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Ausschreibung - Dienstleistungen im Zusammenhang mit radioaktiven, giftigen, medizinischen und gefährlichen Abfällen in Hannover (ID:10351182)

Übersicht
DTAD-ID:
10351182
Region:
30177 Hannover
Auftragsart:
Archiviertes Dokument
Europäische Ausschreibung
Europäische Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Verfahrensart:
Nicht offenes Verfahren
Kategorien:
Sondermülldienstleistungen
CPV-Codes:
Dienstleistungen im Zusammenhang mit radioaktiven, giftigen, medizinischen und gefährlichen Abfällen
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Vergabe in Losen:
nein
Kurzbeschreibung:
Gutachterleistungen im Zusammenhang mit der Gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis für die Einlagerung von radioaktiven Abfällen im Endlager Konrad für den NLWKN. Der zu vergebende Auftrag umfasst...
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
17.01.2015
Frist Vergabeunterlagen:
13.02.2015
Frist Angebotsabgabe:
13.02.2015
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Beteiligte Firmen & Vergabestellen
Vergabestelle:
Logistik Zentrum Niedersachsen – Landesbetrieb, Außenstelle Hannover
Podbielskistraße 166
30177 Hannover
Frau Herold
Fax: +49 51189848299
E-Mail: katrin.herold@lzn.de
http://www.lzn.niedersachsen.de

