DTAD

Ausschreibung - St?dtebauplanung in Waldhaus Grebe (ID:3511629)

Auftragsdaten
Titel:
St?dtebauplanung
DTAD-ID:
3511629
Region:
35216 Waldhaus Grebe
Auftragsart:
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
05.02.2009
Frist Vergabeunterlagen:
12.02.2009
Zusätzliche Informationen
Kategorien:
Architekturdienstleistungen, Ingenieur-, Planungsleistungen im Bauwesen
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St?dtebauf?rderungsprogramm Stadtumbau in Hessen, Zweckverband Interkommunale

Zusammenarbeit Hinterland (ZV IZH).

Ausschreibungsbekanntmachung.

Interessebekundungsverfahren -Freiberufliche/nicht beschreibbare

Dienstleistungen- unterhalb des EG-Schwellenwertes.

Auftraggeber: Zweckverband IZH.

Art der Vergabe: Interessebekundungsverfahren unterhalb des EG-Schwellenwertes.

Frist, bis zu der die Interessebekundung eingegangen sein muss: 6. Feb. 2009.

Auftragsgegenstand: Stadtumbauplan -Biedenkopf Altstadt-.

Beschreibung Leistungsbild.

1. Grundlagen - der Zweckverband und seine Ziele im Stadtumbau:

Die Region -Hinterland und Bad Laasphe- wurde als interkommunaler Standort für

das Bund-Länder-Förderprogramm -Stadtumbau West- unter einer Vielzahl von

Bewerbern ausgewählt. Pilotcharakter besitzt dabei die l?nder?bergreifende

Zusammenarbeit zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die acht hessischen

Kommunen haben sich gemeinsam mit dem nordrhein-westf?lischen Bad Laasphe in

das Förderprogramm beworben, weil es topografisch bedingt bereits seit langem

enge wirtschaftliche, administrative und infrastrukturelle Verflechtungen gibt

und weil sich die Kommunen strukturell sehr ?hnlich sind.

Die demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen werden mittelfristig in

diesem ländlich geprägten Planungsraum zu siedlungsstrukturellen Problemen

f?hren. Diese Entwicklung ist bereits heute durch teilweise gravierende

städtebauliche Missstände und Funktionsverluste in den einzelnen Kommunen

ablesbar. Leerst?nde von bis zu 12% weisen auf erste städtebauliche Probleme

hin. Diese könnten sich aufgrund der Überlagerung von Baustruktur (65% der

Wohngebäude sind Einfamilienhäuser) und demografischer Entwicklung weiter

verschärfen. Bad Laasphe muss bereits bis 2.020 mit Bev?lkerungsverlusten von

bis zu 10% rechnen, im hessischen Plangebiet sind es zunächst nur bis zu 4%

(jeweils ohne Zuwanderung). Der Anteil der über 65-J?hrigen wird im Jahr 2020

in der gesamten Region bereits über ein Drittel betragen.

Diese Entwicklung wird ohne fr?hzeitiges Gegensteuern nachteilige Auswirkungen

auf die Wohnraumversorgung, die öffentliche und private Infrastruktur und auch

auf die kommunalen Finanzspielr?ume haben. Die beteiligten Kommunen möchten

diese Problemstellungen gemeinsam angehen. Als Grundlage für ein

interkommunales Handeln haben sich die acht Gemeinden des hessischen

Hinterlandes zu einem Zweckverband zusammengeschlossen, der mit dem

nordrhein-westf?lischen Bad Laasphe eine Kooperation eingegangen ist.

Die beteiligten Kommunen möchten interkommunal aufeinander abgestimmt ihre

Siedlungsstrukturen in verschiedenen Handlungsfeldern anpassen. In einer

umfangreichen Analyse wurden demografische, wirtschaftliche, infrastrukturelle

und städtebauliche Erhebungen durchgeführt und ausgewertet. Unter anderem

konnte mit den lokalen Energieversorgern eine stromz?hlergest?tzte

Leerstandserhebung erarbeitet werden. Neben der statistischen Information ist

hier besonders die sektorale Verortungsm?glichkeit von Leerst?nden

hervorzuheben, die es erlaubt, Leerstandsh?ufungen abzubilden und mögliche

städtebauliche Problembereiche abzuleiten.

Auf Basis einer umfassenden Bestandsanalyse wurden für die Handlungsfelder

Interkommunale Kooperation, Wirtschaftliche Entwicklung, Infrastruktur sowie

Wohnraumversorgung und Flächennutzung in einem integrierten Handlungskonzept

Leitbilder, Strategien und Lösungsansätze entwickelt. Das Konzept verfolgt

zwei Handlungsstr?nge: einerseits einen vor allem für die interkommunale

Kooperation bedeutsamen strategisch-konzeptionellen Ansatz, andererseits die

Umsetzung von investiven Maßnahmen in festgelegten Gebieten.

