DTAD

Ausschreibung - Studie "informationsmanagement im F?hrungsinformationssystem der Marine in Koblenz (ID:4990869)

Auftragsdaten
Titel:
Studie "informationsmanagement im F?hrungsinformationssystem der Marine
DTAD-ID:
4990869
Region:
56073 Koblenz
Auftragsart:
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
12.04.2010
Frist Angebotsabgabe:
01.06.2010
Beteiligte Firmen und Vergabestellen
Vergabestelle:
Zusätzliche Informationen
Kategorien:
Forschungs-, Entwicklungsdienste
Vollständige Bekanntmachung
Informationen ausblenden
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Bundesamt für Informationsmanagement und

Informationstechnik der Bundeswehr

Bundeswehr

1.

Auftraggeber:

IT-Amt der Bundeswehr

Bereich B 2

Ferdinand-Sauerbruch-Str. 1

56073 Koblenz

Bearbeiter: Frau Schatz

Telefon: 0261 / 400 - 4769 Fax: 0261 / 400 - 4725

E-Mail: ITAmtBwB2@bundeswehr.org

Bearbeitungsnummer:

{bitte stets angeben)

BIB2B/AA106/9F001

2. a)

Vergabeart:

öffentliche Ausschreibung

b) Vertragsart:

Dienstleistungsauftrag

3. a)

Kategorie der Dienstleistung

und Beschreibung:

Studie "informationsmanagement im F?hrungsinformationssystem der Marine (F?lnfoSysM)"

b)

Unterteilung in Lose:

(neben Einzellosen können auch mehrere oder alle Lose angeboten werden)

c)

Ausführungsort:

Koblenz

d)

Bestimmungen über die

Ausführungsfrist:

Geplanter Leistungszeitraum: 12.07.2010 bis 08.10.2010

4.

Anforderung der Unterlagen:

a)

S das Passwort für den Zugriff auf die im Internet

bereitgestellten Verdingungsunterlagen muss beim

Auftraggeber schriftlich {per Fax, E-Mail, Brief)

angefordert werden!

Kl Mit der Anforderung des Passwortes ist folgende

Erklärung abzugeben:

"Hiermit bestätigen wir die Kenntnisnahme und die

b)

Schlusstermin für die

Anforderung (Eingangsdatum)

Einhaltung der Vorgaben des Merkblattes zur

Behandlung von VS-NfD-Material."

Diese Erklärung ist mit Datum und Unterschrift zu

versehen und der Passwortanforderung beizufügen.

Das Merkblatt (6 Seiten) ist dieser Veröffentlichung

beigefügt.

c)

Schutzgebühr:

Falls eine Schutzgebühr erhoben wird, gilt:

fS Die Schutzgebühr ist an die Bundeskasse Trier {BWB) auf das Konto

Nr. 590 010 20 bei der

Deutschen Bundesbank (BBK), Filiale Saarbrücken {BLZ 590 000 00), unter

Angabe der

Bearbeitungsnummer und des Kassenzeichens der ausschreibenden Stelle zu

?berweisen.

fS Der Zahlungsbeleg ist dem Anforderungsschreiben beizufügen.

5. a)

Ablauf der Angebotsfrist:

01.06.2010, 14 Uhr

b)

Anschrift:

siehe Nr. 1

c)

Sprache:

Deutsch (gilt auch für Rückfragen und Schriftverkehr)

6.

Sicherheitsleistungen:

entfällt

7.

Finanzierungs- und

Zahlungsbedingungen:

Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der

Verdingungsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B)

BWB-B012b/06.2009

Ver?ffentlichungsmuster öffentliche Ausschreibung

Dienstleistungsauftr?ge

Mindestbedingungen (Unterlagen zur Beurteilung der Eignung des

Bewerbers):

a) Bankerkl?rung zur finanziellen und wirtschaftlichen

Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

b) Geeignete Nachweise über die technische Leistungsfähigkeit des

Unternehmens.

c) Erklärung des Unternehmens, dass es sich nicht in einem

Insolvenzverfahren befindet und keine

Umstände vorliegen, welche seine Zuverlässigkeit in Frage stellen

können.

