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Ausschreibung - Simulatoren in Koblenz (ID:7840565)

Auftragsdaten
Titel:
Simulatoren
DTAD-ID:
7840565
Region:
56073 Koblenz
Auftragsart:
Europäische Ausschreibung
Europäische Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
28.12.2012
Frist Angebotsabgabe:
29.01.2013
Beteiligte Firmen und Vergabestellen
Vergabestelle:
Zusätzliche Informationen
Kurzbeschreibung:
EK-Simulator Marine. 1 Allgemeine Anforderungen Im Rahmen des Projekts "Test- und Ausbildungseinrichtung für den Elektronischen Kampf der Marine (EK-Range See)" besteht die Absicht zur Beschaffung eines Simulators im Radarbereich. Dieser ist als modernes, modular aufgebautes, bedienerfreundliches und für zukünftige Anforderungen erweiterbares Gesamtsystem für den weltweiten Einsatz an Land und auf seegehenden Plattformen auszulegen. Der EK-Simulator (EK: Elektronischer Kampf) besteht aus den folgenden Hauptkomponenten: Sendesystem, Empfangs- und Signalanalysesystem, Radar Antwort System (Repeater), Antennensystem und einem klimatisierten 20 ft-ISO-Container einschließlich eines 20 ft-ISO Container-Flats (Plattform für das Antennensystem). Der EK-Simulator deckt den Frequenzbereich von 0,5 GHz bis 40 GHz ab und ermöglicht die Abstrahlung von komplexen Radarsignalen bei einer Reichweite von 10 km bei 10 m Antennenhöhe über See. Der EK-Simulator ermöglicht die Nachbildung realistischer, reproduzierbarer Radarszenarien bei gleichzeitiger Abstrahlung von mindestens 32 unterschiedlichen, frei wählbaren Emittern und der synchronen Abstrahlung komplexer Pulssequenzen mehrerer Emittergruppen. Der Frequenzbereich 8-12 GHz ist für eine zeitlich parallele Abstrahlung von Emittern doppelt auszuführen. Der EK-Simulator ist so auszulegen, dass der Betrieb und daraus resultierende Analysen und Auswertungen unter Sicherstellung der erforderlichen Geheimhaltung (Geheimhaltungsgrad bis max. VS-Geheim) durchgeführt werden können. 1.1 Geforderter Leistungsumfang des Sendesystems Das Kernstück des Systems ist ein aus marktverfügbaren Komponenten aufgebauter Signalsimulator, der durch ein Empfangsund Analysesystem ergänzt wird. Das Sendesystem ist so auszuführen, dass durch dessen Auslegung eine hohe spektrale Reinheit des abgestrahlten Signals sichergestellt wird und auch bei zeitlich paralleler Aussendung von Signalen erhalten bleibt. Der Signalsimulator ist in der Lage mindestens 32 reproduzierbare Echtzeit-Radar-Pulssignale von hoher zeitlicher Dichte zu erzeugen und über das gesamte Frequenzband abzustrahlen, ebenso die simultane Abstrahlung von Emittern über einen spezifizierten Frequenzbereich zu generieren. Diese Signale werden kontrolliert über gerichtete Antennen gegen seegehende Einheiten mit EK-Gerät gesendet. Die hochgenauen komplexen Radarsignale dienen für EloUM-Tests, Wirksamkeitsnachweise, Abnahmen und Teamausbildung an Bord von seegehenden Einheiten der Marine. Das Sendesystem hat folgende technische Anforderungen zu erfüllen: - Erzeugung von bis zu 32 komplexen Emittern im Frequenzbereich 0,5 GHz bis 40 GHz. - Die Aufteilung der Frequenzbereiche und der korrespondierenden Antennen (Anforderungsprofil für Antennensystem siehe 1.4) orientiert sich an den handelsüblichen Komponenten des Sendesystems. Die Kombination aus Antennensystem und Sendeverstärkern ist so ausgelegt, dass der Empfangspegel in einer Entfernung von mindestens 10 Kilometern und 10 m über der Wasserlinie einem Signalpegel entspricht (unter den unten genannten Ausbreitungsbedingungen), der den Empfang, die Analyse und die Klassifikation der Radaremitter mit den modernen EloKa-Anlagen der deutschen Marine ermöglicht. Auch für den Frequenzbereich von 18 GHz bis 40 GHz ist ein entsprechender Empfangspegel gefordert. Die Reichweitenangabe gilt für alle Polarisationsebenen unter Standardbedingungen für die Ausbreitung (4/3-Erdradius): - Keine Niederschläge - Unbehinderte und klare Sicht auf die zu vermessende Einheit - Seegang ≤4 - Wind ≤20kn (5 Beaufort) Die erforderliche Sendeleistung ist in Hochleistungsverstärkern zu erzeugen. Mindestens 32 Emitter können verteilt über den gesamten Frequenzbereich oder nur in einem Frequenzband im Zeitmultiplexverfahren abgestrahlt werden. - Im Frequenzband 8GHz bis 12GHz können neben der Abstrahlung von Emittern im Zeitmultiplexverfahren zusätzlich mindestens zwei komplexe Emitter gleichzeitig (simultan) abgestrahlt werden. Die Gleichzeitigkeit wird für den gesamten genannten Frequenzbereich durch technische Einrichtungen erreicht. - Der Signalsimulator ist auch in der Lage, in allen Frequenzbändern CW- und LPI-Signale abzustrahlen. - Die Generierung der Emitter unterliegt einer durch den Bediener einstellbaren Prioritätskontrolle. Aus der Prioritätsfunktion ergibt sich keine Beschneidung von Radarpulsen. - Hohe Frequenzgenauigkeit und Stabilität. - Große Variationsbereiche für Pulsbreiten und Pulswiederholintervalle, Agilität, z.B. Stagger und Jitter. - Erzeugung langer und komplexer Pulssequenzen. - Synchronisation komplexer Emitter-Pulsgruppen. - Die Anwender-Signalerzeugungs-Software erlaubt die Zusammenstellung von komplexen Emittern und Szenarien 1.2 Geforderter Leistungsumfang des Empfangs- und Signalanalysesystem Mit dem Empfangssystem sollen Prüfungen zur Peil- und Abstrahlgenauigkeit sowie von Reaktionszeiten erfolgen. Ein wesentliches Merkmal ist der gleichzeitige Sende- und Empfangsbetrieb. Der EK-Simulator ist, soweit wie möglich, aus marktverfügbaren Komponenten zusammenzustellen. Das System empfängt alle elektromagnetischen Abstrahlungen im Frequenzbereich 0,5 GHz bis 40 GHz. Es ermöglicht die Vermessung und Aufzeichnung der