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Ausschreibung - Nichtförmliches Interessenbekundungsverfahren BREITBANDVERSORGUNG im Landkreis Vechta in Vechta (ID:11674191)

Übersicht
DTAD-ID:
11674191
Region:
49377 Vechta
Auftragsart:
Archiviertes Dokument
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Verfahrensart:
Öffentliche Ausschreibung
Kategorien:
Bauarbeiten für Rohrleitungen, Fernmelde- und Stromleitungen, Telekommunikationsdienste, Erschliessungsarbeiten, Aushub-, Erdbewegungsarbeiten
Vergabeordnung:
Bauauftrag (VOB)
Kurzbeschreibung:
Die vorangegangene Markterkundung vom 23.11.2015 hat aufgezeigt, dass die Bandbreiten im Landkreis Vechta in einigen Teilen unter 30 Mbit/s im Download liegen. Ferner hat die Markterkundung...
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
09.03.2016
Frist Angebotsabgabe:
18.04.2016
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Beteiligte Firmen & Vergabestellen
Auftraggeber:
Landkreis Vechta, Referat für Wirtschaftsförderung u. Kreisentwicklung Adresse: Ravensberger Str. 20, 49377 Vechta Ansprechpartner: Frau Espelage Telefon: +49 4441-898-2602 Email: 2602@landkreis-vechta.de

Öffentliche Ausschreibungen
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Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Verfahrensgegenstand ist die Vorbereitung einer mit öffentlichen Mitteln geförderten Maßnahme zur Schaffung einer zuverlässigen, erschwinglichen, hochwertigen, nachhaltigen und zukunftssichernden NGA-Breitbandinfrastruktur im Landkreis Vechta.
Der Landkreis Vechta ist bereit, sofern kein Anbieter in der Lage ist, den Ausbau kostendeckend durchzuführen, eine Beihilfe zum Aufbau der zukunftssicheren NGA-Breitbandinfrastruktur zu leisten. Ziel ist die Schaffung einer flächendeckenden NGA-Breitbandinfrastruktur für alle privaten Haushalte und Gewerbegebiete mit einer Bandbreite von 50 MBit/s und mehr im Download und einer deutlichen Verbesserung des Uploads.

Die vorangegangene Markterkundung vom 23.11.2015 hat aufgezeigt, dass die Bandbreiten im Landkreis Vechta in einigen Teilen unter 30 Mbit/s im Download liegen. Ferner hat die Markterkundung ergeben, dass in den kommenden 3 Jahren keine flächendeckende NGA-Breitbandversorgung vorgesehen ist.

Vor diesem Hintergrund führt der Landkreis Vechta hiermit ein nichtförmliches Interessenbekundungsverfahren durch. Das Interessen bekundungsverfahren dient der Vorbereitung eines späteren Vergabeverfahrens und ist sowohl für den Auftraggeber (Projektführerin) als auch für den Bieter unverbindlich. Basierend auf dem Interessenbekundungsverfahren soll für den nächsten Verfahrensschritt die Entscheidung für das zu realisierende Modell, Betreiber- oder Wirtschaftlichkeitslückenmodell, getroffen werden. Das heißt, die Bieter haben in diesem Interessenbekundungsverfahren darzulegen, mit welchem Maßnahmenweg, Betreibermodell oder Wirtschaftlichkeitslückenmodell, das Ziel der hier beschriebenen Breitbandversorgung für das Projektgebiet erreicht werden kann und welche Leistungen dafür von der Projektführerin zu erbringen sind.

