DTAD

Ausschreibung - Finanzberatung, Bearbeitung und Clearing von Finanzgeschäften in Frankfurt am Main (ID:5191477)

Auftragsdaten
Titel:
Finanzberatung, Bearbeitung und Clearing von Finanzgeschäften
DTAD-ID:
5191477
Region:
60325 Frankfurt am Main
Auftragsart:
Europäische Ausschreibung
Europäische Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
11.06.2010
Frist Angebotsabgabe:
09.07.2010
Beteiligte Firmen und Vergabestellen
Vergabestelle:
Zusätzliche Informationen
Kurzbeschreibung:
Auslagerung der Kreditbearbeitung im Krisenfall einer Bank. Die aktuelle Diskussion um die Neuordnung des regulatorischen Rahmens und ein spezielles Bankeninsolvenzrecht zeigt, dass die Insolvenz einer deutschen Bank von spürbarer Größenordnung nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Für die KfW stellt sich im Fall einer Bankeninsolvenz die Frage der weiteren Verwaltung der an die Durchleitungsbank ausgereichten Förderkredite (Durchleitungsdarlehen). Die Eigenverwaltung großer Darlehensportfolien wird derzeit system- und kapazitätsbedingt nicht betrieben. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die KfW, die Einschaltung eines externen Dienstleisters als eine wesentliche Handlungsoption zur Krisenbewältigung zu implementieren. Im Sinne der Krisenprävention soll bereits heute, im Vorfeld möglicher akuter Krisen, eine Kooperation mit einem Externen Dienstleister vereinbart werden. Diese Kooperation hat den Charakter einer Versicherungslösung und umfasst das Versprechen des Dienstleisters, im Krisen-/ Insolvenzfall einer Durchleitungsbank ein an die KfW sicherungshalber abgetretenes gemischtes Kreditportfolio (wohnwirtschaftliche und gewerbliche Darlehen) innerhalb einer angemessenen Frist zur Verwaltung zu übernehmen (Retainer-Vertrag). Für seine permanente Bereitschaft, innerhalb dieser Frist ein oder mehrere Darlehensportfolien mit einer definierten Mächtigkeit (einige Hundert bis 100 000 Darlehen je Portfolio) zur Bearbeitung zu übernehmen, erhält der Dienstleister eine laufende Gebühr. Der Dienstleister übernimmt im Krisenfall die operative Funktion der insolventen Durchleitungsbank, nicht aber die Risiken aus dem Kreditportfolio. Die wesentlichen Eckpunkte des Retainer-Vertrages sehen wie folgt aus: — Die Vertragslaufzeit beträgt 60 Monate. Nach Vertragsunterzeichnung folgt eine Implementierungsphase von 4 Monate. In dieser Implementierungsphase werden KfW und Externer Dienstleister in einem ersten Schritt in gemeinsamer Abstimmung wechselseitig ihre bestehende IT-, Buchhaltungs- u. Systemlandschaft sowie die bestehende Kreditprozesse auf ihre Kompatibilität hin analysieren. In einem zweiten Schritt werden Externer Dienstleister und KfW gemeinsam ein Schnittstellen-/Kreditprozesskonzept erstellen, das die notwendigen Schritte, Verantwortlichkeiten KfW – Externer Dienstleister festlegt und Schnittstellen KfW – Externer Dienstleister definiert, um im Krisenfall eine möglichst reibungslose Kreditportfoliomigration von der Durchleitungsbank auf die KfW bzw. Externen Dienstleister zu gewährleisten. Für die Erstellung dieses Schnittstellen-/Kreditprozesskonzeptes erhält der Externe Dienstleister eine pauschale einmalige Vergütung, — Nach Abschluss des Schnittstellen-/Kreditprozesskonzeptes beginnt der mit Abschluss des Retainer-Vertrages beabsichtigte Versicherungsschutz. Für diese verbleibende Vertragslaufzeit verspricht der Externe Dienstleister Darlehensportfolien mit der o.g. Mächtigkeit innerhalb einer festgesetzen Frist zur Kreditsachbearbeitung übernehmen zu können. Für Gewährung dieses Versicherungsschutzes erhält der Externe Dienstleister eine pauschale jährliche Vergütung, — Kommt es während der Vertragslaufzeit von 60 Monaten und nach Abschluss des Schnittstellen-/Kreditprozesskonzepts tatsächlich zu einem Krisenfall bei einer Durchleitungsbank und entscheidet sich die KfW den Externer Dienstleister mit der Kreditsachbearbeitung eines Darlehensportfolios zu beauftragen, ist der Externe Dienstleister verpflichtet die Kreditsachbearbeitung bis zur vollständigen Rückführung aller Darlehen zu übernehmen. Auch hierfür erhält der Externe Dienstleister eine pauschale Vergütung, deren Höhe sich nach der Menge der übernommenen Darlehen bemisst. CPV: 66170000, 66172000, 66140000.
