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Ausschreibung - Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung in Dietzenbach (ID:5095061)

Auftragsdaten
Titel:
Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
DTAD-ID:
5095061
Region:
63128 Dietzenbach
Auftragsart:
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
11.05.2010
Frist Angebotsabgabe:
21.05.2010
Beteiligte Firmen und Vergabestellen
Vergabestelle:
Zusätzliche Informationen
Kategorien:
Personalvermittlung, Personalwesen, Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung
CPV-Codes:
Arbeitslosenunterstützung
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Vergabenummer/Aktenzeichen: 10-PROARBEIT-10

a) Auftraggeber / Einreichung der Angebote / Zuschlagserteilung: Offizielle

Bezeichnung:Pro Arbeit - Kreis Offenbach - AöR

Straße:Werner-Hilpert-Straße 1

Stadt/Ort:63128 Dietzenbach

Land:Deutschland

Zu Hdn. von :Herr Werth

Telefon:0607481808285

digitale Adresse(URL):

http://www.proarbeit-kreis-of.de

b) Art der Vergabe: öffentliche Ausschreibung VOL/A

c) Bezeichnung des Auftrags: Leistungen zur Aktivierung und beruflichen

Eingliederung (TR-Alle-TM Schlüsselqualifikation)

Art, Umfang und Ort der Leistung: Leistungsgegenstand ist die Konzeption und

Durchführung von Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gemäß ?

16 Abs. 1 SGB II i. V. m. ? 46 Abs. 1 SGB III.

Zielgruppe der Maßnahme sind erwerbsfähige Hilfebed?rftige zwischen 23 Jahren

und

49 Jahren im Sinne des ? 7 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), die

insbesondere im Bereich Motivation/Einstellungen, Schl?sselqualifikationen und

sozialer Kompetenzen vielfältige Hemmnisse aufweisen und auf andere Weise nicht

erreicht werden können, um sie für die Vermittlung in eine

versicherungspflichtige Beschäftigung zu motivieren und heranzuführen.

Dabei unterstützt der Auftragnehmer die Auftraggeberin bei seiner Aufgabe, die

Teilneh-mer nachhaltig in Arbeit zu integrieren. Diese Unterstützung beinhaltet

insbesondere die individuelle Beratung und Betreuung sowie ggf. Gruppenarbeiten.

Die Maßnahme soll einen ganzheitlichen Ansatz zur Vermittlung und zum Training

beruflicher Schl?sselkompetenzen und zum Training berufsbezogener Fachkompetenz

(Entwicklung neuer Berufsperspektiven, Training von EDV-Kompetenzen im Rahmen

der

beruflichen EDV-Anwendung, kaufmännischer Schriftverkehr, Büroorganisation,

Briefgestaltung etc.) in Verbindung mit einem Bewerbungscenter verfolgen. In

diesem Zusammenhang ist eine computerbasierte Eignungsfeststellung durchzuführen

und die Auswertung der Eignungsfeststellung mit einem theaterp?dagogischen

Trainingskonzept, einem Training berufsbe-zogener Fachkompetenz sowie einer

anschließenden Phase der betrieblichen Erprobung (Praktikum) einzubinden. Zum

Ende der Maßnahme ist ein Zeitfenster für Praxisreflexion, der Auswertung der

individuellen Zielvereinbarung sowie einer allgemeinen Abschlussveranstaltung

einzurichten.

Ziel ist die Vermittlung der Teilnehmer in den "1. Arbeitsmarkt", d. h. in ein

sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis; dabei ist die

Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses mit mindestens 20 Wochenstunden

erwünscht.

Im Einzelnen werden folgende Vorgaben zum Ablauf der Maßnahme gemacht:

1. Phase: Einführung und Einstiegsfeststellung (Dauer: drei Wochen) Zu Beginn

der

Maßnahme ist eine berufliche Einstiegsfeststellung geplant. Hier sollen mittels

computerbasierender Potenzialanalyseverfahren Feststellungen zu den beruflichen

Basiskompetenzen wie Motivation, Orientierung, Feststellung übertragbarer

Fähigkeiten etc. getroffen werden.

Die Aktivierung der Teilnehmer ist am Kompetenz- statt am Defizitansatz

auszurichten. Dies beinhaltet, dass durch flexible Einbindung von modernen

Methoden und Prozessen (Methodenmix, z. B. unter Einbeziehung von DNLA-

Elementen,

"Profiles" oder gleichwertiger Art) Situationen zu schaffen sind, die an den

Fähigkeiten, Kenntnissen und Kompe-tenzen der Ma?nahmeteilnehmer ankn?pfen und

in

denen die Teilnehmer ihre Fähigkeiten erkennen und zur Entfaltung bringen können

(Empowermentansatz).

