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Ausschreibung - Charakterisierung von Exosomen in Salzgitter (ID:11625933)

Übersicht
DTAD-ID:
11625933
Region:
38226 Salzgitter
Auftragsart:
Archiviertes Dokument
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Vertragsart:
Zeitvertrag
Verfahrensart:
Öffentliche Ausschreibung
Kategorien:
Labormöbel, -Einrichtung, Tests, Inspektionen, Analysen, Kontroll-, Überwachungsleistungen
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Kurzbeschreibung:
Charakterisierung von Exosomen nach in vitro und in vivo Bestrahlung als Marker der Strahlenexposition
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
25.02.2016
Frist Angebotsabgabe:
06.04.2016
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Beteiligte Firmen & Vergabestellen
Auftraggeber:
Name und Anschrift:
- des öffentlichen Auftraggebers
- der Zuschlag erteilenden Stelle
- der Stelle, an die die Bewerbung zu richten ist
- der Stelle, die die Vergabeunterlagen abgibt

Bundesamt für Strahlenschutz
- Arbeitsgruppe AG-R -
Postanschrift: Postfach 10 01 49, 38201 Salzgitter
Hausanschrift: Willy-Brandt-Straße 5, 38226 Salzgitter
Telefon: 030 / 18 333 1523
Telefax: 030 / 18 333 1525

Öffentliche Ausschreibungen
please wait
Gewerbliche Bauvorhaben
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Gewonnene / Vergebene Aufträge
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Geschäftsbeziehungen
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Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Thema: Charakterisierung von Exosomen nach in vitro und in vivo Bestrahlung
als Marker der Strahlenexposition
Art und Umfang der Leistung:
Kurzbeschreibung:
Exosomen sind 40-100 nm große Vesikel, die von vielen Zelltypen
in den extrazellulären Raum abgegeben werden und in verschiedenen
Körperflüssigkeiten vorkommen. Als Inhalt der Exosomen
sind Lipide, Proteine, mRNAs und miRNAs identifiziert worden, die
von Nachbarzellen oder entfernteren Zellen aufgenommen werden
und diese Zellen beeinflussen können.
Die Literatur zeigt auf, dass Exosomen in der Krankheitsentstehung,
im Krankheitsverlauf, aber auch in der Strahlenforschung
zunehmend an Bedeutung gewinnen. Versuche an Mäusen zeigen
auf, dass die Untersuchung von Exosomen bzw. von miRNAs vielversprechend
sein könnte. Bisher wurde hier wenig die Situation
bei gesunden Probanden berücksichtigt. Zunächst ist es notwendig,
die Bildung und Beladung von Exosomen (Proteine und
microRNAs) in normalen human Zellen nach Bestrahlung genauer
zu charakterisieren. Deshalb soll in dem geplanten Projekt eine
Charakterisierung der Exosomen nach verschiedenen Dosen und
Zeitpunkten bei verschiedenen Zelltypen im Vergleich zu gesunden
Probanden und Radiotherapiepatienten vorgenommen werden.
Die geplanten Arbeiten sind eine Grundlage zur Bewertung
der Strahleneffekte durch Exosomen für den Strahlenschutz.
Die vollständige Leistungsbeschreibung ist beigefügt.

Leistungsbeschreibung:
1. Aufgabenstellung und Ziele des Projektes
Exosomen sind 40-100 nm große Vesikel, die von vielen Zelltypen in den
extrazellulären Raum abgegeben werden und in verschiedenen Körperflüssigkeiten
vorkommen. Als Inhalt der Exosomen sind Lipide, Proteine, mRNAs und miRNAs
identifiziert worden, die von Nachbarzellen oder entfernteren Zellen aufgenommen
werden und diese Zellen beeinflussen können.
Die Literatur zeigt auf, dass Exosomen in der Krankheitsentstehung, im
Krankheitsverlauf, aber auch in der Strahlenforschung zunehmend an Bedeutung
gewinnen. Versuche an Mäusen zeigen, dass die Untersuchung von Exosomen bzw.
von miRNAs vielversprechend sein könnte. Bisher wurde hier wenig die Situation
bei gesunden Probanden berücksichtigt. Zunächst ist es notwendig, die Bildung und
Beladung von Exosomen in normalen human Zellen nach Bestrahlung genauer zu
charakterisieren. Die geplanten Arbeiten sind eine Grundlage zur Bewertung der
Strahleneffekte mittels Exosomen für den Strahlenschutz.

