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Wettbewerbsergebnisse - Gebäude von besonderer historischer oder architektonischer Bedeutung in Unterthierwasen (ID:7704703)

Auftragsdaten
Titel:
Gebäude von besonderer historischer oder architektonischer Bedeutung
DTAD-ID:
7704703
Region:
67292 Unterthierwasen
Auftragsart:
Europäische Ausschreibung
Europäische Ausschreibung
Dokumententyp:
Wettbewerbsergebnisse
Wettbewerbsergebnisse
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
08.11.2012
Beteiligte Firmen und Vergabestellen
Vergabestelle:
Zusätzliche Informationen
Kurzbeschreibung:
Sanierung Orangerie Kirchheimbolanden - Zimmermannsarbeiten - Öffentlicher Teilnahmewettbewerb. Die Stadt errichtet derzeit eine neue Stadthalle in der Innenstadt. Zur Ausschreibung stehen jetzt an: 1. Die Frei- und Verkehrsanlagen mit Barockgarten, Parkplatzmarkierung auf Messeplatz, Straßen und Wegen, einer Caravanstation und einer Lkw-Anfahrt zu einer Rampe und Treppen mit Stützmauern (Kosten ca. 700 000 EUR netto). 2. Generalsanierung der Orangerie 1. Bauabschnitt ("Westflügel") und vorgezogene Maßnahmen des 2. Bauabschnittes ("Mittelbau" und "Ostflügel") zur Dachsanierung, der Wasser- und Energieversorgung und der Abwasserentsorgung (Kosten geschätzt ca. 1 600 000 EUR). Geschätzter Wert ohne MwSt: 2 300 000,00 EUR. In diesem Nicht Offenen Verfahren mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb werden die Zimmermannsarbeiten zur Dachsanierung ausgeschrieben. Die Orangerie wurde 1776 als Funktionsbau des Schloss-Küchengartens mit einem Mittelbau und zwei Seitenflügeln als Gewächshäuser oder Orangerien errichtet. Das Gebäude besteht aus einem 2-geschossigen, vollunterkellerten Mittelbau und zwei baulich konstruktiv getrennten 1-geschossigen Seitenflügeln (auf West-und Ostseite) mit einer. Teilunterkellerung im Bereich des Westflügels. Zu Beginn des 19. Jhdts. wurden die Gebäude zu Verwaltungsräumen umgebaut. Hierzu wurden die schrägen Glasfassaden auf der Südseite der Gewächshäuser durch gemauerte Außenwände mit Toren und Fenstern ersetzt. Ab Mitte des 20. Jhdts. wurden Westflügel, Mittelbau und der Dachraum des Ostflügels als Wohnraum für insgesamt 10 Wohnungen und Wohnnebenräume genutzt. Im Erdgeschoss des Ostflügels wurde eine Gaststätte mit entsprechenden Nebenräumen eingerichtet. Es handelt sich um Gebäude in Mischbauweise: massive Außenwände, Innenwände in Ständerbauweise, Holzbalkendecken und einem Dachtragwerk aus Holz. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Das lang gestreckte Gebäude des Mittelbaus ist durch zwei Kopfbauten mit nahezu quadratischem Grundriss auf West-und Ostseite gegliedert, zwischen denen ein rechteckiger Zwischenbau eingefügt ist. Diese Gliederung setzt sich auch im Dachwerk fort. Das Dachwerk des Mittelbaus überspannt eine Grundfläche von 35 m mal 11 m. Im Ost und Westflügel ist das Dachwerk jeweils als Zeltdachkonstruktion konzipiert die zum mittleren Baukörper hin offen ausgeführt ist, dazwischen erstreckt sich ein Satteldach mit 45°Dachneigung. Das Dachwerk ist insgesamt Kehlbalkendach mit unterstützender liegender Stuhlkonstruktion ausgeführt. Das Dachwerk von Ost-und Westflügel der Orangerie überspannt jeweils eine Grundfläche von 23 m mal 8,5 m und ist im Querschnitt als symmetrische Konstruktion ausgeführt. Nach Süden ist zwischen Deckenbalkenlage und Kehlbalkenebene eine nach außen konvex geformte, scheinbar ehemals vollflächig geputzte Fläche ausgebildet (Schwanenhals), die im Orangeriebetrieb anscheinend eine Nichtreflexion in den unteren verglasten Teil bewirken sollte. Die Grundkonstruktion des unsymmetrischen Querschnitts kann als Kehlbalkendach betrachtet werden, das mit einer einhüftigen Stuhlkonstruktion, im Norden als liegender, im Süden als stehender Stuhl unterstützt wird. An den Enden hat das Dachwerk einen Krüppelwahl über der Kehlbalkenebene. Im Dachwerk wurden