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DTAD Deutscher Auftragsdienst
Leitfaden
Ausschreibungen

AKTUELLES KAPITEL

Freihändige Vergabe

Eine Freihändige Vergabe wird oberhalb der europäischen Schwellenwerte Verhandlungsverfahren genannt. Die Freihändige Vergabe betrifft in der Regel die vom Umsatz her kleinsten Aufträge und ist formlos. Die Aufforderung, im Rahmen einer Freihändigen Vergabe ein Angebot abzugeben, muss nicht öffentlich erfolgen und kann sogar am Telefon geschehen. Das bedeutet, dass auch bei der Freihändigen Vergabe ein Unternehmen der vergebenden Stelle bereits bekannt sein muss, um berücksichtigt zu werden. Im Kleinen Verhandlungsverfahren wiederum können Sie sogar selbst aktiv werden und bei den Vergabestellen anrufen, um zu erfragen, wie Sie Ihre Chancen auf einen Zuschlag optimieren.

Für Unternehmen folgt daraus, möglichst frühzeitig und nachhaltig Kontakte zu Vergabestellen zu pflegen und über Präsenz in den einschlägigen Datenbanken, Messen und Publikationen auf sich aufmerksam zu machen. Aber auch Aufträge, die freihändig vergeben werden, können über die Ausschreibung eines Teilnahmewettbewerbs allgemein bekannt gemacht werden (für Verhandlungsverfahren ist dies sogar Pflicht).

Für die Präqualifizierungsdatenbanken PQ-Bau und PQ-VOL gilt bei Freihändigen Vergaben Ähnliches wie bei Beschränkten Ausschreibungen: Eine lohnende Investition, die jedoch kein Allheilmittel darstellt und auf keinen Fall aktives Marketing und regelmäßigen Kontakt zu Vergabestellen ersetzt.



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