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DTAD Deutscher Auftragsdienst
Leitfaden
Ausschreibungen

AKTUELLES KAPITEL

Leitfaden Ausschreibungen

In diesem Leitfaden steht nicht nur die umfassende Darstellung der rechtlichen Situation im Zentrum. Vielmehr soll Ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich im Markt der öffentlichen Auftragsvergabe zu verorten und realistische Chancen erkennen zu können. Der Leitfaden geht dabei in zwei Schritten vor:

  1. Er beschreibt die Struktur des Marktes für öffentliche Ausschreibungen und zeigt auf, wo für Ihr Unternehmen die Chancen liegen. Relevante neuere Entwicklungen des Vergaberechts, in der Präqualifikation und der E-Vergabe, werden wegbegleitend behandelt.
  2. Die Struktur eines Ausschreibungsverfahrens und der bekannten und weniger bekannten Anforderungen der ausschreibenden Stellen wird beschrieben und es wird aufgezeigt, was Sie tun können, um Ihre Chancen zu erhöhen.

Öffentliche Auftraggeber fragen in Deutschland nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie jedes Jahr Waren und Dienstleistungen für etwa 400 Milliarden Euro nach. In der Europäischen Union sind es sogar um die 1.800 Mrd.

Nicht nur die Größe dieses Marktes lässt ihn attraktiv erscheinen, sondern auch die Zuverlässigkeit der öffentlichen Hand als Auftraggeber. Durch Zahlungsausfälle machen staatliche Stellen selten von sich reden. Der Staat als Auftraggeber ist zudem weniger anfällig für einen wirtschaftlichen Abschwung als private Auftraggeber.

Neue sowie kleinere Anbieter können profitieren

Die Bandbreite der öffentlichen Aufträge reicht von Riesenprojekten wie etwa Großflughäfen bis hin zu kleinen Dienstleistungsverträgen, die durchaus von Ein-Mann-Unternehmen erfolgreich gewonnen werden können.

Die Förderung des deutschen Mittelstandes ist ein erklärtes Ziel des deutschen Vergaberechts, nachdem kleinere und mittlere Unternehmen bei der Auftragsvergabe zu bevorzugen sind.

Öffentliche Aufträge sind nicht nur für Großunternehmen oder alt eingesessene Unternehmen zugänglich. Auch kleinere und neu gegründete Unternehmen haben bei Beachtung der Voraussetzungen alle Möglichkeiten mit öffentlichen Aufträgen ihren Umsatz zu steigern. Entgegen einem weit verbreiteten Missverständnis bedeuten fehlende Referenzen nicht automatisch das Aus für einen Bieter.

Gerade kleinere Unternehmen stehen bei der öffentlichen Hand im Ruf, über spezielles Expertenwissen zu verfügen, ein besseres Verständnis für Kundenbedürfnisse zu haben und zu einer engeren und flexibleren Zusammenarbeit mit den Kunden bereit zu sein.

In der Regel werden ein Fünftel der staatlichen Aufträge an neue Unternehmen vergeben, die der jeweiligen Vergabestelle noch nicht bekannt waren. Für Unternehmen, die sich zum ersten Mal um Staatsaufträge bemühen wollen, öffnet sich so ein Markt von ca. 80 Mrd. Euro.

Vorsicht Fallstricke

Die ersten Hürden sind allerdings bereits bei der Recherche zu überwinden. Über 40.000 vergebende Stellen bedienen sich unterschiedlichster Medien und Verfahren. So verhindert in vielen Fällen bereits das deutsche Ausschreibungschaos, dass Unternehmen und lukrative Aufträge zusammenfinden. Der DTAD Deutscher Auftragsdienst hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ordnung in dieses Chaos zu bringen.

Sind die Ausschreibungen erst einmal recherchiert, dann ist zu beachten, dass die formalen Anforderungen bei der öffentlichen Auftragsvergabe höher sind als in vielen Bereichen der Privatwirtschaft. Dies liegt vor allem daran, dass staatliche Stellen Steuergelder ausgeben und deswegen einer aufmerksamen Kontrolle unterliegen, um Korruption und Misswirtschaft zu vermeiden. Allen Auftragnehmern soll bei gleicher Eignung gleicher Zugang zu öffentlichen Aufträgen ermöglicht werden. Ziel vergaberechtlicher Vorschriften ist, zu gewährleisten, dass sich das beste Angebot durchsetzt.

Der Weg zur gewonnenen Ausschreibung

Die Chancen eines Unternehmens bei öffentlichen Aufträgen besser zum Zuge zu kommen als bisher oder sich den Markt der öffentlichen Auftragsvergabe erstmalig zu erschließen, sind vor allem abhängig von einer ausreichenden Kenntnis:

  1. des Marktes für öffentliche Aufträge,
  2. der relevanten Ausschreibungsinformationen,
  3. der Prozesse und Praktiken, die ausschreibende Stellen anwenden,
  4. der geforderten Arten des Eignungsnachweises
  5. der Bewertungskriterien anhand derer ein Angebot beurteilt wird,
  6. der richtigen Präsentation der angeforderten Informationen,
  7. der Bedeutung von regelmäßigem Kontakt zur Vergabestelle während einer Ausschreibung und nach der tatsächlichen Vergabeentscheidung,

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