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Ausschreibung - Ex-Ante-Bewertung von Finanzierungsinstrumenten in Bremen (ID:8804303)

Auftragsdaten
Titel:
Ex-Ante-Bewertung von Finanzierungsinstrumenten
DTAD-ID:
8804303
Region:
28195 Bremen
Auftragsart:
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
22.10.2013
Frist Vergabeunterlagen:
12.11.2013
Frist Angebotsabgabe:
12.11.2013
Beteiligte Firmen und Vergabestellen
Vergabestelle:
Zusätzliche Informationen
Kurzbeschreibung:
Ex-Ante-Bewertung von Finanzierungsinstrumenten im Rahmen des EFRE-Programms im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ im Land Bremen 2014-2020
Kategorien:
Projektmanagement
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
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Titel:

Ex-Ante-Bewertung von Finanzierungsinstrumenten im Rahmen des EFRE-Programms im

Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ im Land Bremen 2014-2020

Auftraggeber:

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, EFREVerwaltungsbehörde

Kontaktstelle:

Jan Casper-Damberg

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen

Zweite Schlachtpforte 3

28195 Bremen

T: 0421 361 - 8843

E-Mail: jan.casper-damberg@wuh.bremen.de

I. Hintergrund der Ausschreibung

In Vorbereitung auf die Strukturfondsförderperiode 2014 bis 2020 erstellt das Land Bremen

derzeit ein Operationelles Programm EFRE im Ziel „Investitionen in Wachstum und

Beschäftigung“. In diesem Zusammenhang ist geplant, in solchen Investitionsprioritäten, in

denen Unternehmen als Zielgruppe der Förderung adressiert werden, einen integrierten

Dachsfonds mit verschiedenen revolvierenden Finanzierungsinstrumenten aufzulegen.

Entsprechend des - noch nicht endgültigen - Kompromisstextes für Artikel 32 der

fondsübergreifenden Rahmenverordnung1 muss der Einsatz von Finanzierungsinstrumenten

in der Förderperiode 2014 - 2020 auf einer unabhängigen Ex-ante-Bewertung aufbauen, in

der mit Blick auf die Investitions- und Förderbedarfe der mit den Instrumenten jeweils

adressierten Politikfelder und thematischen Ziele eine Marktschwäche oder suboptimale

Investitionssituationen analysiert / nachgewiesen wird.

Vor diesem Hintergrund plant die EFRE-Verwaltungsbehörde als zuständige Stelle für die

Erstellung des EFRE-Programms die Ausschreibung dieser unabhängigen Ex-Ante-

Bewertung für den im Rahmen der EFRE-Förderung 2014-2020 geplanten Dachfonds mit

verschiedenen revolvierenden Finanzierungsinstrumenten.

II. Informationen zu den geplanten Finanzierungsinstrumenten

Gegenstand der Ex-Ante-Bewertung

Die Unternehmensförderung durch revolvierende Instrumente - in Ergänzung oder alternativ

zur bestehenden Zuschussförderung - erfolgte im Land Bremen bislang durch Anpassungen

des Landesinvestitionsförderprogramms LIP (seit 12/2007) sowie seit 2009 im Rahmen der

Neuaufstellung der FEI-Richtlinie (Förderung der Forschung, Entwicklung und Innovation). Im

Zusammenhang mit der Umsetzung von EFRE-Programmen liegen im Land Bremen

dagegen bislang noch keine Erfahrungen zum Einsatz von Darlehen oder anderen

revolvierenden Finanzierungsinstrumenten vor.

Vor diesem Hintergrund hat die EFRE-Verwaltungsbehörde im Jahr 2012 eine unabhängige

Studie (sog. „Darlehensstudie“)2 durchführen lassen, mit der

! eine Zwischenbilanz zur bisher erfolgten Einführung von Darlehen in der LIP und FEIFörderung

gezogen wurde sowie

! mögliche Umsetzungsvarianten und Einsatzbereiche der Darlehensförderung im Rahmen

des künftigen EFRE-OP (2014-2020) aufgezeigt wurden.

