem Stadtteil befindet sich ein kleineres Gewerbegebiet (Steinmühlstr.).

Die Stadt Bad Homburg bittet um die Einreichung von Interessenbekundungen zur Schließung der bestehenden Versorgungslücken mit Breitbandanschlüssen. Es handelt sich um ein nichtförmliches Interessenbekundungsverfahren in Anlehnung zu § 7 Abs. 2 BHO und keine Vorabinformation im Sinne der Richtlinie 18/2004/EG: Freiwillige Bekanntmachung zum Zwecke der Aufforderung zur Abgabe einer Interessenbekundung, nicht um eine Vorinformation im Sinne des Vergaberechts. Es ist vorgesehen, die im Interessenbekundungsverfahren eingereichten Konzepte und Vorschläge auszuwerten und als Informationsgrundlage für die erforderliche politische Entscheidung zu nutzen. Die Interessenten werden über die Ergebnisse des Verfahrens unterrichtet. Für die Gemeinde entsteht durch die Interessenbekundung keine Verpflichtung zur späteren Ausschreibung oder einer Vergabe dem unterversorgten Gebieten.

Die Stadt Bad Homburg bittet um die Übermittlung konkreter Konzepte von Netzbetreibern, die in den nächsten drei Jahren einen Ausbau im Stadtteil Ober-Erlenbach ohne Zuwendungen durch die Gemeinde planen. Sofern es keine konkreten Pläne für einen Ausbau ohne Zuwendungen gibt, werden die Interessenten um Abgabe entsprechender getrennter indikativer Angebote für die unterversorgten Ortsteile gebeten. Für den Ausbau in Ober-Erlenbach sollen Mittel aus dem GAK-Programm genutzt werden (GAK-Rahmenplans 2008-2011 Grundsätze für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung, Teil B: Breitbandversorgung ländlicher Räume in Verbindung mit der landesspezifischen Regelung Programm und Richtlinien zur Förderung der ländlichen Entwicklung in Hessen (StAnz. für das Land Hessen vom 21.04.2008, S. 1152) und des hierzu veröffentlichten Leitfadens).

Darstellung zur Installation bzw. dem Ausbau einer leitungsgebundenen und/oder nicht leitungsgebundenen Breitbandinfrastruktur für den mit Breitband unterversorgten Ortsteil Ober-Erlenbach als Netzbetreiber und/oder Dienstanbieter von Breitbandzugängen. Eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 2 MBit/s Downstream und 192 kBit/s Upstream ist unter allen Nutzungsbedingungen zu gewährleisten. Eine Übertragungsgeschwindigkeit im Download von 16 MBit/s oder eine noch höhere Bandbreite ist ausdrücklich willkommen.

Die Breitbanddatenübertragung sollte so beschaffen sein, dass sie zuverlässig, erschwinglich und leistungsstark wie auch nachhaltig ist. Bei der Interessenbekundung hat der Anbieter die technische Lösung darzustellen und Angaben zur Wirtschaftlichkeit des Projekts zu machen. Hierzu zählen je Gemeindeteil u. a. Angaben zu den Investitionskosten und auch den erwarteten laufenden Einnahmen.

Darüber hinaus hat der Anbieter anzugeben, wie und zu welchen Zusatzkosten eine (voraussichtlich erst später realisierte) Erhöhung der Bandbreite auf 50 MBit/s; entsprechend der Zielsetzung der Bundesregierung für 2014 realisiert werden kann.

Die Stadt Bad Homburg hat im April 2009 eine Befragung bei allen Bürgern und Unternehmen in Ober-Erlenbach durchgeführt. Die hohe Rücklaufquote von 35% (726 Fragebögen) belegt die hohe Bedeutung einer besseren Breitbandversorgung im Ortsgebiet. 91% der Haushalte nutzen regelmäßig das Internet, 60% nutzen das Internet für rein private Zwecke, 6% nur gewerblich und immerhin 33% sowohl zu privaten als auch zu beruflichen Zwecken. Derzeit haben 38% der Haushalte einen Anschluss mit einer Bandbreite von nur 1 MBit/s, 27% haben eine Bandbreite von 2 MBit/s oder mehr. Im Ergebnis zeigen sich eine erhebliche Unzufriedenheit mit der derzeitigen Versorgung, nur 6% der Befragten sind mit einer Bandbreite bis zu 1 MBit/s zufrieden und 16% reichen 2 MBit/s. 22% der Befragten wünschen sich einen Anschluss mit mehr als 6 MBit/s. Die Bereitschaft zu einem Anbieter mit höherer Bandbreite zu wechseln bzw. einen Upgrade bei einem bestehenden Vertrag vorzunehmen, ist bei 68% der befragten Internetnutzer gegeben.

Die typischen Anwendungen der Internetnutzer ergeben sich ebenfalls aus den Befragungsergebnissen und sind in der folgenden Graphik dargestellt. Emails, Internet-Surfen und Online-Shopping stehen hierbei sowohl bei Internet-Nutzern als auch bei Nonlinern deutlich im Vordergrund, das Herunterladen von Musik und Videos folgt mit schon deutlich geringerer Nennung. Insgesamt entspricht die Verteilung der angegebenen Anwendungen dem im Durchschnitt vergleichbarer Befragungen anzutreffenden Schnitt.

Im Hinblick auf die hohe Bedeutung von Breitband für die Bürger und Unternehmer in Ober-Erlenbach kann mit den typischen Durchdringungszahlen von 40% bei den derzeit mit weniger als 2 MBit/s ausgestatteten Haushalten gerechnet werden, so das für einen Wechsel oder ein Upgrade von einem Potenzial von ca. 600 Haushalten/Anschlüssen ausgegangen werden.