Während der Einf?hrungsphase ist der Schwerpunkt auf eine realistische

Selbsteinschätzung im Hinblick auf mögliche Berufsfelder / Zielberufe zu setzen

("Wunsch und Wirklichkeit"). Mit jedem zugewiesenen Teilnehmer ist eine

individuelle Zielvereinbarung zu schließen.

2. Phase: Training beruflicher Schl?sselkompetenzen / Bewerbungscenter (Dauer:

siebzehn Wochen) Anschließend sind die Teilnehmer - aufbauend auf den erhobenen

Daten und Einschätzungen - im Hinblick auf die Entwicklung und Festigung

beruflicher Schl?sselkompetenzen, berufsbezogener Fachkompetenzen (Entwicklung

neuer Berufsperspektiven, Training von EDV-Kompetenzen im Rahmen der beruflichen

EDV-Anwendung, kaufmännischer Schriftverkehr, Büroorganisation, Briefgestaltung

etc.) sowie in einem begleitenden Bewerbungscenter zu betreuen. Die drei

"Bausteine"

-Training beruflicher Basiskompetenzen mit theaterp?dagogischen Mitteln und

Di-daktik (zwei Tage pro Woche) - Training berufsbezogener Fachkompetenz (zwei

Tage pro Woche) - Bewerbungscenter (ein Tag pro Woche) sind während der

siebzehnw?chigen Dauer dieser Phase parallel durchzuführen, so dass die

Teilnehmer an fünf Wochentagen von Montag bis Freitag an der Maßnahme

teilnehmen.

Dabei ist im Bereich der Schl?sselkompetenzen auf die Einbindung und Umsetzung

eines theaterp?dagogischen Trainingskonzeptes Wert zu legen. Die Teilnehmer

sollen in ein projektbezogenes Arbeiten im Sinne einer "Theater-AG" eingebunden

werden, damit

- Schl?sselkompetenzen trainiert werden

- soziale und personale Kompetenzen, die der Vermittlung in den Arbeitmarkt

dienen, gefördert und erhalten werden

- die vorhandenen Potenziale der Teilnehmer gefunden und gefördert werden

- die Positionierung des Teilnehmers auf dem Arbeitsmarkt erleichtert wird

- Raum für Wertschätzung und Ermutigung geschaffen wird

- Selbstbewusstsein der Teilnehmer aufgebaut wird und Sozialkompetenzen gestärkt

werden

- dem Teilnehmer Handlungsalternativen für sein Arbeits- und Lebensumfeld und

einen konstruktiven Umgang mit Konflikten vermittelt werden.

Mit den Teilnehmern ist daher ein Training berufliche Basiskompetenzen mit

theaterp?dagogischen Methoden und theaterp?dagogischer Didaktik zu erarbeiten

und

umzusetzen.

Dies soll folgende Themen behandeln:

- Motivation (Ziele setzen und erreichen) - Eigeninitiative

- Auftreten

- Kontaktfähigkeit

- Kommunikationsfähigkeit

- Teamfähigkeit

- Selbstsicherheit

- Konfliktfähigkeit

- Lernfähigkeit

- Belastbarkeit

- Selbstorganisation

- Verantwortungsbewusstsein

- Kritikfähigkeit

- Arbeitszufriedenheit

- Zuverlässigkeit

- Arbeitsqualität

Die Veranstaltungen sollen durch eine Fachkraft geleitet und begleitet werden.

Die vermittelten Inhalte sollen den Weg von der perspektivlosen Arbeitslosigkeit

über das Bewerbungsgespräch bis hin zum erfolgreichen Arbeitsalltag aufzeigen.

Die Moderation durch die Fachkraft soll die Teilnehmer an den Konflikt zwischen

den eigenen Kenntnissen und Fähigkeiten und den mangelnden / feh-lenden "soft

skills" und den Anforderungen des Arbeitsmarktes an "soft skills" etc.

heranführen, um diesen Konflikt ("Vermittlungshemmnisse") gemeinsam mit den

Teilnehmern zu analysieren und Lösungsansätze zu finden. Dabei sollen die

Teilnehmer ermutigt werden, eigene Vorschläge einzubringen, diese selbst

auszuprobieren und anschließend zu reflektieren.