CPV-Codes:
Bearbeitung und Clearing von Finanzgeschäften , Finanzberatung, Bearbeitung und Clearing von Finanzgeschäften , Portfolioverwaltung
Vergabe in Losen:
Nein
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Vollständige Bekanntmachung
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Org. Dok.-Nr:  170629-2010

BEKANNTMACHUNG

Dienstleistungsauftrag ABSCHNITT I: ÖFFENTLICHER AUFTRAGGEBER
I.1) NAME, ADRESSEN UND KONTAKTSTELLE(N)
KfW Palmengartenstraße 5-9 z. H. Nina Seidl 60325 Frankfurt DEUTSCHLAND Tel. +49 6974311866 E-Mail: vergabestelle@kfw.de Fax +49 6974313106 Weitere Auskünfte erteilen: die oben genannten Kontaktstellen Verdingungs-/Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) sind erhältlich bei: den oben genannten Kontaktstellen Angebote/Teilnahmeanträge sind zu richten an: die oben genannten Kontaktstellen
I.2) ART DES ÖFFENTLICHEN AUFTRAGGEBERS UND HAUPTTÄTIGKEIT(EN)
Einrichtung des öffentlichen Rechts Wirtschaft und Finanzen Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber Nein ABSCHNITT II: AUFTRAGSGEGENSTAND
II.1) BESCHREIBUNG
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber
Auslagerung der Kreditbearbeitung im Krisenfall einer Bank.
II.1.2) Art des Auftrags sowie Ort der Ausführung, Lieferung bzw.
Dienstleistung Dienstleistungsauftrag Dienstleistungskategorie: Nr. 6 NUTS-Code DE712
II.1.3) Gegenstand der Bekanntmachung
Abschluss einer Rahmenvereinbarung
II.1.4) Angaben zur Rahmenvereinbarung
Rahmenvereinbarung mit einem einzigen Wirtschaftsteilnehmer Laufzeit der Rahmenvereinbarung: Frist in Monaten 60 Begründung, falls die Laufzeit der Rahmenvereinbarung vier Jahre übersteigt: Es wird eine längere Laufzeit ausgeschrieben, da die erforderliche Umsetzungsphase (Modellierung/Implementierung erforderlicher Prozesse) sehr zeitintensiv ist. Für die Dauer zwischen Vertragsagschluss und Zeitpunkt der Leistungserbringung werden mehrere Monate veranschlagt.
II.1.5) Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Die aktuelle Diskussion um die Neuordnung des regulatorischen Rahmens und ein spezielles Bankeninsolvenzrecht zeigt, dass die Insolvenz einer deutschen Bank von spürbarer Größenordnung nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Für die KfW stellt sich im Fall einer Bankeninsolvenz die Frage der weiteren Verwaltung der an die Durchleitungsbank ausgereichten Förderkredite (Durchleitungsdarlehen). Die Eigenverwaltung großer Darlehensportfolien wird derzeit system- und kapazitätsbedingt nicht betrieben. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die KfW, die Einschaltung eines externen Dienstleisters als eine wesentliche Handlungsoption zur Krisenbewältigung zu implementieren. Im Sinne der Krisenprävention soll bereits heute, im Vorfeld möglicher akuter Krisen, eine Kooperation mit einem Externen Dienstleister vereinbart werden. Diese Kooperation hat den Charakter einer Versicherungslösung und umfasst das Versprechen des Dienstleisters, im Krisen-/ Insolvenzfall einer Durchleitungsbank ein an die KfW sicherungshalber abgetretenes gemischtes Kreditportfolio (wohnwirtschaftliche und gewerbliche Darlehen) innerhalb einer angemessenen Frist zur Verwaltung zu übernehmen (Retainer-Vertrag). Für seine permanente Bereitschaft, innerhalb dieser Frist ein oder mehrere Darlehensportfolien mit einer definierten Mächtigkeit (einige Hundert