Erfüllungsort:
Ort der Leistungserbringung: Oberschleißheim (Neuherberg)

Lose:
nein

Planungsleistungen:
nein

Nebenangebote:
nicht zugelassen

Verfahren & Unterlagen
Verfahrensart:
Öffentliche Ausschreibung

Dokumententyp:
Ausschreibung

Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Vergabenummer:
Aktenzeichen / FKZ BfS AG-R – 08313 / 3616S32260

Vergabeunterlagen:
Anforderung der Vergabeunterlagen:
Die vollständigen Vergabeunterlagen können unter Angabe des
Aktenzeichen / FKZ und des Thema des Vorhabens per E-Mail
beim Bundesamt für Strahlenschutz (ausschreibungen@bfs.de)
angefordert werden.
Angebote, die den dort geforderten formalen Anforderungen nicht
entsprechen, werden vom weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen.

Ausführungsfristen / - zeitraum: maximal 36 Monate beginnend ab dem 01.06.2016
Zeitpunkt bis zu dem Bieterfragen gestellt werden können:
23.03.2016, Bieterfragen werden nach diesem Termin anonymisiert unter www.bund.de veröffentlicht und beantwortet.
Vervielfältigungskosten: keine
Bietergemeinschaften:
In den Vergabeunterlagen werden die besonderen Bedingungen
für Bietergemeinschaften beschrieben. Diese enthalten u. a. eine gesamtschuldnerische Haftung sowie die Bestimmung der Benennung eines bevollmächtigten Vertreters der Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber, der die Bietergemeinschaft rechtsverbindlich
vertritt.

Termine & Fristen
Angebotsfrist:
Ablauf der Angebotsfrist: 06.04.2016 15:00

Ausführungsfrist:
01.06.2016

Bedingungen & Nachweise
Sprache:
Deutsch

Sicherheiten:
geforderte Sicherheitsleistung: keine

Zahlung:
Vertrags- und Zahlungsbedingungen:
Für den Vertrag findet die ABFE-BMUB (Stand: Februar 2015),
und damit auch die VOL/B, Anwendung. Sie beinhaltet u. a. die
Regelungen:
- Die Rechnungsstellung kann nach Übergabe und Abnahme der
vereinbarten Leistung (Arbeitspakete oder Gesamtleistung) erfolgen.
- Der Rechnungsbetrag wird binnen 30 Tagen nach Eingang einer
prüfbaren Rechnung ausgezahlt.
- Die Zahlung erfolgt bargeldlos.
Die ABFE-BMUB finden Sie auf der Internetseite des BfS unter
Ausschreibung / Forschungsvorhaben (www.bfs.de).
Es wird darauf hingewiesen, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen
des Bieters grundsätzlich ausgeschlossen sind.

Zuschlagskriterien:
Zuschlagskriterien: werden in den Vergabeunterlagen genannt

Geforderte Nachweise:
Eignungskriterien:
Der Antragsteller hat bereits Forschungsarbeiten mit Exosomen
durchgeführt, verfügt über die für die geplanten Arbeiten notwendige
Laborausstattung und die geplanten Methoden sind in seinem
Labor etabliert. Dies ist durch die Veröffentlichung von Fachartikeln
oder Referenzlisten nachzuweisen. Ebenso muss ein Kollektiv
von Radiotherapiepatienten bereits vorhanden sein und nachgewiesen werden.

Besondere Bedingungen:
Recht: Es findet das Deutsche Recht Anwendung.

