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Ausschreibung - Weiße Schreibtafeln in Koblenz (ID:8384178)

Auftragsdaten
Titel:
Weiße Schreibtafeln
DTAD-ID:
8384178
Region:
56077 Koblenz
Auftragsart:
Europäische Ausschreibung
Europäische Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Ausschreibung
Termine und Fristen
DTAD-Veröffentlichung:
20.06.2013
Frist Vergabeunterlagen:
22.07.2013
Frist Angebotsabgabe:
19.08.2013
Beteiligte Firmen und Vergabestellen
Auftraggeber:
Vergabestelle:
Zusätzliche Informationen
Kurzbeschreibung:
Medienkompetenz macht Schule 2013. Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Beschaffung von Notebookkoffern inkl. Hardware sowie interaktiven Präsentationseinheiten gemäß den Vorgaben (Interaktives Whiteboard mit Kurzdistanzbeamer oder Whiteboard mit interaktivem Kurzdistanzbeamer) für ausgewählte Schulen sowie die Studienseminare in Rheinland-Pfalz. Die Vergabe wird unter Federführung des Ministeriums für Bildung Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MBWWK) mit dem Pädagogischen Landesinstitut (PL) als Vergabestelle durchgeführt. Die Einzelheiten in Bezug auf die quantitativen und qualitativen Anforderungen an die nachgefragten Leistungen ergeben sich aus den Vergabeunterlagen.
Kategorien:
Sonstige Textilwaren, Bekleidung, Metall-, Metallbauerzeugnisse, Computer, -anlagen, Zubehör, Bürobedarf
CPV-Codes:
Koffer und Taschen für tragbare Computer , Ständer für weiße Schreibtafeln , Tragbare Computer , weiße Schreibtafeln , Zubehör für weiße Schreibtafeln
Vergabe in Losen:
Aufteilung des Auftrags in Lose: ja
Vergabeordnung:
Lieferauftrag (VOL)
Vollständige Bekanntmachung
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Org. Dok.-Nr:  201046-2013

Auftragsbekanntmachung

Lieferauftrag Richtlinie 2004/18/EG
Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber
I.1) Name, Adressen und Kontaktstelle(n)
Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz
Hofstraße 257c
Zu Händen von: Sabine Schweitzer
56077 Koblenz
DEUTSCHLAND
E-Mail: sabine.schweitzer@pl.rlp.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: www.pl.rlp.de
Weitere Auskünfte erteilen: die oben genannten Kontaktstellen
Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken: die oben genannten Kontaktstellen Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: die oben genannten Kontaktstellen
I.2) Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.3) Haupttätigkeit(en)
Bildung
I.4) Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber: nein
Abschnitt II: Auftragsgegenstand
II.1) Beschreibung
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:
Medienkompetenz macht Schule 2013.
II.1.2) Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw.
Dienstleistung Lieferauftrag Kauf Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: Ausgewählte Schulen, die Studienseminare, Schulträger sowie das Pädagogische Landesinstitut in Rheinland-Pfalz. NUTS-Code DEB
II.1.3) Angaben zum öffentlichen Auftrag, zur Rahmenvereinbarung oder zum
dynamischen Beschaffungssystem (DBS) Die Bekanntmachung betrifft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung
II.1.4) Angaben zur Rahmenvereinbarung
Rahmenvereinbarung mit einem einzigen Wirtschaftsteilnehmer Laufzeit der Rahmenvereinbarung Laufzeit in Monaten: 12 Geschätzter Gesamtauftragswert über die Gesamtlaufzeit der Rahmenvereinbarung Geschätzter Wert ohne MwSt: 500 000 EUR
II.1.5) Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Beschaffung von Notebookkoffern inkl. Hardware sowie interaktiven Präsentationseinheiten gemäß den Vorgaben (Interaktives Whiteboard mit Kurzdistanzbeamer oder Whiteboard mit interaktivem Kurzdistanzbeamer) für ausgewählte Schulen sowie die Studienseminare in Rheinland-Pfalz. Die Vergabe wird unter Federführung des Ministeriums für Bildung Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MBWWK) mit dem Pädagogischen Landesinstitut (PL) als Vergabestelle durchgeführt. Die Einzelheiten in Bezug auf die quantitativen und qualitativen Anforderungen an die nachgefragten Leistungen ergeben sich aus den Vergabeunterlagen.