verschiedene Holzarten verbaut: Deckenbalken und Kehlbalken: Nadelhölzer. Sparren und Aussteifungshölzer: Pappelholz. Vollgebinde, Hängestütze und Zwischengebinde: Trauben- oder Stieleiche. Die Sanierung des Dachstuhls ist aus mehreren Gründen notwendig: 1. wegen konstruktiver Schäden durch Umbauten, mit Eingriffen in die Deckensbalkenlage bzw. in die Spanten konkaven Fläche 2. wegen Schäden durch holzzerstörende Pilze und Insekten an der Traufe der Nordseite, an decken Balkenköpfen sparen Fußpunkten etc. 3. wegen konstruktiver Mängel der Konstruktion West-und Ostflügel Das Tragwerk des Westflügels ist durch den unsachgemäßen Ausbau mit Wohnungen und durch den tiefen Einbau in das Gelände (aufsteigende Feuchtigkeit) in besonders schlechtem Zustand. Hier werden ca. 80 % aller Hölzer zu erneuern sein. Der Mittelflügel ist in relativ gutem Zustand, ein paar wenige Schäden durch die undichte Dachdeckung sind zu sanieren (bis hin zu Hausschwammsanierung). Die Schäden im Ostflügel resultieren vor allem aus der instabilen Konstruktion des asymmetrischen. Tragwerks. Außerdem müssen die Sparren (Pappelholz) ersetzt werden durch Nadelholzsparren, da die Spannweite für das weiche Pappelholz zu lang ist. Durch die Sanierungsmaßnahme soll das wertvolle historische Gefüge wiederhergestellt werden. Dabei sind die Vorbilder der barocken zimmermannsmäßigen Verbindungen zu berücksichtigen und anzuwenden. Schäden durch Filz und Insektenbefall müssen qualifiziert behoben werden. Bauabschnitte. Die Ausführung der beschriebenen Maßnahme ist in mindestens 2 Bauabschnitten vorgesehen. Der 1. Bauabschnitt umfasst die Maßnahmen für die Nutzung des Westflügels, sowie die Sanierung der drei Dachabschnitte. Sie Sanierung erfolgt in Abschnitten von 1-2 Achsen, zu einem großen Teil während der kalten. Jahreszeit, voraussichtlich witterungsgeschützt lediglich durch Unterspannbahnen. Im zweiten Bauabschnitt sollen die Räume des Mittel-und des Ostflügels saniert werden und einen neuen Nutzung zugeführt werden. 44230000.
Kategorien:
Fenster, Türen, etc. aus Holz, Dachdeckarbeiten, Sonstige Bauleistungen im Hochbau, Sonstige Baustoffe, Zubehör, Tischler-, Zimmererarbeiten
CPV-Codes:
Bauarbeiten , Bauleistungen für Gebäude, die künstlerischen Aufführungen dienen , Errichtung von Dachstühlen , Gebäude von besonderer historischer oder architektonischer Bedeutung , Holzarbeiten , Material für Bauzimmermannsarbeiten , Parlamentsgebäude und öffentliche Versammlungssäle , Umbau von Gebäuden
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Vollständige Bekanntmachung
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Org. Dok.-Nr:  354555-2012

Bekanntmachung der Wettbewerbsergebnisse

Richtlinie 2004/18/EG Dieser Wettbewerb fällt unter: Richtlinie 2004/18/EG
Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber / Auftraggeber
I.1) Name, Adressen und Kontaktstelle(n)
Stadt Kirchheimbolanden
Rathaus Neue Allee 2
Zu Händen von: Udo Bauer
67292 Kirchheimbolanden
DEUTSCHLAND
Telefon: +49 63524004-400
E-Mail: Udo.Bauer@Kirchheimbolanden.de
Fax: +49 63524004-600
Internet-Adresse(n):
http://www.kirchheimbolanden.de
I.2) Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Lokalbehörde
I.3) Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung Öffentliche Sicherheit und Ordnung Umwelt Wirtschaft und Finanzen Wohnungswesen und kommunale Einrichtungen Freizeit, Kultur und Religion Bildung 1.4) Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber / anderer Auftraggeber Der öffentliche Auftraggeber / Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber / anderer Auftraggeber: nein
Abschnitt II: Gegenstand des Wettbewerbs / Beschreibung des Projekts
II.1) Beschreibung
II.1.1) Bezeichnung des Wettbewerbs/Projekts durch den öffentlichen
Auftraggeber / den Auftraggeber: Sanierung Orangerie Kirchheimbolanden - Zimmermannsarbeiten - Öffentlicher Teilnahmewettbewerb.