Falls die Zahl der möglichen Nachfrager für eine wirtschaftliche Realisierung des Breitbanderschließungsvorhabens nicht ausreichend sein sollte und ein Ausbau ohne finanzielle Zuwendungen in den nächsten drei Jahren nicht geplant ist, soll die für den Telekommunikationsanbieter ermittelte Deckungslücke (ggf. auch als Angabe einer Spanne von/bis) je Ortsteil und für das Gewerbegebiet getrennt angegeben werden.

Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

Hauptgegenstand: 32412110 Internet

Ort der Ausführung / Erbringung der Leistung: Ortsteil Ober-Erlenbach, 61352 Bad Homburg v.d.Höhe

NUTS-Code: DE718 Hochtaunuskreis

Zeitraum der Ausführung: Kalenderjahr 2011

6.

Wertungsmerkmale: Ausschlaggebend für eine Auswahl eines Anbieters im Rahmen eines möglichen späteren Ausschreibungsverfahrens sind z.B. die folgenden Punkte:

Aufstellung Höhe der Kosten (Wirtschaftlichkeitslücke) für eine flächendeckende Versorgung (mindestens 95% aller Haushalte) in Ober-Erlenbach mit Darstellung der Kosten für die Zuführung in die Ortschaft und für die Verteilung zu den Kunden

Angebotene Übertragungstechnologie(n)

Angaben zu mittleren, realen Bandbreiten für Downloadrate (mindestens 2.048 kbit/s) und Uploadrate (mindestens 192 kbit/s)

Angaben zu möglichen Restriktionen für den Anwender z.B. bei gleichzeitiger Nutzung an allen Anschlüssen und bei bestimmten Nutzerverhalten

Realisierung einer Verfügbarkeitsgarantie (> 95 %/Tag)

Angaben zur Gewährleistung einer Ausfallsicherheit (< 0,5 %/Tag)

Umsetzung einer für andere Anbieter für Vorprodukte offenen Netzplattform

Genauer Zeitplan für den Netzausbau nach Vertragsunterzeichnung (Lieferzeiten für Technik, Inbetriebnahme und Ready for Service -Termin)

Mindest-Vertragslaufzeit für den Kunden

Einmalige Kosten für den Kunden (Einrichtungskosten und Kosten für gegebenenfalls erforderliche Anschlussgeräte)

Monatliche Kosten je Anschluss für den Teilnehmer

Höhe einer Flatrate für die Internet-Nutzung

Angebot von weiteren Diensten wie Telefonie, Fax und/oder Voice-over-IP (VoIP)

Kosten für Telefonie / Flatrate für nationale Gespräche

Angebote für SDSL-Übertragung (oder vergleichbare Technologien) für gewerbliche Kunden und Unternehmen einschl. verfügbarer Bandbreiten, Service-Levels (SLAs) und Konditionen

Beschreibung eines Migrationskonzeptes für den Ausbau zu höheren Bandbreiten (> 25 MBit/s)

Beschreibung des Sicherheitskonzeptes und der Umsetzung des Datenschutzes gemäß TKG

Servicekonzept für Behebung von Störungen und Ausfällen (inklusive Benennung von möglichen Service-Partnern vor Ort)

Angaben zu einer Service-Hotline einschließlich Zeiten der Erreichbarkeit

Zusätzliche Angaben für Funkverbindungen:

Genaue Standorte für Funkmasten, Antennen oder Relaisstationen (jeweils Geo-Daten oder Straßenadressen)

Genutzter Frequenzbereich

Strahlenleistung

Schutzabstände nach BImSchV

Verfügbare Bandbreite bei gleichzeitiger Nutzung durch alle Kunden (Grad der Überbuchung der Funk-Kanäle)

Angaben zur Zukunftssicherheit bei Netzerweiterung durch steigende Teilnehmerzahlen oder größeres Versorgungsgebiet

Zusätzliche Angaben zum Anbieter (falls das Unternehmen des Anbieters weniger als 10 Jahre Bestand hat und/oder über weniger als 100.000 Euro Eigenkapital verfügt):

Angaben zu vergleichbaren Referenz-Projekten aus den letzten drei Jahren)

Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter des Unternehmens

Angabe des Umsatzes des Unternehmens in den letzten drei Jahren

Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes

Gesamt-Umsatz der letzten drei Jahre Angabe der Gesamtkundenzahl aufgeteilt nach privaten und gewerblichen Kunden

Die Förderrichtlinien verlangen den Betrieb über einen Zeitraum von mindestens sieben Jahren, daher ist ein Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu erbringen (Bankauskunft und Finanzierungsnachweis für die Umsetzung)

7.

Auskünfte erteilt: siehe unter 1.

8.

Sonstige Angaben: Die Interessenten haben alle relevanten Informationen, die für die Beurteilung im Rahmen des nichtförmlichen Interessenbekundungsverfahrens maßgeblich sein können, mit anzugeben, hierzu gehören u. a. die Übersichtspläne des Vorhabens sowie eine Beschreibung der technischen Lösung.

Die Stadt Bad Homburg behält sich für den Fall, dass eine Beihilfe an einen Betreiber gewährt wird, vor, von dem Betreiber eine Sicherheit in Form einer Bankbürgschaft zu verlangen.

Das Markterkundungsverfahren endet am 05. Januar 2011. Ausführliche Erläuterungen von Planungen für einen Ausbau ohne öffentliche Zuwendungen sind bis zu diesem Zeitpunkt

an den unter 1.1 angegebenen Ansprechpartner der Stadt in schriftlicher Form oder per Email zu schicken. Eingereichte Konzepte sind bestmöglich anhand der unter 4.1 erläuterten Kriterien zu beschreiben.

Kosten der Teilnahme an der Markterkundung können nicht ersetzt werden.

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