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Inhouse-Vergabe

„Inhouse-Vergabe“ bezeichnet die Vergabe eines öffentlichen Auftrags an ein rechtlich unabhängiges Unternehmen, welches vom öffentlichen Auftraggeber kontrolliert wird. Der Auftrag kann direkt, d.h. ohne jegliches Verfahren vergeben werden. Inhouse-Vergaben sind in § 108 Abs. 1–5 GWB geregelt und fallen unter die öffentlich-öffentliche Zusammenarbeit nach § 108 Abs. 6 GWB.

Für eine Inhouse-Vergabe muss eine Reihe von Bedingungen erfüllt sein:
  • Das auftragsnehmende Unternehmen muss wie eine eigene Dienststelle beherrscht werden können, d.h. es darf kein privatwirtschaftlicher Anteilseigner beteiligt sein (vgl. § 108 Abs. 1 GWB).

  • Die sonstigen Geschäftstätigkeiten des Auftragnehmers, welche nicht für öffentliche Auftraggeber erfolgen, müssen weniger als 20 Prozent seiner Tätigkeiten ausmachen (vgl. § 108 Abs. 1 GWB).

  • Einige allgemeine Vergabe-Richtlinien der EU gelten auch bei Inhouse-Vergaben, so u.a. das Diskriminierungsverbot und der Gleichbehandlungsgrundsatz.



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