II.1.2) Kurze Beschreibung:
Die Stadt errichtet derzeit eine neue Stadthalle in der Innenstadt. Zur Ausschreibung stehen jetzt an: 1. Die Frei- und Verkehrsanlagen mit Barockgarten, Parkplatzmarkierung auf Messeplatz, Straßen und Wegen, einer Caravanstation und einer Lkw-Anfahrt zu einer Rampe und Treppen mit Stützmauern (Kosten ca. 700 000 EUR netto). 2. Generalsanierung der Orangerie 1. Bauabschnitt ("Westflügel") und vorgezogene Maßnahmen des 2. Bauabschnittes ("Mittelbau" und "Ostflügel") zur Dachsanierung, der Wasser- und Energieversorgung und der Abwasserentsorgung (Kosten geschätzt ca. 1 600 000 EUR). Geschätzter Wert ohne MwSt: 2 300 000,00 EUR. In diesem Nicht Offenen Verfahren mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb werden die Zimmermannsarbeiten zur Dachsanierung ausgeschrieben. Die Orangerie wurde 1776 als Funktionsbau des Schloss-Küchengartens mit einem Mittelbau und zwei Seitenflügeln als Gewächshäuser oder Orangerien errichtet. Das Gebäude besteht aus einem 2-geschossigen, vollunterkellerten Mittelbau und zwei baulich konstruktiv getrennten 1-geschossigen Seitenflügeln (auf West-und Ostseite) mit einer. Teilunterkellerung im Bereich des Westflügels. Zu Beginn des 19. Jhdts. wurden die Gebäude zu Verwaltungsräumen umgebaut. Hierzu wurden die schrägen Glasfassaden auf der Südseite der Gewächshäuser durch gemauerte Außenwände mit Toren und Fenstern ersetzt. Ab Mitte des 20. Jhdts. wurden Westflügel, Mittelbau und der Dachraum des Ostflügels als Wohnraum für insgesamt 10 Wohnungen und Wohnnebenräume genutzt. Im Erdgeschoss des Ostflügels wurde eine Gaststätte mit entsprechenden Nebenräumen eingerichtet. Es handelt sich um Gebäude in Mischbauweise: massive Außenwände, Innenwände in Ständerbauweise, Holzbalkendecken und einem Dachtragwerk aus Holz. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Das lang gestreckte Gebäude des Mittelbaus ist durch zwei Kopfbauten mit nahezu quadratischem Grundriss auf West-und Ostseite gegliedert, zwischen denen ein rechteckiger Zwischenbau eingefügt ist. Diese Gliederung setzt sich auch im Dachwerk fort. Das Dachwerk des Mittelbaus überspannt eine Grundfläche von 35 m mal 11 m. Im Ost und Westflügel ist das Dachwerk jeweils als Zeltdachkonstruktion konzipiert die zum mittleren Baukörper hin offen ausgeführt ist, dazwischen erstreckt sich ein Satteldach mit 45°Dachneigung. Das Dachwerk ist insgesamt Kehlbalkendach mit unterstützender liegender Stuhlkonstruktion ausgeführt. Das Dachwerk von Ost-und Westflügel der Orangerie überspannt jeweils eine Grundfläche von 23 m mal 8,5 m und ist im Querschnitt als symmetrische Konstruktion ausgeführt. Nach Süden ist zwischen Deckenbalkenlage und Kehlbalkenebene eine nach außen konvex geformte, scheinbar ehemals vollflächig geputzte Fläche ausgebildet (Schwanenhals), die im Orangeriebetrieb anscheinend eine Nichtreflexion in den unteren verglasten Teil bewirken sollte. Die Grundkonstruktion des unsymmetrischen Querschnitts kann als Kehlbalkendach betrachtet werden, das mit einer einhüftigen Stuhlkonstruktion, im Norden als liegender, im Süden als stehender Stuhl unterstützt wird. An den Enden hat das Dachwerk einen Krüppelwahl über der Kehlbalkenebene. Im Dachwerk wurden verschiedene Holzarten verbaut: Deckenbalken und Kehlbalken: Nadelhölzer. Sparren und Aussteifungshölzer: Pappelholz. Vollgebinde, Hängestütze und Zwischengebinde: Trauben- oder Stieleiche. Die Sanierung des Dachstuhls ist aus mehreren Gründen notwendig: 1. wegen