Die Moderation durch die Fachkraft soll den Bezug zur Praxis aufzeigen und

verschiedene Methoden zur Kenntnisvermittlung (praktische Übungen,

Gruppenaufgaben, Gesprächsrunden) anbieten. Ggf. sollen neben Gruppenprozessen

auch Einzelgespr?che und Einzelanalysen angeboten werden.

Im Bereich der berufsbezogenen Kompetenzvermittlung sind ggf. berufliche

Fachkompe-tenzen (Entwicklung neuer Berufsperspektiven, Training von

EDV-Kompetenzen im Rah-men der beruflichen EDV-Anwendung, kaufmännischer

Schriftverkehr, Büroorganisation, Briefgestaltung etc.) sowie die Entwicklung

neuer Berufsperspektiven einzubinden. Dazu sollten auch Referenten aus der

beruflichen Praxis eingeladen werden. Hier sollten - wenn möglich - homogene

Klein- bzw. Untergruppen auf Basis der beruflichen Ausrichtung gebildet werden

(z. B. kaufmännische, gewerbliche, pflegerische Berufe). Bei gewerblichen

Teilnehmern sollte möglichst mit Belastungserprobungen / Tests ermittelt werden,

ob eine physische Eignung vorliegt.

Bei beiden Komponenten - theaterp?dagogisches Trainingskonzept einerseits,

Kompetenzvermittlung anderseits - ist über den beruflichen Aspekt hinaus die

Vermittlung lebenspraktischer Kompetenzen in das Leistungsangebot aufzunehmen,

insbesondere zu den Themen interkulturelle Kompetenz, Umgang mit Geld, gesunde

Ernährung sowie persönliches Auftreten ("Knigge").

Im Rahmen des Bewerbungscenters sollen kein allgemeines Bewerbungstraining

durchgeführt werden. Vielmehr sollen die Leistungen des Auftragnehmers einen

Überblick über den aktuellen Arbeitsmarkt, die Möglichkeit zur Stellenrecherche

und die damit verbundene Erstellung und Versendung von Bewerbungsunterlagen

sowie

die Entwicklung von Selbstvermarktungsstrategien bieten.

3. Phase Praktika (Dauer: vier Wochen) Die Teilnehmer sollen in ein bis zu vier

Wochen dauerndes Betriebspraktikum oder in zwei kürzere Betriebspraktika in

verschiedenen Berufsbereichen mit einer Gesamtlaufzeit von vier Wochen

vermittelt

werden; falls die Teilnehmer im Ausnahmefall nicht "nahtlos" in ein Praktikum

vermittelt werden können, hat der Auftragnehmer ein entsprechendes Vermittlungs-

und Betreuungsangebot für den Teilnehmer vorzuhalten.

Innerhalb des Praktikums stellt der Bieter sicher, dass notwendige Kenntnisse

und

Fähigkeiten zur Vermittlung in Arbeit im Betrieb vermittelt werden und nach

Bedarf weitere begleitende und beratende Leistungen zur Betreuung der Teilnehmer

erfolgen.

Während des Betriebspraktikums übernimmt der Auftragnehmer die Gewährleistung

für

die ordnungsgemäße Durchführung. Hierzu gehört die Auswahl von

Praktikumsbetrieben, bei denen ein Arbeitskräftebedarf zu erwarten ist,

angemessene Praktikumsbedingungen sowie eine angemessene Relation zwischen

Praktikanten und Beschäftigten. Die fachliche Anleitung der Teilnehmer ist durch

den Praktikumsbetrieb sicherzustellen, ein verantwortlicher Mitarbeiter im

Betrieb ist festzulegen.

Dem Auftragnehmer obliegt weiterhin die Betreuung der Teilnehmer. Hierf?r ist

ein

verantwortlicher Mitarbeiter zu benennen. Grundsätzlich müssen die

Praktikumsstellen im Tagespendelbereich des Teilnehmers liegen.

?bungseinrichtungen (?bungsfirmen oder - werkst?tten) dürfen dabei nicht

anstelle

betrieblicher Praktika herangezogen werden.

4. Phase: Auswertung (Dauer: drei Wochen) Zum Abschluss der Maßnahme ist ein

Zeitfenster von drei Wochen für Praxisreflexion, der Auswertung der

individuellen

Zielvereinbarungen sowie einer Abschlussbetrachtung einzurichten.

