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Ausschreibung - Hardwaresimulator in Weßling (ID:11068815)

Übersicht
DTAD-ID:
11068815
Region:
82234 Weßling
Auftragsart:
Archiviertes Dokument
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Verfahrensart:
Freihändige Vergabe mit Teilnahmewettbewerb
Kategorien:
Rundfunk-, Fernsehgeräte, Ton-, Bildaufnahme-, -wiedergabegeräte, Software, Softwareprogrammierung, -beratung
Vergabeordnung:
Lieferauftrag (VOL)
Kurzbeschreibung:
Hardwaresimulator mit 4 Hochfrequenzausgängen zur Erzeugung von 4 Antennensignalen im GPS L1-Band
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
11.08.2015
Frist Angebotsabgabe:
31.08.2015
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Beteiligte Firmen & Vergabestellen
Auftraggeber:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)

Öffentliche Ausschreibungen
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Gewerbliche Bauvorhaben
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Gewonnene / Vergebene Aufträge
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Geschäftsbeziehungen
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Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Hardwaresimulator mit 4 Hochfrequenzausgängen zur Erzeugung von 4 Antennensignalen im GPS L1-Band Kennziffer: 533/2015/2769871
Das DLR ist das nationale Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luft- und Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem fungiert das DLR als Dachorganisation für den national größten Projektträger.
In den 16 Standorten Köln (Sitz des Vorstandes), Augsburg, Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Göttingen, Hamburg, Jülich, Lampoldshausen, Neustrelitz, Oberpfaffenhofen, Stade, Stuttgart, Trauen und Weilheim beschäftigt das DLR ca. 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das DLR unterhält Büros in Brüssel, Paris und Washington D.C.