Für festgelegte Gebiete ist als Grundlage der Umsetzung von Fördermaßnahmen

zunächst ein so genannter Stadtumbauplan zu erstellen. Er ist vergleichbar mit

einer Rahmenplanung und beinhaltet im Wesentlichen die Teile Bestandsaufnahme,

Nutzungskonzept und Ma?nahmenkonzept.

2. Stadtumbauplan -Biedenkopf Altstadt-.

2.1 Ziele:

Das Untersuchungsgebiet Biedenkopf- Altstadt ist das Herzstück des

Mittelzentrums um den Marktplatz. Es ist ca. xxxx ha groß. Die Entwicklung der

Altstadt Biedenkopf erfährt bereits seit den 80er Jahre des 20. Jh.

tiefgreifende Umstrukturierungsprozesse. Durch den Verlust der Funktion als

Kreisstadt, durch Betriebsaufgaben wichtiger Arbeitgeber, durch

Suburbanisierungstendenzen von Einzelhandel und Wohnen auf die -grüne Wiese-

und durch dramatische Bev?lkerungsverluste haben sich die Standortbedingungen

für die Kernstadt zunehmend verschlechtert.

Trotz durchgeführter Stadtsanierung (Oberstadt) und einfacher Stadterneuerung

(Unterstadt) sind erhebliche Sanierungsbedarfe der Gebäude und Freiräume zu

erkennen. Dies trifft jedoch nicht auf die Stra?enr?ume zu.

Modernisierungsbed?rftige, oft schon ruin?se historische Gebäude in der

Altstadt dokumentieren eindrucksvoll das Ergebnis des oben beschriebenen

Prozesses: bis zu 20% Leerstand wurden 2007 in den dichten Kernstadtquartieren

im Bereich Wohnen und Einzelhandel festgestellt. Die Versorgungssituation ist

trotz hohem Leerstand gut.

H?lt man sich die Bevölkerungsprognose und die zukünftige Altersstruktur vor

Augen, so wird Biedenkopf bis 2020 weitere 9% Einwohner verlieren und dann

über 30% Bewohner im Alter über 65 Jahren haben. Es darf vermutet werden, dass

besonders die historische Altstadt unter diesen Entwicklungen weiterhin leiden

wird, wenn in ihrem städtebaulich, im Laufe der Jahrhunderte sich immer

weiterentwickelten gewachsenen Gefüge nicht auch heute Eingriffe erfolgen, die

konkurrenzfähig zu den Angeboten auf der -grünen Wiese- sind. Hierzu zählen

neben einer Belebung von Einzelhandel (durch Spezialisierung) und

Dienstleistung (durch Absenkung des Mietniveaus) vor allem Angebote für

familienfreundliches (d.h. bezahlbares Wohnen mit Garten) und altersgerechtes

(d.h. barrierefreies und dienstleistungsgest?tztes) Wohnen.

Schwerpunkte im Rahmen der Umsetzung des Programms Stadtumbau Hessen im

Hinterland sind unter anderem: für leer stehende Immobilien und deren

Grundstücke sind objektspezifische, geeignete Nachnutzungs- und

Umbaustrategien zu entwickeln, die dem demografischen Wandel und den

geänderten Nutzungsbedarfen Rechnung tragen vor Inanspruchnahme neuer

Baufl?chen sind die Bestandspotenziale zu nutzen und die Rahmenbedingungen so

zu ?ndern, dass Innenbereiche durch geeignete Maßnahmen und F?rderbedingungen

gegenüber den Neubaufl?chen am Ortsrand konkurrenzfähig sind und damit die

Rücknahme von Baufl?chen am Stadtrand ermöglichen.

Diese Schwerpunkte sind bei der Erarbeitung des Stadtumbauplans besonders zu

berücksichtigen.

Im Rahmen des Stadtumbaus sollen Impuls gebende Maßnahmen für das Stadtzentrum

entwickelt werden, die anspruchsvolle Nutzungs- und Branchenmixkonzepte für

die Bereiche Einzelhandel, Dienstleistungen, Kultur und Wohnen aufzeigen.

Diese unterstützen die konzeptionelle Ausrichtung des Stadtumbauplans zur

Umnutzung und zum bedarfsgerechten Umbau baulicher Anlagen, zur Anpassung der

Infrastruktur sowie zum Erhalt und zur Aufwertung des Bereiches. Qualitative

Aufwertung ist in diesem Bereich der quantitativen Aufwertung vorzuziehen.

Möglichkeiten des Leerstandsmanagements zur nachhaltigen Aufwertung sind hier

ebenso aufzuzeigen, wie Möglichkeiten zur Attraktivit?tssteigerung

innerstädtischen, barrierefreien Wohnens mit Freiraumqualit?t. Neben diesen

städtebaulichen Maßnahmen sind auch geeignete Projektentwicklungs- und

Eigentumsmodelle sowie Instrumente für die Vermarktung zu entwickeln.