Sonstiges
Sprache:
Grundsätzlich ist der Schriftverkehr und die Leistung in deutscher
Sprache zu erbringen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse
des Vorhabens ist zudem in englischer Sprache zu verfassen.
Die konkrete Leistungsbeschreibung kann im Ausnahmefall Abweichungen
von dieser Regelung enthalten

2. Kenntnisstand und Rahmenbedingungen
Exosomale miRNAs spielen nicht nur eine wichtige Rolle in Krankheitsentwicklungen
und –verläufen, auch Effekte durch oxidativen Stress scheinen ebenfalls mit
Exosomen verbunden zu sein und sind damit mit einer Strahlenwirkung in
Verbindung zu bringen. Weiterhin ist bekannt, dass ionisierende Strahlung sowohl
die Anzahl von Exosomen als auch ihre Beladung beeinflussen kann. Insbesondere
microRNAs scheinen eine wichtige Rolle zu spielen, unterscheiden sich doch die microRNA-Profile der Exosomen nach Bestrahlung von denen der Elternzellen. In
Serum von bestrahlten Mäusen konnte dosisabhängig ein microRNA-Profil erstellt
werden und Kandidaten microRNAs wurden auf Stabiblität und in ihrer Kinetik
getestet. Die Mediation von "non-targeted effects" nach Bestrahlung wie z.B. dem
Bystander-Effekt wird ebenfalls Exosomen zugeschrieben. Zudem ist die Bildung
von Exosomen durch p53, eine der wichtigsten Schaltstellen nach
Strahlenexposition in der Zelle, reguliert. Weiterhin konnte bereits eine
strahlenregulierte nichtkodierende RNA auch in Exosomen nachgewiesen werden.
Es ist aber noch nicht bekannt, inwieweit sich zelltypspezifische Unterschiede bei
der Bildung von Exosomen ergeben, sich die Beladung der Exosomen nach
Bestrahlung verändert und wie der zeitliche Verlauf von diesen Veränderungen
aussieht. Deshalb soll in dem geplanten Projekt eine Charakterisierung der
Exosomen nach verschiedenen Dosen und Zeitpunkten bei verschiedenen Zelltypen
im Vergleich zu gesunden Probanden und Radiotherapiepatienten vorgenommen werden.
3. Einzelzielsetzungen/ Gliederung der Aufgabe
Um die Wirkung von Exosomen besser verstehen zu können, sollten diese
Mikrovesikel besser charakterisiert sein. Zunächst ist das Proteom der Exosomen zu
untersuchen, um Daten zu strahleninduzierten Änderungen in der
Proteinzusammensetzung zu erhalten. Weiterhin sind die Oberflächenproteine der
Vesikel zu bestimmen, um Erkenntnisse über die Aufnahme der Exosomen und ihrer
möglichen Zielzellen zu bekommen. Insbesondere sind RNAs interessant. So wurden
bereits strahleninduzierte microRNAs und eine strahlenregulierte lange
nichtkodierende RNA beschrieben. Dabei ist auch zu untersuchen, ob sich der Inhalt
mit dem zeitlichen Verlauf nach Bestrahlung ändert.
3.1. AP 1: Aufarbeitung des relevanten Standes von Wissenschaft und Technik
In einem ersten Bearbeitungsschritt ist der vorliegende Stand von Wissenschaft und
Technik für die Zwecke des Vorhabens aufzuarbeiten. Hierzu gehören:
 Wichtige Untersuchungen und Ergebnisse anderer Stellen (abgeschlossene
sowie laufende Arbeiten, Literaturrecherche);
 Aktuelle Empfehlungen von einschlägigen nationalen und internationalen
Gremien;
 Vorliegende Bewertungsmaßstäbe, die dem Vorhaben zugrunde gelegt
werden können;
 Bisherige Arbeiten des Auftragnehmers: Methoden, Daten, Vorgehensweisen
und Ergebnisse.
Der ermittelte Sachstand ist in einem eigenständigen Bericht, der der Auftraggeberin
vorzulegen ist, zu dokumentieren.
Der Bericht soll es Lesern mit fachlicher Grundkompetenz ermöglichen, sich einen