Als ein zentrales Ergebnis der Studie wurde für das bremische EFRE-Programm 2014-2020

die Einführung eines integrierten Dachfonds empfohlen, in den verschiedene unternehmensbezogene

Darlehensangebote / Finanzierungsinstrumente integriert werden können. Die in

diesem Zuge von den Gutachtern vorgeschlagenen, insgesamt neun Interventionsbereiche /

Suchfelder wurden anschließend im Rahmen der EFRE-Programmplanung durch

Prüfaufträge bei den fachlich verantwortlichen Referaten und Stellen beim Senator für

Wirtschaft, Arbeit und Häfen (SWAH), dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr (SUBV) und

der Bremer Aufbau-Bank (BAB)

! auf ihre grundsätzliche Eignung für den Einsatz revolvierender Finanzierungsinstrumente

bzw. den Bedarf geprüft (Prüfebene 1)

! und dann mit Blick auf ihre möglichen Ausgestaltung im Rahmen eines integrierten

Dachfonds in einem zweiten Schritt ggf. weiter spezifiziert (Prüfebene 2).

Im Ergebnis der o.g. Prüfung eignen sich für den Einsatz revolvierender Instrumente im

EFRE ab 2014 die LIP-, die FEI- und die PFAU-Förderung3, die als zuschussbasierte

Förderangebote bereits im derzeit laufenden EFRE-Programm verankert sind. Als zusätzliche

neue Instrumente für einen EFRE-Darlehens-/Dachfonds eignen sich zudem grundsätzlich

die Förderinstrumente Energieeffizienzdarlehen und Mikrodarlehen. Alle fünf hier genannten,

grundsätzlich für den Einsatz von Darlehen und die Einbindung in einen EFRE-Dachfonds

geeigneten Instrumente würden nach Schätzungen der o.g. Stellen in Summe auf eine

Nachfrage bzw. ein am Markt platzierbares Gesamtvolumen von bis zu 70 Mio. € kommen.

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse soll die Ex-Ante Bewertung - auf Basis der durch die

o.g. Stellen getroffenen Einschätzungen zur grundsätzlichen Eignung der verschiedenen

Finanzierungsinstrumente - die folgenden Instrumente zu einer vertieften Prüfung /

Bewertung gemäß Art. 32 des Entwurfs der Allgemeinen Verordnung umfassen:

! LIP-Darlehen

! FEI-Darlehen

! Energieeffizienzdarlehen

! EFRE-Mikrodarlehen

! PFAU-Darlehen

Obwohl das zuständige Fachreferat und die BAB im Zuge der o.g. Prüfung zu einer

zurückhaltenden Einschätzung bzgl. der Tragfähigkeit / des regionalen Marktpotenzials für

das Instrument

! „Wagniskapital für technologieorientierte Unternehmen (TOU) in der Gründungs- und

Wachstumsphase“

kamen4, wurde - angesichts der Virulenz des Themas in der aktuellen Fachdiskussion sowie

mit Blick auf den Prüfauftrag in der aktuellen Koalitionsvereinbarung - entschieden, auch

dieses Instrument ergebnisoffen in die Ex-Ante-Bewertung einzubeziehen.5

Detaillierte Informationen zu den Instrumenten / zusätzliche Materialen

Weiterführende und detaillierte Informationen, z.B. zur bislang angedachten Ausgestaltung

der Instrumente sowie zu ihrer Herleitung und strategischen Verankerung in der geplanten

EFRE-Programmstruktur, sind in verschiedenen Dokumenten und Materialien enthalten, die

die Bieter beim Auftraggeber im Zuge der Angebotslegung anfordern können. Dies sind:

! Eine Excel-Übersicht, in der die Ergebnisse der o.g. Prüfaufträge zusammengefasst und

erste Hinweise zur möglichen Ausgestaltung der fünf positiv geprüften Instrumente

aufgeführt sind.

! Das EFRE-Arbeitsdokument als Vorläufer des künftigen EFRE-Programms, Stand Juli

2013. Hier ist an verschiedenen Stellen (gelb markiert) die Herleitung und strategische

Verankerung der fünf positiv geprüften Instrumente im Kontext der vorläufigen EFREProgrammstruktur

beschrieben.

! Die o.g. Darlehensstudie: Neben einer Zwischenbilanz des LIP- und des FEI-Programms

zur Umstellung der beiden Förderangebote auf den Einsatz von Darlehen, werden hier die

ersten groben Ideen zur Gestaltung des integrierten Dachfonds dargestellt, sowie (ab S.