Die Nachweise über die Mindestbedingungen sind mit dem Angebot

einzureichen. Soweit

sie dem Auftraggeber bereits aktuell vorliegen oder in den letzten drei

Jahren

Vertragsbeziehungen bestanden, genügt ein entsprechender Hinweis und

die Angabe der

Bearbeitungsnummer.

Zuschlagsfrist / Bindefrist: 16.08 2010

Falls bis zum Ablauf dieser Frist kein Auftrag erteilt ist, können die

Bieter davon ausgehen, dass

ihr Angebot nicht berücksichtigt

10. Zuschlagskriterien: OS Niedrigster Preis

oder

EU Wirtschaftlich günstigstes Angebot in Bezug auf die in den

Zuschlagskriterien

11. Nebenangebote/ OS zugelassen H nicht zugelassen

12. Sonstige Angaben: 1. Mit der Abgabe des Angebotes unterliegt der

Bieter den

Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote (? 27 VOL/A).

2. Es gilt deutsches Recht,

BWB - B 0120/06.2009 Ver?ffentlichungsmuster

öffentliche Ausschreibung

Dienstleistungsauftr?ge

Merkblatt für die Behandlung von

Verschlusssachen (VS) des Geheimhaltungsgrades

VS-NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH (VS-NfD)

Das VS-NfD-Merkblatt legt die Behandlung von nationalen

Verschlusssachen (VS) des

Geheimhaltungsgrades VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH sowie von

ausländischen VS

und VS zwischenstaatlicher Organisationen (z.B. NATO, OCCAR) von

vergleichbarem

Geheimhaltungsgrad - nachfolgend VS-NfD - im Bereich der Wirtschaft

fest. Eine Liste

vergleichbarer Geheimhaltungsgrade sowie weitere Informationen über

VS-NfD Regelungen

können bei dem/der Sicherheitsbevollm?chtigten (SiBe) oder - soweit

diese/r nicht bestellt ist -

beim VS-Auftraggeber angefordert werden. Spezielle Fragen können an das

Bundesministerium

für Wirtschaft und Arbeit (Referat ZB 4) unter folgender E-Mail-Adresse

gerichtet werden;

buero-zb4@bmwa.bund.de.

I. Allgemeines

1. Zugangsberechtigung und Weitergabe

1.1. VS des Geheimhaltungsgrades VS-NfD dürfen nur Personen

zugänglich gemacht werden,

die im Zusammenhang mit der Auftragsdurchführung oder bei der

Auftragsanbahnung

Kenntnis erhalten müssen (Grundsatz "Kenntnis nur, wenn nötig"). Den

zugangsberechtigten

Personen ist dieses Merkblatt vor dem Zugang zu solchen VS nachweislich

bekannt zu

geben; sie werden auf ihre besondere Verantwortung für den Schutz der

VS gemäß diesem

Merkblatt sowie eventuelle strafrechtliche oder vertragsrechtliche

Konsequenzen bei

Zuwiderhandlung hingewiesen.

Weitergehende Maßnahmen wie ein Geheim schutzverfahren des BMWA,

Sicherheits-

Überprüfungen oder formale Besuchsanmeldungen sind nicht erforderlich.

1.2. über den Inhalt der VS ist Verschwiegenheit gegenüber

Nichtbeteiligten zu wahren.

Mitarbeiter, die sich zum Umgang mit solchen VS als ungeeignet erwiesen

oder gegen die

Verpflichtung zur Geheimhaltung verstoßen haben, sind von der

Bearbeitung solcher VS

auszuschließen.

1.3. Die Weitergabe von als VS-NfD eingestuften VS darf nur an

Regierungsstellen,

zwischenstaatliche Organisationen oder Auftragnehmer erfolgen, die an

einem

Programm/Projekt/Auftrag beteiligt sind und die Zugang zu den

Informationen im

Zusammenhang mit der Bearbeitung des Programms/Projekts/Auftrags haben

müssen. Vor

der Weitergabe von VS-NfD eingestuften VS an nicht beteiligte

zwischenstaatliche

Organisationen oder Auftragnehmer aus nicht beteiligten Ländern ist die

schriftliche

Einwilligung des amtlichen VS-Auftraggebers der VS einzuholen.