bis 100 000 Darlehen je Portfolio) zur Bearbeitung zu übernehmen, erhält der Dienstleister eine laufende Gebühr. Der Dienstleister übernimmt im Krisenfall die operative Funktion der insolventen Durchleitungsbank, nicht aber die Risiken aus dem Kreditportfolio. Die wesentlichen Eckpunkte des Retainer-Vertrages sehen wie folgt aus: — Die Vertragslaufzeit beträgt 60 Monate. Nach Vertragsunterzeichnung folgt eine Implementierungsphase von 4 Monate. In dieser Implementierungsphase werden KfW und Externer Dienstleister in einem ersten Schritt in gemeinsamer Abstimmung wechselseitig ihre bestehende IT-, Buchhaltungs- u. Systemlandschaft sowie die bestehende Kreditprozesse auf ihre Kompatibilität hin analysieren. In einem zweiten Schritt werden Externer Dienstleister und KfW gemeinsam ein Schnittstellen-/Kreditprozesskonzept erstellen, das die notwendigen Schritte, Verantwortlichkeiten KfW – Externer Dienstleister festlegt und Schnittstellen KfW – Externer Dienstleister definiert, um im Krisenfall eine möglichst reibungslose Kreditportfoliomigration von der Durchleitungsbank auf die KfW bzw. Externen Dienstleister zu gewährleisten. Für die Erstellung dieses Schnittstellen-/Kreditprozesskonzeptes erhält der Externe Dienstleister eine pauschale einmalige Vergütung, — Nach Abschluss des Schnittstellen-/Kreditprozesskonzeptes beginnt der mit Abschluss des Retainer-Vertrages beabsichtigte Versicherungsschutz. Für diese verbleibende Vertragslaufzeit verspricht der Externe Dienstleister Darlehensportfolien mit der o.g. Mächtigkeit innerhalb einer festgesetzen Frist zur Kreditsachbearbeitung übernehmen zu können. Für Gewährung dieses Versicherungsschutzes erhält der Externe Dienstleister eine pauschale jährliche Vergütung, — Kommt es während der Vertragslaufzeit von 60 Monaten und nach Abschluss des Schnittstellen-/Kreditprozesskonzepts tatsächlich zu einem Krisenfall bei einer Durchleitungsbank und entscheidet sich die KfW den Externer Dienstleister mit der Kreditsachbearbeitung eines Darlehensportfolios zu beauftragen, ist der Externe Dienstleister verpflichtet die Kreditsachbearbeitung bis zur vollständigen Rückführung aller Darlehen zu übernehmen. Auch hierfür erhält der Externe Dienstleister eine pauschale Vergütung, deren Höhe sich nach der Menge der übernommenen Darlehen bemisst.
II.1.6) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
66170000, 66172000, 66140000
II.1.7) Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA):
Ja
II.1.8) Aufteilung in Lose
Nein
II.1.9) Varianten/Alternativangebote sind zulässig:
Nein
II.2) MENGE ODER UMFANG DES AUFTRAGS
II.2.2) Optionen
Nein
II.3) VERTRAGSLAUFZEIT BZW. BEGINN UND ENDE DER AUFTRAGSAUSFÜHRUNG
Dauer in Monaten 60 (ab Auftragsvergabe) ABSCHNITT III: RECHTLICHE, WIRTSCHAFTLICHE, FINANZIELLE UND TECHNISCHE INFORMATIONEN
III.1) BEDINGUNGEN FÜR DEN AUFTRAG
III.1.1) Geforderte Kautionen und Sicherheiten
Der Bewerber/ die Bewerbergesellschaft verpflichtet sich im Auftragsfalle den Abschluss einer: — Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens (500 000 EUR) pro Schadensereignis und Kalenderjahr, — Vertrauensschadensversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens (2 000 000 EUR) pro Schadensereignis und Kalenderjahr für die gesamte Laufzeit des Vertrages und bis zur Abwicklung der übernommenen Darlehensportfolien jährlich nachzuweisen.