120) Hinweise zur möglichen Ausgestaltung der beiden im Rahmen der Ex-Ante-Bewertung vertieft zu analysierenden Instrumente „Wagniskapital…“ und „Mikrodarlehen“

gegeben.

Die Anforderung des Materials durch die Bieter sollte, unter Angabe einer E-Mailadresse, auf

elektronischem Wege an die o.g. Kontaktstelle erfolgen. Der Bieter hat sicherzustellen, dass

ihn die ergänzenden Informationen über diese Adresse ohne Zeitverzug erreichen.

III. Aufgabenbeschreibung / zu erbringende Leistungsbausteine

Die genauen Anforderungen für die Ex-ante-Bewertung ergeben sich aus Art. 32, Ziffer 2,

Buchstaben a bis g des Entwurfs der Allgemeinen Verordnung. Demnach sind für die

einzelnen Instrumente im Rahmen der Bewertung die folgenden Leistungen zu erbringen

(Passagen angelehnt an den Text des Verordnungsentwurfs):

a) Eine Analyse der Marktschwächen, ggf. bestehender suboptimalen Investitionssituationen

und Investitionsanforderungen für die Politikbereiche, thematischen Ziele und Investitionsprioritäten,

die im Hinblick auf einen Beitrag zur Strategie und den Ergebnissen der

einschlägigen Programme behandelt und mit den Finanzinstrumenten unterstützt werden

sollen. Diese Analyse ist nach der besten verfügbaren Verfahrensweise durchzuführen.

b) Eine Bewertung des Mehrwerts des Finanzinstruments, das durch die GSR-Fonds

unterstützt werden soll, der Kohärenz mit anderen Arten öffentlicher Interventionen, die

den gleichen Markt betreffen, der etwaigen Auswirkungen von staatlichen Beihilfen, der

Verhältnismäßigkeit der geplanten Intervention und geplanten Maßnahmen, um

Marktverzerrungen auf ein Mindestmaß zu beschränken.

c) Eine Schätzung der zusätzlichen öffentlichen und privaten Mittel, die durch das

Finanzinstrument bis hinunter auf die Ebene des Endempfängers eventuell aufzubringen

sind (erwartete Hebelwirkung), ggf. einschl. einer Einschätzung des Bedarfs und Umfangs

der vorrangigen Vergütung, um entsprechende zusätzliche Mittel seitens privater

Investoren zu mobilisieren, und/oder eine Beschreibung der Mechanismen, die zur

Feststellung des Bedarfs und des Umfangs dieser vorrangigen Vergütung verwendet

werden sollen.

d) Eine Bewertung der Erfahrungen, die mit ähnlichen Instrumenten und Ex-ante-

Bewertungen, die die Mitgliedstaaten in der Vergangenheit durchgeführt haben,

gesammelt wurden, und welche Lehren daraus für die Zukunft gezogen werden können.

e) Die vorgeschlagene Investitionsstrategie, einschließlich einer Prüfung der Optionen für

die Einsatzregelung im Sinne von Artikel 33, der anzubietenden Finanzprodukte, der

anvisierten Endempfänger und gegebenenfalls der geplanten Kombination mit Finanzhilfen.

f) Eine Spezifizierung der erwarteten Ergebnisse und wie das betreffende Finanzinstrument

zum Erreichen der spezifischen Ziele und Ergebnisse der einschlägigen Priorität oder

Maßnahme beitragen soll, einschließlich Indikatoren für diesen Beitrag.

g) Bestimmungen, die ggf. eine Überprüfung und Aktualisierung der Ex-Ante-Bewertung

während des Einsatzes eines Finanzierungsinstrumentes ermöglichen, dessen Einsatz

auf einer solchen Bewertung beruht, wenn die Verwaltungsbehörde während der

Einsatzphase zu dem Schluss gelangt, dass die Ex-ante-Bewertung nicht mehr den

Marktbedingungen zum Zeitpunkt des Einsatzes entspricht.

Darüber hinaus sollen bzgl. der einzelnen Instrumente sowie mit Blick auf den Dachfonds (als

übergreifendes Konstrukt) Handlungsempfehlungen erarbeitet werden,

h) zur konkreteren oder ggf. besseren Ausgestaltung der Einzelangebote (z.B.