Grundsätzlich bedarf es

hierbei einer Geheimschutzvereinbarung.

1.4. In Deutschland kann sich das BMWA beim VS-Auftragnehmer über

die Einhaltung der

Bestimmungen dieses Merkblattes vergewissern.

1.5. Die VS-Einstufung ist dreißig Jahre nach dem 1. Januar des auf

die Einstufung folgenden

Jahres aufgehoben, sofern keine andere Frist bestimmt ist. Bei

internationalen Aufträgen ist

BMWA zu konsultieren, sofern keine Programm- oder Projektvereinbarungen

bestehen.

Stand. 22.07.04 - BWB-B 096a

2. Bearbeitungsma?nahmen

2.1. Kennzeichnung und Handhabung bzw. Verwahrung

Dokumente und Material des Geheimhaltungsgrades VS-NfD sind wie folgt

zu kennzeichnen, zu

behandeln und zu verwahren:

2.1.1. Dokumente sind durch schwarzen oder blauen Stempelaufdruck,

Druck "VS - NUR FÜR

DEN DIENSTGEBRAUCH" am oberen Rand jeder beschriebenen Seite sowie

aller

entsprechend eingestuften Anlagen zu kennzeichnen bzw. im Falle

internationaler oder

ausländischer VS mit der entsprechenden deutschen Kennzeichnung

umzustempeln. Bei

Büchern, Broschüren u.a. genügt die Kennzeichnung auf dem Einband und

dem Titelblatt.

Tragt jede beschriebene Seite eines ausländischen Buches oder einer

ausländischen

Broschüre den ausländischen Geheimhaltungsgrad, genügt die

Kennzeichnung mit dem

deutschen Geheimhaltungsgrad auf dem Einband oder dem Titelblatt.

2.1.2. VS-NfD eingestuftes Material (z.B. Gerät, Ausrüstung) oder

Datenträger (z.B. Disketten,

CDs, Mikrochips, Mikrofiche) sind ebenfalls entweder deutlich sichtbar

am Material

selbst oder - falls dies nicht möglich ist - an den

Aufbewahrungsbeh?ltnissen des Materials

zu kennzeichnen bzw. grundsätzlich umzustempeln.

2.1.3. Die VS sind in verschlossenen Räumen oder Behältern

(Schränken, Schreibtischen usw.)

zu verwahren. Außerhalb von solchen Räumen oder Behältnissen sind sie

stets so

aufzubewahren bzw. zu behandeln, dass Unbefugte keinen Zugang zu oder

Einblick in die

VS haben.

2.1.4. VS-Zwischenmaterial (z.B. Vorentw?rfe, Stenogramme, Tonträger,

Folien) ist gegen

Einsichtnahme Unbefugter in derselben Weise zu sch?tzen wie das

Bezugsdokument. VS-

Zwischenmaterial, das nicht an Dritte weitergegeben und unverzüglich

vernichtet wird,

muss nicht als VS gekennzeichnet werden.

2.2. Weitergabe

2.2.1. Die Weitergabe in Deutschland erfolgt durch Boten oder Versand

durch Zustelldienste in

einfachem verschlossenen Umschlag bzw. Behältnis. Der Umschlag bzw. das

Behältnis

erhalten keine VS-Kennzeichnung.

2.2.2. VS können durch private Zustelidienste als gewöhnlicher Brief

bzw. Paket oder auch als

Luft- oder Seefracht in das Ausland versendet werden, es sei denn, der

VS-Auftraggeber

hat dieser Versendungsart ausdrücklich widersprochen oder andere

Modalitäten für den

Auslandsversand festgelegt. Dabei sind vom VS-Auftraggeber

zwischenstaatliche

Vereinbarungen bzw. besondere Programm- oder Projektvereinbarungen zu

berücksichtigen.