III.1.3) Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben
wird Bewerbergemeinschaften sind zugelassen. Sie sind vor Angebotsabgabe nicht verpflichtet eine bestimmte Rechtsform anzunehmen. Die Bewerber - und auch die spätere Bietergemeinschaft - hat mit ihrem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern im Original unterzeichnete Erklärung abzugeben, in der sie erklärt: (a) dass sie in dem Fall, dass sie zur Angebotsabgabe aufgefordert wird, in der Angebotsphase als Bietergemeinschaft fortbestehen wird; (b) dass sie im Fall der Zuschlagserteilung auf ihr Angebot/Auftragserteilung eine Arbeitsgemeinschaft bilden wird; (c) in der alle Mitglieder aufgeführt sind und der für die Durchführung des Vertrages bevollmächtigte Vertreter bezeichnet ist; (d) dass der bevollmächtigte Vertreter die Mitglieder in Phasen des Vergabeverfahrens und auch im Fall der Zuschlagserteilung gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt; (e) dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften. Bewerbergemeinschaften, die eine den vorstehenden Anforderungen entsprechende Erklärung nicht abgeben, werden zwingend ausgeschlossen.
III.1.4) Sonstige besondere Bedingungen an die Auftragsausführung
Nein
III.2) TEILNAHMEBEDINGUNGEN
III.2.1) Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen
hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Erklärungen – bei Bewerbergemeinschaften von bzw. für alle Mitglieder – sind zwingend gefordert; bei Nichtvorlage/Nichtabgabe oder unvollständiger Angabe mit dem Teilnahmeantrag wird der Einzelbewerber/die Bewerbergemeinschaft zwingend ausgeschlossen. 1. Eigenerklärung des Einzelbewerbers/der Bewerbergemeinschaft, dass: — er/sie alle gewerberechtlichen Voraussetzungen für die Ausführung der angebotenen Leistung erfüllt/erfüllen, — über sein/ihr Vermögen weder das Insolvenzverfahren noch ein vergleichbares gesetzliches Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt oder dieser Antrag mangels Masse abgelehnt worden ist, — er/sie sich nicht in Liquidation befindet, — er/sie seine/ihre Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie zur Entrichtung der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung nach den Rechtsvorschriften des Mitgliedsstaates des Auftragnehmers ordnungsgemäß erfüllt hat/haben, — ein Ausschlussgrund wegen Unzuverlässigkeit nach § 11 Abs.1 VOF nicht vorliegt, — er/sie Amtsträgern oder für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteten keine Vorteile angeboten, versprochen oder gewährt hat, — der nur auf besonderes Anfordern der KfW von ihm/ihr vorzulegende Auszug aus dem Berufs- oder Handelsregister, sofern er/sie eintragungspflichtig ist, den aktuellen Eintragungsstand wiedergibt, — er/sie sich bewusst ist, dass eine falsche Angabe den Ausschluss aus dem Bewerberkreis zur Folge hat, — er/sie im Auftragsfall die Betriebshaftpflichtversicherung gemäß III.1.1 des Bekanntmachungstextes für die gesamte Vertragslaufzeit zur Verfügung stellt, — er/sie damit einverstanden ist, dass die KfW die benannten Ansprechpartner des Kunden der Referenzprojekte befragt, — er/ sie sich verpflichtet alle personenbezogene Daten, vertrauliche Unterlagen, Daten, Projektergebnisse und sonstige Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der KfW die im Rahmen des Vergabeverfahrens und der ggf. späteren Leistungserbringung offen gelegt werden vertraulich zu behandeln (Verschwiegenheitspflicht) und nur zur Durchführung des vorstehend bezeichneten Auftrags zu verwenden, — er/ sie sich verpflichtet, die beigefügte Vertraulichkeitserklärung (Anlage) inklusive dem "Merkblatt zum Datenschutz und Datengeheimnis" mit Zuschlagserteilung anzuerkennen und — er/sie mit der Verarbeitung und Speicherung im Rahmen des Vergabeverfahrens von ihm/ ihr mitgeteilten personenbezogenen Daten einverstanden ist. 2. Eigenerklärung des Einzelbewerbers/der Bewerbergemeinschaft über seine/ihre für die Leistungserbringung relevanten wirtschaftlichen Verknüpfungen mit anderen Unternehmen.