Finanzierungsstruktur, Plausibilitätscheck bzgl. des bereits geschätzten Marktvolumens,

Förder-/Darlehenskonditionen, Zielgruppe, etc.) und des Fonds sowie

i) zur/zum verwaltungs- und förderbankseitigen Implementierung, Umsetzung und

Management der Einzelangebote und des Fonds.

Bzgl. der unter h) genannten Plausibilitätschecks zum möglichen Marktvolumen sind u.a.

Erfahrungen aus anderen Bundesländern einzubeziehen und Expertengespräche zu führen.

Für einzelne Finanzierungsinstrumente ist ggf. darzustellen, ob und inwieweit innerhalb

und/oder außerhalb des EFRE-Programms die Schnittstellen zu einer ggf. notwendigen

zuschussbasierten Förderung organisiert werden können.

Bei den Empfehlungen zur konkreteren oder ggf. besseren Ausgestaltung einzelner

Finanzierungsinstrumente sind - im Einvernehmen mit Art. 32, Ziffer 2, Buchstabe b der o.g.

fondsübergreifenden Rahmenverordnung - zudem bestehende Förderangebote auf

Bundesebene (z.B. KfW), das Angebotsportfolio der BAB sowie andere für das Land Bremen

relevante Drittmittelprogramme (z.B. GRW) zu berücksichtigen.

Insbesondere mit Blick auf die Empfehlungen zur Ausgestaltung des Dachfonds ist - über die

erwartete Tragfähigkeit und Effektivität der jeweiligen Einzelinstrumente hinaus - auf die

inhaltlich-strategische Kohärenz des Gesamtportfolios des Fonds zu achten. Vor dem

Hintergrund derzeit noch nicht endgültig getroffener Entscheidungen, z.B. zur Mittelverwendung

und strategischen Ausrichtung bestimmter, den Instrumenten teils zugrunde liegender

Richtlinien oder Drittmittelprogramme, sollten zur Ausgestaltung des Dachfonds ggf. zwei

oder drei Varianten erarbeitet werden.

Prämisse bei den Empfehlungen zu den Einzelinstrumenten sowie des Fonds sollte sein, den

Verwaltungsaufwand, v.a. mit Blick auf die Adressaten der Angebote, möglichst gering zu

halten und ein System zu skizzieren, das ggü. den EFRE-spezifischen Prüf- und

Kontrollanforderungen möglichst robust und wenig fehleranfällig ist. Wünschenswert wäre in

diesem Zusammenhang der Transfer von Erkenntnissen aus anderen (geeigneten)

Bundesländern, die im Kontext der EFRE-Förderung bereits Erfahrungen mit Fonds und

revolvierenden Förderinstrumenten gemacht haben.

IV. Vorläufige Verordnungsgrundlagen, Entwürfe zu Durchführungsbestimmungen

und Arbeitspapiere der EU-KOM

Die endgültigen Verordnungstexte werden Ende 2013 erwartet. Die oben genannten

Leistungen beziehen sich daher auf die zurzeit im Entwurf vorliegenden Verhandlungstexte

der Verordnungen sowie Arbeitspapiere der KOM. Die endgültige Leistungserbringung muss

den Anforderungen der Schlussfassungen der relevanten Rechtsvorschriften entsprechen.

Der Auftragnehmer (AN) wird über aktuelle Fassungen der Verordnungsentwürfe und

sonstige Umsetzungsvorgaben informiert. Die zu erstellenden Dokumente sind darauf hin

anzupassen.

Die folgenden Entwürfe / Durchführungsbestimmungen der Europäischen Kommission zur

Kohäsionspolitik 2014-2020 sind weitere vorläufige Grundlagen für die neuen EFREProgramme

sowie ggf. die Ex-Ante-Bewertung nach Artikel 32:

! Entwurf Fiche Nummer 4b der KOM zum Monitoring der Finanzinstrumente vom

04.04.2013 inklusive Anlage

! Entwurf Fiche Nummer 9 der KOM

! Entwurf Fiche Nummer 10 der KOM

! Entwurf Fiche Nummer 12 der KOM zu Finanzinstrumenten vom 15.02.2012

Falls nicht vorhanden, kann der Bieter das Material im Zuge der Angebotslegung - analog zur

Vorgehensweise unter II. - bei der o.g. Kontaktstelle anfordern.