von Bord abgestrahlten EloGM-Signale, die Überprüfung der eigenen abgestrahlten Signale sowie die Auswertung der aufgezeichneten Signale und der Messergebnisse online und offline. Die Anzeige, Analyse und Aufzeichnung erfolgt mit schnellen Breitband- sowie Fein- und Vektoranalyseverfahren. Die Messeinrichtung hat eine fensterorientierte Bedienoberfläche und ist mit einer leistungsfähigen Auswertungs-, Darstellungsund Dokumentationssoftware auszurüsten. - Der Empfangsanteil hat folgende technische Anforderungen zu erfüllen: - Kontrolle, Vermessung und Dokumentation der bordseitig abgestrahlten Radarsignale und der elektronischen Gegenmaßnahmen (GM), (Frequenz, Bandbreite, Modulation usw.). - Vermessung des zeitkritischen Verhaltens der GM-Anlagen, Echtzeit-Analyse, Reaktionszeit. - Synchronisation des Empfängers auf Abstrahlung des Simulationsspektrums (auch phasenkohärent). - Intrapuls- und Puls zu Pulsvermessung: Frequenz, Phase, Bandbreiten, Pulsflanken, Sprungverhalten. - Detektion von LPI- und CW-Signalen. - Simultane Vermessungen von Puls zu Puls, Puls auf CW, Multi-CW. - Frei wählbar zwischen automatischer und manueller Vermessung. - Beobachtung/Vermessung der Wirkungsweise und Wirkung der bordeigenen GM. - Breitbandiges digitales Empfangssystem. - Hohe Empfindlichkeit. - Hohe Abtastraten - Schutz des Empfangsteils gegen eigene und fremde Sendeleistungen durch hohe Antennenentkopplung und Limiter ggf. Blanking-Unit. - Aufzeichnung der Empfangsdaten und Winkelstellung des Antennenpositionierungssystems. - Schnelle Verfügbarkeit der Messwerte. - Einlesen, Erfassen und Dokumentieren von Messdaten in ein Datenbanksystem. Der Signalanalyseteil hat folgende technischen Anforderungen zu erfüllen: - Online- und Offline-Analyse. - Großer Analyseumfang. - Hohe Analysetiefe. - Darstellung: Zeit-Diagramme (Frequenz, PRI, Pulsbreite, Amplitude) Histogramme (Frequenz, Pulsbreite, Pulsamplitude, PRI, 2D/3D- Diagramme). - Vergleich mit in einer Datenbank abgelegten Signalen (Frequenz, Pulsbreite, Pulsamplitude, PRI, Scan). - Puls-Datenanalyse, Intrapulsanalyse - Darstellung Zeitbereich (Amplitude, Frequenz, Phase, Einhüllende). - Darstellung Frequenzbereich (Leistungsspektrum, Einhüllende). - Statistik-Funktionen für die Ergebnisdarstellung. 1.3 Geforderter Leistungsumfang des Radar Antwort Systems (Repeater) Der Repeater ist in der Lage, Radaremitter empfangsseitig aufzuzeichnen, in einer Datenbank abzulegen und unter Beibehaltung der Signalform (Waveform) synchronisiert zeitversetzt wieder abzustrahlen. Der Repeater dient zur Ermittlung der Störfestigkeit und dem Nachweis der Genauigkeit von Radaranlagen. Darüber hinaus kann er vorprogrammierte Signale abstrahlen. Das Repeatersystem hat folgende technische Anforderungen zu erfüllen: - Synchronisiertes zeitversetztes Wiederabstrahlen der empfangenen Radarsignale. - Synchronisiertes Abstrahlen von definierten Störsignalen oder eines Rauschspektrums aus der Datenbank zur Ermittlung der Störfestigkeit von Radaranlagen. - Ablegen und analysieren der empfangenen Life-Radarsignale in einer Datenbank. - Abstrahlen von Datenbanksignalen mit sich ändernder Zeitverzögerung (Simulation beweglicher Ziele). Der Repeater wird nicht gleichzeitig mit dem Sende-/Empfangssystem betrieben. Die Nutzung gleicher Ausstattungskomponenten, z.B. Leistungsverstärker und Signalerzeugung, ist zu berücksichtigen. 1.4 Geforderter Leistungsumfang des Antennensystem Das Antennensystem nutzt eine 20 ft-ISO-Container-Bodenplatte als Fundament und ein gemeinsames Pedestal für alle Antennen. Das Antennenflat wird mit Twist-Locks gesichert auf dem 20 ft-ISO Container stehend betrieben. Für eine ausreichende Entkopplung zwischen Sende- und Empfangsantennen sind diese gegeneinander abgeschirmt. Die Mehrfachausnutzung von Sendeantennen reduziert die notwendige Anzahl einzelner Antennen und sorgt zusammen mit weiteren Maßnahmen für eine ausreichend hohe Entkopplung zwischen Sende- und Empfangsantennen, um den Repeater oder das Sendesystem und Empfangssystem gleichzeitig betreiben zu können. Zur Ausrichtung der Antennensysteme dient ein Trackingsystem, das als Datenquelle auf eine GPS/AIS-Telemetrie, ein Rundsuchradar und ein Kamerasystem für Tag und Nachtsicht zugreifen kann. Dadurch wird ein Betrieb auch bei schlechter Sicht, in der Nacht und in komplexen, für ein zuverlässiges Tracking störanfälligen Umgebungen sichergestellt. Das Ausrichten des Antennensystems kann wahlweise von Hand oder automatisch durch das Trackingsystem erfolgen. Das Antennensystem hat folgende technischen Anforderungen zu erfüllen: - Antennensystem mit Video- und Kommunikationseinrichtungen - Flat auf dem Dach des Containers zur Aufnahme der (getrennten) Antennen für simultanen Sende-/Empfangs-Betrieb sowie deren Stabilisierung einschließlich der Drehgestelle und Videokameraeinrichtungen, der Funk- und GPS-/AISAntennen. - Ein TV/LWIR-Kamerasystem ist am Antennensystem so auszurichten, dass eine Kontrollmöglichkeit in Zielrichtung besteht. - Getrennte Antennensysteme für den Sende- und Empfangsanteile. - Verschiedene Polarisationsarten sind wählbar (auch für das Empfangssystem). - Das Antennensystem ist stabilisiert. - Auf dem Drehgestell befindet sich auch ein hochauflösendes Video-/IR-Trackingsystem. Das Antennensystem ist so ausgelegt, dass der Betrieb bis 25 kn-Windgeschwindigkeit bei garantierter Richtgenauigkeit aufrecht erhalten bleibt. Windbelastung ohne Beschädigung bis 90 kn im eingeklappten Zustand. - Die Antennenplattform ist ein 20 ft-ISO-Containerflat, welches für den Betrieb auf dem Dach des Containers montiert ist. Für den Transport ist das Antennensystem so konstruiert, dass die Außenmaße eines 20 ft-ISO-Containers nicht überschritten werden. - Automatische synchrone Nachsteuerung der Sende-/Empfangsantennen zum Beispiel durch Funk-Übertragung der Bord-GPS/AIS-Positionsdaten und weiteren Tracking-Quellen. - Manuelle und automatische Antennen-Nachsteuerung mittels TV/LWIR-Tracksystem. 