III.2.2) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Folgende aktuelle Nachweise/ Erklärungen - bei Bewerbergemeinschaften von bzw. für alle Mitglieder - sind zwingend gefordert; bei Nichtvorlage/Nichtabgabe oder unvollständigerAngabe mit dem Teilnahmeantrag wird der Bewerber/ die Bewerbergemeinschaft zwingend ausgeschlossen:
1) Eigenerklärung zum Nettojahresgesamtumsatz der letzten 3
abgeschlossenen Geschäftsjahre.
2) Eigenerklärung zum Nettojahresumsatz in den letzten 3 abgeschlossenen
Geschäftsjahren, der Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind.
3) Angaben zur Anzahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten
Arbeitnehmer in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren.
4) Zum Nachweis ihrer fachlichen Leistungsfähigkeit haben Einzelbewerber
und Bewerbergemeinschaften nachfolgende Angaben zur Kurzdarstellung ihres Unternehmens zu machen: (a) Leistungsspektrum und (b) Unternehmensorganisation (Beschreibung der Unternehmensorganisation z.B. Standorte, Struktur, hierarchischer Aufbau).
III.2.3) Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Folgende aktuelle Nachweise/ Erklärungen sind vom Bewerber/ der Bewerbergemeinschaft zwingend gefordert; bei Nichtvorlage/Nichtabgabe oder unvollständiger Angabe mit dem Teilnahmeantrag wird der Bewerber/ die Bewerbergemeinschaft zwingend ausgeschlossen:
1) Angabe zu Leistungen die in Bezug auf Art, Umfang und Schwierigkeit mit
der zu vergebenden Leistung (Portfolioübernahme und Kreditbearbeitung) vergleichbar sind. Dies umfasst folgende Aufgaben und Tätigkeiten: — Übernahme von einem oder mehreren Darlehensportfolien in einer Größenordnung von einigen Hundert bis 100 000 Darlehen je Portfolio, — Durchführung einer Darlehensportfoliomigration von insolventer Durchleitungsbank zu KfW/Externer Dienstleister innerhalb von indikativ 30-60 Tagen, — standardisierter Forderungseinzug inklusive Zahlungsüberwachung u. Durchführung des Mahnwesen, — Darlehensbuchhaltungstätigkeiten, — Bonitätsanalysen im Sinne einer Folgebewertung von gewerblichen und wohnwirtschaftlichen Kreditnehmern, — Festgelegte Prozesse zur Verwaltung von Kreditsicherheiten. Es sind folgende Angaben zu benennen: a) Referenzleistung/ Projektbezeichnung; b) Auftraggeber und Ansprechpartner (Adresse). Soweit dies nicht benannt werden darf, reicht aussagekräftige Formulierung wie z.B. "deutsche Großbank" oder Ähnliches aus (die KfW behält sich in Einzelfällen vor, dass ein Ansprechpartner und Tel. Nummer aus dem referenzierten Unternehmen benannt wird). c) Falls Leistungserbringung (ganz oder teilweise) durch Nachunternehmer erfolgt ist: Name der/des Nachunternehmer(s); d) Beschreibung der Leistung, (konkrete Aufgaben/ Tätigkeiten/ggf. Angabe des Zeitfensters, in welchem Darlehensportfoliomigration erfolgte /Angabe des Nominalwertes des verwalteten Darlehensportfolio / Angabe der Anzahl von Einzeldarlehen des verwalteten Darlehensportfolios). e) Zeitraum der Leistungserbringung (MM/JJ bis MM/JJ). 2. Zum Management und Controlling der Operationellen Risiken sind die Fragen des vom Auftraggeber vorgegebenen Fragebogens mit den Teilnahmeunterlagen einzureichen. Sollte aus dieser Beantwortung hervorgehen, dass der externe Dienstleister nicht über Systeme bzw. Prozesse verfügt, die die Einhaltung der aktuellen MaRisk gewährleisten, ist die Teilnahme am Vergabeverfahren ausgeschlossen. Möglicherweise geforderte Mindeststandards Zu 1.) Es sind mindestens 3, maximal 5 Referenzen einzureichen, deren Abschluss nicht vor dem Jahr 2007 liegt. Bei Bietergemeinschaften ist es ausreichend, wenn die Mitglieder der Bietergemeinschaft zusammengerechnet über mindestens 3 Wertungsfähige Referenzen verfügen.