Grundlage des Verfahrens bildet § 4 Abs. 5 der "Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland zur Unterstützung des Aufbaus einer flächendeckenden Next Generation Access (NGA)- Breitbandversorgung" vom 15.06.2015 (NGA-RR) in Anlehnung an §7 Abs.2 BHO, nicht um eine Vorinformation im Sinne des Vergaberechtes im Sinne der Richtlinie 18/2004/EG. Die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Breitbandversorgung ländlicher Räume {RL Breitbandförderung - ländlicher Raum) und der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 des Rates vom 17.12.2013 über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER-VO) und den Leitlinien der EU für die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit dem schnellen Breitbandausbau (2013/C 25/01), zuletzt geändert durch Mitteilung der Kommission vom 27.06.2014 (2014/C 198/30) sowie unter Einbeziehung - soweit möglich - der Bundesförderung gemäß der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland" vom 22.10.2015 zur Deckung einer Wirtschaftlichkeitslücke zu leisten.
Der Landkreis Vechta bittet um die Einreichung von Interessenbekundungen zur Schließung der bestehenden Versorgungslücken mit NGA-Anschlüssen.
Der Landkreis Vechta behält sich die Gewährung einer Zuwendung vor.
Ergänzende Unterlagen zur Lage der unterversorgten Gebiete sind als Anlage beigefügt.

Nach aktuellem Kenntnisstand aufgrund des durchgeführten
Markterkundungsverfahrens gem. Nummer: 4.2 der RL Breitbandförderung -ländlicher Raum liegen die Bandbreiten im Zielgebiet unterhalb von 30 MBit/s und eine Erschließung durch den Markt ist in den kommenden 3 Jahren nicht zu erwarten.

Ziel des Vorhabens ist eine flächendeckende NGA-Breitbandversorgung für das Vorhabengebiet. Nach Abschluss der Maßnahme sollen für mindestens 85 % der Gebäude zuverlässig Bandbreiten möglichst von 50 MBit/s und mehr, für 95 % mindestens jedoch 30 MBit/s im Download gewährleistet werden, wobei erhebliche neue Investitionen im Erschließungsgebiet zu tätigen sind. Die Downloadrate muss sich im Rahmen der Fördermaßnahme mindestens verdoppeln, wobei die Uploadrate mindestens im gleichen Verhältnis zur Ausgangsbandbreite steigen muss.

Dabei sollen die NGA-Anschlüsse sowohl den privaten als auch gewerblichen Endkunden die geforderten Bandbreiten bieten.
Höhere Übertragungsgeschwindigkeiten sind ausdrücklich willkommen und können ggf. auch nur für einen Teil der Anschlussnehmer angeboten werden.
Soweit ein Anbieter die FTTC-Technologie einsetzen will, hat er ohne Vectoring adressgenau und haushaltsgenau darzustellen, wie viele Gebäudeadressen und Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s und wie viele mit mindestens 30 Mbit/s versorgt werden können. Mit mindestens 30 Mbit/s ohne Vectoring müssen mindestens 95 % der Gebäudeadressen versorgt werden. Zudem ist unter Einsatz von Vectoring adressgenau darzustellen, wie viele Gebäudeadressen und Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s und wie viele mit mindestens 100 Mbit/s versorgbar sind.
Die zu errichtende Breitbandinfrastruktur soll so ausgestaltet sein, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt zu einer noch höheren Qualitätsstufe (z. B. FTTB/FTTH) ausgebaut und erweitert werden kann. Insoweit gilt es auch sicherzustellen, dass mit
Anschluss weiterer Teilnehmer keine Bandbreitenverringerung für die übrigen Nutzer einhergeht.

Optional sind die Kosten für eine zukunftsfähige Migration für eine NGA-Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload (symmetrisch) gesondert zu benennen, um ggf. diese in einer nachfolgenden Ausschreibung berücksichtigen zu können.
Soweit ein Anbieter die FTTB/H-Technologie einsetzen will, hat er adressgenau und haushaltsgenau darzustellen, wie viele Gebäudeadressen und Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload (symmetrisch) und wie viele mit mindestens 30 Mbit/s versorgt werden können.