1.5 Geforderter Leistungsumfang des klimatisierten Messcontainers und Antennen-Flats Der EK-Simulator ist in einem klimatisierten 20 ft-ISO-Container (Messcontainer) und auf einem Container-Flat (Antennen-Flat) untergebracht. Die elektronischen Bauteile erhalten Luftkühlung durch die Klimaanlage. Gegebenenfalls ist für Teilkomponenten eine Flüssigkeitskühlung vorzusehen. Das Antennen-Flat ist als 20 ft-ISO-Container-Flat ausgeführt und umfasst die Antennenfundamentierung (Pedestal), die Antennenpositionierung, das Antennensystem, gegebenenfalls Leistungsverstärker und die unterstützenden Strukturen des Aufbaus. Container und Antennensystem sind für den Transport auf der Straße, zur See und den Lufttransport zugelassen und für den Betrieb an Land und auf See innerhalb eines breiten Bereiches klimatischer Bedingungen ausgelegt (siehe Punkt 1.7). Für Transportzwecke können der Container und das Flat getrennt werden. Der 20 ft-ISO-Messcontainer hat folgende technische Anforderungen zu erfüllen: - Ausrüstung mit VHF, 2 UHF Sprechfunk, Telefon, WL/GL-Anlage und Lautsprecher für Schiffsdurchsagen. - Ausrüstung mit 4-Antennen-GPS-Referenzsystem zur Bestimmung der Eigenposition und des Schiffskurses. - Die Stromversorgung des ganzen Systems ist ausgelegt für den Anschluss an Drehstromnetze 400V/50Hz und 440V/60Hz (Bordbetrieb). - Der Container ist mit einer Klimaanlage, getrennt einstellbar für Geräte und Personal, auszustatten. - Der Container ist in einem Bediener- und Geräteraum aufzuteilen. 1.6 Geforderter Leistungsumfang der Software Für den Betrieb des EK-Simulators werden die gerätespezifischen Softwareanteile der einzelnen Subsysteme genutzt. Sie dienen zur Erstellung und manuellen oder automatischen Abstrahlung von Sendesignalen, der Steuerung des Repeaters sowie für die Online- und Offline-Analyse, Verarbeitung, Ausgabe und Speicherung der Empfangssignale. Die Softwareanteile steuern alle für den Betrieb des Simulationssystems notwendigen Parameter und Funktionen über technisch aktuelle Standardschnittstellen. Extern erstellte Radarszenarien und Emitter-Datenbanken können geladen werden. Die gerätespezifischen Softwareanteile sind in eine übergreifende grafische Benutzeroberfläche integriert. Diese Benutzeroberfläche ermöglicht ein Nutzermanagement und lässt sich intuitiv einfach bedienen. Über sie sind alle Funktionen des EK-Simulators einfach erreichbar. Die Bedienung des EK-Simulators erfolgt über zwei Terminals. Die Funktionen des Simulationssystems sind in eine Systemüberwachung eingebunden (Monitoring). Die Software ist modular aufzubauen und ermöglicht über den gesamten Nutzungszeitraum Erweiterungen durch Maßnahmen der Softwarepflege und Softwareänderung. Sämtliche zum EK-Simulator gehörenden Komponenten, müssen in einer Betriebssoftware eingebunden sein, welche: - alle für den Betrieb des Simulationssystems notwendigen Parameter und Funktionen über technisch aktuelle Schnittstellen steuert - die zeitlich automatische/ manuelle Steuerung der Generierung, Abstrahlung und Vermessung von Radarszenarien erlaubt sowie die zeitlich automatische/ manuelle Vermessung und Speicherung der bordseitig abgestrahlten EloGM übernimmt - das Laden von extern erstellten zeitlich gesteuerten Radarszenarien und extern erstellten Emitter-Datenbanken erlaubt - alle Funktionen des Simulationssystems in eine Systemüberwachung einbindet (Monitoring) - über eine intuitiv einfache grafische Benutzeroberfläche verfügt, von der aus alle Parameter und Funktionen programmierbar und zu einzelnen oder komplexen, zeitlich und kohärent verknüpften Radarszenarien oder Vermessungen kombinierbar und in der Datenbank ablegbar sind. 1.7 Geforderter Leistungsumfang des Gesamtsystems Das Gesamtgewicht des EK-Simulators, bestehend aus 20 ft-ISO-Container, 20 ft-ISO Flat mit dem Antennensystem incl. aller Einbauten und Zubehör, darf 14 t nicht überschreiten. Betrieb und Transport Der EK-Simulator ist für den Transport (See, Luft, Land) sowie den Betrieb an Land (Landbetrieb) und an Bord von Erprobungsträgern der WTD71 (MZB, Planet) betrieben (Seebetrieb) ausgelegt. Der Messcontainer ist getrennt vom 20 ft-Antennenflat zu transportieren. Das Antennensystem ist für den Transport klappbar konstruiert, um die Höhe in der Verzurrstellung zu verringern. Die Abmessungen des Antennensystems und die des Flats inklusive eingeklappten Antennensystem halten die Norm eines 20 ft-ISO-Containers ein. Der Messcontainer und das Antennenflat verfügen über die entsprechenden Aufnahmesysteme (z.B. Twist-Locks) für den See-, Luft,- und Landtransport. Umweltbedingungen Der uneingeschränkte Betrieb und Transport des EK-Simulators in den Klimakategorien A3/B2/C0 gem. STANAG 4370 ist gewährleistet. Der Container und das Antennensystem sind staubgeschützt auszuführen. 1.8 Dokumentation und Schulung Es ist eine Dokumentation gemäß AECMA Specification 1000D der Klasse 1 für die Technische Dokumentation sowie eine Spec 2000M für das Material zu übergeben. Die Dokumentationssprache ist deutsch. Durch den zukunftigen AN sind die Erstschulungen (Industrieausbildung) durchzuführen. Dieser stellt jedem Teilnehmer die Schulungsunterlagen bereit. Die Erstausbildung umfasst die Schulung von Betriebspersonal sowie System-, Wartungs- und Instandsetzungspersonal (Materialerhaltungsstufe MES 1, 2).