konstruktiver Schäden durch Umbauten, mit Eingriffen in die Deckensbalkenlage bzw. in die Spanten konkaven Fläche 2. wegen Schäden durch holzzerstörende Pilze und Insekten an der Traufe der Nordseite, an decken Balkenköpfen sparen Fußpunkten etc. 3. wegen konstruktiver Mängel der Konstruktion West-und Ostflügel Das Tragwerk des Westflügels ist durch den unsachgemäßen Ausbau mit Wohnungen und durch den tiefen Einbau in das Gelände (aufsteigende Feuchtigkeit) in besonders schlechtem Zustand. Hier werden ca. 80 % aller Hölzer zu erneuern sein. Der Mittelflügel ist in relativ gutem Zustand, ein paar wenige Schäden durch die undichte Dachdeckung sind zu sanieren (bis hin zu Hausschwammsanierung). Die Schäden im Ostflügel resultieren vor allem aus der instabilen Konstruktion des asymmetrischen. Tragwerks. Außerdem müssen die Sparren (Pappelholz) ersetzt werden durch Nadelholzsparren, da die Spannweite für das weiche Pappelholz zu lang ist. Durch die Sanierungsmaßnahme soll das wertvolle historische Gefüge wiederhergestellt werden. Dabei sind die Vorbilder der barocken zimmermannsmäßigen Verbindungen zu berücksichtigen und anzuwenden. Schäden durch Filz und Insektenbefall müssen qualifiziert behoben werden. Bauabschnitte. Die Ausführung der beschriebenen Maßnahme ist in mindestens 2 Bauabschnitten vorgesehen. Der 1. Bauabschnitt umfasst die Maßnahmen für die Nutzung des Westflügels, sowie die Sanierung der drei Dachabschnitte. Sie Sanierung erfolgt in Abschnitten von 1-2 Achsen, zu einem großen Teil während der kalten. Jahreszeit, voraussichtlich witterungsgeschützt lediglich durch Unterspannbahnen. Im zweiten Bauabschnitt sollen die Räume des Mittel-und des Ostflügels saniert werden und einen neuen Nutzung zugeführt werden.
II.1.3) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
45212350, 45212320, 45216114, 45000000, 45262700, 45261100, 45422100, 44230000
Abschnitt IV: Verfahren
IV.1) Verwaltungsangaben
IV.1.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber:
OR 502 Zimmermann
IV.1.2) Angaben zu früheren Bekanntmachungen

Frühere Bekanntmachung(en) desselben Wettbewerbs: ja
Bekanntmachungsnummer im ABl: 2012/S 150-251098 vom 7.8.2012
Abschnitt V: Wettbewerbsergebnisse


Nr: 502
Bezeichnung: Zimmermann.
V.1) Zuschlag und Preise
V.1.1) Anzahl der Teilnehmer:
8
V.1.2) Anzahl der ausländischen Teilnehmer:
1
V.1.3) Namen und Adressen der Gewinner des Wettbewerbs
Ausgewählt wurden 4 Bieter DEUTSCHLAND
Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.2) Zusätzliche Angaben:
Die ausgewählten Bieter im Verfahren dürfen vor Submission des Nicht Offenen Verfahrens nicht benannt werden. Es wird ein Nicht Offenes Verfahren aufgenommen mit 4 Wettbeweerbsteilnehmern. Ausgabe am 3.11.2012.
VI.3) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.3.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren Vergabekammer Rheinland-Pfalz Stiftsstrasse 9 55116 Mainz DEUTSCHLAND E-Mail: vergabekammer.rlp@mwvlw.rlp.de Telefon: +49 613116-2234 Internet-Adresse: http://www.mwvlw.rlp.de Fax: +49 613116-2113
VI.3.3) Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen
erteilt Vergabeprüfstelle bei der ADD Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Willi-Brandt-Platz 3 54290 Trier DEUTSCHLAND E-Mail: Vergabepruefstelle@add.rlp.de Telefon: +49 6519494511 Internet-Adresse: www.add.rlp.de Fax: +49 651949477511
VI.4) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
3.11.2012
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