Öffentliche Ausschreibungen
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Geschäftsbeziehungen
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Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Gutachterleistungen im Zusammenhang mit der Gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis für die Einlagerung von radioaktiven Abfällen im Endlager Konrad für den NLWKN.
Der zu vergebende Auftrag umfasst einen Gutachter- und Beratervertrag über Prüfungen und Beratungen im Rahmen der Umsetzung der Gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis zur Endlagerung von radioaktiven Abfällen im Endlager Konrad.
Bei der Genehmigung des Endlagers Konrad zur Endlagerung radioaktiver Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung hat das heutige Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz im Mai 2002 mit dem Planfeststellungsbeschluss (PFB) als Anhang 4 die Gehobene wasserrechtliche Erlaubnis zur Endlagerung von radioaktiven Abfällen im Endlager Konrad (GwE) erteilt.
Der PFB dient primär der Sicherstellung des atomrechtlichen Schutzzieles, schädliche Strahlung sowie die Freisetzung radioaktiver Stoffe zu verhindern. Ergänzendes Ziel der GwE ist, eine Gefährdung des oberflächennahen Grundwassers durch eingelagerte radioaktive und nicht radioaktive Abfallbestandteile auszuschließen.
Bezogen auf das genehmigte Einlagerungsvolumen von 303 000 m³ ist daher sicherzustellen, dass keine schädlichen Stoffe in für das oberflächennahe Grundwasser schädlichen Mengen in das Endlager Konrad eingelagert werden. Die GwE basiert auf dem Modell, dass die endgelagerten Stoffe in 1 000 000 m³ Tiefengrundwasser maximal bis zur jeweiligen Löslichkeitsgrenze gelöst werden und dass beim späteren Übergang in das oberflächennahe Grundwasser eine Verdünnung mit dem Faktor 10 000 erfolgt.
In der GwE sind stoffspezifische Massenbegrenzungen (im Falle von Radionukliden: Aktivitätsbegrenzungen) festgelegt. Weiterhin sind durch den Betreiber des Endlagers Konrad 2 Nebenbestimmungen (NB) einzuhalten. Über NB 1 wird der Betreiber verpflichtet, die eingelagerten schädlichen Stoffe nach Art und Menge zu erfassen und zu bilanzieren. In NB 2 ist u.a. geregelt, dass der Betreiber dem NLWKN als zuständige Aufsichtsbehörde Jahresberichte über die eingelagerten in der GwE begrenzten radioaktiven und nicht radioaktiven schädlichen Stoffe vorzulegen hat.
Zur Umsetzung der NB 1 der GwE hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Betreiber des Endlagers Konrad ein Erfassungs- und Bilanzierungskonzept entwickelt und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als zuständige wasserrechtliche Aufsichtsbehörde zur Zustimmung vorgelegt.
Das Erfassungs- und Bilanzierungskonzept basiert auf vom BfS geführten Stoff- und Behälterlisten und der Einführung der drei Schwellenwerte Beschreibungsschwellenwert, Deklarationsschwellenwert und Nullwert. Über diese Schwellenwerte wird sichergestellt, dass die zulässigen Grenzkonzentrationen für die wassergefährdenden Stoffe im oberflächennahen Grundwasser nicht überschritten werden. Der NLWKN hat dem vorgenannten Konzept mit seiner Aufsichtlichen Zustimmung (AZ) am 15.3.2011 zugestimmt. Mit dieser Zustimmung sind fünf Nebenbestimmungen verbunden.
Aus den Nebenbestimmungen der GwE und der AZ sowie aus Festlegungen, welche sich aus dem Erfassungs- und Bilanzierungskonzept selber ergeben, ist der NLWKN als wasserrechtliche Aufsichtsbehörde eng in das wasserrechtliche Verfahren Konrad eingebunden und bearbeitet die Prüfvorgänge und Fragestellungen unter Hinzuziehung eines Sachverständigen.
Der Leistungsumfang für den hier ausgeschriebenen Gutachter- und Beratervertrag ergibt sich zu einem großen Teil aus den Nebenbestimmungen der GwE und der AZ.
Folgende Einzeltätigkeiten sind in diesem Zusammenhang aufzuführen:
a) Prüfung von Anträgen zur Freigabe von Stoff- und Behälterlistenanträgen (Neu- und Änderungsanträge),
b) Prüfung von Rechnerischen Nachweise sowie deren Revisionen,
c) Prüfung der gemäß Nebenbestimmung 2.5 der Aufsichtlichen Zustimmung vorzulegenden revidierten Berichte gemäß Ziffer 1.2 der Zustimmung,
d) Prüfung der gemäß Nebenbestimmung 2.1 der Aufsichtlichen Zustimmung vorzulegenden Halbjahresberichte
e) Prüfung des Konzeptes für die gemäß Nebenbestimmung 1 der Gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis vorzulegenden Jahresberichte sowie der Jahresberichte selber.
f) Teilnahme an Fachgesprächen zwischen NLWKN und BfS, trilateralen Gesprächen mit einzelnen Ablieferungs-Abführungspflichtigen etc.,
g) Beratung des NLWKN zu Fragestellungen, die mit der Umsetzung der Gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis zur Endlagerung von radioaktiven Abfällen im Endlager Konrad im Zusammenhang stehen.
Der weitere genaue Ablauf und Umfang ist in der Leistungsbeschreibung – Fachlicher Teil (Teil B) erfasst, die den ausgewählten Bietern nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs mit der Angebotsaufforderung zusammen mit den weiteren Vergabeunterlagen übersandt wird.