Kategorien:
Elektrische, elektronische Ausrüstung
CPV-Codes:
Simulatoren
Vergabe in Losen:
nein
Vergabeordnung:
Lieferauftrag (VOL)
Vollständige Bekanntmachung
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Org. Dok.-Nr:  412464-2012

Auftragsbekanntmachung

Lieferauftrag Richtlinie 2009/81/EG
Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber / Auftraggeber
I.1) Name, Adressen und Kontaktstelle(n)
Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr
(BAAINBw)
Ferdinand-Sauerbruch-Straße 1
Kontaktstelle(n): Abteilung See - Referat S 2.2
56073 Koblenz
DEUTSCHLAND
E-Mail: baainbws2.2@bundeswehr.org
Fax: +49 2614006483
Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: Bundesamt für
Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)
Ferdinand-Sauerbruch-Straße 1
Kontaktstelle(n): E 1.3 / Angebotssammelstelle
56073 Koblenz
I.2) Art des öffentlichen Auftraggebers
Agentur/Amt auf zentral- oder bundesstaatlicher Ebene
I.3) Haupttätigkeit(en)
Verteidigung
I.4) Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber /
anderer Auftraggeber Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber: nein
Abschnitt II: Auftragsgegenstand
II.1) Beschreibung
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:
EK-Simulator Marine.
II.1.2) Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw.
Dienstleistung Lieferauftrag Kauf Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: Rendsburg-Eckernförde. NUTS-Code DEF0B
II.1.5) Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:
1 Allgemeine Anforderungen Im Rahmen des Projekts "Test- und Ausbildungseinrichtung für den Elektronischen Kampf der Marine (EK-Range See)" besteht die Absicht zur Beschaffung eines Simulators im Radarbereich. Dieser ist als modernes, modular aufgebautes, bedienerfreundliches und für zukünftige Anforderungen erweiterbares Gesamtsystem für den weltweiten Einsatz an Land und auf seegehenden Plattformen auszulegen. Der EK-Simulator (EK: Elektronischer Kampf) besteht aus den folgenden Hauptkomponenten: Sendesystem, Empfangs- und Signalanalysesystem, Radar Antwort System (Repeater), Antennensystem und einem klimatisierten 20 ft-ISO-Container einschließlich eines 20 ft-ISO Container-Flats (Plattform für das Antennensystem). Der EK-Simulator deckt den Frequenzbereich von 0,5 GHz bis 40 GHz ab und ermöglicht die Abstrahlung von komplexen Radarsignalen bei einer Reichweite von 10 km bei 10 m Antennenhöhe über See. Der EK-Simulator ermöglicht die Nachbildung realistischer, reproduzierbarer Radarszenarien bei gleichzeitiger Abstrahlung von mindestens 32 unterschiedlichen, frei wählbaren Emittern und der synchronen Abstrahlung komplexer Pulssequenzen mehrerer Emittergruppen. Der Frequenzbereich 8-12 GHz ist für eine zeitlich parallele Abstrahlung von Emittern doppelt auszuführen. Der EK-Simulator ist so auszulegen, dass der Betrieb und daraus resultierende Analysen und Auswertungen unter Sicherstellung der erforderlichen Geheimhaltung (Geheimhaltungsgrad bis max. VS-Geheim) durchgeführt werden können. 1.1 Geforderter Leistungsumfang des Sendesystems Das Kernstück des Systems ist ein aus marktverfügbaren Komponenten aufgebauter Signalsimulator, der durch ein Empfangsund Analysesystem ergänzt wird. Das Sendesystem ist so auszuführen, dass durch dessen Auslegung eine hohe spektrale Reinheit des abgestrahlten Signals sichergestellt wird und auch bei zeitlich paralleler Aussendung von Signalen erhalten bleibt. Der Signalsimulator ist in der Lage mindestens 32 reproduzierbare Echtzeit-Radar-Pulssignale von hoher zeitlicher Dichte zu erzeugen und über das gesamte Frequenzband abzustrahlen, ebenso die simultane Abstrahlung von Emittern über einen spezifizierten Frequenzbereich zu generieren. Diese Signale werden kontrolliert über gerichtete Antennen gegen seegehende Einheiten mit EK-Gerät gesendet. Die hochgenauen komplexen Radarsignale dienen für EloUM-Tests, Wirksamkeitsnachweise, Abnahmen und Teamausbildung an Bord von seegehenden Einheiten der Marine. Das Sendesystem hat folgende technische Anforderungen zu erfüllen: - Erzeugung von bis zu 32 komplexen Emittern im Frequenzbereich 0,5 GHz bis 40 GHz. - Die Aufteilung der Frequenzbereiche und der korrespondierenden Antennen (Anforderungsprofil für Antennensystem siehe 1.4) orientiert sich an den handelsüblichen Komponenten des Sendesystems. Die Kombination aus Antennensystem und Sendeverstärkern ist so ausgelegt, dass der Empfangspegel in einer Entfernung von mindestens 10 Kilometern und 10 m über der Wasserlinie einem Signalpegel entspricht (unter den unten genannten Ausbreitungsbedingungen), der den Empfang, die Analyse und die Klassifikation der Radaremitter mit den modernen EloKa-Anlagen der deutschen Marine ermöglicht. Auch für den Frequenzbereich von 18 GHz bis 40 GHz ist ein entsprechender Empfangspegel gefordert. Die Reichweitenangabe gilt für alle Polarisationsebenen unter Standardbedingungen für die Ausbreitung (4/3-Erdradius): - Keine Niederschläge - Unbehinderte und klare Sicht auf die zu vermessende Einheit - Seegang ≤4 - Wind ≤20kn (5 Beaufort) Die erforderliche Sendeleistung ist in Hochleistungsverstärkern zu erzeugen. Mindestens 32 Emitter können verteilt über den gesamten Frequenzbereich oder nur in einem Frequenzband im Zeitmultiplexverfahren