Der Anbieter hat zudem die aus seiner Sicht existierenden Möglichkeiten, bestehende Infrastrukturen für die Maßnahme zu nutzen zu benennen.
Bei der Interessenbekundung hat der Anbieter die technische Lösung detailliert darzustellen sowie Angaben zu den technisch mindestens erreichbaren Bandbreiten beim Endkunden und gem. der RL Breitbandförderung - ländlicher Raum Angaben zur Wirtschaftlichkeit des Projekts zu machen. Hierzu zählen u. a. umfassende Angaben zu den förderfähigen Investitionskosten und den erwarteten laufenden Einnahmen sowie eine detaillierte Aufstellung der Betriebskosten für einen Zeitraum von 7 Jahren (siehe Vordruck unter www.breitband.niedersachsen.de) im Fall der Wirtschaftlichkeitslücke oder von 20 Jahren im Fall Betreibermodell. Es ist die Backbone-Anbindung (per Funk oder Glasfaser) sowie die Anbindung der Gebäude per Funk, per Kupfer (TAL) oder per Glasfaser anzugeben. Außerdem sind die technisch mindestens erreichbaren (nicht „bis zu") Übertragungsraten bei den Endkundenanschlüssen für folgende Staffelung anzugeben:
• Haushalte / Unternehmen <= 16 Mbit/s
• Haushalte / Unternehmen >= 16 bis 30 MBit/s
• Haushalte / Unternehmen >= 30 Mbit/s bis 50 MBit/s
• Haushalte / Unternehmen >= 50 Mbit/s bis 100 MBit/s
• Haushalte / Unternehmen >= 100 MBit/s

Das vom Bieter im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens vorgelegte Angebot muss darstellen, mit welchem Maßnahmenweg, Betreibermodell oder Wirtschaftlichkeitslückenmodell, das Ziel der vorstehend beschriebenen Breitbandversorgung für das Vorhabengebiet erreicht werden kann. Der Anbieter hat zu begründen, warum er das betreffende Modell gewählt hat und warum dieses aus seiner Sicht wirtschaftlich günstiger ist.
Wird ein Wirtschaftlichkeitslückenmodell angeboten, ist im Angebot plausibel darzustellen, welcher Fehlbetrag sich aus der Differenz zwischen dem Barwert aller Erlöse und dem Barwert aller Kosten des Netzaufbaus und -betriebs (für einen Zeitraum von sieben Jahren) ergibt. Der Landkreis Vechta stellt eine finanzielle Förderung zur Schließung dieser Wirtschaftlichkeitslücke nach Maßgabe der Nummer: 2.3.2 i. V. m. Nummer 5.5 der RL Breitbandförderung - ländlicher Raum und nach Maßgabe der Nummer 3.1 der Bundesrichtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland" in Aussicht.
Die Höhe der Beihilfe zur Deckung der Wirtschaftlichkeitslücke ist maximal auf die Investitionskosten begrenzt.

Die gewährten Beihilfen sollen ausschließlich zur Erstellung eines NGA-Netzes verwendet werden, welches im Eigentum eines Unternehmens steht. Der jeweilige Netzbetreiber erhält hierbei das Recht bzw. übernimmt die Verpflichtung, die entsprechende Breitbandinfrastruktur unter Nutzung der Beihilfen zu errichten und das NGA-Netz in Betrieb zu nehmen und für eine Mindestdauer von 7 Jahren zu betreiben und gegenüber den örtlichen Endkunden sowie interessierten Drittanbietern Zugang auf Vorleistungsebene für mind. 7 Jahre zu gewähren.

Demgegenüber steht das Betreibermodell, im Zuge dessen der Anbieter Zuwendungen gemäß Ziffer 3.2 der Förderrichtlinie vom 22.10.2015 erlangen will. Wird ein Betreibermodell angeboten, hat der Bieter darzustellen, welche Leistungen (Erdarbeiten, Leerrohre mit oder ohne Glasfaserkabel) er auf welchen Trassen und Längen er von der Projektführerin benötigt. Darüber hinaus sind die Gesamtinvestitionsausgaben für die vom Bieter von der Projektführerin benötigte passive Netzinfrastruktur zu benennen. Zur Darstellung wird auf die Fördermittelregularien verwiesen.
Der Landkreis Vechta behält sich eine separate Entscheidung über die anschließende Durchführung eines Vergabeverfahrens vor.
Ein Aufwendungsersatz kann nicht gewährt werden.
Die Unterlagen sind schriftlich in 2-facher Ausfertigung und in digitaler Form vorzulegen.
Die Maßnahme soll möglichst zügig umgesetzt werden. Die Anbieter haben darzustellen, in welchem Zeitraum die Maßnahme umgesetzt werden kann.