CPV-Codes: 90520000

Erfüllungsort:
Niedersachsen.
Nuts-Code: DE9

Verfahren & Unterlagen
Verfahrensart:
Nicht offenes Verfahren

Dokumententyp:
Ausschreibung

Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag

Org. Dok.-Nr:
17238-2015

Aktenzeichen:
03.23-62411-DLG-031/2014

Vergabeunterlagen:
Am 01. Januar 2014 ist das Niedersächsische Gesetz zur Sicherung von Tariftreue und Wettbewerb bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen (Niedersächsisches Tariftreue- und Vergabegesetz – NTVergG) in Kraft getreten. Dieses Gesetz soll Verzerrungen im Wettbewerb um öffentliche Aufträge entgegenwirken, die durch den Einsatz von Niedriglohnkräften entstehen, Belastungen für die sozialen Sicherungssysteme mildern sowie die umwelt- und sozialverträgliche Beschaffung durch die öffentliche Hand fördern. Das NTVergG findet Anwendung auf alle öffentlichen Aufträge über Bau-, Dienst- und Lieferleistungen – einschließlich Dienstleistungen im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs (ÖPNV) – ab einem geschätzten Auftragswert von 10 000 EUR (netto).
Die Vergabe des Auftrags erfolgt nach den Regelungen des Abschnittes 2 der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL), Teil A: Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Leistungen (VOL/A) in der zum Zeitpunkt der Vergabebekanntmachung gültigen Fassung, ohne dass diese Bestimmungen Vertragsbestandteil werden, sowie nach den Regelungen des § 2 Abs. 2 des Niedersächsisches Gesetzes zur Sicherung von Tariftreue und Wettbewerb bei der Vergabe öffentlicher Aufträge (NTVergG) in der Fassung vom 31.10.2013.
Berücksichtigung finden nur Dienstleistungen, die unter den in den Kernarbeitsnormen der ILO festgelegten Mindestanforderungen durchgeführt werden. Des Weiteren müssen die zum Zeitpunkt der Leistungsausführung geltenden Umweltschutzanforderungen sowie die Arbeitsschutzanforderungen der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union müssen erfüllt werden. Im Zweifelsfall gilt das strengere Recht. Die Erklärungen hinsichtlich der Einhaltung der Kernarbeitsnormen im Sinne der ILO-Konventionen (insbesondere der Nrn. 29, 87, 98, 100, 105, 111, 138 und 182) sowie zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards sind in dem den Vergabeunterlagen beigefügten Vordruck „Angaben zur Firma und zum Firmenprofil“ enthalten. (siehe Ziffer III.2.1) dieser EU-Bekanntmachung)
Die Vergabeunterlagen und Vordrucke für das Vergabeverfahren sind unter Angabe der E-Mail-Adresse schriftlich bei der Vergabestelle abzufordern. Die Vordrucke sind zu verwenden und sämtliche der geforderten Erklärungen abzugeben. Sind dafür Vordrucke vorgesehen, müssen die entsprechenden Vordrucke (ggf. mit Anlagen versehen) verwendet werden. Die Vordrucke sind an den dafür vorgesehenen Stellen im Original zu unterschreiben. Ein Bewerber darf nur einen Teilnahmeantrag einreichen. Die Mehrfachbeteiligung eines Bewerbers führt zum Ausschluss des Bewerbers vom Wettbewerb. Beabsichtigt ein Mitglied einer Bewerbergemeinschaft, sich zugleich als Einzelbewerber zu beteiligen, hat er in seinem Teilnahmeantrag darzulegen und durch aussagekräftige Unterlagen nachzuweisen, dass eine Störung des Wettbewerbs und des Geheimhaltungsgebotes nicht zu befürchten ist. Darzulegen ist insbesondere, dass die beteiligten
