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Ausschreibung - Personelle, institutionelle, konzeptionelle und raumplanerische (Dis-) Kontinuitäten in Hannover (ID:12083356)

Übersicht
DTAD-ID:
12083356
Region:
30161 Hannover
Auftragsart:
Archiviertes Dokument
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Verfahrensart:
Öffentliche Ausschreibung
Kategorien:
Projektmanagement
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Kurzbeschreibung:
Das Ziel des Projektes liegt darin, eine umfassende Aufarbeitung und Bewertung der „Übergangsjahre“ von RAG zu ARL nach den Maßstäben der historisch-kritischen Geschichtswissenschaft vorzunehmen...
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
08.07.2016
Frist Angebotsabgabe:
08.08.2016
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Beteiligte Firmen & Vergabestellen
Auftraggeber:
Akademie für Raumforschung und Landesplanung
– Dr. Andreas Stefansky –
Hohenzollernstraße 11
30161 Hannover

Öffentliche Ausschreibungen
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Gewerbliche Bauvorhaben
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Gewonnene / Vergebene Aufträge
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Geschäftsbeziehungen
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Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Der Bieter soll auf der Basis der nachfolgenden Beschreibung
1. einen Teilnahmeantrag einreichen, der die unter l) aufgeführten Maßgaben erfüllt,
2. nach Prüfung des Teilnahmeantrages und Aufforderung zur Verhandlung/Angebotsabgabe einen Angebotsantrag einreichen, für den zusätzlich zu den unter
Personelle, institutionelle, konzeptionelle und raumplanerische (Dis-) Kontinuitäten
Die ARL steht faktisch und personell in einer (Rechts-)Nachfolge zur „Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung“ (RAG). Dies geht im Grunde daraus hervor, dass von der ARL, die im Jahre 1946 gegründet wurde, bereits im Jahr 1960 das 25-jährige Bestehen nicht nur der Raumforschung, sondern auch der akademischen Institution der deutschen Raumforschung – der Akademie für Raumforschung und Landesplanung – in Hannover gefeiert wurde. Ohne Wenn und Aber wurde seinerzeit die Akademie von Heinrich Hunke, von 1949 bis 1954 Generalsekretär und von 1960 bis 1964 Vizepräsident der ARL, als „Rechtsnachfolgerin der Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung“ bezeichnet. Eine (selbst)kritische Reflektion zur politischen Ausrichtung der Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung (RAG) unterblieb ebenso wie zu den nationalsozialistischen Verstrickungen von Akademiemitgliedern, von denen viele der RAG angehört hatten und einige an den Arbeiten zum „Generalplan Ost“ beteiligt gewesen waren.
Die RAG wurde 1935 gegründet und sollte das wissenschaftliche Fundament für die im selben Jahr begründete staatliche
Raumordnungspolitik des NS-Staates liefern. Der erste Leiter (Obmann) der RAG war Prof. Dr. Konrad Meyer, der ab 1936 auch die Zeitschrift „Raumforschung und Raumordnung“ herausgab. Aus der RAG gingen nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Akademie für Raumforschung und Landesplanung sowie das Institut für Raumforschung (IfR) in Bad Godesberg – ein Vorläuferinstitut des BBR in Bonn – hervor.
Zielsetzung