Die Europäische Kommission hat angekündigt, im Spätherbst 2013 ein eigenständiges

Methodenpapier zur Ex-Ante-Bewertung für die Finanzierungsinstrumente zu veröffentlichen.

Der AN erklärt sich bereit, die in diesem Papier dargestellten Empfehlungen und Vorschläge

bei der Durchführung der Ex-ante-Bewertung zu berücksichtigen und - soweit dies im

Rahmen des vorgegebenen Budgets möglich und mit Blick auf den Stand der Arbeiten

sinnvoll ist - seine im Angebot dargelegte methodische Vorgehensweise ggf. entsprechend

anzupassen.

V. Kostenrahmen, Anforderungen an die Berichterstattung und

Berichtslegung, Laufzeit der Evaluierung (Zeitplan)

Der geschätzte Auftragswert der Leistung liegt zwischen 50.000,- und 80.000,- Euro ohne

Umsatzsteuer.

Die Ergebnisse werden in einem Bericht in Anlehnung an die Gliederung nach Artikel 32 des

Entwurfs zur Allgemeinen Verordnung festgehalten. Dabei ist in der Ex-ante-Bewertung

grundsätzlich auf jedes einzelne Finanzinstrument einzugehen, bevor eine Gesamtbewertung

zur Tragfähigkeit und Ausgestaltung des Dachfonds erfolgt.

Der AG richtet einen Steuerungskreis aus Vertretern der Fachreferate sowie der BAB ein, in

dem der AN anlassbezogen über Arbeitsplanung und Zwischenergebnisse der Evaluierung

berichtet. Geplant sind Sitzungen

! zum Auftakt der Evaluierung (z.B. Vorstellung des Arbeitsplanes, Methodik, einzubindende

Akteure, etc.),

! zu den Zwischenergebnissen sowie

! zum vorläufigen Endbericht.

Bestandteil des Gutachtens ist auch eine Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse inkl.

Schlussfolgerungen, die veröffentlicht werden kann. Die Ex-ante-Bewertung wird dem EFREBegleitgremium

zur Information vorgelegt und dort durch die Gutachter vorgestellt.

Zudem plant der AG, den Entwurf des Berichtes sowie den vorgesehenen Arbeitsplan (inkl.

Methodik) mit der Europäischen Kommission abzustimmen.

Der Auftrag beginnt mit dem Zuschlag und endet mit der Abnahme des Endberichtes durch

den Auftraggeber. Vorbehaltlich notwendiger Änderungen ist derzeit der folgende ungefähre

Zeitplan für die Bearbeitung der Ex-Ante-Bewertung vorgesehen:

! Bekanntmachung: 21.10.2013

! Angebotsabgabe bis: 12.11.2013, 12:00 Uhr

! Auftragserteilung bis: 18.11.2013

! Abstimmung Arbeitsplan: Anfang Dezember 2013

! Zwischenergebnisse: Mitte Februar 2014

! Endbericht: Mitte April 2014

Für die Bearbeitung der Ex-Ante-Bewertung ist ein Zeitraum von fünf bis sechs Monaten

vorgesehen, wobei der Zeitplan auch von den laufenden Verhandlungen der einschlägigen

Verordnungen abhängig ist. Die Ex-ante-Bewertung ist Grundlage für die Entscheidung des

AG darüber, ob und aus welchen Bereichen des Operationellen Programms ein Beitrag zu

einem Finanzinstrument geleistet wird. Es ist geplant, die Finanzinstrumente zeitnah nach der

Genehmigung des Operationellen Programms im Jahr 2014 aufzulegen.

VI. Inhaltliche Anforderungen an die Angebote

Das inhaltliche Angebot sollte ein Konzept von insgesamt 10 bis maximal 15 DIN-A4-Seiten

zum geplanten Vorgehen enthalten. Dabei soll in knapper und präziser Form klar und

verständlich Auskunft über das Problem- und Aufgabenverständnis sowie eine geeignete

inhaltlich-konzeptionelle und methodische Vorgehensweise zur Bearbeitung der o.g.

Leistungsbausteine gegeben werden.

Aussagen des Bieters zur geplanten Methodik werden insbesondere für die Leistungsbausteine

a) Marktversagen, c) Hebelwirkung und h) die größenordnungsmäßige Abschätzung

des Marktvolumens für die einzelnen Instrumente erwartet.