III.2.4) Vorbehaltene Aufträge
Nein
III.3) BESONDERE BEDINGUNGEN FÜR DIENSTLEISTUNGSAUFTRÄGE
III.3.1) Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen
Berufsstand vorbehalten Nein
III.3.2) Juristische Personen müssen die Namen und die berufliche
Qualifikation der Personen angeben, die für die Ausführung der betreffenden Dienstleistung verantwortlich sein sollen Nein ABSCHNITT IV: VERFAHREN
IV.1) VERFAHRENSART
IV.1.1) Verfahrensart
Verhandlungsverfahren Bewerber sind bereits ausgewählt worden Nein
IV.1.2) Beschränkung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur
Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden Geplante Zahl der Wirtschaftsteilnehmer 5
IV.1.3) Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer im Laufe der
Verhandlung bzw. des Dialogs Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote Nein
IV.2) ZUSCHLAGSKRITERIEN
IV.2.1) Zuschlagskriterien
Wirtschaftlich günstigstes Angebot die Kriterien, die in den Verdingungs-/Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog aufgeführt sind
IV.2.2) Es wird eine elektronische Auktion durchgeführt
Nein
IV.3) VERWALTUNGSINFORMATIONEN
IV.3.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber
VSt. 32/10
IV.3.2) Frühere Bekanntmachungen desselben Auftrags
Nein
IV.3.3) Bedingungen für den Erhalt von Verdingungs-/Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen Die Unterlagen sind kostenpflichtig Nein
IV.3.4) Schlusstermin für den Eingang der Angebote bzw. Teilnahmeanträge
9.7.2010 - 10:00
IV.3.6) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
Deutsch. ABSCHNITT VI: ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN
VI.1) DAUERAUFTRAG
Nein
VI.2) AUFTRAG IN VERBINDUNG MIT EINEM VORHABEN UND/ODER PROGRAMM, DAS AUS
GEMEINSCHAFTSMITTELN FINANZIERT WIRD Nein
VI.3) SONSTIGE INFORMATIONEN
Die in
Abschnitt III geforderten Angaben und Erklärungen werden unter
anderem im Rahmen der zu verwendenden Formblätter präzisiert und abgefordert und sind nicht separat zu erklären/ abzugeben. Für die Abgabe des Teilnahmeantrages haben Einzelbewerber/Bewerbergemeinschaften zwingend die vom Auftraggeber vorbereiteten Formblätter zu verwenden. Diese sind schriftlich (z.B. per e-mail oder Fax) bei der unter
Abschnitt I.1)
genannten Stelle anzufordern. Die Formblätter werden den Bewerbern als elektronische Word-Dokumente zur Verfügung gestellt, die sich am PC ausfüllen lassen. Das Formblatt "Teilnahmeantrag" und ggf. die zusätzlichen Formblätter "Bewerbergemeinschaftserklärung" sowie "Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers" sind nach Maßgabe dieser Bekanntmachung an allen dafür vorgesehenen Stellen in deutscher Sprache vollständig auszufüllen. Die ausgefüllten Formblätter sind in Papierform - bei Bearbeitung am PC also ausgedruckt - zusammen mit den ggf. geforderten sonstigen Nachweisen bei der in
Abschnitt I.1) bezeichneten Stelle einzureichen. Das Formblatt
"Teilnahmeantrag" und ggf. die zusätzlichen Formblätter "Bewerbergemeinschaftserklärung" sowie "Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers" sollen in 3-facher Ausfertigung abgegeben werden, wobei die zweite und dritte Ausfertigung eine Kopie des Originals sein können. Eine der 3 Ausfertigungen ist im Original abzugeben, d.h. sie ist als original zu kennzeichnen und muss eine Original-Unterschrift tragen. Die Nichtvorlage bzw. die Vorlage nicht vollständig ausgefüllter Unterlagen bzw. das Fehlen von geforderten Erklärungen und Nachweisen hat den zwingenden Ausschluss des Einzelbewerbers/der Bewerbergemeinschaft vom weiteren Verfahren zur Folge. Ist der Einzelbewerber/die Bewerbergemeinschaft aus wichtigen objektiven Gründen nicht in der Lage, die geforderten Angaben zu machen, so hat er/sie dies schriftlich darzulegen. Die KfW behält sich in diesem Falle vor, unter Berücksichtigung der vorgetragenen Gründe dem Einzelbewerber/ der Bewerbergemeinschaft zu gestatten, seine/ihre Leistungsfähigkeit durch Vorlage