Überblick über die relevanten bisherigen Arbeiten zu verschaffen und Zugang zu den
maßgeblichen Unterlagen zu finden. Der Bericht ist zum Abschluss des Vorhabens
um die neu gewonnenen Erkenntnisse zu ergänzen und in den Abschlussbericht
einzuarbeiten. Es ist auch möglich, diesen Bericht als Grundlage für die
Veröffentlichung eines Reviews in einer Fachzeitschrift zu verwenden.
Für die Verwendung von Patientenproben muss ein Ethikvotum vorliegen. Dies muss
bis drei Monate nach Projektzuschlag dem BfS vorliegen. Hier ist ein Haltepunkt
vorgesehen. Erfolgt kein positives Votum der Ethikkommission so gilt das Vorhaben
nach dem AP 1 als beendet.
3.2. AP 2: Charakterisierung des Proteoms von Exosomen
Als experimentelles Versuchsdesign für AP2 - AP4 ist folgender Ansatz vorgesehen:
Für alle in vitro-Versuche sind mindestens bei 3 verschiedenen Zelltypen
(Verwendung von humanen Zellen z.B. Endothelzellen, Fibroblasten, Epithelzellen,
Tumorzellen) Exosomen aus dem Zellkulturüberstand zu isolieren. Hierbei können
primäre Zellen und/oder Zelllinien eingesetzt werden. Bei den Experimenten sind die
Exosomen vor und nach Bestrahlung zu vergleichen. Zusätzlich ist diese
Charakterisierung auch an mindestens 10 Blutproben von gesunden Probanden an
isolierten Lymphozyten vorzunehmen. Ebenso werden Exosomen aus dem
Blutserum isoliert, um Anhaltspunkte für die Situation im gesunden Probanden zu
erhalten (s. AP5). Diese Probandengruppe muss möglichst einheitlich und gut
beschrieben sein (Alter, Geschlecht, Rauchen usw.) sein.
 Bei den Versuchen werden verschiedene Strahlendosen eingesetzt:
Niedrigdosisbereich z.B. 50-100 mGy,
 höherer Dosisbereich z.B. 2 Gy (entspricht einer Fraktion bei der
Strahlentherapie)
 und eine hohe Dosis z.B. 4-10 Gy (entspricht mehreren Fraktionen), soweit
dies für die Zellkulturen verträglich ist.
Es sind also mindestens 4 Dosen (inklusive Kontrolle) zu vergleichen. Weiterhin
werden mindestens 4 verschiedene Zeitpunkte nach Bestrahlung betrachtet, die
entsprechend eigener Erfahrung und/oder Literaturrecherche ausgewählt werden.
Dosen und Zeitpunkte sind für alle Zellen gleich zu wählen. Bei den
Zellkulturversuchen sind Replikate zu berücksichtigen.
Bei den Exosomen ist das Proteom, d.h. die Gesamtheit der exosomalen Proteine,
vor und nach Bestrahlung zu den verschiedenen Zeitpunkten zu untersuchen. Dies
erfolgt in der Regel nach Auftrennung der Proteine - wobei verschiedene Methoden
möglich sind - mit einer massenspektrometrischen Analyse. Die Ergebnisse vor und
nach Bestrahlung für die eingesetzten Dosen zu den verschiedenen Zeitpunkten bei
den verschiedenen Zelltypen einschließlich Lymphozyten sind zu beschreiben und
die Ergebnisse zu diskutieren.
3.3. AP3: Charakterisierung von Oberflächenproteinen von Exosomen
Unter dem oben beschriebenen experimentellen Ansatz (AP2) sind
Oberflächenmarker/-proteine bei den Exosomen vor und nach Bestrahlung zu
untersuchen, da es möglich sein kann, dass Oberflächenproteine im Proteomansatz
nicht ausreichend erfasst werden. Für diese Fragestellung kann ein
Kandidatenansatz durchgeführt werden, bei dem in der Literatur beschriebene
Oberflächenproteine (z.B. Rezeptoren, Liganden usw.) spezifisch nachgewiesen
werden. In der Regel werden für diese Untersuchungen immunochemische
Methoden verwendet. Die Ergebnisse mit Exosomen vor und nach Bestrahlung für
die eingesetzten Dosen zu den verschiedenen Zeitpunkten bei den verschiedenen