Insbesondere zu den Leistungsbausteinen a) und b) soll der Bieter im Angebot - aus seiner

Erfahrung heraus - darlegen, welche Ergebnisse aus der Studie erwartet werden können und

wie aussagekräftig, robust (und regionalspezifisch) diese voraussichtlich seien werden. Mit

Blick auf die zu erwartenden Ergebnisse sind dabei an dieser Stelle - zu diesem Zeitpunkt

selbstverständlich noch unverbindliche - kurze, plausibel begründete Einschätzungen /

Projektionen vorzunehmen, für welche Einzelinstrumente voraussichtlich eine Marktschwäche

/ ein Mehrwert hergeleitet werden kann, und für welche Instrumente dies ggf. schwierig wird.

Zudem sollte im Angebot kurz der Aspekt diskutiert werden, ob und inwieweit die

gutachterliche Bewertung zu a) (Marktversagen / Marktschwäche) auch abhängig von den

Empfehlungen zu h) (Ausgestaltung, Förderkonditionen und das im Land Bremen platzierbare

Marktpotenzial der Instrumente) ist und wie die mögliche Wechselwirkung zwischen diesen

beiden Leistungsbausteinen im Zuge der Gutachtenerstellung ggf. berücksichtigt wird.

Auf Basis des inhaltlichen Angebotes sowie des in der Leistungsbeschreibung vorgegebenen

Zeitplans ist zudem ein schlüssiger Ablaufplan zu erstellen, in dem nachvollziehbar

dargestellt wird, welche Zeitspannen und welcher Aufwand (Tagewerke) für die Abarbeitung

der einzelnen Leistungsbausteine benötigt wird. Aufbauend auf dem aufwand-

/tagewerkespezifischen Mengengerüst für die einzelnen Arbeitspakete sind die jeweiligen

Kosten, Nebenkosten und ein Gesamtpreis (inkl. Mehrwertsteuer) darzustellen. Angebote, die

dies nicht gewährleisten, müssen von der Wertung ausgeschlossen werden.

VII. Anforderungen an die Bieter (Eignungskriterien)

Zusammen mit dem Angebot muss eine unterschriebene Eigenerklärung - bei Arbeitsgemeinschaften

für jedes Mitglied - vorgelegt werden, dass für die Bieter die in § 6 Nr. 5 VOL/A

bzw. § 6 Abs. 4 EG VOL/A und § 6 Abs. 6 EG VOL/A aufgeführten Tatbestände nicht

zutreffen (Anhang 1).

Der Bieter soll unabhängig sein und über die erforderliche fachliche und methodische

Kompetenz hinsichtlich der folgenden Voraussetzungen verfügen:

1. Umfassende Kenntnisse der Politiken der Europäischen Kommission sowie insbesondere

Kompetenzen in der regionalen Strukturpolitik sowie der institutionellen Rahmenbedingungen,

Verwaltungsstrukturen und -abläufe in Deutschland bzw. Bremen und der EU

2. Vertiefte Erfahrungen im Bereich der Erstellung, Begleitung und (Ex-Ante-)-Evaluierung

von Operationellen Programmen zu den Europäischen Strukturfonds und insbesondere

des EFRE, v.a. mit Blick auf die derzeit laufenden Aktivitäten zur Vorbereitung der EFREFörderperiode

2014-2020 auf Länder-, Bundes- und EU-Ebene

3. Umfassende Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Evaluierung und Ex-Ante-

Evaluierung der Unternehmensförderung, insbesondere mit Blick auf die Förderbereiche

der betrieblichen Investitions-, Innovations- und Energieeffizienzförderung

4. Erfahrungen mit der Evaluierung von revolvierenden Finanzierungsinstrumenten

(Darlehen, Beteiligungen, Bürgschaften) in der unternehmensbezogenen Regionalförderung

sowie über die ggf. besonderen beihilfe- und verwaltungstechnischen Anforderungen

zur Umsetzung der Instrumente im Rahmen der europäische Strukturpolitik

Zum Nachweis der fachlichen Eignung gemäß den vorstehend genannten Anforderungen

sind für die Punkte 1 und 2 wenigstens drei Referenzen beizubringen, für den Punkt 3 und 4

wenigstens zwei Referenzen. In der jeweiligen Referenz / dem jeweiligen Beleg ist zu

vermerken, welche der oben genannten Kriterien belegt werden soll. Eine Referenz kann

auch mehrere Kriterien belegen.