Technische Anforderungen / Leistungs- und Lieferumfang:
Hardwaresimulator mit 4 Hochfrequenzausgängen zur Erzeugung von 4 Antennensignalen im GPS L1-Band
Das Institut für Kommunikation und Navigation des DLR hat eine führende Rolle im Bereich der sicherheitskritischen Satellitennavigation (z. B. in der Luftfahrt und in der Schifffahrt) und führt dazu zahlreiche Projekte im Drittmittelgeschäft und der programmatischen Förderung durch. Grundlage vorgenannter Anwendungen ist ein störsicherer, robuster und zuverlässigen Signalempfang. Störungen und -fehler müssen zuverlässig erkannt werden (Integrität), sollen aber auch im Empfänger durch geeignete Gegenmaßnahmen unterdrückt werden. Ziel ist es, auch unter gestörten Empfangsbedingungen eine zuverlässige Navigation zu ermöglichen. Zur Analyse der vom Institut entwickelten robusten Empfänger und Empfängeralgorithmen, die u. a auch mehrere Empfangsantennen zur Störerdetektion und -unterdrückung nutzen, und neuer Algorithmen zur Integritätssteigerung ist die Erzeugung von GNSS-Signalen unter kontrollierten Bedingungen für mehrere Nutzer/Antennenpositionen notwendig. Mit Hilfe eines Hardwaresimulators sollen sowohl nominale Signale als auch solche, denen gezielt verschiedene Störeffekte und Fehler (z.B. Ionosphärische Ausbreitungsfehler, troposphärische Ausbreitungsfehler, Uhrenfehler, Orbitfehler etc.) beaufschlagt werden, erzeugt werden, so dass das Empfängerverhalten unter eindeutig definierten, reproduzierbaren Bedingungen analysiert und Gegenmaßnahmen entwickelt werden können. Der Hardwaresimulator ist daher essentielles Element in der Bewertung der Auswirkungen von Threats sowie der Entwicklung von Gegenmaßnahmen. Die dabei erzielten Erkenntnisse sind wesentliche Grundlage für die Nutzbarmachung von Galileo für zukünftige sicherheitskritische Anwendungen.
Technischer Aufbau
Das Gerät besteht aus mehreren synchronisierten Signalsimulatoren (oder Simulatormodulen) zur Erzeugung von GPS L1 Navigationssignalen für 4 verschiedenen Antennen- oder Nutzerpositionen gleichzeitig. Es ist damit insbesondere möglich, Signale für die vom Institut entwickelten Arrayantennenempfänger mit 4 Empfangselementen oder für GBAS-Anwendungen mit 3 GBAS-Referenzstationen am Boden und einem bewegten Nutzer zu erzeugen. Die Anlage bietet damit die Möglichkeit diese Anwendungen mit echten Daten und echten Empfängern im Labor unter kontrollierten Bedingungen zu simulieren und zu testen.
Das Gerät erlaubt die Simulation einer vollständigen GNSS-Konstellation (mindestens GPS, Erweiterbarkeit auf EGNOS und GALILEO soll möglich sein) und bietet dabei die volle Kontrolle über die Definition der einzelnen Satellitenbahnen, nutzerspezifische Aufenthaltsorte oder Bewegungsmuster, Datum und Uhrzeit sowie Positionsfehler in der Umlaufbahn, Zeitfehler, ionosphärische und troposphärische Einflüsse, Mehrwegeausbreitung. Jedes so definierte Szenario kann beliebig oft mit exakt gleichen Parametern wiederholt werden.
Demonstration vor Ort im DLR Weßling:
Bei dem Gerät soll es sich um ein bereits existierendes Produkt handeln. Der Anbieter soll daher in der Lage sein, das Gerät kostenneutral beim DLR in Weßling zu demonstrieren. DLR übernimmt dafür keine Kosten. Während der Demonstration wird der Arrayantennenempfänger des DLR mit dem Gerät verbunden. Er soll alle simulierten Signale akquirieren und verarbeiten können und eine gültige Positionslösung liefern. Aus den Signalen der 4 Antennenausgänge wird außerdem eine Richtungsschätzung durchgeführt. Außerdem sollen die Kontrollmöglichkeiten über GUI und Skriptfile aufgezeigt werden. Die Dauer der Demonstration beträgt 2h. Die Vergabe der Termine erfolgt kurzfristig.