abgestrahlt werden. - Im Frequenzband 8GHz bis 12GHz können neben der Abstrahlung von Emittern im Zeitmultiplexverfahren zusätzlich mindestens zwei komplexe Emitter gleichzeitig (simultan) abgestrahlt werden. Die Gleichzeitigkeit wird für den gesamten genannten Frequenzbereich durch technische Einrichtungen erreicht. - Der Signalsimulator ist auch in der Lage, in allen Frequenzbändern CW- und LPI-Signale abzustrahlen. - Die Generierung der Emitter unterliegt einer durch den Bediener einstellbaren Prioritätskontrolle. Aus der Prioritätsfunktion ergibt sich keine Beschneidung von Radarpulsen. - Hohe Frequenzgenauigkeit und Stabilität. - Große Variationsbereiche für Pulsbreiten und Pulswiederholintervalle, Agilität, z.B. Stagger und Jitter. - Erzeugung langer und komplexer Pulssequenzen. - Synchronisation komplexer Emitter-Pulsgruppen. - Die Anwender-Signalerzeugungs-Software erlaubt die Zusammenstellung von komplexen Emittern und Szenarien 1.2 Geforderter Leistungsumfang des Empfangs- und Signalanalysesystem Mit dem Empfangssystem sollen Prüfungen zur Peil- und Abstrahlgenauigkeit sowie von Reaktionszeiten erfolgen. Ein wesentliches Merkmal ist der gleichzeitige Sende- und Empfangsbetrieb. Der EK-Simulator ist, soweit wie möglich, aus marktverfügbaren Komponenten zusammenzustellen. Das System empfängt alle elektromagnetischen Abstrahlungen im Frequenzbereich 0,5 GHz bis 40 GHz. Es ermöglicht die Vermessung und Aufzeichnung der von Bord abgestrahlten EloGM-Signale, die Überprüfung der eigenen abgestrahlten Signale sowie die Auswertung der aufgezeichneten Signale und der Messergebnisse online und offline. Die Anzeige, Analyse und Aufzeichnung erfolgt mit schnellen Breitband- sowie Fein- und Vektoranalyseverfahren. Die Messeinrichtung hat eine fensterorientierte Bedienoberfläche und ist mit einer leistungsfähigen Auswertungs-, Darstellungsund Dokumentationssoftware auszurüsten. - Der Empfangsanteil hat folgende technische Anforderungen zu erfüllen: - Kontrolle, Vermessung und Dokumentation der bordseitig abgestrahlten Radarsignale und der elektronischen Gegenmaßnahmen (GM), (Frequenz, Bandbreite, Modulation usw.). - Vermessung des zeitkritischen Verhaltens der GM-Anlagen, Echtzeit-Analyse, Reaktionszeit. - Synchronisation des Empfängers auf Abstrahlung des Simulationsspektrums (auch phasenkohärent). - Intrapuls- und Puls zu Pulsvermessung: Frequenz, Phase, Bandbreiten, Pulsflanken, Sprungverhalten. - Detektion von LPI- und CW-Signalen. - Simultane Vermessungen von Puls zu Puls, Puls auf CW, Multi-CW. - Frei wählbar zwischen automatischer und manueller Vermessung. - Beobachtung/Vermessung der Wirkungsweise und Wirkung der bordeigenen GM. - Breitbandiges digitales Empfangssystem. - Hohe Empfindlichkeit. - Hohe Abtastraten - Schutz des Empfangsteils gegen eigene und fremde Sendeleistungen durch hohe Antennenentkopplung und Limiter ggf. Blanking-Unit. - Aufzeichnung der Empfangsdaten und Winkelstellung des Antennenpositionierungssystems. - Schnelle Verfügbarkeit der Messwerte. - Einlesen, Erfassen und Dokumentieren von Messdaten in ein Datenbanksystem. Der Signalanalyseteil hat folgende technischen Anforderungen zu erfüllen: - Online- und Offline-Analyse. - Großer Analyseumfang. - Hohe Analysetiefe. - Darstellung: Zeit-Diagramme (Frequenz, PRI, Pulsbreite, Amplitude) Histogramme (Frequenz, Pulsbreite, Pulsamplitude, PRI, 2D/3D- Diagramme). - Vergleich mit in einer Datenbank abgelegten Signalen (Frequenz, Pulsbreite, Pulsamplitude, PRI, Scan). - Puls-Datenanalyse, Intrapulsanalyse - Darstellung Zeitbereich (Amplitude, Frequenz, Phase, Einhüllende). - Darstellung Frequenzbereich (Leistungsspektrum, Einhüllende). - Statistik-Funktionen für die Ergebnisdarstellung. 1.3 Geforderter Leistungsumfang des Radar Antwort Systems (Repeater) Der Repeater ist in der Lage, Radaremitter empfangsseitig aufzuzeichnen, in einer Datenbank abzulegen und unter Beibehaltung der Signalform (Waveform) synchronisiert zeitversetzt wieder abzustrahlen. Der Repeater dient zur Ermittlung der Störfestigkeit und dem Nachweis der Genauigkeit von Radaranlagen. Darüber hinaus kann er vorprogrammierte Signale abstrahlen. Das Repeatersystem hat folgende technische Anforderungen zu erfüllen: - Synchronisiertes zeitversetztes Wiederabstrahlen der empfangenen Radarsignale. - Synchronisiertes Abstrahlen von definierten Störsignalen oder eines Rauschspektrums aus der Datenbank zur Ermittlung der Störfestigkeit von Radaranlagen. - Ablegen und analysieren der empfangenen Life-Radarsignale in einer Datenbank. - Abstrahlen von Datenbanksignalen mit sich ändernder Zeitverzögerung (Simulation beweglicher Ziele). Der Repeater wird nicht gleichzeitig mit dem Sende-/Empfangssystem betrieben. Die Nutzung gleicher Ausstattungskomponenten, z.B. Leistungsverstärker und Signalerzeugung, ist zu berücksichtigen. 