Erfüllungsort:
Zielgebiet dieser Maßnahme sind folgende weiße NGA-Flecken mit ca. 9.183 Gebäuden in:
Bakum: 815
Damme: 1306
Dinklage: 507
Goldenstedt: 1319
Holdorf: 396
Lohne: 507 Neuenkirchen-Vörden: 753
Steinfeld: 883
Vechta: 1500
Visbek: 1197

Lose:
nein

Planungsleistungen:
nein

Nebenangebote:
nicht zugelassen

Verfahren & Unterlagen
Verfahrensart:
Öffentliche Ausschreibung

Dokumententyp:
Ausschreibung

Vergabeordnung:
Bauauftrag (VOB)

Termine & Fristen
Angebotsfrist:
Fristende für die Einreichung der Interessenbekundungen 18. April 2016 10.00 Uhr

Bedingungen & Nachweise
Sprache:
Deutsch

Zuschlagskriterien:
Auswahlverfahren
Das Auswahlverfahren muss unter Beachtung der besonderen Anforderungen der RL Breitbandförderung - ländlicher Raum und der RL „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland" in der jeweils gültigen Fassung durchgeführt werden.

Danach ist der auszuwählende Bewerber gemäß Nummer: 4.3 der RL Breitbandförderung - ländlicher Raum unter anderem dazu verpflichtet, im geförderten Netz für einen Mindestzeitraum von 7 Jahren einen offenen und diskriminierungsfreien Zugang zu den errichteten Infrastrukturen auf Vorleistungsebene zu gewährleisten, insbesondere Zugang zu Leerrohren sowie zum Kabelverzweiger, Zugang zur unbeschalteten Glasfaser, Bitstromzugang sowie vollständig entbündelter Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung. In Fällen, in denen die Gewährleistung eines physisch entbündelten Zugangs zur Teilnehmeranschlussleitung nicht realisierbar ist, muss stattdessen ein gleichwertiges virtuelles Zugangsprodukt bereitgestellt werden. Dieses virtuelle Zugangsprodukt ist durch die EU-Kommission vorab genehmigen zu lassen. Die Genehmigung muss spätestens zur Inbetriebnahme des zu errichtenden Netzes vorliegen.
Zur Bewertung der eingereichten Unterlagen werden folgende Kriterien mit ihrer prozentualen Gewichtung herangezogen:.

1. Wirtschaftlichkeit Gesamt 40 %.
2. Anzahl der mit 50 MBit/s zu versorgenden Endkundenanschlüsse im Zielgebiet 20%.
3. Mitnutzung bestehender Infrastrukturen 5 %.
4. Nachhaltigkeit der technischen Lösung i.S. zukünftiger Bandbreitenentwicklung 25%
a. Funk
b. KVZ-Überbau
c. KVZ-Überbau und Migrationskonzept
d. FTTB/H.
5. Höhe der Endkundenpreis 5 %.
6. Investitionskosten 5 %

Besondere Bedingungen:
Die Interessenten haben alle relevanten Informationen, die für die Beurteilung im Rahmen des nichtförmlichen Interessenbekundungsverfahrens maßgeblich sein können, mit anzugeben, hierzu gehören u.a. die Übersichtspläne des Vorhabens, sowie eine Beschreibung der technischen Lösung unter Beachtung der Ziffern 1.1 -1.2.3 der GIS-Nebenbestimmungen des Bundes.
Karten des Zielgebiets sind diesem Verfahren beigefügt. Die Verwendung ist ausschließlich zur Angebotserstellung im Rahmen dieses Verfahrens erlaubt.

Bitte beachten Sie: Die Darstellung des Dokumentes auf dieser Seite wurde angepasst. Die ursprüngliche Version finden Sie hier.
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