Das Gerät soll spätesten 3 Monate nach Auftragsvergabe lieferbar sein.
Mindestanforderungen:
1. Simulation von 4 Antennen, bzw. Nutzerpositionen gleichzeitig. Dazu soll für jede Antenne/jede Nutzerposition ein separater Hochfrequenzausgang vorhanden sein.
2. Die 4 Hochfrequenzausgänge sollen phasensynchron sein. Die Kode- und Trägerphasenunterschiede, die sich aus den unterschiedlichen Positionen der Antennen oder Nutzer abhängig von der Einfallsrichtung der Satellitensignale ergeben, sollen in den simulierten Hochfrequenzsignalen auf den 4 Ausgängen korrekt abgebildet sein.
3. Das Gerät soll modular aufgebaut und erweiterbar sein für die gleichzeitige Simulation von Galileo und GPS auf mehreren Frequenzen (GPS L1, L2, L5, Galileo E1, E5a/b, E6, SBAS) entsprechend den aktuellen GPS und Galileo Signal-ICDs.
4. Das Gerät soll auf mindestens 8 Hochfrequenzausgänge zur Simulation von 8 Nutzern/Antennen erweiterbar sein.
5. Definition und Kontrolle der Simulationsszenarien (Satellitenkonstellation, Nutzerbewegung, Datum, Uhrzeit) über eine graphische Nutzeroberfläche (GUI).
6. Es soll möglich sein, mehrere oder alle 4 Antennen einem Nutzer in einem lokalen nutzerbezogen Koordinatensystem zuzuordnen. Lageänderungen (Neigung, Drehung) der Antennen sollen entsprechend der Nutzerbewegung simuliert werden.
7. Simulation von troposphärischen und ionosphärischen Laufzeitfehlern mit Auswahlmöglichkeit und Kontrolle über GUI.
8. Simulation von Orbit- und Uhrenfehlern mit Auswahlmöglichkeit und Kontrolle über GUI.
9. Simulation von Mehrwegesignalen mit Auswahlmöglichkeit und Kontrolle über GUI.
10. Zusätzlich zum GUI sollen mindestens die Leistungen und Pseudorange-Offsets für Kode- und Trägerphasen aller simulierten Signale über ein Skriptfile als Zeitreihen steuerbar sein. Die höchstmögliche Updaterate soll mindestens 10Hz betragen. Außerdem soll es möglich sein, die Signale über das Skriptfile zu definierten Zeitpunkten ein- und auszuschalten.
11. Logging-Möglichkeit aller simulierten Signale und Parameter als Zeitreihen während der Simulation (mindestens Satellitenpositionen, Nutzer-/Antennenpositionen und Lage, Pseudoranges für Kode- und Trägerphasenmessungen und Signalleistungen). Es sollen die gleichen Updateraten wie für das Skriptfile unter Punkt 10 möglich sein. Die höchstmögliche Updaterate soll mindestens 10Hz betragen.
Weitere gewünschte Optionen:
1. Erzeugung eines Kalibriersignals als spezielles Pseudorausch-(PRN)-Signal mit einem definierbaren PRN-Kode, das auf allen 4 RF-Ausgängen die gleiche Kode- und Trägerphase unabhängig von der simulierten Nutzerposition und -Lage besitzt und über das GUI in die Simulationsszenarien eingebunden werden kann.
2. Simulation von Galileo-Signale im E1-Band, entsprechend dem aktuellen Galileo ICD inklusive CBOC-Modulation. (Entsprechende Erweiterbarkeit soll auf jeden Fall gewährleistet sein, siehe Mindestanforderung Nr.4).
3. Bei der Generierung von Mehrwegesignalen sollen nach Möglichkeit auch deren Einfallsrichtungen simuliert werden und auf den 4 RF-Ausgängen die Trägerphasen- und Laufzeitverschiebungen entsprechend dieser Einfallsrichtungen erzeugt werden.
4. Erzeugung von Interferenzsignalen (CW, Breitbandrauschen) mit über das GUI definierbaren Richtungen und entsprechenden Trägerhasen- und Laufzeitverschiebungen auf den RF-Ausgängen. Die Leistungen sollen einstellbar sein und die Maximalleistungen mindestens 40 dB über den nominalen Leistungen der Satellitensignale liegen.
5. Simulation ionosphärischer Szintillationen.
6. Erweiterbarkeit auf weitere Satellitennavigationssysteme (GLONASS, Beidou)
7. Erweiterbarkeit auf Simulation von Inertialsensoren.

