DTAD

Ausschreibung - Telekommunikationsanbieter in Vorwerk Friedrich (ID:7167177)

Auftragsdaten
Titel:
Telekommunikationsanbieter
DTAD-ID:
7167177
Region:
76726 Vorwerk Friedrich
Auftragsart:
Nationale Ausschreibung
Nationale Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
14.05.2012
Frist Angebotsabgabe:
12.06.2012
Beteiligte Firmen und Vergabestellen
Auftraggeber:
Zusätzliche Informationen
Kurzbeschreibung:
Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 25.000 Kbit/s
Kategorien:
Telekommunikationsdienste, Erschliessungsarbeiten
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Vollständige Bekanntmachung
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AUSSCHREIBUNG BREITBANDVERSORGUNG IM LÄNDLICHEN RAUM

Stadtteil Sondernheim

Öffentliche Ausschreibung

ABSCHNITT I: Kommunale Gebietskörperschaft

I.1) NAME, ADRESSEN UND KONTAKTSTELLE(N):

Stadtverwaltung Germersheim

Frau Kunz Kolpingplatz 3

D - 76726 Germersheim

I.2) VERFAHRENSGRUND/ GEGENSTAND DES ÖFFENTLICHEN INTERESSES:

Versorgung mit Breitband-Internetzugängen im ländlichen Raum

ABSCHNITT II: GEGENSTAND DER DIENSTLEISTUNG

II.1) BEZEICHNUNG DES AUFTRAGS DURCH DEN AUFTRAGGEBER:

Öffentliche Ausschreibung, gem. § 3, Absatz 1 VOL/A.

Die ausschreibende Stelle führt eine öffentliche Ausschreibung durch, um einen Kooperationsvertrag mit einem Telekommunikationsanbieter zum Zweck der Bereitstellung von Breitbandteilnehmeranschlüssen zum Internet mit einer Übertragungsgeschwindigkeit

von mindestens 25.000 Kbit/s (Downstream) in mindestens 95% der Haushalte im

Stadtteil Sondernheim abzuschließen. Höhere Bandbreiten sind ausdrücklich gewünscht.

Das Angebot dieser Anschlüsse mit der geforderten Mindestübertragungsgeschwindigkeit

muss nach Möglichkeit jedem privaten Haushalt, allen Gewerbetreibenden sowie jeder sonstigen Institution zur Verfügung stehen. Deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten sind willkommen und gewünscht.

Die Gemeinde stellt dem Telekommunikationsanbieter wie in Anlage 1 aufgeführt Leerrohre zur Verlegung der Glasfaserkabel zur Verfügung. Das Leerrohr wird unentgeltlich und auf Dauer der Bereitstellung zur Verfügung gestellt.

Die bezuschusste Infrastruktur bzw. das mit ihr einhergehende Dienstleistungsangebot sollte

nach Auftragsvergabe innerhalb von 12 Monaten fertiggestellt werden und

mindestens innerhalb eines Zeitraums von 7 Jahren aufrechterhalten werden.

Das Angebot muss auch die Investitionen zur Herstellung des offenen Zugangs auf

Vorleistungsebene (technische Herstellung der Anbieter- und Nutzerneutralität) umfassen.

Eine Bedarfsermittlung bei der ca. 1800 Haushalte über den Stadtanzeiger Informiert wurden und bei der sich etwa 146 Haushalte zurückgemeldet haben, hat ergeben, dass etwa 140 Haushalte Bedarf an Breitbandanschlüssen zum Internet haben. Bezogen auf die an der Befragung teilnehmenden Haushalte, ist diese eine Quote von ca. 98 %.