2.3. Vernichtung/Rückgabe

2.3.1. Um größere Bestände von VS zu vermeiden, sind nicht mehr

benötigte VS zu vernichten

oder an den VS-Auftraggeber zurückzugeben.

2.3.2. VS, auch VS-Zwischenmaterial, sind so zu vernichten, dass der

Inhalt nicht mehr

erkennbar ist und nicht mehr erkennbar gemacht werden kann.

Stand. 22 07.04- BWB-B 096a

2.4 Verlust, unbefugte Weitergabe, Auffinden von VS oder Nichtbeachtung

des

Merkblatts

Der Verlust, die unbefugte Weitergabe sowie das Auffinden von VS oder

die Nichtbeachtung

dieses Merkblattes ist unverzüglich über den/die SiBe - soweit besteilt

- dem deutschen VS-

Auftraggeber und BMWA (Referat ZB 4) mitzuteilen, um einen eventuell

entstandenen Schaden

zu begrenzen und den Vorfall aufzuklären.

2.5. Besuche

Besuche in das oder aus dem Ausland mit Zugang zu VS-NfD oder

vergleichbarem

Geheimhaltungsgrad werden in der Regel unmittelbar zwischen der

entsendenden und der zu

besuchenden Einrichtung vereinbart. Es gibt keine besonderen Form

Vorschriften.

2.6. Aufträge

2.6.1. Alle VS-Auftragnehmer/-Unterauftragnehmer sind vom

VS-Auftraggeber vertraglich zu

verpflichten, die Regelungen dieses Merkblattes zu beachten. Dabei ist

daraufhinzuweisen,

dass eine Nichtbeachtung die Auflösung des Vertrages bzw. von Teilen

des Vertrages zur

Folge haben kann.

2.6.2. Bei Angeboten bzw. der Aufforderung zur Abgabe von Angeboten

und nach

Auftragsdurchführung sind VS bis zur Aufhebung der Einstufung

vorschriftsmäßig zu

verwahren, baldmöglichst zu vernichten oder zurück zu geben.

2.6.3. VS-Auftragnehmer/-Unterauftragnehmer im Ausland sind

vertraglich zu verpflichten, die

Vorschriften ihrer zuständigen Sicherheitsbehörde für die Behandlung

von VS

vergleichbaren Geheimhaltungsgrades zu beachten.

Gibt es keinen vergleichbaren Geheimhaltungsgrad in dem Land eines VS-

Auftragnehmers/-Unterauftragnehmers, ist BMWA (Referat ZB 4)

einzuschalten, das

Regelungen für den Schutz mit der zuständigen ausländischen

Sicherheitsbehörde

vereinbart. Die Weitergabe darf dann erst nach Zustimmung des BMWA

erfolgen.

Stand: 22.07.04 - BWB-B 096a

II. Nutzung von Informationstechnik (IT)

1. Bearbeitung

*?

1.1. Wird IT für die Bearbeitung von VS-NfD eingestuften VS genutzt,

sind zum Schutz der VS

(entsprechend Teil I 1.1 und 1.2) geeignete informationstechnische

Maßnahmen und / oder

materielle und organisatorische Maßnahmen zu treffen .

1.2. Vor der Bearbeitung oder Speicherung von VS-NfD eingestuften VS

ist sicherzustellen, dass

das Gerät oder das interne Netzwerk nicht unmittelbar (z.B. ohne Schutz

durch eine

Firewall) mit dem Internet verbunden ist, sofern nicht weitergehende

Maßnahmen

entsprechend 3.3 aufgeführt, ergriffen worden sind.

1.3. Bei der Bearbeitung von VS-NfD eingestuften VS kommen

insbesondere folgende

Maßnahmen in Betracht:

Übersicht über die Zugriffsberechtigungen,

Nutzung von Identifizierungs- und Authentisierungsmechanismen (z.B.

Login,

Passwort),

o geeignete IT-Sicherheitsanweisung (einzelplatz- oder

.unternehmensbezogen)

Funktastaturen und Funk-Netzwerke dürfen nur eingesetzt werden, wenn

sie vom

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zugelassen

sind.