In den Stadtumbauplan sind folgende, bereits in Vorbereitung befindliche

Impulsprojekte einzubinden: Hainstr. 15.

Für das Impulsprojekt Hainstr. 15 als städtisches Gebäude mit angestrebter

kultureller Nutzung wurde im Rahmen des F?rderantrags 2007 eine

Machbarkeitsstudie beantragt und bewilligt.

Pilotprojekt -Lücken-Schluss.-

Für das Gebäude Stadtgasse 45 soll beispielhaft ein Konzept zur Nutzung und

Vermarktung leerstehender oder brachliegender Innenpotenziale entwickelt

werden.

2.2 Aufgabe.

2.2.1 städtebauliche Bestandsaufnahme:

Die vorliegenden Unterlagen aus den bereits durchgeführten Programmen der

Stadtsanierung und der Stadterneuerung bilden die planerischen Grundlagen

weitestgehend ab. Lücken der Bestandsaufnahme sind entsprechend zu schließen,

eine Anpassung der Analyse an die derzeitige Situation ist vorzunehmen. Ein

umfassendes Leerstandskataster (Begehung, Melderegister) für den Bereich

Altstadt ist auf Basis der bereits durchgeführten sektoralen,

stromz?hlergest?tzten Leerstandserfassung herzustellen und abzubilden.

2.2.2 Entwicklungsimpulse.

Einzelhandel: Für leer stehende Einzelhandelsimmobilien sollen Möglichkeiten

zur Implementierung stabiler Nachnutzungen aufgezeigt werden. Dabei sollen

auch Aussagen zu einer nachhaltigen Ansiedlungspolitik und deren

Umsetzungsstrategie gemacht werden.

Infrastrukturangebote: Voraussetzung für die Ansiedlung hochwertiger und

generations?bergreifender Wohnnutzung in der Altstadt von Biedenkopf wird die

Etablierung erforderlicher Infrastruktur sein. Deshalb sollen fördernde

Infrastrukturma?nahmen benannt und für diese Umsetzungsm?glichkeiten

dargestellt werden.

Umbau und Modernisierung: Aus den Erkenntnissen über den Leerstand sind

Maßnahmen zur Umnutzung bzw. zu einem bedarfsgerechten Umbau baulicher Anlagen

abzuleiten.

Freiraum: Für das Gebiet ist ein Freiraumkonzept mit der Zielsetzung einer

nachhaltigen, barrierefreien und Wert steigernden Entwicklung zu erarbeiten.

Dies betrifft private und öffentliche Bereiche und soll die vorzuschlagenden

baulichen Maßnahmen entsprechend flankieren.

2.2.3 Ma?nahmenkonzept:

Basierend auf der Bestandsaufnahme und den formulierten Entwicklungsimpulsen

sollen neben den zwei erwähnten Impulsprojekten geeignete Maßnahmen für

bauliche Anlagen als weitere Impulsprojekte ausgearbeitet werden.

Dabei ist auch die Entwicklung geeigneter und angemessener R?ckbaupl?ne mit

Entwicklungsperspektiven und Nutzungsoptionen für einzelne Grundstücke unter

Einbindung der Eigentümer darzustellen (s. Pilotprojekt -L?ckenSchluss-).

Mit Blick auf die vorhandenen bzw. geplanten Nutzungen muss für die Maßnahmen

des Stadtumbaus auch eine bauplanungsrechtliche Beurteilung erfolgen. Ist das

vorgesehene Konzept zulässig bzw. welche bauleitplanerischen Voraussetzungen

müssen geschaffen werden?

2.2.4 Umsetzungskonzept:

Der Bereich Altstadt Biedenkopf soll durch den Stadtumbau eine angemessene

qualitative Aufwertung erfahren, die Historie anspruchsvoll erlebbar macht.

Hierzu sind die Handel- und Gewerbetreibenden, Dienstleistungsanbieter sowie

Eigentümer mit einzubeziehen. Eine qualitative Priorisierung der

impulsgebenden Maßnahmen ist dabei ebenso unabdingbar wie das Aufzeigen von

Möglichkeiten der Projektentwicklung.

Im Stadtumbauplan sind die konkreten Baumaßnahmen darzustellen und mit Kosten

zu belegen.

Für die einzelnen Maßnahmen ist eine Prioritätenliste zu erstellen, damit eine

Rangfolge für die jährliche F?rderantragsstellung vorliegt.

2.3 Honorarermittlung:

Das Honorar ist unter Berücksichtigung der HOAI als Festpreishonorar incl.

aller Nebenkosten und der MwSt. zu ermitteln.

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