In den einzureichenden Angeboten sind auch Angaben zu den folgenden qualitativen

Parametern zu machen:

? Befähigungsnachweis mit Referenzen,

? Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit über den Bereitstellungszeitraum von 7

Jahren,

? Darstellung der Wirtschaftlichkeitslücke und Berechnungsgrundlagen,

? Nachweis der Finanzierung der Maßnahme (die Kommune behält sich vor ggf. vom

Anbieter weitere Nachweise zu fordern),

? Angaben über Verfügbarkeitsgarantie und Ausfallsicherheit,

? Verfügbare Bandbreite: Erreichung von mind. 25.000 Kbit/s für 95% der Anschlüsse,

? Ausbaufähigkeit auf höhere Bandbreitenanforderungen,

? Darstellung der Servicestruktur (Betrieb und Service, Kundenhotline, Reaktionszeiten,

Abrechnungsverfahren, Vor-Ort-Service, getrennt nach Privat - und

Gewerbekunden

? Darstellung des offenen Zuganges auf Vorleistungsebene für andere Netzbetreiber

Angebote sind an folgende Adresse: Stadtverwaltung Germersheim, Zimmer 8 , Kolpingplatz 3,

76726 Germersheim zu richten und bis zum 12.06.2012 um 10.00 Uhr bei der ausschreibenden Stelle einzureichen. Ein Aufwandsersatz kann nicht gewährt werden.

Die Größenordnung des finanziellen Zuschussbedarfs für die Realisierung der Bereitstellung

der Breitband-Internetzugänge mit den angegebenen Qualitätsparametern ist verbindlich

anzugeben und plausibel herzuleiten. Hierzu sind die zur Projektumsetzung notwendigen

Erschließungsmaßnahmen darzustellen sowie zum Nachfragepotential Stellung zu nehmen,

das der Wirtschaftlichkeitsberechnung zugrunde liegt.

Zur Berechnung des Zuschussbedarfs dürfen nur alle einmaligen Ausgaben herangezogen werden,

soweit diese im originären Zusammenhang mit den das Vorhaben betreffenden einmaligen

Investitionskosten des Netzauf- bzw. -ausbaus stehen.

Etwaige Abweichungen der tatsächlichen Zahl der abgeschlossenen Kundenverträge über

die Bereitstellung von Breitbandteilnehmeranschlüssen zum Internet von der prognostizierten

Zahl der ermittelten Bedarfsträger oder diesbezügliche eigene Schätzungen gehen zu Lasten

der Anbieter und nicht zu Lasten der ausschreibenden Stelle. Bei der Ermittlung des

Zuschussbedarfs ist dieser Umstand entsprechend zu berücksichtigen.

Veröffentlichung der Ausschreibung: 12.05.2012

Ende der Angebotsfrist: 12.06.2012

Ende der Bindefrist: 23.07.2012

Weitere Anforderungen an das Angebot und nähere Informationen zu dem Versorgungsgebiet sowie zu nutzenden Leerrohrstrecken sind den beigefügten Anlagen zu entnehmen.

II.3) SONSTIGE INFORMATIONEN:

In der Anlage 1 sind weitere Angaben zur Lagedarstellung sowie weitere Anforderungen an das Angebot zum Nachweis der Eignung aufgeführt.

ABSCHNITT III. WEITERES VERFAHREN:

Das schriftliche Angebot ist in einem fensterlosen Umschlag zu verschließen und mit dem

Kennwort BREITBANDANGEBOT zu kennzeichnen.

Dieser so gekennzeichnete Umschlag ist in einem weiteren (äußeren) Umschlag, der

ebenfalls zu verschließen ist, innerhalb der Angebotsfrist an die unter I.1 genannte Adresse

zu richten.

Das Angebot muss vor Ablauf der Angebotsfrist bei der angegebenen Adresse eingegangen

sein. Nachträgliche Berichtigungen und Änderungen des Angebots sind in gleicher Weise zu

behandeln und ebenfalls innerhalb der Angebotsfrist zuzustellen.

Bis zum Ablauf der Angebotsfrist kann das Angebot zurückgezogen werden. Eine

Übermittlung der Angebote auf elektronischem Wege ist nicht zulässig. Aus Ihrer Sicht

bestehende Unklarheiten der Vergabeunterlagen sind der ausschreibenden Stelle

unverzüglich vor Angebotsabgabe schriftlich, per E-Mail oder per Telefax mitzuteilen.