1.4 Werden für die Bearbeitung oder Speicherung von VS-NfD

eingestuften Daten tragbare IT-

Systeme (z.B. Notebooks oder Handhelds) eingesetzt, sind die

verwendeten Speichermedien

durch vom BSI zugelassene Produkte zu verschlüsseln.

1.5 Transportable Datenträger (z.B. Disketten, CD's,

Wechselplatten), die VS-NfD eingestufte

Daten unkryptiert^1 enthalten, sind gemäß Teil I 2.1.2 zu kennzeichnen

und gemäß Teil 1

2.1.3 aufzubewahren.

1.6 Das Löschen von Datenträgern hat mit Hilfe von Softwareprodukten

zu erfolgen, die

mindestens ein zweifaches ?berschreiben vorsehen. Hierbei soll auf vom

BSI empfohlene

Produkte zurückgegriffen werden.

1.7 Informationstechnik und Datenträger sind auf Virenbefall

(insbesondere Trojanische Pferde

oder W?rmer) zu ?berpr?fen bevor VS-NfD damit bearbeitet werden. Diese

Prüfung ist in

regelmäßigen Zeitabständen zu wiederholen.

1.8 Private Informationstechnik (z.B. Laptops), Software oder

Datenträger dürfen nicht für die

Bearbeitung eingesetzt werden. In für VS-NfD genutzten

Informationssystemen dürfen keine

private Software oder private Datenträger verwendet werden.

1.9 Auf fest installierten Datenträgern, die VS-NfD eingestufte

Daten unkryptiert enthalten, sind

die Verschlusssachen gemäß 1.6 zu löschen, bevor die Datenträger im

Rahmen von

Wartungs- oder Reparaturarbeiten an IT-Systemkomponenten den Bereich

der

zugriffsberechtigten Personen verlassen. Ist eine Löschung nicht

möglich, sind die

Datenträger auszubauen und zur?ckzubehalten bzw. ist die

Wartungs-/Reparaturfirma

vertraglich auf die Einhaltung der Regeln dieses Merkblattes zu

verpflichten..

Kryptieren = verschlüsseln oder codieren.

Um auf materielle Sicherheitsmaßnahmen (VS-Kennzeichnung, sichere

Aufbewahrung usw.) verzichten zu

können, muß das für die Kryptierung genutzte Kryptosystem vom Bundesamt

für Sicherheit in der

Informationstechnik zugelassen und/oder vom BMWA freigegeben sein.

Stand: 22 07 04 fS BWB-B 096a

2. Übertragung

2.1. Bei der elektronischen Übermittlung auf Telekommunikations-

oder anderen technischen

Kommunikationsverbindungen (einschließlich Onlinedienste wie WWW,

FTP[7]TELNET,

email etc.) in Deutschland sind die VS mit einem vom BSI zugelassenen

und/oder von

BMWA freigegebenen Kryptosystem zu kryptieren.

Abweichend davon ist ausnahmsweise eine unkryptierte Übertragung

zulässig:

a) innerhalb von Festnetzen bei Telefongesprächen, bei

Videokonferenzen und bei

Fernkopien und Fernschreiben, wenn zwischen Absender und Empfänger für

die

erforderliche Übertragungsart keine Kryptierm?glichkeit besteht und der

VS-

Auftraggeber bei der Auftragsvergabe nicht ausdrücklich eine

Kryptierung verlangt.

Die absendende Stelle hat sich vor der Übertragung zu vergewissern,

dass sie mit dem

richtigen Empfänger verbunden ist.

b) innerhalb eines geschlossenen Netzes (LAN), wenn es

ausschließlich auf einem örtlich

zusammenhängenden firmeneigenen Gelände betrieben wird und die

?bertragungs-

einrichtungen gegen unmittelbaren Zugriff Unbefugter gesch?tzt sind.