II.1.6) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
30195910, 30195911, 30195912, 30213100, 30237270
II.1.7) Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): ja
II.1.8) Lose
Aufteilung des Auftrags in Lose: ja Angebote sind möglich für ein oder mehrere Lose
II.1.9) Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2) Menge oder Umfang des Auftrags
II.2.1) Gesamtmenge bzw. -umfang:
Mit diesem Ausschreibungsverfahren werden als verbindliche Mindestabnahmemenge 24 Schulen wie folgt ausgestattet: — Los 1: 3 Notebookkoffer, bestückt mit je 6 Notebooks und je einem WLAN-Zugriffspunkt — Los 2: 3 interaktive Präsentationseinheiten gemäß Vorgaben (interaktives Whiteboard mit Kurzdistanzbeamer oder Whiteboard mit interaktivem Kurzdistanzbeamer) inkl. Lautsprechern und je einem zugehörigen fest montierten Mini-PC sowie Funktastatur und Funkmaus 1 Beamerersatzlampe. Es wird eine Rahmenvereinbarung geschlossen, die über einen Zeitraum von 12 Monaten die Ausstattung der Studienseminare, des PL sowie von bis zu 24 weiteren Schulen zu gleichen Konditionen ermöglicht. Die über die genannte Mindestabnahmemenge hinaus gehende Mengenangabe ist unverbindlich. Geschätzter Wert ohne MwSt: 500 000 EUR
II.2.2) Angaben zu Optionen
Optionen: ja Beschreibung der Optionen: Optionen Los 1: OEM Windows 8/7 Professional (mit Downgraderecht auf Windows 7/ Windows XP) zusätzliches Netzteil Maus Los 2: — 1 Paar Seitenflügel im halben Tafelformat, drehbar, Vor- und Rückseite weiß, beschreibbar mit Whiteboardstiften, — 1 Paar Seitenflügel im halben Tafelformat, drehbar, Vor- und Rückseite weiß mit Linien oder Karo, beschreibbar mit Whiteboardstiften, — Pylonenmontage oder andere ortsgebundene Montage der Tafeln, sofern nicht Bestandteil des Angebotes, — Einzelner Mini-PC aus P 2.1, inkl. Tastatur/ Maus, — Eine Tafel wie P2.1, jedoch ohne Mini-PC. Voraussichtlicher Zeitplan für den Rückgriff auf diese Optionen: in Monaten: 12 (ab Auftragsvergabe)
II.3) Vertragslaufzeit bzw. Beginn und Ende der Auftragsausführung
Laufzeit in Monaten: 12 (ab Auftragsvergabe)
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben
III.1) Bedingungen für den Auftrag
III.1.1) Geforderte Kautionen und Sicherheiten:
Patronatserklärung: Sollte der Auftragnehmer seiner vertraglich vereinbarten Garantiepflicht (z. B. wegen Insolvenz) nicht selbst nachkommen, übernimmt der Hersteller die vereinbarten Garantieansprüche. Eine entsprechende Zusicherung des Herstellers ist nachzuweisen und dem Angebot beizufügen. Alternativ kann mit dem Angebot eine verbindliche Erklärung des Herstellers vorgelegt werden, aus der sich ergibt, dass er im Falle der Zuschlagserteilung an den Bieter eine solche Patronatserklärung abgeben wird. Die Erklärung muss zum Zeitpunkt der Zuschlagserteilung bei der Vergabestelle vorliegen. Der Bieter hat eine Haftpflichtversicherung für Personenschäden und sonstige Schäden in angemessener Höhe (mindestens 500 000 EUR für Sachschäden sowie für Vermögensschäden je Schadensfall, höchstens bis zu 10 % der Gesamtvergütung des Vertrages) nachzuweisen oder alternativ mit dem Angebot eine verbindliche Erklärung einer Versicherung vorzulegen, aus der sich ergibt, dass im Falle der Zuschlagserteilung an den Bieter eine solche Versicherung vorliegen wird. Der Nachweis der geforderten Haftpflichtversicherung muss zum Zeitpunkt der Zuschlagserteilung bei der Vergabestelle vorliegen.
III.1.2) Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder
Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften: Die Zahlungsbedingungen ergeben sich aus den Vergabeunterlagen.