Zelltypen sind zu beschreiben und die Ergebnisse zu diskutieren.
3.4. AP 4: Bestimmung von microRNAs aus Exosomen
Der Versuchsansatz entspricht dem unter AP2 beschriebenen experimentellen
Design. Die isolierten Exosomen werden für microRNA-Analysen verwendet. In der
Regel erfolgt eine derartige Analyse mit einem Array. Die Ergebnisse der
differentiellen Expression nach Bestrahlung für die eingesetzten Dosen zu den
verschiedenen Zeitpunkten bei den verschiedenen Zelltypen sind zu beschreiben
und die Ergebnisse zu diskutieren.
3.5. AP 5: Bestimmung von microRNAs und ausgewählten
Proteinen in Exosomen von Radiotherapiepatienten
In diesem Arbeitspaket sind Exosomen aus dem Blut/ Plasma von
Radiotherapiepatienten zu isolieren und zu charakterisieren unter Berücksichtigung
der in AP2 und AP3 erzielten Ergebnisse. Hier bietet sich zur Charakterisierung und
zum Vergleich eine microRNA-Analyse an, interessante Proteine werden mittels
Proteomanalyse oder mit einem Kandidatenansatz in diesen Exosomen getestet.
Dazu ist ein bereits vorhandenes Kollektiv von mindestens 30 Patienten zu
verwenden, das gut beschrieben ist. Dabei müssen Proben vor und/oder während
und nach der Radiotherapie vorhanden sein. Eventuell kann das Kollektiv in der
ersten Hälfte des Projektes noch ergänzt werden kann. Ergänzend werden hier auch
die Blutserumproben der 10 gesunden Probanden untersucht und einbezogen.
4. Anforderungen und Vorgaben
4.1. Allgemeine Anforderungen an die Durchführung und Bearbeitung des Vorhabens
Die allgemeinen Anforderungen entsprechen der im Ausschreibungstext geforderten Eignung.
4.2. Termine
Die geplanten Arbeiten sind in einem Zeitraum von maximal 3 Jahren (36 Monaten),
beginnend ab dem 01.06.2016, zu erbringen.
Im zweiten oder dritten Jahr ist ein Besuch einer internationalen Fachtagung wie der
ERR (European Radiation Research) oder eine ähnlichen internationalen
Fachtagung einzuplanen, um die erzielten Ergebnisse in einem breiteren Kontext zu
diskutieren und diese Erkenntnisse in das Projekt einzubringen.
Es sind mindestens 2 Projektgespräche mit der Fachbegleitung zu führen: nach 18
Monaten und zum Ende des Projektes sind die Ergebnisse zu berichten und zu
diskutieren. In einem Abschlussvortrag im SG-Seminar in der BfS-Dienststelle
Neuherberg (München) sind die Ergebnisse öffentlich vorzustellen. Diese Termine
sind mit der Fachbegleitung abzustimmen.
4.3. Berichte
Die Zwischenberichte nach § 12 ABFE/BMUB sind jeweils in 2 Exemplaren zu liefern.
Der Schlussbericht nach § 12 Abs. 3 ABFE-BMU und der Ergebnisbericht nach § 13
ABFE-BMUB, sofern dieses in Form eines Berichtes erstellt wird, sind in jeweils 5
Exemplaren vorzulegen. Die Zwischenberichte nach § 12 Abs. 1 ABFE/BMUB
werden durch die vertraglich vereinbarten Berichte zu den jeweiligen Arbeitspaketen
ersetzt.
Der Schlussbericht nach § 12 Abs. 3 ABFE-BMUB und das Ergebnis nach § 13
ABFE-BMUB, sofern dieses in Form eines Berichtes erstellt wird, sind der
Auftraggeberin in digitaler und gemäß der Barrierefreie-Informationstechnik-
Verordnung in barrierefreier Form als pdf-Dokument vorzulegen. Ist eine Lieferung im
pdf-Format nicht möglich, ist das Dateiformat mit der Auftraggeberin vor Lieferung
abzustimmen. Firmenlogos usw. sind auf den Seiten der Berichte nicht zulässig.
Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) verpflichtet die Behörden