2.2. Bei grenzüberschreitenden elektronischen ?bermittlungen müssen

die Verschl?sselungs-

verfahren zwischen den nationalen Sicherheitsbehörden der beteiligten

Staaten abgestimmt

werden. Sofern in einem Programm/Projekt besondere

Sicherheitsanweisungen für die

Übermittlung vereinbart wurden, sind diese zu beachten.

Bei Bedarf erteilt BMWA (Referat ZB 4) weitere Auskünfte.

3. Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit von VS mit der Einstufung

VS-NfD bei der

Nutzung von (IT)

Die im Folgenden empfohlenen Maßnahmen sollen die Vertraulichkeit der

elektronisch

gespeicherten VS sicherstellen. Sie dienen nicht in erster Linie dazu,

die Integrität und die

Verfügbarkeit der Daten zu gewährleisten.

Drei unterschiedliche Ausgangsituationen sind zu unterscheiden:

3.1. Einzelplatz PC oder Netzwerke mit geschlossenen

Nutzergruppen, die nicht mit

anderen Netzen verbunden sind

Das Betriebssystem muss ein differenziertes Benutzerprofil und

Zugriffschutz bis auf

Dateiebene gewährleisten, damit der Grundsatz "Kenntnis nur, wenn

nötig" sichergestellt wird

(z. B. Unix/Linux; Win NT; Win 2000, Win XP).

Es muss ein Login und ein Passwort vorhanden sein. Das Passwort muss

mindestens 6 Stellen,

alphanumerisch (Sonderzeichen); Groß- und Kleinbuchstaben enthalten.

Das BIOS muss ebenfalls Passwort gesch?tzt sein.

Ein Booten des IT-Systems darf grundsätzlich nur von der Festplatte aus

möglich sein.

- Es sollte - falls möglich - eine RAM-Disk für die Temp-Dateien

enthalten (Nutzungshilfe).

- Ein aktuelles Virenprogramm muss eingesetzt sein.

Bei Netzwerken sollte eine eigene Partition zum Speichern der VS-Daten

auf dem Server

installiert werden.

3.2. Geschlossene Netze mit E-Mail-Anschluss nach außen

Zusätzlich zu den unter Nr. 3.1 festgelegten Punkten müssen

ein Serverbasiertes Netz vorhanden sein, bei dem der Server im

zugangsgesch?tzten Bereich

steht,

Stand: 22.0704-BWB-B 096a

eine Firewall vorhanden sein, entweder auf dem Server oder als eigenes

IT-System (und ggfs,

zusätzlich E-Mailserver) auch im zugangsgesch?tzten Bereich,

ein Paketfilter eingesetzt werden; ein Applikations-Gateway ist

möglich,

jede weitere IP-Adresse, außer der Server-IP, nach außen verborgen

werden (DNS-Server),

die Übertragung von VS-NfD verschlüsselt erfolgen, wobei für die

Verschlüsselung nur vom

BMWA zugelassene Produkte eingesetzt werden dürfen; Schlüssel sind

grundsätzlich nicht auf

der Festplatte abzulegen.

Es müssen verbindliche Anwenderrege lungen innerhalb des Unternehmens

festgelegt und geschult

werden.

Die neuesten Sicherheits- Updates der genutzten Software sind nach

Verfügbarkeit insbesondere

auch an der Firewall einzubinden.

3.3. Standalone-PC oder Geschlossene Netze mit E-Mail- und

Interoetanschluss

Zusätzlich zu den unter Nr. 3,1 und Nr. 3,2 festgelegten Punkten müssen

eine Firewall und Applikation-Gateway vorhanden sein,

die Regelungen des BSI-Grundschutzhandbuchs für Passwörter angewendet

werden,

VS-NfD-Daten auf dem Server in einer eigenen Partition bzw. in einem

speziell gesch?tzten

Datenbereich gehalten werden; die dadurch gegebenen Schutzmechanismen

sind entsprechend

anzuwenden.

Je nach Umfang ist die Einrichtung eines eigenen VPN z,B, für eine

Nutzergruppe oder ein Projekt

erforderlich.

Stand; 22.07.04 - BWB-B 096a

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