1.4 Geforderter Leistungsumfang des Antennensystem Das Antennensystem nutzt eine 20 ft-ISO-Container-Bodenplatte als Fundament und ein gemeinsames Pedestal für alle Antennen. Das Antennenflat wird mit Twist-Locks gesichert auf dem 20 ft-ISO Container stehend betrieben. Für eine ausreichende Entkopplung zwischen Sende- und Empfangsantennen sind diese gegeneinander abgeschirmt. Die Mehrfachausnutzung von Sendeantennen reduziert die notwendige Anzahl einzelner Antennen und sorgt zusammen mit weiteren Maßnahmen für eine ausreichend hohe Entkopplung zwischen Sende- und Empfangsantennen, um den Repeater oder das Sendesystem und Empfangssystem gleichzeitig betreiben zu können. Zur Ausrichtung der Antennensysteme dient ein Trackingsystem, das als Datenquelle auf eine GPS/AIS-Telemetrie, ein Rundsuchradar und ein Kamerasystem für Tag und Nachtsicht zugreifen kann. Dadurch wird ein Betrieb auch bei schlechter Sicht, in der Nacht und in komplexen, für ein zuverlässiges Tracking störanfälligen Umgebungen sichergestellt. Das Ausrichten des Antennensystems kann wahlweise von Hand oder automatisch durch das Trackingsystem erfolgen. Das Antennensystem hat folgende technischen Anforderungen zu erfüllen: - Antennensystem mit Video- und Kommunikationseinrichtungen - Flat auf dem Dach des Containers zur Aufnahme der (getrennten) Antennen für simultanen Sende-/Empfangs-Betrieb sowie deren Stabilisierung einschließlich der Drehgestelle und Videokameraeinrichtungen, der Funk- und GPS-/AISAntennen. - Ein TV/LWIR-Kamerasystem ist am Antennensystem so auszurichten, dass eine Kontrollmöglichkeit in Zielrichtung besteht. - Getrennte Antennensysteme für den Sende- und Empfangsanteile. - Verschiedene Polarisationsarten sind wählbar (auch für das Empfangssystem). - Das Antennensystem ist stabilisiert. - Auf dem Drehgestell befindet sich auch ein hochauflösendes Video-/IR-Trackingsystem. Das Antennensystem ist so ausgelegt, dass der Betrieb bis 25 kn-Windgeschwindigkeit bei garantierter Richtgenauigkeit aufrecht erhalten bleibt. Windbelastung ohne Beschädigung bis 90 kn im eingeklappten Zustand. - Die Antennenplattform ist ein 20 ft-ISO-Containerflat, welches für den Betrieb auf dem Dach des Containers montiert ist. Für den Transport ist das Antennensystem so konstruiert, dass die Außenmaße eines 20 ft-ISO-Containers nicht überschritten werden. - Automatische synchrone Nachsteuerung der Sende-/Empfangsantennen zum Beispiel durch Funk-Übertragung der Bord-GPS/AIS-Positionsdaten und weiteren Tracking-Quellen. - Manuelle und automatische Antennen-Nachsteuerung mittels TV/LWIR-Tracksystem. 1.5 Geforderter Leistungsumfang des klimatisierten Messcontainers und Antennen-Flats Der EK-Simulator ist in einem klimatisierten 20 ft-ISO-Container (Messcontainer) und auf einem Container-Flat (Antennen-Flat) untergebracht. Die elektronischen Bauteile erhalten Luftkühlung durch die Klimaanlage. Gegebenenfalls ist für Teilkomponenten eine Flüssigkeitskühlung vorzusehen. Das Antennen-Flat ist als 20 ft-ISO-Container-Flat ausgeführt und umfasst die Antennenfundamentierung (Pedestal), die Antennenpositionierung, das Antennensystem, gegebenenfalls Leistungsverstärker und die unterstützenden Strukturen des Aufbaus. Container und Antennensystem sind für den Transport auf der Straße, zur See und den Lufttransport zugelassen und für den Betrieb an Land und auf See innerhalb eines breiten Bereiches klimatischer Bedingungen ausgelegt (siehe Punkt 1.7). Für Transportzwecke können der Container und das Flat getrennt werden. Der 20 ft-ISO-Messcontainer hat folgende technische Anforderungen zu erfüllen: - Ausrüstung mit VHF, 2 UHF Sprechfunk, Telefon, WL/GL-Anlage und Lautsprecher für Schiffsdurchsagen. - Ausrüstung mit 4-Antennen-GPS-Referenzsystem zur Bestimmung der Eigenposition und des Schiffskurses. - Die Stromversorgung des ganzen Systems ist ausgelegt für den Anschluss an Drehstromnetze 400V/50Hz und 440V/60Hz (Bordbetrieb). - Der Container ist mit einer Klimaanlage, getrennt einstellbar für Geräte und Personal, auszustatten. - Der Container ist in einem Bediener- und Geräteraum aufzuteilen. 1.6 Geforderter Leistungsumfang der Software Für den Betrieb des EK-Simulators werden die gerätespezifischen Softwareanteile der einzelnen Subsysteme genutzt. Sie dienen zur Erstellung und manuellen oder automatischen Abstrahlung von Sendesignalen, der Steuerung des Repeaters sowie für die Online- und Offline-Analyse, Verarbeitung, Ausgabe und Speicherung der Empfangssignale. Die Softwareanteile steuern alle für den Betrieb des Simulationssystems notwendigen Parameter und Funktionen über technisch aktuelle Standardschnittstellen. Extern erstellte Radarszenarien und Emitter-Datenbanken können geladen werden. Die gerätespezifischen Softwareanteile sind in eine übergreifende grafische Benutzeroberfläche integriert. Diese Benutzeroberfläche ermöglicht ein Nutzermanagement und lässt sich intuitiv einfach bedienen. Über sie sind alle Funktionen des EK-Simulators einfach erreichbar. Die Bedienung des EK-Simulators erfolgt über zwei Terminals. Die Funktionen des Simulationssystems sind in eine Systemüberwachung eingebunden (Monitoring). Die Software ist modular aufzubauen und ermöglicht über den gesamten Nutzungszeitraum Erweiterungen durch Maßnahmen der Softwarepflege und Softwareänderung. Sämtliche zum EK-Simulator gehörenden Komponenten, müssen in einer Betriebssoftware eingebunden sein, welche: - alle für den Betrieb des Simulationssystems notwendigen Parameter und Funktionen über technisch aktuelle Schnittstellen steuert - die zeitlich automatische/ manuelle Steuerung der Generierung, Abstrahlung und Vermessung von Radarszenarien erlaubt sowie die zeitlich automatische/ manuelle