Für den Auftrag ist ferner eine Ansprechperson als Projektleiter verbindlich zu benennen und

deren Qualifikationsprofil und Referenzliste mit Bezug zu den o.g. Voraussetzungen zu

dokumentieren. Darüber hinaus ist anzugeben, mit welchem weiteren Personal der

Auftragnehmer beabsichtigt, die ausgeschriebene Leistung zu erbringen. Hierzu sind kurze

Mitarbeiterprofile der für das Team des Auftragnehmers vorgesehenen Personen und eine

Zuordnung der Mitarbeiter zu den Arbeitspaketen vorzulegen.

VIII. Bewertung der Angebote und Zuschlagskriterien

Nur solche Angebote, deren Bieter die Anforderungen an die Zuverlässigkeit und die

genannten allgemeinen Anforderungen sowie jene an die fachliche Eignung erfüllen, werden

einer inhaltlichen Prüfung unterzogen.

Die Bewertung des Angebots erfolgt anhand der folgenden Kriterien:

1. Aufgabenverständnis sowie Qualität und Schlüssigkeit der inhaltlich-fachlichen

Erläuterungen, Einschätzungen, Arbeitshypothesen und Projektionen, die im Angebot

gemacht werden; bewertungsrelevant hier insbesondere die Leistungsbausteine a)

Marktversagen, b) Mehrwert und h) regionales Marktpotenzial. (Gewichtung 30%)

2. Plausibilität, Eignung und Angemessenheit der methodischen Herangehensweise

sowie des aufwands-/tagewerkspezifischen Mengengerüstes (Gewichtung 30%)

3. Berücksichtigung bremischer Spezifika (Gewichtung 10%)

4. Preis (Gewichtung 30%)

Der Zuschlag erfolgt auf das wirtschaftlichste Angebot, d.h. auf jenes mit dem besten Preis-

Leistungs-Verhältnis. Jedes der Zuschlagskriterien wird mit 0 (nicht geeignet, nicht vorhanden)

bis 5 Punkten (sehr gut geeignet) bewertet. Hinsichtlich des Preises erhält der günstigste

Anbieter 5 Punkte, die weiteren Angebote werden linear absteigend mit weniger Punkten

bewertet. Ein Angebotspreis, der das günstigste Angebot um 75% übersteigt, wird mit Null

Punkten bewertet.

IX. Weitere Anforderungen an das Angebot und sonstige Erfordernisse

Ein deutschsprachiges, unterschriebenes Angebot und eine Kopie dessen sind in Papierform

sowie als digitale Fassung (PDF-Datei) bis zum Dienstag, den 12.11.2013, 12:00 Uhr

(Posteingang) zu senden an:

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen

Referat Z3, EFRE-Verwaltungsbehörde

Jan Casper-Damberg

Zweite Schlachtpforte 3

28195 Bremen

Der Umschlag ist mit der Aufschrift „Angebot Ex-Ante-Bewertung FINANZIERUNGSINSTRUMENTE,

EFRE-OP 2014-2020 Bremen, nicht öffnen!“ zu versehen. Die PDFFassung

ist als CD im Umschlag beizulegen.

Die Bindefrist des Angebotes läuft am 29.11.2013 ab. Bis dahin ist der Bieter an sein Angebot

gebunden.

Es ist nur die Abgabe eines Gesamtangebotes zulässig. Optionsangebote, Alternativen und

Angebote für einzelne Lose werden nicht berücksichtigt.

Für den Fall, dass Partnerunternehmen beteiligt oder Unteraufträge vergeben werden, sind

die jeweiligen Aufgaben und Zuständigkeiten in einem Organisationsplan klar aufzuschlüsseln.

Das finanzielle Angebot muss einen Festpreis benennen und die Berechnung dieses

Festpreises transparent darstellen, beispielsweise auf der Grundlage von verschiedenen

Tagessätzen und Tagewerken für die einzelnen Leistungsbausteine. Dabei ist eine

angemessene, transparente Aufgliederung der Kosten auf die einzelnen Leistungsbausteine

vorzunehmen.

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