Das Ziel des Projektes liegt darin, eine umfassende Aufarbeitung und Bewertung der „Übergangsjahre“ von RAG zu ARL nach den Maßstäben der historisch-kritischen Geschichtswissenschaft vorzunehmen mit dem Ziel (Dis-)Kontinuitäten der Raumplanung und -forschung (personell, institutionell, konzeptionell und raumplanerisch) herauszuarbeiten. Dafür sollen „Schlüsselfiguren der Szene“ als Beispielfälle der (Dis-) Kontinuitäten identifiziert und die (Dis-)Kontinuitäten anhand der Analyseelemente
- „Kontinuitäten“ vs. „Brüche“,
- „konzeptionell/raumplanerisch“ vs. „biographisch“,
- „RAG/ARL-Tätigkeit“ vs. „Tätigkeit im Hauptberuf der Schlüsselfiguren“,
- „RAG/ARL-Mitglied“ und „RAG/ARL-Fremde“ sowie
- „BRD“ und „DDR“
untersucht werden.
Im Rahmen der Untersuchung sollen Synergieeffekte zu der zur Zeit laufenden Studie „Kontinuitäten und Neuorientierung: Die Akademie für Raumforschung und Landesplanung und das Fortwirken von personellen Netzwerken am Wissenschaftsstandort Niedersachsen nach 1945“ geprüft und möglichst realisiert werden.
Eine eindeutige und erschöpfende Leistungsbeschreibung kann an dieser Stelle nicht vorgenommen werden; vielmehr ist die Erstellung der endgültigen Leistungsbeschreibung Gegenstand der Leistung selbst.
Arbeitsschritte
- Erschließen von Quellen und Kontaktpersonen zu Zeitzeugen
- Gespräche mit Persönlichkeiten aus dem Kontaktfeld der Zeitzeugen
- Bewertung der Ergebnisse der Quellenstudien und Gespräche
- Systematisierung der Ergebnisse unter Beachtung der Analysedimensionen
- Erstellung des Forschungsberichts
Produkte
Erstellung einer (Grundlagen-)Studie gemäß der inhaltlichen Anforderungsbeschreibung. Auftragnehmer und wissenschaftlicher Beirat sollen der ARL eine Empfehlung geben, ob die Studienergebnisse in einem externen Verlag veröffentlicht werden sollen. Die Kosten der Publikation (durch den ARL-Eigenverlag oder in einem externen Verlag) werden von der ARL getragen.
Zudem ist an der Vorbereitung einer Tagung – deren Kosten die ARL trägt –, auf der primär die Ergebnisse der Studie vorgestellt werden, mitzuwirken. Die Tagung soll in einer weiteren Veröffentlichung dokumentiert werden – auch hieran soll der Auftragnehmer mitwirken.
Der Anbieter soll zusammen mit der ARL und dem wissenschaftlichen Beirat klären, ob die Ergebnisse der Forschungsarbeit in einer Ausstellung präsentiert werden können.
Berichtspflichten und wissenschaftliche Integrität
Zur Wahrung der wissenschaftlichen Integrität des Projekts wird ein unabhängiger, externer wissenschaftlicher Beirat eingerichtet. Dem Beirat und Vertretern der ARL ist regelmäßig ein Sachstandsbericht zu erstatten – der konkrete Berichtsturnus wird in der Vergabeverhandlung abgestimmt. Der Beirat wird der ARL regelmäßig seine fachliche Einschätzung über die Qualität der Forschungsleistung des Auftragnehmers mitteilen.

Lose:
nein

Planungsleistungen:
nein

Nebenangebote:
nicht zugelassen

Verfahren & Unterlagen
Verfahrensart:
Öffentliche Ausschreibung

Dokumententyp:
Ausschreibung

Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Vergabenummer:
Vergabenummer 040042

Vergabeunterlagen:
Rückfragen
Fragen zum Vorhaben sind ausschließlich per E-Mail zu richten an stefansky@arl-net.de und müssen spätestens eine Woche vor Ablauf der Ausschreibungsfrist vorliegen. Die Antworten werden auf der Internetseite der ARL unter www.arl-net.de/vergabeverfahren veröffentlicht.

Termine & Fristen
Angebotsfrist:
Form der Anträge
Die Anträge sind zweifach in deutscher Sprache zu erstellen und unter der o.g. Adresse auf postalischem Wege einzureichen. Anträge, die nach Ablauf der Abgabefrist eingehen, werden nicht berücksichtigt.
Frist für die Abgabe der Teilnahmeanträge 08.08.2016, 12.00 Uhr
Frist für die Abgabe der Angebotsanträge 12.09.2016, 12.00 Uhr

Ausführungsfrist:
3 Jahre nach Auftragserteilung

Bindefrist:
Frist für die Bindung an die Angebote 10.10.2016

Bedingungen & Nachweise
Sprache:
Deutsch

Sicherheiten:
Keine

Zahlung:
Zahlungsbedingungen
Mit der Auftragserteilung erfolgt eine Zahlung von 9,5 % der Forschungssumme, die restlichen Mittel werden sukzessive nach vorheriger Entlastung durch den wissenschaftlichen Beirat ausgezahlt.

Geforderte Nachweise:
Unterlagen zur Beurteilung der Eignung
- Grob-Konzept zum methodischen Vorgehen für den Teilnahmeantrag; ausgearbeitetes Konzept für den Angebotsantrag
- Grobe Darstellung der Arbeitsschritte für den Teilnahmeantrag; detaillierte Darstellung der Arbeitsschritte für den Angebotsantrag
- (Fach-)Wissenschaftlicher Abschluss
- Berufserfahrung in der Geschichtswissenschaft der jüngeren/jüngsten deutschen Geschichte (Angabe zu Projekten, Förderungen)
- Veröffentlichungen der letzten fünf Jahre zum Themenkomplex (Personen- oder Institutionenbezogen)
- Eigenerklärungen gemäß § 6 Abs. 5 VOL/A zur Zuverlässigkeit und finanziellen Leistungsfähigkeit

Bitte beachten Sie: Die Darstellung des Dokumentes auf dieser Seite wurde angepasst. Die ursprüngliche Version finden Sie hier.
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