Vermessung und Speicherung der bordseitig abgestrahlten EloGM übernimmt - das Laden von extern erstellten zeitlich gesteuerten Radarszenarien und extern erstellten Emitter-Datenbanken erlaubt - alle Funktionen des Simulationssystems in eine Systemüberwachung einbindet (Monitoring) - über eine intuitiv einfache grafische Benutzeroberfläche verfügt, von der aus alle Parameter und Funktionen programmierbar und zu einzelnen oder komplexen, zeitlich und kohärent verknüpften Radarszenarien oder Vermessungen kombinierbar und in der Datenbank ablegbar sind. 1.7 Geforderter Leistungsumfang des Gesamtsystems Das Gesamtgewicht des EK-Simulators, bestehend aus 20 ft-ISO-Container, 20 ft-ISO Flat mit dem Antennensystem incl. aller Einbauten und Zubehör, darf 14 t nicht überschreiten. Betrieb und Transport Der EK-Simulator ist für den Transport (See, Luft, Land) sowie den Betrieb an Land (Landbetrieb) und an Bord von Erprobungsträgern der WTD71 (MZB, Planet) betrieben (Seebetrieb) ausgelegt. Der Messcontainer ist getrennt vom 20 ft-Antennenflat zu transportieren. Das Antennensystem ist für den Transport klappbar konstruiert, um die Höhe in der Verzurrstellung zu verringern. Die Abmessungen des Antennensystems und die des Flats inklusive eingeklappten Antennensystem halten die Norm eines 20 ft-ISO-Containers ein. Der Messcontainer und das Antennenflat verfügen über die entsprechenden Aufnahmesysteme (z.B. Twist-Locks) für den See-, Luft,- und Landtransport. Umweltbedingungen Der uneingeschränkte Betrieb und Transport des EK-Simulators in den Klimakategorien A3/B2/C0 gem. STANAG 4370 ist gewährleistet. Der Container und das Antennensystem sind staubgeschützt auszuführen. 1.8 Dokumentation und Schulung Es ist eine Dokumentation gemäß AECMA Specification 1000D der Klasse 1 für die Technische Dokumentation sowie eine Spec 2000M für das Material zu übergeben. Die Dokumentationssprache ist deutsch. Durch den zukunftigen AN sind die Erstschulungen (Industrieausbildung) durchzuführen. Dieser stellt jedem Teilnehmer die Schulungsunterlagen bereit. Die Erstausbildung umfasst die Schulung von Betriebspersonal sowie System-, Wartungs- und Instandsetzungspersonal (Materialerhaltungsstufe MES 1, 2).
II.1.6) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
34150000
II.1.7) Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
Der Bieter muss im Angebot alle Auftragsteile, die er möglicherweise an Dritte zu vergeben gedenkt, sowie alle vorgeschlagenen Unterauftragnehmer und die Gegenstände der Unteraufträge angeben Der Bieter muss alle Änderungen angeben, die sich bei Unterauftragnehmern während der Auftragsausführung ergeben
II.1.8) Lose
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.9) Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2) Menge oder Umfang des Auftrags
II.2.1) Gesamtmenge bzw. -umfang:
1 Stück
II.2.1) Gesamtmenge bzw. -umfang:
Spanne von 15 Mio ohne USt
II.2.2) Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.3) Angaben zur Vertragsverlängerung
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.3) Vertragslaufzeit bzw. Beginn und Ende der Auftragsausführung
Beginn ..2013. Abschluss ..2015
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben
III.1) Bedingungen für den Auftrag
III.1.4) Sonstige besondere Bedingungen für die Auftragsausführung,
insbesondere bezüglich der Versorgungs- und Informationssicherheit: Versorgungssicherheit - Angaben zu seiner Organisation, Unternehmensstrategie und Lieferkette/-quellen, seiner wissenschaftlich-technischen Ausstattung, seinem Qualitätsmanagementsystem und zur Qualifikation seines Personals, - Erklärung, ob sich der Interessent/Bewerber verpflichtet, Instandsetzung (Materialerhaltungsstufe MES 3, 4), Softwarepflege und –änderung, Modernisierung oder Anpassung für die im Rahmen des Auftrages zu liefernden Gegenstände zu erbringen Informationssicherheit - Die geltenden Vorschriften zum Umgang mit Verschlusssachen bis zum Geheimhaltungsgrad „Geheim“ sind durch den Bewerber/Bieter zu beachten. Entsprechende Anforderungen an Personal, Ausstattung und Infrastruktur sind durch den Bewerber/Bieter und die potentiellen Unterauftragnehmer zu erfüllen und nachzuweisen. Die Aufnahme in die Geheimschutzbetreuung des Bundes ist nachzuweisen. Der Bewerber/Bieter und der bereits in Aussicht genommenen Unterauftragnehmer verpflichten sich, während der gesamten Vertragsdauer sowie nach Kündigung, Auflösung oder Ablauf des Vertrages, den Schutz aller in ihrem Besitz befindlichen oder ihnen zur Kenntnis gelangter Verschlusssachen gemäß den einschlägigen deutschen Rechts- und Verwaltungsvorschriften zu gewährleisten. Der Bewerber/Bieter verpflichtet sich, von allen Unterauftragnehmern, an die er im Zuge der Auftragsdurchführung Unteraufträge vergibt entsprechende Verpflichtungserklärungen einzuholen und vor der Vergabe des Unterauftrages dem Auftraggeber vorzulegen. Zulässig sind ausschließlich Unterauftragnehmer der Stufe 1, diese sind nach VSVgV §7 durch den Bewerber/Bieter auf die Geheimschutzanforderungen hinzuweisen. - Die Erklärung zur Informationssicherheit durch den Intressent/Bewerber gemäß Formblatt BAAINBw-B 013a ist abzugeben sowie ggf. die Erklärung zur Informationssicherheit durch Unterauftragnehmer gemäß Formblatt BAAINBw-B 013b.