Das Angebot ist in all seinen Bestandteilen in deutscher Sprache abzufassen und mit Datum

und Unterschrift zu versehen. Es muss vollständig sein und den Zuschussbedarf sowie die in

der Beschreibung der Dienstleistung unter II.2 geforderten Angaben enthalten. Änderungen

und Ergänzungen an den Verdingungsunterlagen sind unzulässig. Nebenangebote sind nicht zugelassen.

Die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen (VOL/B) werden

Bestandteil des Vertrages.

Die Zuschlagsfrist beginnt mit dem Ablauf der Angebotsfrist. Bis zum Ablauf der

Zuschlagsfrist sind Sie an Ihr Angebot gebunden. Das Angebot kann in dieser Zeit nicht

geändert oder zurückgezogen werden.

Der Zuschlag erfolgt durch die ausschreibende Stelle auf das wirtschaftlich günstigste

Angebot nach den Kriterien:

- Höhe des Zuschussbedarfs (30%),

- Breitbandgeschwindigkeit (35%),

- Skalierbarkeit / Ausbaufähigkeit (20%)

- Endkundenpreise (10%).

- Offener Zugang für andere Netzbetreiber (5%)

Es wird das Angebot ausgewählt, das bei gleichen technischen Spezifikationen den

niedrigsten Zuschussbedarf enthält. Das Angebot gilt als nicht berücksichtigt, wenn bis zum Ablauf der Zuschlagsfrist kein Auftrag erteilt wurde.

4. Weitere Anforderungen an das Angebot

Der Anbieter hat in seinem Angebot ein konkretes technisches Konzept für einen Breitband-Infrastrukturausbau in der betroffenen Stadtteils darzustellen.

Ist ein Zuschuss zur Erreichung der Wirtschaftlichkeit nötig so ist dieser Zuschussbedarf plausibel zu begründen. Hierzu sind die zur Projektumsetzung notwendigen Erschließungsmaßnahmen und deren Kosten darzustellen.

Zur besseren Vergleichbarkeit der Angebote und zum Nachweis der Leistungsfähigkeit werden die Anbieter aufgefordert im Angebot u.a. folgende Angaben und Leistungen aufzuführen und darzustellen:

a). Allgemeines

? Firmenprofil des Anbieters, Gesellschaftsform, Firmenzugehörigkeit

? Der Anbieter muss die finanzielle Stabilität des Unternehmens mittels

geeigneter Kennzahlen nachweisen

? Angaben über Anzahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer und

Angaben über Subdienstleister

? Referenzliste, bezogen auf die angebotene technische Lösung (ggf. mit

Angabe von Ansprechpartnern).

? Erfahrungen im Leitungsbau, für den Fall, dass der Anbieter leitungsgebundene Techniken einsetzt.

? Das angebotene Konzept muss konkret umsetzbar sein. Dazu hat der

Anbieter ausreichende Nachweise in Form von durchgeführten

Leistungen, Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen

Infrastruktur, Planung, Technik, Betrieb etc. darzulegen.

? Ein HR-Auszug und eine Gewerbeanmeldung sind beizulegen

? Nachweise über die Zusammenarbeit mit Kommunen, Telekommunikationsanbieter

sowie Service- und Wartungsabwicklungen sind vorzulegen.

b). Leistungsbeschreibung

? Auf welcher Technologie basiert die Lösung? (ggf. Hersteller

benennen)

? Angabe, wie viele Haushalte mit welcher Bandbreite erreicht werden

können

? Welche Bandbreiten werden dem Endkunden im Versorgungsgebiet

angeboten (Angabe der mittleren, realen Datenrate im Up- und

Download)?

? Welche maximalen Bandbreiten sind denkbar?