III.1.3) Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben
wird: Bewerber -/Bietergemeinschaften sind zugelassen. Sie müssen alle Mitglieder angeben. Ein Mitglied ist von allen übrigen Mitgliedern als Vertreter für den Abschluss und die Durchführung des Vertrages zu bevollmächtigen. Alle Mitglieder müssen sich für alle im Zusammenhang mit dem Vertrag entstehenden Leistungsverpflichtungen und Verbindlichkeiten zur gesamtschuldnerischen Haftung verpflichten. Die geplante Rechtsform der Bewerber -/Bietergemeinschaft ist anzugeben. Das Angebot ist von allen Mitgliedern der Bewerber -/Bietergemeinschaft zu unterzeichnen. Es ist eine Arbeitsgemeinschaft in Form einer BGB-Gesellschaft oder einer nach ausländischem Recht vergleichbaren Rechtsform zugelassen. Die Auftragserteilung erfolgt nur an ein federführendes und bevollmächtigtes Mitglied der Gemeinschaft.
III.1.4) Sonstige besondere Bedingungen
Für die Ausführung des Auftrags gelten besondere Bedingungen: ja Darlegung der besonderen Bedingungen: Alle Geräte müssen über das GS-Zeichen des TÜV Rheinland oder eine vergleichbare internationale Prüfbescheinigung verfügen (als vergleichbare internationale Prüfbescheinigung wird die Einhaltung der Norm EN 60950, hilfsweise 2004/108/EG, 2006/95/EG, EN55022, EN 55024 angesehen). Die Nachweispflicht über die Gleichwertigkeit der Prüfnormen liegt beim Anbieter. Die Prüfbescheinigungen liegen dem Angebot bei (Ausschlusskriterium). Generell müssen die zu liefernden Geräte den jeweils gültigen DIN-Vorschriften, Unfallverhütungsvorschriften, Arbeitsschutzvorschriften sowie den allgemein anerkannten sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Regeln entsprechen (Ausschlusskriterium).
III.2) Teilnahmebedingungen
III.2.1) Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen
hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: — Handelsregisterauszug (nicht älter als 6 Monate, Kopie genügt), — Unternehmensdarstellung (Anlage 02), — Angabe von Nachunternehmen: Setzt der Bieter für wesentliche Teile der Leistung Nachunternehmer ein, sind diese vollständig (namentliche Nennung) im Angebot mit den zu leistenden Aufgaben (Art und Umfang) anzugeben. Der Bieter hat überdies in einer gesonderten schriftlichen Erklärung zu versichern, dass er im Auftragsfall über die Ressourcen der Nachunternehmer verfügen kann (Verfügbarkeitsnachweis). Hinweis: Mehrfachbewerbungen von Unternehmen als Bewerber, als Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder als Nachunternehmer sind ausgeschlossen.
III.2.2) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Der Bieter hat die Anlage 01 (Eigenerklärungen) verbindlich unterzeichnet mit seinem Angebot abzugeben. Mit seiner Unterschrift versichert der Bieter die Richtigkeit seiner Angaben, weshalb weitere Nachweise zu den Ziffern 1 bis 11 der Anlage 01 zunächst nicht vorgelegt werden müssen. Die Vergabestelle kann entsprechende Nachweise zur Eignungsprüfung jedoch jederzeit anfordern. Werden die Nachweise auf Anforderung nicht vorgelegt, kann dies zum Ausschluss des betreffenden Angebotes führen. Werden vorsätzlich unzutreffende Erklärungen in Bezug auf die Eignung (Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit) abgegeben, wird das Angebot ausgeschlossen. Setzt der Bieter Nachunternehmer ein, hat jeder Nachunternehmer die vorstehenden Erklärungen durch Unterzeichnung dieses Vordrucks Teil A Anlage 01_Eigenerklärungen abzugeben. Gleiches gilt für sämtliche Mitglieder einer Bietergemeinschaft.
III.2.3) Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Der Bieter hat mit seinem Angebot Referenzen nach Maßgabe der Anlage 03 der Vergabeunterlagen vorzulegen.