Rechtspersonen getrennt voneinander etwaige Angebote kalkulieren und erstellen werden und organisatorisch und unternehmerisch unabhängig voneinander am Markt agieren.
Werden die geforderten Unterlagen nicht fristgerecht oder unvollständig eingereicht, werden diese von der Vergabestelle binnen einer Frist von 6 (sechs) Kalendertagen nachgefordert. Die Bewerber haben keinen Anspruch auf Nachforderung/Nachreichung von Unterlagen. Unterlagen und Nachweise, die nach Verstreichen der gesetzten Frist zur Nachreichung von Unterlagen und/oder Nachweisen eingehen, werden im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt! Zwingende Voraussetzung für die Wertbarkeit eines Teilnahmeantrags ist jedoch ein fristgerecht eingegangener, rechtswirksam unterschriebener Teilnahmeantrag.
Der Teilnahmeantrag einschließlich sämtlicher Unterlagen zum Antrag ist in einem fest verschlossenen, fensterlosen Umschlag mit dem beigefügten Teilnahmeantrags-Aufkleber mit der Aufschrift: „Teilnahmeunterlagen im Vergabeverfahren, Nicht vor Submissionstermin öffnen!“ von außen sichtbar zu kennzeichnen und bis zu der unter Abschnitt IV.3.4) genannten Frist bei der unter Abschnitt I.1) angegebenen Adresse (Kontaktstelle) einzureichen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 VOL/A-EG).
Eine Erstattung von Kosten/Aufwendungen für die Erstellung der Teilnahmeanträge und Angebote durch die Vergabestelle oder dem Auftraggeber findet nicht statt.
Dies gilt auch für den Fall, dass keine Vergabe erfolgt, sondern das Vergabeverfahren aufgehoben oder eingestellt wird oder die Vergabestelle sonst auf die Auftragsvergabe verzichtet. Wenn keine Vergabe erfolgt, sind Schadenersatz-, Entschädigungs- und sonstige Erstattungsansprüche der Bewerber / Bieter ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass aus haushaltstechnischen Gründen (z. B. wenn die eingestellten Haushaltsmittel nicht oder nicht mehr rechtzeitig abgerufen werden können oder das vorgesehene Budget für diese Beschaffung überschritten wird etc.) oder aus veränderten – zum Zeitpunkt der Ausschreibung nicht bekannten und auch noch nicht absehbaren – Beschaffungsbedürfnissen des Landes Niedersachsen das Vergabeverfahren nicht durch Zuschlag beendet werden kann (Haushalts- und Bedarfsvorbehalt). Es entsteht daher bei den Bewerbern/Bietern kein Vertrauensschutz auf Durchführung dieses Vergabeverfahrens. Ein Kontrahierungszwang für den Auftraggeber besteht nicht.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Vergabeunterlagen einschließlich Anlagen eventuell unbeabsichtigte unzutreffende und/oder unvollständige Angaben (Fehler) enthalten können. Das Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) sowie das Land Niedersachsen übernehmen hierfür – soweit rechtlich zulässig – keine Garantie oder Gewährleistung für aus den übergebenen Unterlagen erkennbare Fehler. Der Bieter muss sich über die Anforderungen an die zu erbringenden Leistungen selbst ein Bild verschaffen, die Informationen und Unterlagen des LZN entsprechend überprüfen und ggf. die Korrektur durch das LZN beantragen. Der Bieter bestätigt mit der Abgabe seines Angebots konkludent, sich ausreichend über die tatsächlichen Voraussetzungen seines Angebots informiert zu haben.