? Welche Restriktionen bestehen für andere Anwender (z.B. bei

gleichzeitiger Nutzung an allen Anschlüssen)?

? Ggf. weitere Restriktionen (z.B. bei bestimmten

Anwenderverhalten) aufführen.

? Wie erfolgt die Zuführung (Backbone) sowie die Verteilung der Dienste

(Access)? Wird ein Vorprodukt eingekauft? Falls ja, von welchem

Betreiber?

? Kann das angebotene System auf höhere Bandbreiten und mehr

Nutzer migriert und erweitert werden?

? Entspricht die angebotene Lösung den allgemeinen Zulassungen? Für

den Fall, dass Ressourcen anderer Betreiber genutzt werden: gibt es

dazu eine konkrete Zulassung des Betreibers (wie z.B.

Netztauglichkeitsprüfung)? Falls ja, ist diese vorzulegen.

? Wird für den Betrieb der Breitband-Infrastruktur eine Lizenz benötigt?

Falls ja, ist diese vorzulegen.

? Vorzulegen ist auch eine etwaige Registrierung des Netzbetreibers bei

der Bundesnetzagentur und eine Zusicherung, dass alle Gesetze und

Vorschriften, welche sich auf die Bereiche Planung, Aufbau und Betrieb

von Telekommunikationsanlagen beziehen, eingehalten werden.

? Beschreibung des offenen Netzzugangs auf Vorleistungsebene:

? Anderen Netz- und Dienstbetreibern muss ein offener,

diskriminierungsfreier Netzzugang auf Vorleistungsebene

gewährt werden.

? Für den Fall, dass ein offener Netzzugang nicht gewährleistet

werden kann, ist dies zu begründen.

? Der Netzbetrieb ist für mindestens 7 Jahre aufrecht zu erhalten. Dies ist

in dem Angebot mit einer nachvollziehbaren Erklärung zur finanziellen

Stabilität über den Zeitraum zu bestätigen.

c). Dienste-Angebot

? Welche Dienste können zusätzlich angeboten werden?

? Wie sieht der Kundenservice aus für Support, Hotline, etc.?

- Beschreibung der Realisierung.

? Wie wird die Rechnungsstellung (Billing) realisiert?

? Welche speziellen SLA s (Service Level Agreements) und sonstige

Leistungen werden den Privat- & Gewerbekunden angeboten?

? Wie werden die Kriterien für den Datenschutz erfüllt?

d) Informationen zum Zuschussbedarf

? Darstellung der Preise so modular wie möglich nach folgenden

- Kosten für die Zuführung in die Ortschaft

- Kosten für die Verteilung zu den Endkunden

- Gesamtpreis für den Ort

? Der Netzanbieter hat den benötigten Zuschussbedarf zum Erreichen

der Wirtschaftlichkeit (Wirtschaftlichkeitslücke) über die nächsten 7

Jahre plausibel und nachvollziehbar wie folgt darzustellen:

- zu Grunde gelegte Kundenzahlen

- Gesamtinvestition

- Betriebskosten sowie Verkauf & Marketing

- Erzielte Erlöse über den Zeitraum

- Wirtschaftliche Lücke (Zuschuss der Kommune)

e) Darstellung der Endkundenpreise und Tarife

- Vertragslaufzeit für den Teilnehmer

- Einmalige Kosten für den Teilnehmer

- Entgelte pro Monat für den Teilnehmer

- Sind in den Entgelten zusätzliche Dienste enthalten (z.B.

Telefonie?)

- Allgemeine Geschäftsbedingungen für Endkundenverträge

f) Terminplan

? Erstellung eines realistischen Terminplans für die Realisierung ab

Beauftragung, aus dem unten aufgeführte Meilensteine ersichtlich

sind:

- Planung der Umsetzung

- Vorlieferungen anderer (wie z. B. Telekom für Kollokation)

- Lieferzeiten Technik

- Aufbau Technik

- Inbetriebnahme und Testphase

- RFS (Ready for Service)

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