III.2) Teilnahmebedingungen
III.2.1) Persönliche Lage
Kriterien für die persönliche Lage der Wirtschaftsteilnehmer (die zu deren Ausschluss führen können) einschließlich Pflicht zur Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: - Ergänzend zu der unter III.2.2 geforderten Eigenerklärung BAAINBw - B 013c ist dem Teilnahmeantrag ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister oder vergleichbare Unterlagen beizufügen Kriterien für die persönliche Lage von Unterauftragnehmern (die zu deren Ausschluss führen können) einschließlich Pflicht zur Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Ergänzend zu der unter III.2.2 geforderten Eigenerklärung BAAINBw - B 013c ist dem Teilnahmeantrag ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister oder vergleichbare Unterlagen beizufügen.
III.2.2) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Kriterien für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit der Wirtschaftsteilnehmer (die zu deren Ausschluss führen können) Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: - Der Bewerbers/Bieters, den Auftraggeber verpflichtet sich rechtzeitig über jede Änderung seiner Organisation, Lieferkette oder Unternehmensstrategie zu unterrichten, die seine Verpflichtungen dem Auftraggeber gegenüber berühren könnte. - Eigenerklärung gemäß Formblatt BAAINBw - B 013c - Jahresabschluss des letzten Geschäftsjahres (nach HGB oder IFRS) Kriterien für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit von Unterauftragnehmern (die zu deren Ablehnung führen können) Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: - Eigenerklärung gemäß Formblatt BAAINBw - B 013c, sofern Unterauftragnehmer bereits feststehen.
III.2.3) Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Kriterien für die technischen und beruflichen Fähigkeiten der Wirtschaftsteilnehmer (die zu deren Ausschluss führen können) Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Zum Nachweis der erforderlichen Erfahrung in fachlicher und technischer Hinsicht muss der Interessent die Aufträge und Projekte der letzten 5 Jahre benennen, in deren Rahmen er die geforderte Erfahrung erlangt hat, und jeweils geeignete Unterlagen (Ergebnisse, Berichte etc.) dem öAG zusammen mit dem Teilnahmeantrag vorlegen. Möglicherweise geforderte Mindeststandards Der Interessent bzw. Bewerber muss Nachweise über fundierte Erfahrung in fachlicher und technischer Hinsicht vorlegen in der: - Konzeptionierung und dem Betrieb von Messeinrichtungen für den Elektronischen Kampf im Radarbereich unter Ausbreitungsbedingungen in Küstennähe und über Wasser, - Aufbau von komplexen Radar-/EloKa-Simulationssystemen (Sende- Empfangs- und Repeatersystem) in Hard- und Software, - Erfassung, Analyse und Auswertung von Signalen im Radar- Bereich von Schiffen unter Ausbreitungsbedingungen in Küstennähe und über Wasser, - Erfahrungen in den Besonderheiten von Beschaffungsprojekten im Bereich der Verteidigung und Sicherheit, - Erfahrungen in der Breitbanddigitalisierung und -aufzeichnung (Rohdaten) von Radarsignalen, - Erfahrungen bei der logistische Unterstützung und Betreuung von Systemen im Bereich der Verteidigung und Sicherheit. Kriterien für die technischen und beruflichen Fähigkeiten von Unterauftragnehmern (die zu deren Ausschluss führen können) Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Die Forderungen an den Interessenten bzw. Bewerber gelten auch für Unterauftragnehmer, sofern diese bereits bekannt sind. Möglicherweise geforderte Mindeststandards Die Mindeststandards an den Interessenten bzw. Bewerber gelten auch für Unterauftragnehmer, sofern diese bereits bekannt sind.
Abschnitt IV: Verfahren
IV.1) Verfahrensart
IV.1.1) Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.2) Zuschlagskriterien
IV.2.1) Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog aufgeführt sind
IV.2.2) Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wurde durchgeführt: nein
IV.3) Verwaltungsangaben
IV.3.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber:
Q/S2BI/CA319/CA652
IV.3.2) Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags
nein
IV.3.3) Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen bzw. der Beschreibung IV.3.4) Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
29.1.2013 - 14:00
IV.3.6) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
Deutsch.
Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.1) Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2) Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.3) Zusätzliche Angaben:
Der Teilnahmeantrag ist in einem verschlossenen Umschlag einzureichen. Der Umschlag ist wie folgt zu kennzeichnen: Nicht öffnen - EU - Teilnahmewettbewerb Verhandlungsverfahren vorgesehene Auftragsnummer: Q/S2BI/CA319/CA652 Endtermin für Teilnahmeanträge: 29.1.2013
VI.4) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammern des Bundes, Bundeskartellamt Villemomblerstraße 76 53123 Bonn
VI.4.2) Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Der Bieter muss Vergaberechtsverstöße, die er im Vergabeverfahren erkennt, unverzüglich, d.h. ohne schuldhaftes Zögern, bei der unter I.1) genannten Vergabestelle rügen. Vergaberechtsverstöße, die aufgrund der Bekanntmachung bzw. in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen innerhalb der Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung bei der unter I.1) genannten Vergabestelle gerügt werden. Hilft die Vergabestelle der Rüge nicht ab, kann ein Nachprüfungsantrag bei der unter VI.4.1) genannten Stelle eingereicht werden, solange durch den Auftraggeber ein wirksamer Zuschlag noch nicht erteilt ist. Der Nachprüfungsantrag muss innerhalb 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, gestellt werden.
VI.5) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
20.12.2012
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