III.3) Besondere Bedingungen für Dienstleistungsaufträge
III.3.1) Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten: nein
III.3.2) Für die Erbringung der Dienstleistung verantwortliches Personal
Juristische Personen müssen die Namen und die beruflichen Qualifikationen der Personen angeben, die für die Erbringung der Dienstleistung verantwortlich sind: nein
Abschnitt IV: Verfahren
IV.1) Verfahrensart
IV.1.1) Verfahrensart
Offen
IV.2) Zuschlagskriterien
IV.2.1) Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog aufgeführt sind
IV.2.2) Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wird durchgeführt: nein
IV.3) Verwaltungsangaben
IV.3.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber:
4-407-01-2013
IV.3.2) Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags
nein
IV.3.3) Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen bzw. der Beschreibung Schlusstermin für die Anforderung von Unterlagen oder die Einsichtnahme:
22.7.2013 - 12:00 Kostenpflichtige Unterlagen: nein
IV.3.4) Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
19.8.2013 - 12:00
IV.3.6) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
Deutsch.
IV.3.7) Bindefrist des Angebots
bis: 31.10.2013
IV.3.8) Bedingungen für die Öffnung der Angebote
Tag: 19.8.2013 - 12:00 Ort: PL Koblenz. Personen, die bei der Öffnung der Angebote anwesend sein dürfen: nein
Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.1) Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2) Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.3) Zusätzliche Angaben
Unter http://www.vergabe.rlp.de/VMPCenter/ können Sie sich registrieren und die Vergabeunterlagen kostenlos anfordern und herunterladen und Nachrichten der Vergabestelle einsehen. Sie finden hier auch ggf. weitere Informationen zum Verfahren. Die Vergabeunterlagen sind ausschließlich auf diesem Weg erhältlich.
VI.4) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Rheinland-Pfalz Stiftsstraße 9, MWKEL 55116 Mainz DEUTSCHLAND E-Mail: vergabekammer.rlp@mwkel.rlp.de Telefon: +49 6131160 Internet-Adresse: www.mwkel.rlp.de Fax: +49 6131162113 Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.2) Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Das Nachprüfungsverfahren vor den Vergabekammern ist im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (§§ 102 ff. GWB) geregelt. Die Kammern können nur auf einen schriftlichen und begründeten Antrag eines Bewerbers oder Bieters tätig werden. Der Antragsteller muss darlegen, welche Verstöße gegen Vergabebestimmungen dem öffentlichen Auftraggeber zur Last gelegt werden sowie konkretisieren, dass er durch die Verletzung von Vergabevorschriften einen Schaden erlitten hat oder erleiden wird. Der Antrag ist nach § 107 GWB grundsätzlich unzulässig, soweit der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften nicht unverzüglich gegenüber dem Auftraggeber gerügt hat. Verstöße, die aufgrund der Vergabebekanntmachung oder aus den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe gerügt werden. Nicht geklärt ist zurzeit die Frage, ob sonstige Verstöße, die vom Antragsteller im Vergabeverfahren erkannt wurden, noch der Rügeobliegenheit nach § 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB unterliegen und unverzüglich zu rügen sind. Diese Vorschrift wird nach dem Urteil des EuGH vom 28. Januar 2010 (Rs. C-406/08) von den Nachprüfungsinstanzen unterschiedlich bewertet. Die Vergabekammern Rheinland-Pfalz wenden das Unverzüglichkeitsgebot des § 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB wegen Verstoßes gegen EU-Vergaberecht zurzeit nicht mehr an. Andere Vergabekammern haben sich nicht für die Übertragung der EuGH-Entscheidung auf das deutsche Recht ausgesprochen und halten die Vorschrift nach wie vor für vollständig anwendbar. Klarheit in dieser Frage wird erst über eine Divergenzvorlage beim BGH, ggf. über eine Vorlage beim EuGH oder durch eine Gesetzesänderung zu erreichen sein. Soweit der Antrag nicht offensichtlich unzulässig oder unbegründet ist, übermittelt ihn die Vergabekammer an den Auftraggeber. Die Übermittlung bewirkt ein gesetzliches Zuschlagsverbot, das bis zur Entscheidung der Kammer und dem Ablauf der Rechtsmittelfrist gilt. Die Vergabekammer ist ein gerichtsähnlicher, weisungsunabhängiger Spruchkörper, der seine Entscheidung in der Besetzung mit einem vorsitzenden und zwei beisitzenden Mitgliedern grundsätzlich nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung trifft. Gegen die Entscheidung der Vergabekammer kann sofortige Beschwerde beim OLG Koblenz eingelegt werden.
VI.4.3) Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen
erteilt
VI.5) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
17.6.2013
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