anderer – von der KfW für geeignet erachteter – Belege nachzuweisen. Beabsichtigt der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft zum Nachweis seiner/ihrer Eignung auf die Eignung von Nachunternehmern zu verweisen, so muss der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft mit dem Teilnahmeantrag zwingend die Eignung der betreffenden Nachunternehmers anhand der entsprechenden geforderten Nachweise belegen. Als Nachunternehmer kommen auch solche Unternehmen in Betracht, die mit dem Einzelbewerber/der Bewerbergemeinschaft in einem Konzern verbunden, aber nicht selbst Bieter sind. Soweit der Einzelbewerber/die Bewerbergemeinschaft zum Nachweis seiner/ihrer eigenen Leistungsfähigkeit auf Nachunternehmer verweist, sind die Nachunternehmer bereits in dieser Bewerbererklärung zu benennen. Außerdem muss der Einzelbewerber/die Bewerbergemeinschaft belegen, dass er/sie auf die erforderlichen Mittel der Nachunternehmer im Zeitpunkt der Auftragserfüllung tatsächlich zugreifen kann. Der Nachweis der tatsächlichen Zugriffsmöglichkeit kann insbesondere durch Vorlage einer Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers erfolgen, in welcher sich dieser unwiderruflich verpflichtet, dem Einzelbewerber/der Bewerbergemeinschaft die erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, falls der Einzelbewerber/die Bewerbergemeinschaft Rahmenvertragspartner der KfW wird. Will der Einzelbewerber/die Bewerbergemeinschaft zum Nachweis seiner/ihrer eigenen Leistungsfähigkeit auf Nachunternehmer verweisen und ist er/sie zum Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmeantragsfrist noch nicht imstande, die von ihm/ihr vorgesehenen Nachunternehmer zu benennen und/oder kann er/ sie den Nachweis der tatsächlichen Zugriffsmöglichkeit auf den/die Nachunternehmer zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorlegen, so genügt es – entgegen dem im vorstehenden Absatz formulierten Grundsatz – ausnahmsweise, wenn der Einzelbewerber/die Bewerbergemeinschaft mit dem Teilnahmeantrag seine/ihre Absicht erklärt, zum Nachweis der eigenen Leistungsfähigkeit auf Nachunternehmer verweisen zu wollen. Eine Benennung des/der Nachunternehmer(s) sowie der Nachweis der tatsächlichen Zugriffsmöglichkeit auf den/die Nachunternehmer müssen in diesem Fall jedoch rechtzeitig im Sinne der nachfolgende Sätze vor dem Ende des Teilnahmewettbewerbs erfolgen. Die KfW wird hierzu den/die für eine Aufforderung zur Angebotsabgabe in Betracht kommenden Bewerber/Bewerbergemeinschaft, welche/r im Teilnahmeantrag lediglich die Absicht erklärt hat, zum Nachweis seiner/ihrer Eignung auf Nachunternehmer verweisen zu wollen, rechtzeitig vor dem Ende des Teilnahmewettbewerbes zur Benennung des/der Nachunternehmer sowie zum Nachweis der tatsächlichen Zugriffsmöglichkeit auf diese(n) Nachunternehmer auffordern und dem Einzelbewerber/der Bewerbergemeinschaft hierfür eine Frist setzen. Benennt der Einzelbewerber/die Bewerbergemeinschaft den/die von ihm/ihr vorgesehenen Nachunternehmer nicht oder nicht fristgemäß und/oder erbringt der Einzelbewerber/ die Bewerbergemeinschaft den Nachweis der tatsächlichen Zugriffsmöglichkeit nicht, wird der Einzelbewerber/die Bewerbergemeinschaft vom weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen.
VI.4) NACHPRÜFUNGSVERFAHREN/RECHTSBEHELFSVERFAHREN
VI.4.1) Zuständige Stelle für Nachprüfungsverfahren
Vergabekammern des Bundes beim Bundeskartellamt Kaiser-Friedrich-Str. 16 53113 Bonn DEUTSCHLAND
VI.4.2) Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Text vgl. §107 ff GWB: Nach § 107 (3) GWB ist der Antrag unzulässig, soweit: 1. der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat; 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden; 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden; 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
VI.5) TAG DER ABSENDUNG DIESER BEKANNTMACHUNG:
8.6.2010
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