DTAD
 
DTAD Deutscher Auftragsdienst
Leitfaden
Ausschreibungen

AKTUELLES KAPITEL

Veröffentlichungen über Vergebene Aufträge

Wurden Auftragsvergaben nicht im Vorhinein durch allgemeine Bekanntmachungen (also im Rahmen Öffentlicher Ausschreibungen) oder Teilnahmewettbewerbe (Beschränkte Ausschreibungen mit Teilnahmewettbewerb oder Freihändige Vergaben mit Teilnahmewettbewerb) angekündigt und zur allgemeinen Beteiligung freigegeben, verlangt das Vergaberecht die Veröffentlichung der Auftragsvergabe im Nachhinein. Somit soll ein Mindestmaß an Transparenz hergestellt werden, damit sichtbar auf die Frage geantwortet wird: „Wer hat was an wen vergeben?“ Der Inhalt derartiger Veröffentlichungen ist in der Regel der Auftraggeber, der Auftragsgegenstand und das beauftragte Unternehmen.

Im Baubereich müssen Vergaben in Form Beschränkter Ausschreibungen ohne Teilnahmewettbewerb ab 25.000 € und in Form Freihändiger Vergaben ab 15.000 € in der Regel veröffentlicht werden. Beabsichtigte Beschränkte Ausschreibungen ohne Teilnahmewettbewerb und Freihändige Vergaben ohne Teilnahmewettbewerb müssen ab einem voraussichtlichen Auftragswert von 25.000 € dagegen in der Regel vorab veröffentlicht werden. Für den Liefer- und Dienstleistungsbereich ist vorgeschrieben, dass für Beschränkte Ausschreibungen und Freihändige Vergaben über einem Auftragswert von 25.000 € in der Regel Informationen über die Zuschlagserteilung veröffentlicht werden müssen.

Im Allgemeinen werden auch alle europaweiten Ausschreibungen mit der Veröffentlichung Vergebener Aufträge abgeschlossen, obwohl sämtliche oberschwelligen Verfahren bereits mit einer allgemeinen Bekanntmachung einer Ausschreibung oder eines Teilnahmewettbewerbs beginnen müssen. Dies ist vor allem Ausdruck einer angestrebten Vereinheitlichung der Ausschreibungen nach europäischem Recht.



DTAD
Jetzt kostenlos testen