Erfüllungsort:
82234 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)

Lose:
nein

Planungsleistungen:
nein

Nebenangebote:
nicht zugelassen

Verfahren & Unterlagen
Verfahrensart:
Freihändige Vergabe mit Teilnahmewettbewerb

Dokumententyp:
Ausschreibung

Vergabeordnung:
Lieferauftrag (VOL)

Vergabeunterlagen:
Das Vergabeverfahren findet in (vier) verschiedenen Stufen statt.
1. Stufe: Teilnahmewettbewerb
Der Teilnahmeantrag muss bis spätestens Montag, 31.08.2015 12:00 Uhr eingegangen sein. Bitte nennen Sie die Kennziffer: 533/533/2769871
Bezeichnung (Anschrift) der Stelle, bei welcher der Teilnahmeantrag zu stellen ist:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Einkauf/Dominik Menk
Münchner Str. 20
D-82234 Weßling
Für administrative Fragen steht Ihnen Herr Dominik Menk zur Verfügung:
Tel.: +49 (0) 8153 28-1358
Fax: +49 (0) 8153 28-1348
Email: dominik.menk@dlr.de

Termine & Fristen
Angebotsfrist:
31.08.2015

Bedingungen & Nachweise
Sprache:
Deutsch

Zuschlagskriterien:
- Fachkunde
- Leistungsfähigkeit
- Zuverlässigkeit

Geforderte Nachweise:
Bei der Einreichung der Teilnahmeanträge müssen die in der Anlage vorhandenen Dokumente postalisch in schriftlicher sowie unterschriebener Form beigefügt werden.
2. Stufe: Angebotsphase
Nach Durchsicht und Überprüfung der Teilnahmeanträge werden die für diese Auftragsausführung geeigneten Unternehmen ausgewählt und zu der späteren Angebotserstellung aufgefordert.
2.1. Das Datum für die Einreichung der Angebote wird bei der Aufforderung zur Angebotserstellung mitgeteilt. Die Aufforderung zur Angebotsabgabe erfolgt voraussichtlich ab 07.10.2015 (in KW 41/2015). Die Angebotsabgabe wird voraussichtlich am 27.10.2015 sein.
2.2. Die Zahlungsbedingungen werden in der Aufforderung zur Angebotsabgabe mitgeteilt.
2.3. Demonstrationen vor Ort im DLR Weßling:
Bei dem Gerät soll es sich um ein bereits existierendes Produkt handeln. Der Anbieter soll daher in der Lage sein, das Gerät nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs kostenneutral beim DLR in Weßling demonstrieren. DLR übernimmt dafür keine Kosten. Während der Demonstration wird der Arrayantennenempfänger des DLR mit dem Gerät verbunden. Er soll alle simulierten Signale akquirieren und verarbeiten können und eine gültige Positionslösung liefern. Aus den Signalen der 4 Antennenausgänge wird außerdem eine Richtungsschätzung durchgeführt. Außerdem sollen die Kontrollmöglichkeiten über GUI und Skriptfile aufgezeigt werden. Die Dauer der Demonstration beträgt 2h. Die Vergabe der Termine erfolgt kurzfristig. Vorgesehen sind Wochen KW 41/42 2015.
3. Stufe: Verhandlungen
Im Bedarfsfall: Das Datum für Angebotsverhandlungen wird bei der Aufforderung zur Angebotserstellung mitgeteilt.
4. Stufe: Zuschlag und Vergabe des Auftrags
Der Zuschlag wird aller Voraussicht nach in der KW 46/2015 erteilt.
Das Gerät soll spätestens 3 Monate nach der Zuschlagserteilung geliefert werden.
Eignungsnachweise:
Die Unterlagen im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs, welche die Eignung für die Auftragsausführungen nachweisen, befinden sich im Anhang zu dieser Bekanntmachung. Bitte fügen Sie diese Dokumente unterschrieben dem Teilnahmeantrag bei. Eine nicht ordnungsgemäße Abgabe dieser Dokumente führt zum direkten Ausschluss aus diesem Verfahren. Weitere, die mit dem Teilnahmeantrag vorzulegenden Unterlagen (VOL/A), welche vom Auftraggeber für die Beurteilung der Eignung des Bewerbers (VOL/A) verlangt werden, sind:
Kriterien des Teilnahmeantrags im Rahmen der EIGNUNGSPRUFUNG :
Das DLR erwartet von einem potentiellen Anbieter folgende Eigenschaften:
Kriterium E1:
E1: Mindestens 5 Jahre Erfahrung im Bau von GNSS-Hardwaresimulatoren
Kriterium E2:
E2: Eigenerklärung / Sozialversicherung (Anlage Formular)
Kriterium E3:
E3: Mind. 2 Referenzkunden
Kriterium E4:
E4: Verfügbarkeit von Ersatzteilen mindestens 10 Jahre.
(Bspw. mittels schriftlicher, verbindlicher Eigenerklärung, welche im Fall der Vergabe ein Vertragsbestendteil wird)
? Die hier geforderten Eignungsnachweise (Kriterien Nr. : E1, E2, E3, E4) sind bitte den Teilnahmewettbewerbsunterlagen in schriftlicher Form beizufügen.
? Ebenfalls das im Anhang befindliche Formular Erklärung zur Zuverlässigkeit/Sozialversicherung (E2) ist bitte den Bewerbungsunterlagen/Teilnahmeantrag ausgefüllt beizufügen.

Sonstiges
Kontakt
Mailkontakt dominik.menk@dlr.de

Hinweis:
Nur die Inhalte der auf www.bund.de veröffentlichten Bekanntmachung sind verbindlich! Gemäß VOL/A behält sich die Vergabestelle die Nachforderung von Unterlagen unter Berücksichtigung des Gleichbehandlungsgrundsatzes vor.
Sofern kein wirtschaftliches Angebot bei der Vergabestelle eingeht, behält sich diese eine Aufhebung der Ausschreibung vor.
für weitere Informationen siehe http://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/EDITOR/Deutsches-Zentrum-fuer-Luft-und-Raumfahrt-e-V/2015/08/1302429.html#track=feed-callforbidshttp://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/EDITOR/Deutsches-Zentrum-fuer-Luft-und-Raumfahrt-e-V/2015/08/1302429.html

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