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Präqualifizierung in PQ-Bau und PQ-VOL

Bei der Präqualifizierung (Definition: Präqualifizierung) handelt es sich um eine allgemeine Eignungsprüfung von Unternehmen aus der Perspektive öffentlicher Auftraggeber, die unabhängig von tatsächlichen Vergaben durchgeführt wird. Um sich zu präqualifizieren, müssen Unternehmen die einzelnen Nachweise zur Sachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit bei einer Präqualifizierungsstelle einreichen. Unternehmen, die sich präqualifiziert haben, können ihre Eignung für öffentliche Aufträge dann durch einen Verweis auf ihre Mitgliedschaft in einer Präqualifizierungsliste nachweisen.

Präqualifizierung für Bauaufträge (PQ-VOB)

Für Aufträge, die im Rahmen der VOB (Definition: Präqualifizierung-VOB) vergeben werden, wurde eigens der "Verein für die Präqualifizierung von Bauunternehmen" gegründet. Dieser Verein führt eine im Internet allgemein zugängliche Liste präqualifizierter Bauunternehmen (➚ Liste präqulifizierter Bauunternehmen). Dort sind die Nachweise zur Sachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der geführten Unternehmen in einem geschützten Bereich hinterlegt, auf den Vergabestellen per Passwort und der Registrierungsnummer des präqualifizierten Unternehmens zugreifen können. Die eigentliche Präqualifizierung wird von fünf Präqualifizierungsstellen durchgeführt, bei denen Bauunternehmen ihre Eignung für öffentliche Bauaufträge nachweisen können (➚ Präqualifizierungsstellen).

Je nach dem, für wie viele Leistungsbereiche sich ein Unternehmen präqualifizieren will, muss für eine Registrierung zwischen ca. 400 und 700 Euro pro Jahr aufgewendet werden. Dabei ist zu beachten, dass die verschiedenen Präqualifizierungsstellen unterschiedliche Preismodelle anwenden und sich abhängig von Größe und Spezialisierung des jeweiligen Bauunternehmens durchaus ein Vergleich lohnt.

Präqualifizierung für Aufträge aus Lieferungen und Leistungen (PQ-VOL)

Für Aufträge, die im Rahmen der VOL (Definition: Präqualifizierung-VOL) vergeben werden, existiert seit 2009 ebenfalls ein bundeseinheitliches Präqualifizierungsverfahren (➚ Präqualifizierungsdatenbank). Die Industrie- und Handelskammern und, soweit vorhanden, deren Auftragsberatungsstellen, haben die Registrierung von Unternehmen übernommen (➚ Zertifizierungsservice).

Der Unterschied zu den bekannten Unternehmer- und Lieferantenverzeichnissen (ULV) der Bundesländer ist, dass die Präqualifizierungsdatenbank für den Liefer- und Dienstleistungsbereich über die Landesgrenzen hinweg genutzt werden soll.

Für eine Registrierung werden von den Stellen verschiedene Preise erhoben. So kostet die Erstregistrierung in Bayern 180 Euro und in Hessen 215 Euro.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt zum Präqualifikationsverzeichnis für Lieferungen und Dienstleistungen (PQ-VOL).

Was spricht für die Teilnahme an der Präqualifizierung?

  1. Eine Teilnahme demonstriert Seriosität.
  2. Die Verwaltung der Eignungsnachweise wird für das Bieterunternehmen effizienter.
  3. Die Wahrscheinlichkeit, einen Eignungsnachweis bei Angebotsabgabe fälschlicherweise nicht einzureichen und vom Verfahren ausgeschlossen zu werden, sinkt.
  4. Auftraggeber können die PQ-VOB und PQ-VOL als Datenbanken benutzen, um für Freihändige Vergaben und Beschränkte Ausschreibungen geeignete Unternehmen zu recherchieren und bzgl. einer Angebotsabgabe zu kontaktieren. Es gibt in beiden Datenbanken die Möglichkeit, Unternehmen nach Tätigkeit und Sitz zu suchen.
Christa Schauer
Miriam Köster
DTAD - Team

Telefon: 0800 - 899 899 1
E-Mail: service@dtad.de

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