Termine & Fristen
Unterlagen:
13.02.2015 - 09:30 Uhr

Angebotsfrist:
13.02.2015 - 10:00 Uhr

Ausführungsfrist:
19.05.2015 - 18.05.2025

Bedingungen & Nachweise
Zahlung:
Gemäß Vergabeunterlagen gelten die Zusätzlichen Vertragsbedingungen (ZVB) für die Ausführung von Lieferungen und Leistungen des Landes Niedersachsen.

Zuschlagskriterien:
Wirtschaftlichstes Angebot

Geforderte Nachweise:
Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers
A. Allgemeine Teilnahmebedingungen (Abschnitt III.2.1)-III.2.3)):
Mit dem Teilnahmeantrag sind sämtliche der nachfolgend unter Abschnitt III.2.1) bis III.2.3) aufgelisteten Nachweise, Erklärungen und Angaben (Unterlagen) beizubringen. Die Vergabestelle behält sich vor, fehlende oder unvollständige Unterlagen bis zum Ablauf einer von der Vergabestelle zu bestimmenden Nachfrist nachzufordern. Die Bewerber haben keinen Anspruch auf Nachforderung/Nachreichung von Unterlagen.
Mehrere Unternehmen können sich zu einer Bewerbergemeinschaft zusammenschließen. Beabsichtigt ein Bewerber sich mit einer Bewerbergemeinschaft an dem Vergabeverfahren zu beteiligen, hat er die hierfür maßgeblichen Gründe schriftlich mitzuteilen und zusammen mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen. Im Falle einer Bewerbergemeinschaft sind sämtliche unter Abschnitt III.2.1) aufgeführten Eigenerklärungen jeweils von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft vorzulegen.
Es bestehen besondere Anforderungen an die Mitarbeiter und das Unternehmen.
Anforderungen an die Mitarbeiter:
— Qualifikationen in den Bereichen Chemie, Strahlenschutz und Physik,
— Kenntnisse über die Herkunft der in Deutschland zur Einlagerung ins Endlager Konrad vorgesehenen radioaktiven Altabfälle (Forschungseinrichtungen, Landessammelstellen, Energieversorgungsunternehmen etc.),
— Kenntnisse über die chemischen und physikalischen Eigenschaften der vorgenannten Altabfälle und deren stofflicher Zusammensetzung,
— Kenntnisse über die seinerzeit angewendeten Aufarbeitungs- und Konditionierungsverfahren bei den in der Bundesrepublik Deutschland zur Endlagerung im Endlager Konrad bereitstehenden Altabfällen,
— Kenntnisse über die im Zuge des Rückbaus von Kernkraftwerken anfallenden radioaktiven und konventionellen Abfallbestandteile,
— Kenntnisse über aktuelle Aufarbeitungs- und Konditionierungsverfahren für radioaktive Abfälle,
— Fachkenntnissen aus angrenzenden technisch-wissenschaftlichen Fachgebieten, z. B. Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen,
— Kenntnisse über das wasserrechtliche Genehmigungs- und Aufsichtsverfahren für das Endlager Konrad,
— Kenntnisse über die der Gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis zur Endlagerung von radioaktiven Abfällen im Endlager Konrad zugrunde liegenden Modellannahmen,
— Kenntnisse über die vom BfS entwickelten Verfahren und Methoden zur Umsetzung der Nebenbestimmung 1 der Gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis zur Endlagerung von radioaktiven Abfällen im Endlager Konrad,
— Kenntnisse über den Aufbau und die Anwendung der vom BfS unterhaltenen Datenbank mit den Stoff- und Behälterlisten und den hierin enthaltenen Einträge,
— Kenntnisse der für das wasserrechtliche Verfahren Konrad relevanten Endlagerungsbedingungen Konrad,
— Kenntnisse über Gesetze, Vorschriften etc., die bei Umsetzung der Gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis und der Aufsichtlichen Zustimmung zu berücksichtigen sind (z. B. Trinkwasserverordnung TrwV),
— Kenntnisse über das atomrechtliche Genehmigungs- und Aufsichtsverfahren für das Endlager Konrad sowie die radiologische Produktkontrollmaßnahmen.
Die im Rahmen der gutachterlichen Tätigkeit eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen, sofern sie Zugang zu den Kontrollbereichen haben, in denen sie ionisierenden Strahlungen ausgesetzt werden können, als beruflich strahlenexponierte Person im Besitz eines vollständig geführten, bei der zuständigen Behörde registrierten Strahlenpasses sein bzw. könnten diese bei Erfordernis kurzfristig bei der zuständigen Behörde beantragen. Das Gleiche gilt für die vom Sachverständigen eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine entsprechende Erklärung ist in dem Vordruck „Eigenerklärung zum Personal und zum Versicherungsschutz“ enthalten.