Produktschl?ssel (CPV) :

75314000 Arbeitslosenunterstützung

Ort der Lieferung :

NUTS-Code : DE71 Darmstadt

d) Unterteilung in Lose: nein

e) Ausführungsfrist: Beginn : 14.06.2010

Ende : 17.12.2010

f) Anfordern der Unterlagen bei: siehe unter a)

g) Ort der Einsichtnahme in Verdingungsunterlagen: siehe unter a)

h)

i) Ablauf der Angebotsfrist: 21.05.2010 12:00 Uhr

k)

l)

m) Mindestbedingungen: Geforderte Eignungsnachweise (gem. ? 7 Nr. 4 VOL/A), die

in Form anerkannter Pr?qualifikationsnachweise (u.a.HPQR) vorliegen, sind im

Rahmen ihres Erkl?rungsumfangs zulässig.

Zur Beurteilung der Eignung sind vom Bieter in den Vordrucken zu den

Verdingungsunterlagen Angaben und Erklärungen zur Fachkunde, Leistungsfähigkeit

und Zuverlässigkeit zu machen bzw. abzugeben.

Fachkundig ist ein Bieter, der umfassende und aktuelle Erfahrungen, Kenntnisse

und Fertigkeiten für die zu erbringende Leistung nachweist, um diese fachgerecht

vorzubereiten und auszuführen. Der Nachweis der Fachkunde ist erbracht, wenn die

ausgeschriebenen Leistungen oder vergleichbare Leistungen, also insbesondere

Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung, Maßnahmen zur

Verbesserung der Eingliederungsaussichten (?? 48ff. SGB III a. F.),

ganzheitliche

Integrationsleistungen bzw. Maßnahmen zur Unterstützung der Vermittlung mit

ganzheitlichem Ansatz (?? 37, 48ff. SGB III a. F.) oder vergleichbare

Aktivitäten

nach ? 48 SGB III a. F. bzw. ? 16 Abs. 2 SGB II a. F., die auf die Vermittlung

und Eingliederung von Arbeitslosen/erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in den ersten

Arbeitsmarkt zielten, innerhalb der letzten drei Jahre vom Auftragnehmer oder

dem

von ihm beauftragten Personal durchgeführt wurden.

Leistungsf?hig ist ein Bieter, der nachweist, dass er den Auftrag fachlich

einwandfrei und fristgerecht ausführen kann.

Zuverl?ssig ist ein Bieter, der eine ordnungsgemäße Vertragserfüllung und

Betriebsführung nachweisen kann und die für die Art der Geschäfte geltenden

öffentlich-rechtlichen Vorschriften einhält.

n) Zuschlags und Bindefrist: 28.05.2010

o) ?27: Mit der Abgabe des Angebotes unterliegt der Bieter den Bestimmungen über

nicht berücksichtigte Angebote gemäß ? 27 VOL/A.

Sonstige Angaben: Die Verdingungsunterlagen werden auf der Homepage der

Auftraggeberin (http://www.proarbeit-kreis-of.de) unter dem Punkt

"Ausschreibungen" veröffentlicht.

Sollten im Rahmen der Angebotserstellung ma?nahmebezogene oder

verfahrensrechtliche Fragen entstehen, deren Beantwortung sich nicht aus den

Verdingungsunterlagen erschließt, können diese Fragen längstens bis zum Ablauf

der Angebotsfrist schriftlich an die Pro Arbeit - Kreis Offenbach - AöR, Abt.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente, Werner-Hilpert-Straße 1, 63128 Dietzenbach

zur Beantwortung gestellt werden. Eine Übersendung von Fragen per E-Mail ist

nicht zulässig. Fragen, die auf diesem Wege gestellt werden, werden

grundsätzlich

nicht beantwortet.

Bei Bedarf werden Antworten auf mögliche Fragen der Bieter i. S. des ? 17 Nr. 6

Abs. 2 VOL/A auf der Homepage der Auftraggeberin

(http://www.proarbeit-kreis-of.de) unter dem Punkt "Ausschreibungen" in Form

eines Fragen-/ Antwortkataloges zur Ausschreibung bzw. zum Vergabeverfahren

veröffentlicht. Die Antworten werden zum Bestandteil der Leistungsbeschreibung.

Im Interesse der Bieter sollten auftretende Fragen unverzüglich, jedoch

spätestens fünf Arbeitstage vor Ablauf der Angebotsfrist schriftlich gestellt

werden, damit den Bietern ausreichend Zeit bleibt, die Antworten bei der

Angebots- und Unterrichtskonzepterstellung zu berücksichtigen.

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