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Der Markt für öffentliche Aufträge

Das öffentliche Auftragswesen kennt drei Standardverfahren nach denen Aufträge vergeben werden und anhand derer sich der Markt für Ausschreibungen einteilen lässt. Über ihre Anwendung entscheiden im Großen und Ganzen Gesetze, Verordnungen und der Wert des zu vergebenden Auftrages. Die zugrunde liegenden Gesetze sind die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB), die Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL) und die Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF). Ob ein Auftrag durch eine Freihändige Vergabe (Definition: Freihändige Vergabe), eine Beschränkte Ausschreibung (Definition: Beschränkte Ausschreibung) oder eine Öffentliche Ausschreibung (Definition: Öffentliche Ausschreibung) vergeben wird, hängt also neben anderen Faktoren von dem Auftragsvolumen ab. Nur so genannte Kleinstaufträge und einige Ausnahmeregelungen befreien von der Pflicht, eine allgemein zugängliche Vergabebekanntmachung zu veröffentlichen.

Oberhalb gewisser Schwellenwerte (Definition: Schwellenwerte) hat die EU Richtlinien zu Ausschreibungsverfahren erlassen und macht eine Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union zur Pflicht. Die Freihändige Vergabe wird dann Verhandlungsverfahren, (Definition: Verhandlungsverfahren) die Beschränkte Ausschreibung Nicht-offenes Verfahren (Definition: Nicht-offenes Verfahren) und die öffentliche Ausschreibung Offenes Verfahren (Definition: Offenes Verfahren) genannt. Für besonders komplexe Beschaffungsvorhaben wurde schließlich der so genannte Wettbewerbliche Dialog (Definition: Wettbewerblicher Dialog entwickelt.

Jedes Verfahren steht dabei für eine gewisse Auftragsgröße, für die Härte der zu erwartenden Konkurrenz und für unterschiedliche formale und unternehmerische Anforderungen durch das Verfahren und den Auftraggeber. Eine exakte Kenntnis der einzelnen Verfahren ist also nicht nur aus formalen Gründen wichtig. Je nach Verfahren und Schwellenwert ändern sich die Erfolgsvoraussetzungen, die bei der Bewerbung um öffentliche Aufträge entscheidend sind.

Tabelle 1: Schwellenwerte und Wertgrenzen für europäische und nationale Ausschreibungen am Beispiel Berlins (alle Beträge in Euro und netto, Stand: Februar 2015)

Schwellenwerte und Wertgrenzen für Europäische Ausschreibungen und nationale Ausschreibungen am Beispiel Berlins

Tabelle 2: Wertgrenzen für Beschränkte Ausschreibungen / die Freihändige Vergabe in den Bundesländern für VOL (alle Beträge in Euro und netto, Stand: Februar 2015)

Wertgrenzen für Beschränkte Ausschreibungen / die Freihändige Vergabe in den Bundesländern für VOL

Tabelle 3: Wertgrenzen für Beschränkte Ausschreibungen / die Freihändige Vergabe in Bund und den Bundesländern für VOB (alle Beträge in Euro und netto, Stand: Februar 2015)

Wertgrenzen für Beschränkte Ausschreibungen / die Freihändige Vergabe in Bund und den Bundesländern für VOB

Christa Schauer
Miriam Köster
DTAD - Team

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