der Bundesverwaltung – so auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) – ihre Informationsangebote im Internet
barrierefrei zu gestalten. Wird im Rahmen des Auftrags eine Veröffentlichung für das
BMUB erstellt, muss diese die Vorgaben der derzeit gültigen BITV 2.0 erfüllen. Das
betrifft Veröffentlichungen, deren Herausgeber BMUB ist und die im Internet erscheinen sowie Veröffentlichungen, die unabhängig vom Herausgeber auf einer
Internetseite des BMUB erscheinen sollen.
Eine für das BMUB erstellte barrierefreie PDF-Datei, die zur Veröffentlichung im
Internet vorgesehen ist, muss mindestens die Anforderungen des so genannten
Prüfschritts Nr. 11.1.1 „Angemessene Formate“ aus dem Prüfverfahren des BITVTests
von BIK-Online erfüllen (Stand: März 2014, Quelle: http://v1.bitvtest.
de/index.php?a=di&iid=1125). Dazu gehören unter anderem das Erstellen einer
eindeutigen TAG-Struktur zur Definition der richtigen Lesereihenfolge; Auszeichnung
von Überschriften-, Absatz- und Listen-Elementen; Strukturierung von Tabellen mit
Auszeichnung von Zellen; Hinterlegen wichtiger Akronyme und Abkürzungen mit
Alternativtexten; Erstellen von Lesezeichen; Einsetzen aussagekräftiger
Alternativtexte in Grafiken und Bildern; Auszeichnung der verwendeten
Hauptsprache des Dokuments sowie ggf. Kennzeichnung wichtiger anderssprachiger
Worte innerhalb des Textes.
Das BMUB stellt dem Auftragnehmer auf Wunsch ein Handbuch mit detaillierten
Hinweisen und Informationen zur Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente zur
Verfügung. Je nach Art und Umfang der Veröffentlichung ist die Erstellung sehr
aufwändig. Besteht seitens des Auftragnehmers keine oder nur wenig Erfahrung, ist
für die Umsetzung ausreichend Zeit und Aufwand einzuplanen oder ein
entsprechend erfahrener Dienstleister mit der Aufgabe zu betrauen.
Für den „Programmreport Strahlenschutzforschung“ des BfS ist jeweils ein allgemein
verständlicher Kurzbericht (zum Jahresende, nach Aufforderung) sowie ein
abschließender, allgemein verständlicher Kurzbericht inkl. Zusammenfassung in
Englisch und Deutsch (zum Ende des Bewilligungszeitraumes) zu erstellen (gemäß
Muster).
4.4. Angebotsabfassung/Detailplanung des Projektes
Im Rahmen des Antrages sind eine Projektstruktur und eine Arbeitsplanung
vorzulegen, die eine Abschätzung der erforderlichen Bearbeitungszeiten und
Aufwände möglich machen. Bei der Abfassung des Antrages ist die angestrebte Vorgehensweise zur Bearbeitung der einzelnen Arbeitspakete darzustellen. Dabei muss aus dem Antrag klar und nachvollziehbar hervorgehen, auf welchen fachlichen Annahmen und
Überlegungen der vorkalkulierte Aufwand (Mengengerüst) basiert, d.h. der
veranschlagte Aufwand muss begründet sein – sowohl hinsichtlich Personal- und
Reisekosten als auch in etwaigen Sachmitteln.
4.5. Angaben zur Zuschlagsersteilung
Die Zuschlagserteilung erfolgt auf der Basis der Bewertungsmatrix in der Anlage.
4.6. Anforderungen an Anbieter und Projektteam
Für die Arbeiten ist Personal mit dem entsprechenden Fachwissen einzusetzen.
Ein Kollektiv mit mindestens 30 Radiotherapiepatienten bzw. Blut-/Plasmaproben von
den Patienten muss bereits vorhanden sein (s. AP1 und AP5).
4.7. Vom Auftraggeber bereitgestellte Leistungen: Keine

5. Anlagen
A = Bewertungsmatrix

Bitte beachten Sie: Die Darstellung des Dokumentes auf dieser Seite wurde angepasst. Die ursprüngliche Version finden Sie hier.
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