Des Weiteren müssen die im Rahmen der gutachterlichen Tätigkeit eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, über eine erweiterte Zuverlässigkeitsprüfung gem. Zuverlässigkeitsprüfung gem. § 12 b AtG in Verbindung mit AtZÜV verfügen bzw. könnten diese im Falle eines Zuschlages kurzfristig bei der zuständigen Behörde beantragen. Das Gleiche gilt für die vom Sachverständigen eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine entsprechende Erklärung ist ebenfalls in dem Vordruck „Eigenerklärung zum Personal und zum Versicherungsschutz“ enthalten.
Anforderungen an das Unternehmen:
— Erfahrungen bei der gutachterlichen Bewertung umfangreicher Projekte im Rahmen ganzheitli-cher sicherheitstechnischer Bewertungen,
— Erfahrungen als Sachverständiger in Genehmigungs- und Aufsichtsverfahren (z. B. nach § 7 StrlSchV und /oder § 9 b AtG),
— Erfahrung bei der gutachterlichen Bewertung von Konzepten, Verfahren etc. zur Erfassung und Bilanzierung von radioaktiven und nicht radioaktiven Stoffen,
— Erfahrungen bei der gutachterlichen Bewertung wasserrechtlicher Fragestellungen im Hinblick auf Gefährdungsbeurteilungen für oberflächennahe Grundwässer,
— Erfahrungen bei der gutachterlichen Bewertung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen bezogen auf die Handhabung, Sammlung, Sortierung und Konditionierung.
Die Vergabestelle behält sich vor, zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens erneut in die Eignungsprüfung einzutreten.
B. Die geforderten Eignungsunterlagen bzgl. Abschnitt III.2.1) im Einzelnen:
— Angaben zur Firma und zum Firmenprofil. Dieser Vordruck beinhaltet u. a. Angaben zur Unternehmensgröße, zur Service- und Vertriebsstruktur, zum Personalbestand, zur beruflichen Qualifikation der Beschäftigten, zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen, zur Tariftreue und zum Mindestlohn, zur Bonität des Unternehmens (insbesondere der Geschäftskontenführung, der finanziellen Gesamtverhältnisse, des Vorliegens von Beanstandungen in der Geschäftsbeziehung zum Kreditinstitut, des Eingehens von erfüllbaren Verpflichtungen und der Zahlung von fälligen Rechnungen), zum Umsatz, zu den Referenzen, zu den gewerblichen Schutzrechten und zur Kenntnisnahme des Hinweises zu § 111 GWB (Akteneinsicht). (Vordruck),
— ggf. Erklärung der Bewerbergemeinschaft (dieser Vordruck ist nur im Falle der Bildung einer Bewerbergemeinschaft von allen Beteiligten auszufüllen und zu unterschreiben),
— Zertifizierungen des Qualitätsmanagementsystem gem. DIN EN ISO 9001:2000ff oder vergleichbar,
— Zertifizierung zum Compliance Management System oder vergleichbar.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
1) Die Erklärungen hinsichtlich der Bonität des Unternehmens und des Umsatzes sind im Vordruck „Angaben zur Firma und zum Firmenprofil“ enthalten. (siehe Ziffer III.2.1));
2) Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung, die Sach- und Vermögensschäden je Schadensfall mit folgenden Mindesthöhen abdeckt:
— Sach- und Vermögensschäden in Höhe von 20 000 000 EUR;
3) Vorlage von Jahresabschlüssen oder Bilanzen des Unternehmens für die letzten 3 Geschäftsjahre pro Jahr.

Technische Leistungsfähigkeit
— Referenzen, über die wesentlichen, in den letzten 3 Jahren erbrachten Leistungen, die mit der ausgeschriebenen Leistung in Art und Umfang vergleichbar sind, unter Angabe des Auftragswertes, des Auftragsumfangs, des Auftragszeitraums, des Auftraggebers inkl. Ansprechpartner und Telefonnummer sowie eine Kurzbeschreibung des Projekts, aus der die gewonnene Erfahrung und Kompetenz, sowie ggf. die Vergleichbarkeit zu den einzelnen Bewertungskriterien hervorgeht (Vordruck).

Bitte beachten Sie: Die Darstellung des Dokumentes auf dieser Seite wurde angepasst. Die ursprüngliche Version finden Sie hier.
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